Was ist eigentlich Motivation?

Sep 26, 2022

Was ist eigentlich Motivation?
Sep 26, 2022

Was ist eigentlich Motivation?

Sep 26, 2022

Gesünder und fitter zu leben geht beim Radsport oft Hand in Hand mit Motivation und dem Setzen von Zielen. Um diese Ziele in greifbare Nähe zu rücken, bedeutet es immer, über einen längeren Zeitraum strukturiert zu trainieren. In den ersten Wochen ist das meist noch relativ einfach. Besonders bei schönem Wetter oder wenn du dir gerade ein neues Rad gekauft hast – doch nach ein paar Wochen wirst du meist einen Einbruch deiner Motivation spüren, dich aufs Rad zu schwingen.
Der Grund für dieses Tief hat alles mit dem Hintergrund deiner Motivation zu tun, mit der du dein Ziel erreichen willst. Wenn du weißt, woher diese Motivation kommt oder warum du überhaupt auf dem Fahrrad sitzt, kannst du auch herausfinden, woher der Hänger beim Training kommt. Mit diesem Wissen kannst du dann dafür sorgen, dass deine Motivation erst gar nicht in den Keller geht.
Sich verändernde Motivation
Motivation ist der treibende Faktor für jedes Verhalten. Da wir Menschen uns immer auf eine bestimmte Art und Weise verhalten, muss also auch immer eine Motivation vorhanden sein. Wenn es regnet, gewinnt vielleicht die Motivation, gemütlich zu Hause zu bleiben, die Oberhand über die Motivation, sich aufs Rad zu setzen. Definitionstechnisch ist Motivation „eine komplexe Wechselwirkung zwischen internen und externen Kräften, die zu einer bestimmten Verhaltensweise führen“.
Die Macht der Motivation
Hinter jeder Verhaltensweise steckt also eine bestimmte Motivation. Eine starke Motivation ist die Grundlage für Verhaltensweisen wie Durchhaltevermögen und vollen Einsatz. Da solche Eigenschaften im Sport unverzichtbar sind, lässt sich die sportliche Leistung sehr gut durch die Motivation vorhersagen. Obwohl natürlich viele Faktoren bei der sportlichen Leistung eine Rolle spielen, ist eine starke positive Motivation mit Abstand der wichtigste. Selbst ein magisches Konzept wie Talent kann mit der Kraft der Motivation nicht mithalten. Gert-Jan Theunisse zum Beispiel war für seine extreme Motivation bekannt. Selbst in dem Jahr, in dem er gesperrt war, reiste er jeden Monat ins Höhentraining, um für die nächste Saison bereit zu sein.
Bedürfnisse erfüllen
Offensichtlich ist Motivation im Sport enorm wichtig. Deshalb ist es spannend zu sehen, woher die sportliche Motivation eigentlich kommt. Wie beschrieben, ist Motivation der Antrieb für unser Verhalten. Das Ziel dieses Verhaltens ist es, Bedürfnisse zu befriedigen. Die Forschung zeigt, dass Sport drei wichtige menschliche Bedürfnisse erfüllt (Martens, 1987). Erstens führt Sport dazu, Stimulation und Herausforderungen zu erleben. Diese Erfahrungen sorgen dafür, dass Sport Spaß macht – und Freude ist einer der Hauptgründe, überhaupt Sport zu treiben. Außerdem kann Sport das Bedürfnis erfüllen, akzeptiert zu werden und zu einer Gruppe dazuzugehören.
Dies ist ein besonders wichtiges Bedürfnis bei jungen Menschen, das durch den Beitritt zu einem Team oder einer Trainingsgruppe erfüllt werden kann. Schließlich kann Sport das Gefühl von Kompetenz vermitteln. Das Bedürfnis, sich selbst als kompetent zu erleben, ist ein tief verwurzeltes menschliches Bedürfnis. Es führt dazu, dass wir gerne Dinge tun, in denen wir gut sind, und dass wir in den Dingen, die wir oft tun, immer besser werden. In diesem Fall entsteht eine positive Motivationsspirale.
Gründe fürs Radfahren
Neben den verschiedenen Bedürfnissen, die durch Sport befriedigt werden können, hat jeder Mensch seine eigenen Gründe für Bewegung. Manche RadfahrerInnen fahren zum Beispiel wegen der sozialen Kontakte in der Trainingsgruppe, andere aus reiner Leidenschaft für die Bewegung an sich. Diese Gründe sind oberflächlicher und persönlicher als die zuvor besprochenen Grundbedürfnisse. Aufgrund dieses persönlichen Hintergrunds können die Gründe auch sehr vielfältig sein. Alle Gründe für Sport lassen sich in zwei Formen der Motivation zusammenfassen: Entweder nutzt man den Sport als Mittel zum Zweck, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen – die sogenannte extrinsische (äußere) Motivation –, oder der Sport ist Selbstzweck. Hier treibt man Sport aus reiner Freude und um Befriedigung aus der Aktivität selbst zu ziehen – die sogenannte intrinsische (innere) Motivation. Sowohl die extrinsische als auch die intrinsische Motivation lassen sich in drei verschiedene Formen unterteilen.
Externe Regulierung
Erstens kann die extrinsische Motivation von rein äußeren Faktoren herrühren, zum Beispiel wegen des Geldes oder weil der Trainer es verlangt. Diese Form der extrinsischen Motivation wird als externe Regulierung bezeichnet. Zweitens kann man sich den äußeren Grund für den Sport zu eigen gemacht haben. Man spricht dann von innerem Druck. Diese Form tritt auf, wenn man sich selbst zum Radfahren verpflichtet, weil man sich sonst schuldig fühlt. In diesem Fall ist die äußere Verpflichtung durch einen Trainer oder die Eltern zu einer inneren geworden. Bei der dritten Form der extrinsischen Motivation geht der Antrieb zwar völlig vom RadfahrerInnen selbst aus, aber das Ziel ist es, Leistung zu erbringen und zu gewinnen. Diese Form der Motivation wird als identifizierte Regulierung bezeichnet.
Intrinsische Motivation
Wie bereits erwähnt, lässt sich auch die intrinsische Motivation in drei verschiedene Formen unterteilen. Erstens kann die intrinsische Motivation aus dem Drang zu lernen entstehen. Dazu gehört zum Beispiel das Entdecken neuer Aspekte oder das Erlernen von Techniken. Zudem kann intrinsische Motivation aus dem Bedürfnis nach Stimulation resultieren. Bei dieser Form wird das Radfahren beispielsweise ausgeübt, um Erlebnisse zu sammeln, wie etwa die Freude am Fahren durch eine wunderschöne Landschaft. Schließlich kann intrinsische Motivation aus dem Bedürfnis entstehen, etwas zu erreichen. Die Freude, die man beim Erreichen des Gipfels des Mont Ventoux empfindet, kann beispielsweise ein enormer innerer Ansporn sein.
Der richtige Motivationsmix
Da bei der intrinsischen Motivation der Antrieb von innen kommt, ist diese Form der Motivation völlig autark. Weil sie niemanden sonst braucht, ist diese Form der Motivation unerlässlich, um an die Spitze zu gelangen. Schließlich ist nicht immer jemand zur Stelle, der dir sagt, dass du mit dem Training beginnen sollst. Daher werden die Leistungen der ganz Großen im Sport oft auf die enorme intrinsische Motivation zurückgeführt, die sie scheinbar von klein auf besitzen.
Trotz aller Lobeshymnen auf die intrinsische Motivation braucht jeder Athlet von Zeit zu Zeit ein wenig Unterstützung. Schließlich kann niemand ständig aus reiner Liebe zur Bewegung motiviert sein. Manchmal läuft es eben zäh oder es schüttet wie aus Eimern. Dann ist es plötzlich Gold wert, wenn dir ein wenig extrinsische Motivation über die Schwelle hilft, um trotz Regen vor die Tür zu gehen. Diese extrinsische Motivation kann auch ein konkretes Ziel sein, wie das erfolgreiche Meistern der Marmotte.
Ziele setzen für die Motivation
Ziele zu setzen ist also nichts anderes, als die extrinsische Motivation schriftlich festzuhalten. Beim Setzen von Zielen ist es daher wichtig, den Weg zum Ziel zu genießen. Schließlich ist diese Freude die intrinsische Motivation, die beim Sport entscheidend ist. Fehlt die intrinsische Motivation völlig, lässt sich keine Aktivität auf Dauer durchhalten. Umgekehrt ist die extrinsische Motivation in manchen Situationen als Stütze unverzichtbar. Die Kunst besteht also darin, einen guten Mix aus extrinsischen und intrinsischen Motiven zu finden, um am Ball bzw. auf dem Sattel zu bleiben.
Schließlich ist es natürlich möglich, dass du im Moment überhaupt keine Motivation zum Radfahren hast. In diesem Fall wäre vielleicht eine andere Sportart besser geeignet – aber dann hättest du diesen Artikel höchstwahrscheinlich auch gar nicht erst gelesen.
Gesünder und fitter zu leben geht beim Radsport oft Hand in Hand mit Motivation und dem Setzen von Zielen. Um diese Ziele in greifbare Nähe zu rücken, bedeutet es immer, über einen längeren Zeitraum strukturiert zu trainieren. In den ersten Wochen ist das meist noch relativ einfach. Besonders bei schönem Wetter oder wenn du dir gerade ein neues Rad gekauft hast – doch nach ein paar Wochen wirst du meist einen Einbruch deiner Motivation spüren, dich aufs Rad zu schwingen.
Der Grund für dieses Tief hat alles mit dem Hintergrund deiner Motivation zu tun, mit der du dein Ziel erreichen willst. Wenn du weißt, woher diese Motivation kommt oder warum du überhaupt auf dem Fahrrad sitzt, kannst du auch herausfinden, woher der Hänger beim Training kommt. Mit diesem Wissen kannst du dann dafür sorgen, dass deine Motivation erst gar nicht in den Keller geht.
Sich verändernde Motivation
Motivation ist der treibende Faktor für jedes Verhalten. Da wir Menschen uns immer auf eine bestimmte Art und Weise verhalten, muss also auch immer eine Motivation vorhanden sein. Wenn es regnet, gewinnt vielleicht die Motivation, gemütlich zu Hause zu bleiben, die Oberhand über die Motivation, sich aufs Rad zu setzen. Definitionstechnisch ist Motivation „eine komplexe Wechselwirkung zwischen internen und externen Kräften, die zu einer bestimmten Verhaltensweise führen“.
Die Macht der Motivation
Hinter jeder Verhaltensweise steckt also eine bestimmte Motivation. Eine starke Motivation ist die Grundlage für Verhaltensweisen wie Durchhaltevermögen und vollen Einsatz. Da solche Eigenschaften im Sport unverzichtbar sind, lässt sich die sportliche Leistung sehr gut durch die Motivation vorhersagen. Obwohl natürlich viele Faktoren bei der sportlichen Leistung eine Rolle spielen, ist eine starke positive Motivation mit Abstand der wichtigste. Selbst ein magisches Konzept wie Talent kann mit der Kraft der Motivation nicht mithalten. Gert-Jan Theunisse zum Beispiel war für seine extreme Motivation bekannt. Selbst in dem Jahr, in dem er gesperrt war, reiste er jeden Monat ins Höhentraining, um für die nächste Saison bereit zu sein.
Bedürfnisse erfüllen
Offensichtlich ist Motivation im Sport enorm wichtig. Deshalb ist es spannend zu sehen, woher die sportliche Motivation eigentlich kommt. Wie beschrieben, ist Motivation der Antrieb für unser Verhalten. Das Ziel dieses Verhaltens ist es, Bedürfnisse zu befriedigen. Die Forschung zeigt, dass Sport drei wichtige menschliche Bedürfnisse erfüllt (Martens, 1987). Erstens führt Sport dazu, Stimulation und Herausforderungen zu erleben. Diese Erfahrungen sorgen dafür, dass Sport Spaß macht – und Freude ist einer der Hauptgründe, überhaupt Sport zu treiben. Außerdem kann Sport das Bedürfnis erfüllen, akzeptiert zu werden und zu einer Gruppe dazuzugehören.
Dies ist ein besonders wichtiges Bedürfnis bei jungen Menschen, das durch den Beitritt zu einem Team oder einer Trainingsgruppe erfüllt werden kann. Schließlich kann Sport das Gefühl von Kompetenz vermitteln. Das Bedürfnis, sich selbst als kompetent zu erleben, ist ein tief verwurzeltes menschliches Bedürfnis. Es führt dazu, dass wir gerne Dinge tun, in denen wir gut sind, und dass wir in den Dingen, die wir oft tun, immer besser werden. In diesem Fall entsteht eine positive Motivationsspirale.
Gründe fürs Radfahren
Neben den verschiedenen Bedürfnissen, die durch Sport befriedigt werden können, hat jeder Mensch seine eigenen Gründe für Bewegung. Manche RadfahrerInnen fahren zum Beispiel wegen der sozialen Kontakte in der Trainingsgruppe, andere aus reiner Leidenschaft für die Bewegung an sich. Diese Gründe sind oberflächlicher und persönlicher als die zuvor besprochenen Grundbedürfnisse. Aufgrund dieses persönlichen Hintergrunds können die Gründe auch sehr vielfältig sein. Alle Gründe für Sport lassen sich in zwei Formen der Motivation zusammenfassen: Entweder nutzt man den Sport als Mittel zum Zweck, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen – die sogenannte extrinsische (äußere) Motivation –, oder der Sport ist Selbstzweck. Hier treibt man Sport aus reiner Freude und um Befriedigung aus der Aktivität selbst zu ziehen – die sogenannte intrinsische (innere) Motivation. Sowohl die extrinsische als auch die intrinsische Motivation lassen sich in drei verschiedene Formen unterteilen.
Externe Regulierung
Erstens kann die extrinsische Motivation von rein äußeren Faktoren herrühren, zum Beispiel wegen des Geldes oder weil der Trainer es verlangt. Diese Form der extrinsischen Motivation wird als externe Regulierung bezeichnet. Zweitens kann man sich den äußeren Grund für den Sport zu eigen gemacht haben. Man spricht dann von innerem Druck. Diese Form tritt auf, wenn man sich selbst zum Radfahren verpflichtet, weil man sich sonst schuldig fühlt. In diesem Fall ist die äußere Verpflichtung durch einen Trainer oder die Eltern zu einer inneren geworden. Bei der dritten Form der extrinsischen Motivation geht der Antrieb zwar völlig vom RadfahrerInnen selbst aus, aber das Ziel ist es, Leistung zu erbringen und zu gewinnen. Diese Form der Motivation wird als identifizierte Regulierung bezeichnet.
Intrinsische Motivation
Wie bereits erwähnt, lässt sich auch die intrinsische Motivation in drei verschiedene Formen unterteilen. Erstens kann die intrinsische Motivation aus dem Drang zu lernen entstehen. Dazu gehört zum Beispiel das Entdecken neuer Aspekte oder das Erlernen von Techniken. Zudem kann intrinsische Motivation aus dem Bedürfnis nach Stimulation resultieren. Bei dieser Form wird das Radfahren beispielsweise ausgeübt, um Erlebnisse zu sammeln, wie etwa die Freude am Fahren durch eine wunderschöne Landschaft. Schließlich kann intrinsische Motivation aus dem Bedürfnis entstehen, etwas zu erreichen. Die Freude, die man beim Erreichen des Gipfels des Mont Ventoux empfindet, kann beispielsweise ein enormer innerer Ansporn sein.
Der richtige Motivationsmix
Da bei der intrinsischen Motivation der Antrieb von innen kommt, ist diese Form der Motivation völlig autark. Weil sie niemanden sonst braucht, ist diese Form der Motivation unerlässlich, um an die Spitze zu gelangen. Schließlich ist nicht immer jemand zur Stelle, der dir sagt, dass du mit dem Training beginnen sollst. Daher werden die Leistungen der ganz Großen im Sport oft auf die enorme intrinsische Motivation zurückgeführt, die sie scheinbar von klein auf besitzen.
Trotz aller Lobeshymnen auf die intrinsische Motivation braucht jeder Athlet von Zeit zu Zeit ein wenig Unterstützung. Schließlich kann niemand ständig aus reiner Liebe zur Bewegung motiviert sein. Manchmal läuft es eben zäh oder es schüttet wie aus Eimern. Dann ist es plötzlich Gold wert, wenn dir ein wenig extrinsische Motivation über die Schwelle hilft, um trotz Regen vor die Tür zu gehen. Diese extrinsische Motivation kann auch ein konkretes Ziel sein, wie das erfolgreiche Meistern der Marmotte.
Ziele setzen für die Motivation
Ziele zu setzen ist also nichts anderes, als die extrinsische Motivation schriftlich festzuhalten. Beim Setzen von Zielen ist es daher wichtig, den Weg zum Ziel zu genießen. Schließlich ist diese Freude die intrinsische Motivation, die beim Sport entscheidend ist. Fehlt die intrinsische Motivation völlig, lässt sich keine Aktivität auf Dauer durchhalten. Umgekehrt ist die extrinsische Motivation in manchen Situationen als Stütze unverzichtbar. Die Kunst besteht also darin, einen guten Mix aus extrinsischen und intrinsischen Motiven zu finden, um am Ball bzw. auf dem Sattel zu bleiben.
Schließlich ist es natürlich möglich, dass du im Moment überhaupt keine Motivation zum Radfahren hast. In diesem Fall wäre vielleicht eine andere Sportart besser geeignet – aber dann hättest du diesen Artikel höchstwahrscheinlich auch gar nicht erst gelesen.
Gesünder und fitter zu leben geht beim Radsport oft Hand in Hand mit Motivation und dem Setzen von Zielen. Um diese Ziele in greifbare Nähe zu rücken, bedeutet es immer, über einen längeren Zeitraum strukturiert zu trainieren. In den ersten Wochen ist das meist noch relativ einfach. Besonders bei schönem Wetter oder wenn du dir gerade ein neues Rad gekauft hast – doch nach ein paar Wochen wirst du meist einen Einbruch deiner Motivation spüren, dich aufs Rad zu schwingen.
Der Grund für dieses Tief hat alles mit dem Hintergrund deiner Motivation zu tun, mit der du dein Ziel erreichen willst. Wenn du weißt, woher diese Motivation kommt oder warum du überhaupt auf dem Fahrrad sitzt, kannst du auch herausfinden, woher der Hänger beim Training kommt. Mit diesem Wissen kannst du dann dafür sorgen, dass deine Motivation erst gar nicht in den Keller geht.
Sich verändernde Motivation
Motivation ist der treibende Faktor für jedes Verhalten. Da wir Menschen uns immer auf eine bestimmte Art und Weise verhalten, muss also auch immer eine Motivation vorhanden sein. Wenn es regnet, gewinnt vielleicht die Motivation, gemütlich zu Hause zu bleiben, die Oberhand über die Motivation, sich aufs Rad zu setzen. Definitionstechnisch ist Motivation „eine komplexe Wechselwirkung zwischen internen und externen Kräften, die zu einer bestimmten Verhaltensweise führen“.
Die Macht der Motivation
Hinter jeder Verhaltensweise steckt also eine bestimmte Motivation. Eine starke Motivation ist die Grundlage für Verhaltensweisen wie Durchhaltevermögen und vollen Einsatz. Da solche Eigenschaften im Sport unverzichtbar sind, lässt sich die sportliche Leistung sehr gut durch die Motivation vorhersagen. Obwohl natürlich viele Faktoren bei der sportlichen Leistung eine Rolle spielen, ist eine starke positive Motivation mit Abstand der wichtigste. Selbst ein magisches Konzept wie Talent kann mit der Kraft der Motivation nicht mithalten. Gert-Jan Theunisse zum Beispiel war für seine extreme Motivation bekannt. Selbst in dem Jahr, in dem er gesperrt war, reiste er jeden Monat ins Höhentraining, um für die nächste Saison bereit zu sein.
Bedürfnisse erfüllen
Offensichtlich ist Motivation im Sport enorm wichtig. Deshalb ist es spannend zu sehen, woher die sportliche Motivation eigentlich kommt. Wie beschrieben, ist Motivation der Antrieb für unser Verhalten. Das Ziel dieses Verhaltens ist es, Bedürfnisse zu befriedigen. Die Forschung zeigt, dass Sport drei wichtige menschliche Bedürfnisse erfüllt (Martens, 1987). Erstens führt Sport dazu, Stimulation und Herausforderungen zu erleben. Diese Erfahrungen sorgen dafür, dass Sport Spaß macht – und Freude ist einer der Hauptgründe, überhaupt Sport zu treiben. Außerdem kann Sport das Bedürfnis erfüllen, akzeptiert zu werden und zu einer Gruppe dazuzugehören.
Dies ist ein besonders wichtiges Bedürfnis bei jungen Menschen, das durch den Beitritt zu einem Team oder einer Trainingsgruppe erfüllt werden kann. Schließlich kann Sport das Gefühl von Kompetenz vermitteln. Das Bedürfnis, sich selbst als kompetent zu erleben, ist ein tief verwurzeltes menschliches Bedürfnis. Es führt dazu, dass wir gerne Dinge tun, in denen wir gut sind, und dass wir in den Dingen, die wir oft tun, immer besser werden. In diesem Fall entsteht eine positive Motivationsspirale.
Gründe fürs Radfahren
Neben den verschiedenen Bedürfnissen, die durch Sport befriedigt werden können, hat jeder Mensch seine eigenen Gründe für Bewegung. Manche RadfahrerInnen fahren zum Beispiel wegen der sozialen Kontakte in der Trainingsgruppe, andere aus reiner Leidenschaft für die Bewegung an sich. Diese Gründe sind oberflächlicher und persönlicher als die zuvor besprochenen Grundbedürfnisse. Aufgrund dieses persönlichen Hintergrunds können die Gründe auch sehr vielfältig sein. Alle Gründe für Sport lassen sich in zwei Formen der Motivation zusammenfassen: Entweder nutzt man den Sport als Mittel zum Zweck, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen – die sogenannte extrinsische (äußere) Motivation –, oder der Sport ist Selbstzweck. Hier treibt man Sport aus reiner Freude und um Befriedigung aus der Aktivität selbst zu ziehen – die sogenannte intrinsische (innere) Motivation. Sowohl die extrinsische als auch die intrinsische Motivation lassen sich in drei verschiedene Formen unterteilen.
Externe Regulierung
Erstens kann die extrinsische Motivation von rein äußeren Faktoren herrühren, zum Beispiel wegen des Geldes oder weil der Trainer es verlangt. Diese Form der extrinsischen Motivation wird als externe Regulierung bezeichnet. Zweitens kann man sich den äußeren Grund für den Sport zu eigen gemacht haben. Man spricht dann von innerem Druck. Diese Form tritt auf, wenn man sich selbst zum Radfahren verpflichtet, weil man sich sonst schuldig fühlt. In diesem Fall ist die äußere Verpflichtung durch einen Trainer oder die Eltern zu einer inneren geworden. Bei der dritten Form der extrinsischen Motivation geht der Antrieb zwar völlig vom RadfahrerInnen selbst aus, aber das Ziel ist es, Leistung zu erbringen und zu gewinnen. Diese Form der Motivation wird als identifizierte Regulierung bezeichnet.
Intrinsische Motivation
Wie bereits erwähnt, lässt sich auch die intrinsische Motivation in drei verschiedene Formen unterteilen. Erstens kann die intrinsische Motivation aus dem Drang zu lernen entstehen. Dazu gehört zum Beispiel das Entdecken neuer Aspekte oder das Erlernen von Techniken. Zudem kann intrinsische Motivation aus dem Bedürfnis nach Stimulation resultieren. Bei dieser Form wird das Radfahren beispielsweise ausgeübt, um Erlebnisse zu sammeln, wie etwa die Freude am Fahren durch eine wunderschöne Landschaft. Schließlich kann intrinsische Motivation aus dem Bedürfnis entstehen, etwas zu erreichen. Die Freude, die man beim Erreichen des Gipfels des Mont Ventoux empfindet, kann beispielsweise ein enormer innerer Ansporn sein.
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Da bei der intrinsischen Motivation der Antrieb von innen kommt, ist diese Form der Motivation völlig autark. Weil sie niemanden sonst braucht, ist diese Form der Motivation unerlässlich, um an die Spitze zu gelangen. Schließlich ist nicht immer jemand zur Stelle, der dir sagt, dass du mit dem Training beginnen sollst. Daher werden die Leistungen der ganz Großen im Sport oft auf die enorme intrinsische Motivation zurückgeführt, die sie scheinbar von klein auf besitzen.
Trotz aller Lobeshymnen auf die intrinsische Motivation braucht jeder Athlet von Zeit zu Zeit ein wenig Unterstützung. Schließlich kann niemand ständig aus reiner Liebe zur Bewegung motiviert sein. Manchmal läuft es eben zäh oder es schüttet wie aus Eimern. Dann ist es plötzlich Gold wert, wenn dir ein wenig extrinsische Motivation über die Schwelle hilft, um trotz Regen vor die Tür zu gehen. Diese extrinsische Motivation kann auch ein konkretes Ziel sein, wie das erfolgreiche Meistern der Marmotte.
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Ziele zu setzen ist also nichts anderes, als die extrinsische Motivation schriftlich festzuhalten. Beim Setzen von Zielen ist es daher wichtig, den Weg zum Ziel zu genießen. Schließlich ist diese Freude die intrinsische Motivation, die beim Sport entscheidend ist. Fehlt die intrinsische Motivation völlig, lässt sich keine Aktivität auf Dauer durchhalten. Umgekehrt ist die extrinsische Motivation in manchen Situationen als Stütze unverzichtbar. Die Kunst besteht also darin, einen guten Mix aus extrinsischen und intrinsischen Motiven zu finden, um am Ball bzw. auf dem Sattel zu bleiben.
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