HIIT auf dem Bike: Die besten Workouts und wie du sie meisterst

HIIT auf dem Bike: Die besten Workouts und wie du sie meisterst

Brenton Barker

Nov 28, 2024

Eine schnelle RadfahrerIn auf einem asphaltierten Weg mitten durch den Wald

HIIT auf dem Bike: Die besten Workouts und wie du sie meisterst

HIIT auf dem Bike: Die besten Workouts und wie du sie meisterst

Nov 28, 2024

Eine schnelle RadfahrerIn auf einem asphaltierten Weg mitten durch den Wald

HIIT auf dem Bike: Die besten Workouts und wie du sie meisterst

HIIT auf dem Bike: Die besten Workouts und wie du sie meisterst

Brenton Barker

Nov 28, 2024

Eine schnelle RadfahrerIn auf einem asphaltierten Weg mitten durch den Wald

Wenn es darum geht, deine Leistung auf dem Rad zu maximieren, können High-Intensity Interval Training (HIIT) Workouts deine Fitness auf ein völlig neues Level heben. 

Egal, ob du gerade erst mit dem Radfahren anfängst oder schon dein ganzes Leben im Sattel verbringst: HIIT ist eine hocheffektive Methode, um deine Geschwindigkeit, Ausdauer und allgemeine Herz-Kreislauf-Fitness in deutlich kürzerer Zeit zu verbessern als mit traditionellen Methoden wie dem reinen Ausdauertraining.

In diesem Guide zeigen wir dir die besten HIIT-Fahrrad-Workouts – von schnellen 15-Minuten-Sessions bis hin zu intensiveren, längeren Programmen. Du erfährst, wie du das richtige Workout für deine Ziele auswählst, was die Wissenschaft hinter HIIT auf dem Rad sagt und wie du diese Einheiten am besten in deinen wöchentlichen Trainingsplan integrierst. 

HIIT auf dem Rad erklärt

High-Intensity Interval Training (HIIT) ist ein einfaches, aber extrem wirkungsvolles Prinzip, bei dem sich kurze, intensive Belastungsphasen von 5 Sekunden bis zu 5 Minuten mit kurzen Erholungsphasen abwechseln. Dieser Rhythmus maximiert deinen Fitnessgewinn und ist besonders ideal für RadfahrerInnen, die schnelle und spürbare Ergebnisse erzielen wollen.

HIIT: So startest du mit dem Intervalltraining

High-Intensity Interval Training (HIIT) klingt eigentlich ganz einfach: Einfach den Vorgaben folgen, und schon läuft's, oder? Ganz so leicht ist es dann aber doch nicht. Selbst erfahrene RadfahrerInnen tun sich manchmal schwer mit Intervalltrainings. Hier sind ein paar Tipps und Tricks, damit du das Beste aus deinen Intervall-Einheiten herausholst.

Das richtige HIIT-Workout auswählen

Die Auswahl des passenden HIIT-Workouts ist entscheidend, da es Intensität und Dauer direkt mit deinen Trainingszielen verknüpft.

Ein gut strukturierter HIIT-Plan minimiert das Risiko von Übertraining und Verletzungen und sorgt gleichzeitig für konstante Fortschritte. Mit diesem durchdachten Ansatz kannst du an deine Grenzen gehen, ohne deine Gesundheit zu riskieren – was sich letztlich in einer besseren Performance im Sattel auszahlt.

Zudem sprechen maßgeschneiderte HIIT-Sessions genau die Muskelgruppen und Energiesysteme an, die du beim Radfahren am meisten brauchst. Dieser gezielte Ansatz maximiert deine Trainingseffizienz und sorgt für spürbare Leistungssteigerungen. Indem du die Intensität deiner Workouts auf deine Ziele abstimmst, verbesserst du deine Regeneration und deine Effektivität auf kurzen wie auf langen Ausfahrten enorm.

Vorbereitung auf dein HIIT

Es klingt banal, aber viele überspringen die Trainingsanweisungen. Manchmal exportieren RadfahrerInnen ihre Trainingsdaten einfach direkt in Programme wie Zwift oder auf ihren Radcomputer – was nicht immer zwingend nötig ist.

Für den Anfang reicht es oft völlig, deine Leistungszonen auf ein Stück Klebeband zu schreiben und auf das Oberrohr deines Rads zu kleben. Nach ein paar Workouts wirst du deine Zonen ohnehin im Kopf haben. Dieser kleine Schritt spart Zeit, sodass du dich voll und ganz auf dein Workout konzentrieren kannst, anstatt Zeit mit dem Datei-Export auf dein Gerät zu verschwenden.

Behalte dabei immer deine Trainingsziele im Auge. Wenn du beispielsweise ein Sprinttraining machst, ist die Durchschnittsgeschwindigkeit der gesamten Fahrt für deine Hauptbelastungen völlig unbedeutend.

Warm-up für dein HIIT

Der Sinn eines Warm-ups ist es, deinen Körper auf die anstehende Belastung vorzubereiten. Das ist besonders wichtig für Sessions, bei denen du von Anfang an Vollgas geben musst, wie eben bei einem HIIT-Workout. 

Denk daran: Beim Training geht es nicht darum, jedes Mal dein absolutes Limit zu strapazieren, sondern effektiv zu trainieren. Lass es also in den ersten Minuten locker angehen und steigere die Intensität schrittweise. 

Je nach Workout und äußeren Faktoren wie dem Wetter reicht ein Warm-up von etwa 5 bis 10 Minuten völlig aus, bevor du dich ins eigentliche HIIT-Workout stürzt.

Trainingszonen für HIIT

Die Intensität deiner Trainingseinheiten wird in bestimmte Zonen eingeteilt, die auf deiner Schwellenherzfrequenz oder deiner Functional Threshold Power (FTP) basieren. Diese Schwelle lässt sich durch eine Leistungsdiagnostik in einem Sportlabor oder durch einen selbst durchgeführten 20-minütigen JOIN-Test ermitteln. 

Bei erfahrenen RadfahrerInnen bleiben die Herzfrequenzbereiche meist recht stabil. EinsteigerInnen stellen jedoch oft fest, dass sich ihre Werte nach einigen Monaten regelmäßigen Trainings verbessern. Zudem sollte man bedenken, dass die maximale Herzfrequenz mit zunehmendem Alter tendenziell sinkt.

Wenn wir über Wattwerte sprechen, ist das primäre Ziel des Trainings, deine FTP zu steigern. 

Unser Tipp: Wir empfehlen, alle 2 bis 3 Monate einen 20-minütigen FTP-Test zu machen. Falls möglich, ist auch eine jährliche Leistungsdiagnostik im Labor sinnvoll, da sie neben den reinen Leistungswerten auch einen umfassenden Gesundheitscheck bietet.

Deine Tagesform (Readiness)

Bei intensivem Intervalltraining ist es extrem wichtig, auf deinen Körper zu hören, anstatt stur auf die Wattwerte zu starren. Auch deine Herzfrequenz solltest du dabei im Blick behalten. 

Faktoren wie:

  • Schlafmangel

  • Stress

  • ein voller Terminkalender und 

  • Alkohol können deine Herzfrequenz stark beeinflussen, was sie an solchen Tagen zu einem ungenaueren Gradmesser für die Trainingsintensität macht. 

Die Wattwerte liefern hier eine deutlich präzisere Rückmeldung über die tatsächliche Trainingsintensität und die Beanspruchung deines Körpers. Ziel ist es, im richtigen Leistungsbereich zu trainieren und nicht krampfhaft eine bestimmte Herzfrequenz zu erzwingen.

Herzfrequenz

Wenn du dich schlapp fühlst, zu wenig getrunken hast, übermüdet oder gestresst bist, kann das deine Herzfrequenz massiv beeinflussen. Überraschenderweise wirst du an Tagen, an denen du gut erholt bist oder dich wenig bewegt hast, feststellen, dass deine Herzfrequenz schneller ansteigt – selbst wenn sich das Training leicht anfühlt. 

Achte immer zuerst darauf, wie sich dein Körper anfühlt, und checke erst danach deine Herzfrequenz. Da jeder Tag anders ist, mach dir keine Sorgen, wenn deine Herzfrequenz mal nicht exakt in der Mitte deiner Zielzone liegt. An härteren Tagen pendelt sie sich vielleicht im mittleren Bereich ein, während du an guten Tagen eher am oberen Limit kratzt.

Bei JOIN Cycling sind die Workouts in der Regel durch Leistungswerte (Watt) und nicht durch die Herzfrequenz definiert. Wenn du also nach Herzfrequenz trainierst, ist es beim Wandeltraining besonders wichtig, auf die Signale deines Körpers zu hören und die Intensität entsprechend anzupassen. 

Bedenke, dass starre Herzfrequenzzonen beim herzfrequenzbasierten Training oft unpraktisch sind. Im Gegensatz dazu ermöglicht das wattbasierte Training deutlich detailliertere und präzisere Trainingseinheiten.

Vergiss das Cool-down nicht

Nach einem harten Intervalltraining solltest du niemals abrupt aufhören. Wir empfehlen dringend, noch mindestens fünf Minuten in einem leichten Gang locker auszuradeln. Dieses „aktive Cool-down“ hilft dabei, Laktat und andere Stoffwechselprodukte aus deinen Muskeln abzutransportieren – besonders wichtig nach intensiven Belastungen. 

Unser Tipp: Wenn du Angst hast, dass das Ausrollen deinen Strava-Schnitt ruiniert, schalte dein Garmin oder Wahoo für das Cool-down einfach aus.

Dein HIIT-Workout auswerten

Deine Trainingsdaten zu verstehen, ist der Schlüssel für ein effektives Training. Wenn deine Herzfrequenz beispielsweise außerhalb der vorgegebenen Zonen liegt, sich das Training aber normal anfühlt und auch die Wattwerte passen, kann das ganz logische Gründe wie Müdigkeit, ein beginnender Infekt oder Schlafmangel haben. 

Ein weiteres Beispiel ist das Sprinttraining: Hier liegt der Fokus voll auf Geschwindigkeit und maximaler Leistung und weniger auf bestimmten Herzfrequenzbereichen. Die Sprints sind schlicht zu kurz, als dass die Herzfrequenz hier ein verlässlicher Indikator sein könnte.

Bei längeren Grundlagenausdauer-Einheiten mit eingebauten Tempo-Intervallen hingegen liefert der Vergleich von Leistung und Herzfrequenz wertvolle Erkenntnisse. Indem du diese Daten mit ähnlichen früheren Einheiten vergleichst, kannst du deine Fortschritte optimal analysieren.

Ist HIIT auf dem Rad wirklich effektiv?

In Zeiten, in denen gefühlt jede Expertin und jeder Experte eine Meinung zu Aerodynamik oder FTP hat, verliert man schnell den Überblick. Bringen wir also Licht ins Dunkel und schauen uns an, was die Wissenschaft dazu sagt. Basierend auf harten Fakten und Studien wollen wir das Thema verständlich machen – ganz ohne Mythen und Halbwissen.

Was sagt die Wissenschaft?

Eine aktuelle Studie, veröffentlicht in der National Library of Medicine, zeigt, dass kurze, hochintensive Trainingseinheiten mehrmals pro Woche die Ausdauer effektiver verbessern können als längere, aber seltenere Einheiten. 

In dieser Studie absolvierten FreizeitsportlerInnen über zehn Wochen hinweg 2 bis 3 HIIT-Einheiten pro Woche. Das erstaunliche Ergebnis: Diese Gruppe erzielte ähnliche Ausdauerzuwächse wie die Vergleichsgruppe, die fast 7 Stunden pro Woche bei geringerer Intensität trainierte.

Die Untersuchung beinhaltete einen harten Leistungstest, bei dem die Teilnehmenden 3 Stunden lang bei 50 % ihrer VO2max radelten. Gemessen wurden dabei Parameter wie Herzfrequenz, Sauerstoffaufnahme und Laktatwerte, um Ermüdung und Leistung zu bestimmen. Beide Gruppen zeigten am Ende nahezu identische Verbesserungen.

Das bedeutet: HIIT verbessert nicht nur deine maximale Leistungsfähigkeit, sondern stärkt auch deine Leistung im submaximalen Bereich. Die wichtigste Erkenntnis ist, dass ein geringeres Trainingsvolumen mit hoher Intensität ähnliche Ausdauervorteile bringen kann wie lange, lockere Fahrten.

HIIT und Ausdauer: Wie viel brauchst du wirklich?

Entgegen der weitverbreiteten Meinung brauchst du nicht zwingend unendlich viele Stunden Ausdauertraining, um deine Leistung zu steigern. Der Fokus auf die Intensität bringt oft bessere Ergebnisse, als einfach nur die Fahrzeit zu verlängern. Die optimale Balance aus hochintensiven und lockeren Einheiten ist jedoch der Königsweg für deine Entwicklung.

Aktuelle Studien deuten darauf hin, dass reines Ausdauertraining – besonders für HobbysportlerInnen – oft überbewertet wird. Eine clevere Kombination aus hochintensivem Training (HIT) und niedrigintensivem Training (LIT) bringt dich meist deutlich schneller ans Ziel.

Die Wirkung auf deinen Körper

Sowohl HIT als auch LIT zahlen auf deine Ausdauerleistungsfähigkeit und deine „Robustheit“ ein. Einfach gesagt: Robustheit ist deine Fähigkeit, deine Leistung über lange Zeit aufrechtzuerhalten, ohne vorzeitig zu ermüden. Vor allem deine VO2max, der wichtigste Wert für deine aerobe Kapazität, profitiert massiv von HIT-Einheiten. 

Auch wenn die VO2max nicht der einzige Faktor für deine Ausdauer ist, sorgt HIT für einen gewaltigen Schub deiner allgemeinen Fitness.

Zu den Faktoren, die deine Leistungsfähigkeit beeinflussen, gehören:

  • Laktatwerte

  • Herzfrequenz

  • Atemfrequenz

  • Schlagvolumen (die Menge Blut, die dein Herz pro Schlag pumpt)

  • Subjektives Belastungsempfinden.

Idealerweise planst du 2–3 HIIT-Einheiten pro Woche mit Intervallen von 3–7 Minuten ein. Die Erholungsphasen sollten etwa 75 % der Intervalllänge betragen. Starte in der ersten Woche mit insgesamt 15 Minuten intensiver Belastungszeit und steigere dich inklusive Warm-up und Cool-down schrittweise auf 30 Minuten pro Session.

Um deine Grundlagenausdauer perfekt abzurunden, sind längere, lockere Fahrten – wie eine 3-stündige Ausfahrt mit möglichst konstanter, niedriger Herzfrequenz – die ideale Ergänzung.

Die besten HIIT-Fahrrad-Workouts

Wir haben drei unserer besten HIIT-Workouts für dich ausgewählt, mit denen du deine Rad-Performance gezielt pushen kannst. Sie sind darauf ausgelegt, deine Ausdauer, Spritzigkeit und allgemeine Fitness effektiv zu verbessern.

1. Flamme Rouge

HIIT-Radtraining Phase 1: Dieses VO2max-Workout mit kurzen Mikro-Intervallen simuliert die Hektik und Dynamik eines harten Finalkilometers.

HIIT-Radtraining Phase 2: Die Intensität baut sich kontinuierlich auf, gefolgt von einem kurzen 10-sekündigen Sprint. Du fährst 4 dieser einminütigen Intervalle mit jeweils nur 20 Sekunden Pause dazwischen.

HIIT-Radtraining Phase 3: Die letzten 10 Sekunden sind kein All-out-Sprint, da du sonst die 4 Wiederholungen nicht durchhältst. Du musst dafür auch nicht aus dem Sattel gehen – beschleunige einfach kraftvoll im Sitzen.

Probier dieses HIIT-Fahrrad-Workout mit mittlerer Intensität kostenlos in der JOIN-App aus.

2. Anything Goes

HIIT-Radtraining Warm-up: Dieses Workout startet mit einem gründlichen Warm-up, gefolgt von einer Reihe knackiger Intervalle.

HIIT-Radtraining Phase 1: Es beginnt mit 3 Wiederholungen von 6-Sekunden-Sprints, um deine Spritzigkeit zu wecken. 

HIIT-Radtraining Phase 2: Danach folgen 2 Minuten VO2max-Belastung, um deine aerobe Kapazität zu pushen. Direkt im Anschluss warten 4-Minuten-Schwellenintervalle, die deine anaerobe Ausdauer fordern.

HIIT-Radtraining Phase 3: Zum krönenden Abschluss folgt ein 8-minütiger Tempoblock, der dich bis an die Ziellinie pusht.

Probier dieses klassische HIIT-Fahrrad-Workout direkt aus.

3. Madness Short

HIIT-Radtraining Phase 1: Dieses Workout startet mit einem 4-minütigen Schwellen-Segment, um deine Ausdauerbasis zu triggern.

HIIT-Radtraining Phase 2: Danach folgen intensive 40-20-Intervalle (40 Sekunden Belastung, 20 Sekunden aktive Erholung).

HIIT-Radtraining Phase 3: In dieser Phase sorgt ein 7-minütiges Tempo-Intervall für mehr Speed und Stehvermögen. 

HIIT-Radtraining Phase 4: Für den finalen Kick absolvierst du 4 Sätze à 10 Sekunden Sprints für maximale Power, gefolgt von einer 5-minütigen All-out-Belastung, um deine Grenzen auszuloten. 

Teste das 'Madness Short' HIIT-Fahrrad-Workout jetzt kostenlos.

Geräte-Optionen für dein HIIT auf dem Rad

Wenn du neu im Bereich HIIT-Radtraining bist, solltest du das Equipment wählen, das am besten zu deinen Zielen und Vorlieben passt. Das gewählte Rad beeinflusst dein Training und dessen Effektivität maßgeblich. 

Heimtrainer (Stationary Bike)

Heimtrainer sind die perfekte Wahl für EinsteigerInnen. Sie bieten ein gelenkschonendes Training, das dich sanft an die Belastungen von HIIT heranführt und das Verletzungsrisiko minimiert. So kannst du Ausdauer und Kraft aufbauen, ohne deine Gelenke wie beim Laufen zu belasten. 

Liegefahrrad (Recumbent Bike)

Liegeräder bieten im Vergleich zum klassischen Heimtrainer vor allem mehr Stabilität und Komfort. Dank der größeren Sitzfläche und des tiefen Schwerpunkts sind sie ideal für alle, die Balanceprobleme haben – wie SeniorInnen, Menschen in der Reha oder Personen mit eingeschränkter Mobilität. Die halbliegende Position entlastet Rücken und Gelenke und sorgt für ein entspanntes Trainingsgefühl. 

Indoor Bike / Spin Bike

Der große Vorteil eines Indoor Bikes ist die Flexibilität: Du kannst extrem schnell die Position wechseln und während des Workouts problemlos in den Wiegetritt gehen. Das macht das Training nicht nur dynamischer, sondern kurbelt auch die Kalorienverbrennung massiv an, da mehr Muskelgruppen gleichzeitig beansprucht werden. 

Was ist die beste Intervalllänge für HIIT?

Beim Thema Intervalllänge gibt es keine Standardlösung. Jeder Körper und jedes Leistungsniveau ist anders. Daher ist es wichtig, dass du dein HIIT-Programm perfekt auf deine Fitness und deine persönlichen Ziele abstimmst.

Faktoren wie deine aktuelle Ausdauer, deine Kraftwerte und deine Erfahrung im Sattel spielen eine entscheidende Rolle für den Aufbau deines Trainingsplans. 

Während EinsteigerInnen eher von kürzeren, weniger intensiven Intervallen profitieren, benötigen fortgeschrittene FahrerInnen längere und härtere Sessions, um weiterhin Reize zu setzen. Auch deine Ziele – ob Fettverbrennung, mehr Spritzigkeit oder die Vorbereitung auf ein Event – bestimmen die Länge und Intensität deiner Intervalle.

Kurz gesagt: Ein guter HIIT-Plan sollte flexibel genug sein, um sich deiner steigenden Fitness anzupassen und Anpassungen auf Basis deiner Leistung zuzulassen.

Reicht ein 20-minütiges HIIT-Workout am Tag aus?

Für EinsteigerInnen sind 20 Minuten pro Session, zwei- bis dreimal die Woche, eine hervorragende Basis, um die Grundlagenausdauer aufzubauen und die Fettverbrennung anzukurbeln. Gestalte dein Training abwechslungsreich und steigere die Intensität und Dauer deiner HIIT-Einheiten im Laufe der Zeit ganz allmählich. 

Kann man es mit HIIT-Training übertreiben?

Eine aktuelle Studie zeigt, dass untrainierte Personen besonders anfällig für oxidativen Stress sind. Dieser Zustand entsteht, wenn ein Ungleichgewicht zwischen freien Radikalen (zellschädigenden Molekülen) und den körpereigenen Antioxidantien herrscht, die diese bekämpfen. 

Nach einer HIIT-Session arbeitet dein Körper normalerweise unter Hochdruck daran, diese freien Radikale innerhalb von 24 Stunden abzubauen. Wenn du es mit dem HIIT jedoch übertreibst, kann die ständige Belastung die Regeneration ausbremsen – was besonders für EinsteigerInnen zum Problem wird.

Für uns RadfahrerInnen ist der Umgang mit oxidativem Stress extrem wichtig, da er deine Ausdauer und langfristige Leistungsentwicklung negativ beeinflussen kann. 

So vermeidest du Übertraining

Auf dem Fahrrad ist Übertraining durch HIIT zwar selten, aber absolut möglich. Hier sind fünf schnelle Tipps, um Übertraining effektiv zu verhindern: 

1. Hör auf deinen Körper

Achte penibel auf deine Leistung während der Sessions. Bmerkst du einen deutlichen Leistungseinbruch, ist das ein klares Zeichen, das Training abzubrechen oder die Intensität sofort rauszunehmen. Wenn du deine Vorgaben wiederholt nicht erreichst, solltest du dein Trainingspensum überdenken.

2. Ruhetage einlegen

Plane fest reguläre Ruhetage oder aktive Erholungsfahrten ein. Das gibt deinen Muskeln und deinem Herz-Kreislauf-System die Chance zu regenerieren und schützt dich vor mentalem Burnout und oxidativem Stress.

3. Regeneration überwachen

Nutze Tracking-Methoden wie die Herzfrequenzvariabilität (HRV). Zeigt deine HRV deutliche Abweichungen von deinem normalen Level, nimm Intensität aus deinen HIIT-Workouts und gönn deinem Körper etwas mehr Ruhe.

4. Schrittweise Steigerung

Als EinsteigerIn solltest du nicht direkt mit den härtesten Sessions starten. Eine schrittweise Steigerung der Intensität gibt deinem Körper Zeit, sich an die neue Belastung anzupassen und schützt dich vor Verletzungen.

5. Abwechslung im Plan 

Kombiniere deine HIIT-Sessions mit lockeren Grundlagenausfahrten (Zone 2). Das sorgt für die nötige Balance, reduziert den Gesamtstress für deinen Körper und steigert deine Leistung langfristig am effektivsten.

Auch wenn das Risiko für Übertraining beim Radfahren durch die geführte Bewegung und die körpereigenen Schutzmechanismen eher gering erscheint, solltest du deine Regeneration und Leistung immer im Blick behalten. So holst du das Maximum aus deinem Training heraus, ohne deinen Körper unnötig zu verschleißen.

Kann man mit HIIT-Radtraining abnehmen?

Ja, zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen, dass HIIT eine der effektivsten Methoden zur gezielten Fettverbrennung ist. 

Stoffwechselgesundheit

Eine neuere Studie unterstreicht die positiven Effekte von HIIT auf die Reduzierung von Körperfett und die Verbesserung des Stoffwechsels. Über einen Zeitraum von 12 Wochen verloren Teilnehmende mit HIIT-Training deutlich mehr Körperfett als die Vergleichsgruppe mit moderatem Ausdauertraining. Die Forschenden führen dies vor allem auf den ausgeprägten Nachbrenneffekt von HIIT zurück.

Gewichtsverlust

Eine weitere Studie verglich klassisches Grundlagentraining (Steady-State) mit HIIT bezüglich des Gewichtsverlusts. Das Ergebnis: Beide Gruppen nahmen ab, jedoch konnte die HIIT-Gruppe deutlich mehr wertvolle Muskelmasse erhalten. 

Fettverbrennung und HIIT

Schließlich zeigte eine in PubMed veröffentlichte Studie, dass SportlerInnen, die HIIT in ihren Trainingsplan integrierten, einen signifikant höheren Verlust an Unterhautfettgewebe verzeichneten als diejenigen, die nur moderat trainierten. Kurz gesagt: HIIT ist eine hervorragende Methode, um Gewicht zu verlieren – besonders für AthletInnen mit wenig Zeit.

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JOIN passt sich deiner Verfügbarkeit in Echtzeit an. Egal wie stressig dein Alltag ist: Dein persönlicher Trainingsplan stellt sich auf dein Fitnesslevel und deine Zeit ein, sodass jede Session genau die richtige Dosis an Herausforderung bietet.

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Wenn es darum geht, deine Leistung auf dem Rad zu maximieren, können High-Intensity Interval Training (HIIT) Workouts deine Fitness auf ein völlig neues Level heben. 

Egal, ob du gerade erst mit dem Radfahren anfängst oder schon dein ganzes Leben im Sattel verbringst: HIIT ist eine hocheffektive Methode, um deine Geschwindigkeit, Ausdauer und allgemeine Herz-Kreislauf-Fitness in deutlich kürzerer Zeit zu verbessern als mit traditionellen Methoden wie dem reinen Ausdauertraining.

In diesem Guide zeigen wir dir die besten HIIT-Fahrrad-Workouts – von schnellen 15-Minuten-Sessions bis hin zu intensiveren, längeren Programmen. Du erfährst, wie du das richtige Workout für deine Ziele auswählst, was die Wissenschaft hinter HIIT auf dem Rad sagt und wie du diese Einheiten am besten in deinen wöchentlichen Trainingsplan integrierst. 

HIIT auf dem Rad erklärt

High-Intensity Interval Training (HIIT) ist ein einfaches, aber extrem wirkungsvolles Prinzip, bei dem sich kurze, intensive Belastungsphasen von 5 Sekunden bis zu 5 Minuten mit kurzen Erholungsphasen abwechseln. Dieser Rhythmus maximiert deinen Fitnessgewinn und ist besonders ideal für RadfahrerInnen, die schnelle und spürbare Ergebnisse erzielen wollen.

HIIT: So startest du mit dem Intervalltraining

High-Intensity Interval Training (HIIT) klingt eigentlich ganz einfach: Einfach den Vorgaben folgen, und schon läuft's, oder? Ganz so leicht ist es dann aber doch nicht. Selbst erfahrene RadfahrerInnen tun sich manchmal schwer mit Intervalltrainings. Hier sind ein paar Tipps und Tricks, damit du das Beste aus deinen Intervall-Einheiten herausholst.

Das richtige HIIT-Workout auswählen

Die Auswahl des passenden HIIT-Workouts ist entscheidend, da es Intensität und Dauer direkt mit deinen Trainingszielen verknüpft.

Ein gut strukturierter HIIT-Plan minimiert das Risiko von Übertraining und Verletzungen und sorgt gleichzeitig für konstante Fortschritte. Mit diesem durchdachten Ansatz kannst du an deine Grenzen gehen, ohne deine Gesundheit zu riskieren – was sich letztlich in einer besseren Performance im Sattel auszahlt.

Zudem sprechen maßgeschneiderte HIIT-Sessions genau die Muskelgruppen und Energiesysteme an, die du beim Radfahren am meisten brauchst. Dieser gezielte Ansatz maximiert deine Trainingseffizienz und sorgt für spürbare Leistungssteigerungen. Indem du die Intensität deiner Workouts auf deine Ziele abstimmst, verbesserst du deine Regeneration und deine Effektivität auf kurzen wie auf langen Ausfahrten enorm.

Vorbereitung auf dein HIIT

Es klingt banal, aber viele überspringen die Trainingsanweisungen. Manchmal exportieren RadfahrerInnen ihre Trainingsdaten einfach direkt in Programme wie Zwift oder auf ihren Radcomputer – was nicht immer zwingend nötig ist.

Für den Anfang reicht es oft völlig, deine Leistungszonen auf ein Stück Klebeband zu schreiben und auf das Oberrohr deines Rads zu kleben. Nach ein paar Workouts wirst du deine Zonen ohnehin im Kopf haben. Dieser kleine Schritt spart Zeit, sodass du dich voll und ganz auf dein Workout konzentrieren kannst, anstatt Zeit mit dem Datei-Export auf dein Gerät zu verschwenden.

Behalte dabei immer deine Trainingsziele im Auge. Wenn du beispielsweise ein Sprinttraining machst, ist die Durchschnittsgeschwindigkeit der gesamten Fahrt für deine Hauptbelastungen völlig unbedeutend.

Warm-up für dein HIIT

Der Sinn eines Warm-ups ist es, deinen Körper auf die anstehende Belastung vorzubereiten. Das ist besonders wichtig für Sessions, bei denen du von Anfang an Vollgas geben musst, wie eben bei einem HIIT-Workout. 

Denk daran: Beim Training geht es nicht darum, jedes Mal dein absolutes Limit zu strapazieren, sondern effektiv zu trainieren. Lass es also in den ersten Minuten locker angehen und steigere die Intensität schrittweise. 

Je nach Workout und äußeren Faktoren wie dem Wetter reicht ein Warm-up von etwa 5 bis 10 Minuten völlig aus, bevor du dich ins eigentliche HIIT-Workout stürzt.

Trainingszonen für HIIT

Die Intensität deiner Trainingseinheiten wird in bestimmte Zonen eingeteilt, die auf deiner Schwellenherzfrequenz oder deiner Functional Threshold Power (FTP) basieren. Diese Schwelle lässt sich durch eine Leistungsdiagnostik in einem Sportlabor oder durch einen selbst durchgeführten 20-minütigen JOIN-Test ermitteln. 

Bei erfahrenen RadfahrerInnen bleiben die Herzfrequenzbereiche meist recht stabil. EinsteigerInnen stellen jedoch oft fest, dass sich ihre Werte nach einigen Monaten regelmäßigen Trainings verbessern. Zudem sollte man bedenken, dass die maximale Herzfrequenz mit zunehmendem Alter tendenziell sinkt.

Wenn wir über Wattwerte sprechen, ist das primäre Ziel des Trainings, deine FTP zu steigern. 

Unser Tipp: Wir empfehlen, alle 2 bis 3 Monate einen 20-minütigen FTP-Test zu machen. Falls möglich, ist auch eine jährliche Leistungsdiagnostik im Labor sinnvoll, da sie neben den reinen Leistungswerten auch einen umfassenden Gesundheitscheck bietet.

Deine Tagesform (Readiness)

Bei intensivem Intervalltraining ist es extrem wichtig, auf deinen Körper zu hören, anstatt stur auf die Wattwerte zu starren. Auch deine Herzfrequenz solltest du dabei im Blick behalten. 

Faktoren wie:

  • Schlafmangel

  • Stress

  • ein voller Terminkalender und 

  • Alkohol können deine Herzfrequenz stark beeinflussen, was sie an solchen Tagen zu einem ungenaueren Gradmesser für die Trainingsintensität macht. 

Die Wattwerte liefern hier eine deutlich präzisere Rückmeldung über die tatsächliche Trainingsintensität und die Beanspruchung deines Körpers. Ziel ist es, im richtigen Leistungsbereich zu trainieren und nicht krampfhaft eine bestimmte Herzfrequenz zu erzwingen.

Herzfrequenz

Wenn du dich schlapp fühlst, zu wenig getrunken hast, übermüdet oder gestresst bist, kann das deine Herzfrequenz massiv beeinflussen. Überraschenderweise wirst du an Tagen, an denen du gut erholt bist oder dich wenig bewegt hast, feststellen, dass deine Herzfrequenz schneller ansteigt – selbst wenn sich das Training leicht anfühlt. 

Achte immer zuerst darauf, wie sich dein Körper anfühlt, und checke erst danach deine Herzfrequenz. Da jeder Tag anders ist, mach dir keine Sorgen, wenn deine Herzfrequenz mal nicht exakt in der Mitte deiner Zielzone liegt. An härteren Tagen pendelt sie sich vielleicht im mittleren Bereich ein, während du an guten Tagen eher am oberen Limit kratzt.

Bei JOIN Cycling sind die Workouts in der Regel durch Leistungswerte (Watt) und nicht durch die Herzfrequenz definiert. Wenn du also nach Herzfrequenz trainierst, ist es beim Wandeltraining besonders wichtig, auf die Signale deines Körpers zu hören und die Intensität entsprechend anzupassen. 

Bedenke, dass starre Herzfrequenzzonen beim herzfrequenzbasierten Training oft unpraktisch sind. Im Gegensatz dazu ermöglicht das wattbasierte Training deutlich detailliertere und präzisere Trainingseinheiten.

Vergiss das Cool-down nicht

Nach einem harten Intervalltraining solltest du niemals abrupt aufhören. Wir empfehlen dringend, noch mindestens fünf Minuten in einem leichten Gang locker auszuradeln. Dieses „aktive Cool-down“ hilft dabei, Laktat und andere Stoffwechselprodukte aus deinen Muskeln abzutransportieren – besonders wichtig nach intensiven Belastungen. 

Unser Tipp: Wenn du Angst hast, dass das Ausrollen deinen Strava-Schnitt ruiniert, schalte dein Garmin oder Wahoo für das Cool-down einfach aus.

Dein HIIT-Workout auswerten

Deine Trainingsdaten zu verstehen, ist der Schlüssel für ein effektives Training. Wenn deine Herzfrequenz beispielsweise außerhalb der vorgegebenen Zonen liegt, sich das Training aber normal anfühlt und auch die Wattwerte passen, kann das ganz logische Gründe wie Müdigkeit, ein beginnender Infekt oder Schlafmangel haben. 

Ein weiteres Beispiel ist das Sprinttraining: Hier liegt der Fokus voll auf Geschwindigkeit und maximaler Leistung und weniger auf bestimmten Herzfrequenzbereichen. Die Sprints sind schlicht zu kurz, als dass die Herzfrequenz hier ein verlässlicher Indikator sein könnte.

Bei längeren Grundlagenausdauer-Einheiten mit eingebauten Tempo-Intervallen hingegen liefert der Vergleich von Leistung und Herzfrequenz wertvolle Erkenntnisse. Indem du diese Daten mit ähnlichen früheren Einheiten vergleichst, kannst du deine Fortschritte optimal analysieren.

Ist HIIT auf dem Rad wirklich effektiv?

In Zeiten, in denen gefühlt jede Expertin und jeder Experte eine Meinung zu Aerodynamik oder FTP hat, verliert man schnell den Überblick. Bringen wir also Licht ins Dunkel und schauen uns an, was die Wissenschaft dazu sagt. Basierend auf harten Fakten und Studien wollen wir das Thema verständlich machen – ganz ohne Mythen und Halbwissen.

Was sagt die Wissenschaft?

Eine aktuelle Studie, veröffentlicht in der National Library of Medicine, zeigt, dass kurze, hochintensive Trainingseinheiten mehrmals pro Woche die Ausdauer effektiver verbessern können als längere, aber seltenere Einheiten. 

In dieser Studie absolvierten FreizeitsportlerInnen über zehn Wochen hinweg 2 bis 3 HIIT-Einheiten pro Woche. Das erstaunliche Ergebnis: Diese Gruppe erzielte ähnliche Ausdauerzuwächse wie die Vergleichsgruppe, die fast 7 Stunden pro Woche bei geringerer Intensität trainierte.

Die Untersuchung beinhaltete einen harten Leistungstest, bei dem die Teilnehmenden 3 Stunden lang bei 50 % ihrer VO2max radelten. Gemessen wurden dabei Parameter wie Herzfrequenz, Sauerstoffaufnahme und Laktatwerte, um Ermüdung und Leistung zu bestimmen. Beide Gruppen zeigten am Ende nahezu identische Verbesserungen.

Das bedeutet: HIIT verbessert nicht nur deine maximale Leistungsfähigkeit, sondern stärkt auch deine Leistung im submaximalen Bereich. Die wichtigste Erkenntnis ist, dass ein geringeres Trainingsvolumen mit hoher Intensität ähnliche Ausdauervorteile bringen kann wie lange, lockere Fahrten.

HIIT und Ausdauer: Wie viel brauchst du wirklich?

Entgegen der weitverbreiteten Meinung brauchst du nicht zwingend unendlich viele Stunden Ausdauertraining, um deine Leistung zu steigern. Der Fokus auf die Intensität bringt oft bessere Ergebnisse, als einfach nur die Fahrzeit zu verlängern. Die optimale Balance aus hochintensiven und lockeren Einheiten ist jedoch der Königsweg für deine Entwicklung.

Aktuelle Studien deuten darauf hin, dass reines Ausdauertraining – besonders für HobbysportlerInnen – oft überbewertet wird. Eine clevere Kombination aus hochintensivem Training (HIT) und niedrigintensivem Training (LIT) bringt dich meist deutlich schneller ans Ziel.

Die Wirkung auf deinen Körper

Sowohl HIT als auch LIT zahlen auf deine Ausdauerleistungsfähigkeit und deine „Robustheit“ ein. Einfach gesagt: Robustheit ist deine Fähigkeit, deine Leistung über lange Zeit aufrechtzuerhalten, ohne vorzeitig zu ermüden. Vor allem deine VO2max, der wichtigste Wert für deine aerobe Kapazität, profitiert massiv von HIT-Einheiten. 

Auch wenn die VO2max nicht der einzige Faktor für deine Ausdauer ist, sorgt HIT für einen gewaltigen Schub deiner allgemeinen Fitness.

Zu den Faktoren, die deine Leistungsfähigkeit beeinflussen, gehören:

  • Laktatwerte

  • Herzfrequenz

  • Atemfrequenz

  • Schlagvolumen (die Menge Blut, die dein Herz pro Schlag pumpt)

  • Subjektives Belastungsempfinden.

Idealerweise planst du 2–3 HIIT-Einheiten pro Woche mit Intervallen von 3–7 Minuten ein. Die Erholungsphasen sollten etwa 75 % der Intervalllänge betragen. Starte in der ersten Woche mit insgesamt 15 Minuten intensiver Belastungszeit und steigere dich inklusive Warm-up und Cool-down schrittweise auf 30 Minuten pro Session.

Um deine Grundlagenausdauer perfekt abzurunden, sind längere, lockere Fahrten – wie eine 3-stündige Ausfahrt mit möglichst konstanter, niedriger Herzfrequenz – die ideale Ergänzung.

Die besten HIIT-Fahrrad-Workouts

Wir haben drei unserer besten HIIT-Workouts für dich ausgewählt, mit denen du deine Rad-Performance gezielt pushen kannst. Sie sind darauf ausgelegt, deine Ausdauer, Spritzigkeit und allgemeine Fitness effektiv zu verbessern.

1. Flamme Rouge

HIIT-Radtraining Phase 1: Dieses VO2max-Workout mit kurzen Mikro-Intervallen simuliert die Hektik und Dynamik eines harten Finalkilometers.

HIIT-Radtraining Phase 2: Die Intensität baut sich kontinuierlich auf, gefolgt von einem kurzen 10-sekündigen Sprint. Du fährst 4 dieser einminütigen Intervalle mit jeweils nur 20 Sekunden Pause dazwischen.

HIIT-Radtraining Phase 3: Die letzten 10 Sekunden sind kein All-out-Sprint, da du sonst die 4 Wiederholungen nicht durchhältst. Du musst dafür auch nicht aus dem Sattel gehen – beschleunige einfach kraftvoll im Sitzen.

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2. Anything Goes

HIIT-Radtraining Warm-up: Dieses Workout startet mit einem gründlichen Warm-up, gefolgt von einer Reihe knackiger Intervalle.

HIIT-Radtraining Phase 1: Es beginnt mit 3 Wiederholungen von 6-Sekunden-Sprints, um deine Spritzigkeit zu wecken. 

HIIT-Radtraining Phase 2: Danach folgen 2 Minuten VO2max-Belastung, um deine aerobe Kapazität zu pushen. Direkt im Anschluss warten 4-Minuten-Schwellenintervalle, die deine anaerobe Ausdauer fordern.

HIIT-Radtraining Phase 3: Zum krönenden Abschluss folgt ein 8-minütiger Tempoblock, der dich bis an die Ziellinie pusht.

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3. Madness Short

HIIT-Radtraining Phase 1: Dieses Workout startet mit einem 4-minütigen Schwellen-Segment, um deine Ausdauerbasis zu triggern.

HIIT-Radtraining Phase 2: Danach folgen intensive 40-20-Intervalle (40 Sekunden Belastung, 20 Sekunden aktive Erholung).

HIIT-Radtraining Phase 3: In dieser Phase sorgt ein 7-minütiges Tempo-Intervall für mehr Speed und Stehvermögen. 

HIIT-Radtraining Phase 4: Für den finalen Kick absolvierst du 4 Sätze à 10 Sekunden Sprints für maximale Power, gefolgt von einer 5-minütigen All-out-Belastung, um deine Grenzen auszuloten. 

Teste das 'Madness Short' HIIT-Fahrrad-Workout jetzt kostenlos.

Geräte-Optionen für dein HIIT auf dem Rad

Wenn du neu im Bereich HIIT-Radtraining bist, solltest du das Equipment wählen, das am besten zu deinen Zielen und Vorlieben passt. Das gewählte Rad beeinflusst dein Training und dessen Effektivität maßgeblich. 

Heimtrainer (Stationary Bike)

Heimtrainer sind die perfekte Wahl für EinsteigerInnen. Sie bieten ein gelenkschonendes Training, das dich sanft an die Belastungen von HIIT heranführt und das Verletzungsrisiko minimiert. So kannst du Ausdauer und Kraft aufbauen, ohne deine Gelenke wie beim Laufen zu belasten. 

Liegefahrrad (Recumbent Bike)

Liegeräder bieten im Vergleich zum klassischen Heimtrainer vor allem mehr Stabilität und Komfort. Dank der größeren Sitzfläche und des tiefen Schwerpunkts sind sie ideal für alle, die Balanceprobleme haben – wie SeniorInnen, Menschen in der Reha oder Personen mit eingeschränkter Mobilität. Die halbliegende Position entlastet Rücken und Gelenke und sorgt für ein entspanntes Trainingsgefühl. 

Indoor Bike / Spin Bike

Der große Vorteil eines Indoor Bikes ist die Flexibilität: Du kannst extrem schnell die Position wechseln und während des Workouts problemlos in den Wiegetritt gehen. Das macht das Training nicht nur dynamischer, sondern kurbelt auch die Kalorienverbrennung massiv an, da mehr Muskelgruppen gleichzeitig beansprucht werden. 

Was ist die beste Intervalllänge für HIIT?

Beim Thema Intervalllänge gibt es keine Standardlösung. Jeder Körper und jedes Leistungsniveau ist anders. Daher ist es wichtig, dass du dein HIIT-Programm perfekt auf deine Fitness und deine persönlichen Ziele abstimmst.

Faktoren wie deine aktuelle Ausdauer, deine Kraftwerte und deine Erfahrung im Sattel spielen eine entscheidende Rolle für den Aufbau deines Trainingsplans. 

Während EinsteigerInnen eher von kürzeren, weniger intensiven Intervallen profitieren, benötigen fortgeschrittene FahrerInnen längere und härtere Sessions, um weiterhin Reize zu setzen. Auch deine Ziele – ob Fettverbrennung, mehr Spritzigkeit oder die Vorbereitung auf ein Event – bestimmen die Länge und Intensität deiner Intervalle.

Kurz gesagt: Ein guter HIIT-Plan sollte flexibel genug sein, um sich deiner steigenden Fitness anzupassen und Anpassungen auf Basis deiner Leistung zuzulassen.

Reicht ein 20-minütiges HIIT-Workout am Tag aus?

Für EinsteigerInnen sind 20 Minuten pro Session, zwei- bis dreimal die Woche, eine hervorragende Basis, um die Grundlagenausdauer aufzubauen und die Fettverbrennung anzukurbeln. Gestalte dein Training abwechslungsreich und steigere die Intensität und Dauer deiner HIIT-Einheiten im Laufe der Zeit ganz allmählich. 

Kann man es mit HIIT-Training übertreiben?

Eine aktuelle Studie zeigt, dass untrainierte Personen besonders anfällig für oxidativen Stress sind. Dieser Zustand entsteht, wenn ein Ungleichgewicht zwischen freien Radikalen (zellschädigenden Molekülen) und den körpereigenen Antioxidantien herrscht, die diese bekämpfen. 

Nach einer HIIT-Session arbeitet dein Körper normalerweise unter Hochdruck daran, diese freien Radikale innerhalb von 24 Stunden abzubauen. Wenn du es mit dem HIIT jedoch übertreibst, kann die ständige Belastung die Regeneration ausbremsen – was besonders für EinsteigerInnen zum Problem wird.

Für uns RadfahrerInnen ist der Umgang mit oxidativem Stress extrem wichtig, da er deine Ausdauer und langfristige Leistungsentwicklung negativ beeinflussen kann. 

So vermeidest du Übertraining

Auf dem Fahrrad ist Übertraining durch HIIT zwar selten, aber absolut möglich. Hier sind fünf schnelle Tipps, um Übertraining effektiv zu verhindern: 

1. Hör auf deinen Körper

Achte penibel auf deine Leistung während der Sessions. Bmerkst du einen deutlichen Leistungseinbruch, ist das ein klares Zeichen, das Training abzubrechen oder die Intensität sofort rauszunehmen. Wenn du deine Vorgaben wiederholt nicht erreichst, solltest du dein Trainingspensum überdenken.

2. Ruhetage einlegen

Plane fest reguläre Ruhetage oder aktive Erholungsfahrten ein. Das gibt deinen Muskeln und deinem Herz-Kreislauf-System die Chance zu regenerieren und schützt dich vor mentalem Burnout und oxidativem Stress.

3. Regeneration überwachen

Nutze Tracking-Methoden wie die Herzfrequenzvariabilität (HRV). Zeigt deine HRV deutliche Abweichungen von deinem normalen Level, nimm Intensität aus deinen HIIT-Workouts und gönn deinem Körper etwas mehr Ruhe.

4. Schrittweise Steigerung

Als EinsteigerIn solltest du nicht direkt mit den härtesten Sessions starten. Eine schrittweise Steigerung der Intensität gibt deinem Körper Zeit, sich an die neue Belastung anzupassen und schützt dich vor Verletzungen.

5. Abwechslung im Plan 

Kombiniere deine HIIT-Sessions mit lockeren Grundlagenausfahrten (Zone 2). Das sorgt für die nötige Balance, reduziert den Gesamtstress für deinen Körper und steigert deine Leistung langfristig am effektivsten.

Auch wenn das Risiko für Übertraining beim Radfahren durch die geführte Bewegung und die körpereigenen Schutzmechanismen eher gering erscheint, solltest du deine Regeneration und Leistung immer im Blick behalten. So holst du das Maximum aus deinem Training heraus, ohne deinen Körper unnötig zu verschleißen.

Kann man mit HIIT-Radtraining abnehmen?

Ja, zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen, dass HIIT eine der effektivsten Methoden zur gezielten Fettverbrennung ist. 

Stoffwechselgesundheit

Eine neuere Studie unterstreicht die positiven Effekte von HIIT auf die Reduzierung von Körperfett und die Verbesserung des Stoffwechsels. Über einen Zeitraum von 12 Wochen verloren Teilnehmende mit HIIT-Training deutlich mehr Körperfett als die Vergleichsgruppe mit moderatem Ausdauertraining. Die Forschenden führen dies vor allem auf den ausgeprägten Nachbrenneffekt von HIIT zurück.

Gewichtsverlust

Eine weitere Studie verglich klassisches Grundlagentraining (Steady-State) mit HIIT bezüglich des Gewichtsverlusts. Das Ergebnis: Beide Gruppen nahmen ab, jedoch konnte die HIIT-Gruppe deutlich mehr wertvolle Muskelmasse erhalten. 

Fettverbrennung und HIIT

Schließlich zeigte eine in PubMed veröffentlichte Studie, dass SportlerInnen, die HIIT in ihren Trainingsplan integrierten, einen signifikant höheren Verlust an Unterhautfettgewebe verzeichneten als diejenigen, die nur moderat trainierten. Kurz gesagt: HIIT ist eine hervorragende Methode, um Gewicht zu verlieren – besonders für AthletInnen mit wenig Zeit.

Finde das perfekte HIIT-Workout für dich (und deinen Terminkalender)

Bei JOIN sind unsere HIIT-Trainingspläne so konzipiert, dass sie deine Ausdauer Schritt für Schritt verbessern – für messbare und nachhaltige Erfolge.

JOIN passt sich deiner Verfügbarkeit in Echtzeit an. Egal wie stressig dein Alltag ist: Dein persönlicher Trainingsplan stellt sich auf dein Fitnesslevel und deine Zeit ein, sodass jede Session genau die richtige Dosis an Herausforderung bietet.

Teste JOIN jetzt kostenlos und bring deine Fitness auf ein neues Level.

Wenn es darum geht, deine Leistung auf dem Rad zu maximieren, können High-Intensity Interval Training (HIIT) Workouts deine Fitness auf ein völlig neues Level heben. 

Egal, ob du gerade erst mit dem Radfahren anfängst oder schon dein ganzes Leben im Sattel verbringst: HIIT ist eine hocheffektive Methode, um deine Geschwindigkeit, Ausdauer und allgemeine Herz-Kreislauf-Fitness in deutlich kürzerer Zeit zu verbessern als mit traditionellen Methoden wie dem reinen Ausdauertraining.

In diesem Guide zeigen wir dir die besten HIIT-Fahrrad-Workouts – von schnellen 15-Minuten-Sessions bis hin zu intensiveren, längeren Programmen. Du erfährst, wie du das richtige Workout für deine Ziele auswählst, was die Wissenschaft hinter HIIT auf dem Rad sagt und wie du diese Einheiten am besten in deinen wöchentlichen Trainingsplan integrierst. 

HIIT auf dem Rad erklärt

High-Intensity Interval Training (HIIT) ist ein einfaches, aber extrem wirkungsvolles Prinzip, bei dem sich kurze, intensive Belastungsphasen von 5 Sekunden bis zu 5 Minuten mit kurzen Erholungsphasen abwechseln. Dieser Rhythmus maximiert deinen Fitnessgewinn und ist besonders ideal für RadfahrerInnen, die schnelle und spürbare Ergebnisse erzielen wollen.

HIIT: So startest du mit dem Intervalltraining

High-Intensity Interval Training (HIIT) klingt eigentlich ganz einfach: Einfach den Vorgaben folgen, und schon läuft's, oder? Ganz so leicht ist es dann aber doch nicht. Selbst erfahrene RadfahrerInnen tun sich manchmal schwer mit Intervalltrainings. Hier sind ein paar Tipps und Tricks, damit du das Beste aus deinen Intervall-Einheiten herausholst.

Das richtige HIIT-Workout auswählen

Die Auswahl des passenden HIIT-Workouts ist entscheidend, da es Intensität und Dauer direkt mit deinen Trainingszielen verknüpft.

Ein gut strukturierter HIIT-Plan minimiert das Risiko von Übertraining und Verletzungen und sorgt gleichzeitig für konstante Fortschritte. Mit diesem durchdachten Ansatz kannst du an deine Grenzen gehen, ohne deine Gesundheit zu riskieren – was sich letztlich in einer besseren Performance im Sattel auszahlt.

Zudem sprechen maßgeschneiderte HIIT-Sessions genau die Muskelgruppen und Energiesysteme an, die du beim Radfahren am meisten brauchst. Dieser gezielte Ansatz maximiert deine Trainingseffizienz und sorgt für spürbare Leistungssteigerungen. Indem du die Intensität deiner Workouts auf deine Ziele abstimmst, verbesserst du deine Regeneration und deine Effektivität auf kurzen wie auf langen Ausfahrten enorm.

Vorbereitung auf dein HIIT

Es klingt banal, aber viele überspringen die Trainingsanweisungen. Manchmal exportieren RadfahrerInnen ihre Trainingsdaten einfach direkt in Programme wie Zwift oder auf ihren Radcomputer – was nicht immer zwingend nötig ist.

Für den Anfang reicht es oft völlig, deine Leistungszonen auf ein Stück Klebeband zu schreiben und auf das Oberrohr deines Rads zu kleben. Nach ein paar Workouts wirst du deine Zonen ohnehin im Kopf haben. Dieser kleine Schritt spart Zeit, sodass du dich voll und ganz auf dein Workout konzentrieren kannst, anstatt Zeit mit dem Datei-Export auf dein Gerät zu verschwenden.

Behalte dabei immer deine Trainingsziele im Auge. Wenn du beispielsweise ein Sprinttraining machst, ist die Durchschnittsgeschwindigkeit der gesamten Fahrt für deine Hauptbelastungen völlig unbedeutend.

Warm-up für dein HIIT

Der Sinn eines Warm-ups ist es, deinen Körper auf die anstehende Belastung vorzubereiten. Das ist besonders wichtig für Sessions, bei denen du von Anfang an Vollgas geben musst, wie eben bei einem HIIT-Workout. 

Denk daran: Beim Training geht es nicht darum, jedes Mal dein absolutes Limit zu strapazieren, sondern effektiv zu trainieren. Lass es also in den ersten Minuten locker angehen und steigere die Intensität schrittweise. 

Je nach Workout und äußeren Faktoren wie dem Wetter reicht ein Warm-up von etwa 5 bis 10 Minuten völlig aus, bevor du dich ins eigentliche HIIT-Workout stürzt.

Trainingszonen für HIIT

Die Intensität deiner Trainingseinheiten wird in bestimmte Zonen eingeteilt, die auf deiner Schwellenherzfrequenz oder deiner Functional Threshold Power (FTP) basieren. Diese Schwelle lässt sich durch eine Leistungsdiagnostik in einem Sportlabor oder durch einen selbst durchgeführten 20-minütigen JOIN-Test ermitteln. 

Bei erfahrenen RadfahrerInnen bleiben die Herzfrequenzbereiche meist recht stabil. EinsteigerInnen stellen jedoch oft fest, dass sich ihre Werte nach einigen Monaten regelmäßigen Trainings verbessern. Zudem sollte man bedenken, dass die maximale Herzfrequenz mit zunehmendem Alter tendenziell sinkt.

Wenn wir über Wattwerte sprechen, ist das primäre Ziel des Trainings, deine FTP zu steigern. 

Unser Tipp: Wir empfehlen, alle 2 bis 3 Monate einen 20-minütigen FTP-Test zu machen. Falls möglich, ist auch eine jährliche Leistungsdiagnostik im Labor sinnvoll, da sie neben den reinen Leistungswerten auch einen umfassenden Gesundheitscheck bietet.

Deine Tagesform (Readiness)

Bei intensivem Intervalltraining ist es extrem wichtig, auf deinen Körper zu hören, anstatt stur auf die Wattwerte zu starren. Auch deine Herzfrequenz solltest du dabei im Blick behalten. 

Faktoren wie:

  • Schlafmangel

  • Stress

  • ein voller Terminkalender und 

  • Alkohol können deine Herzfrequenz stark beeinflussen, was sie an solchen Tagen zu einem ungenaueren Gradmesser für die Trainingsintensität macht. 

Die Wattwerte liefern hier eine deutlich präzisere Rückmeldung über die tatsächliche Trainingsintensität und die Beanspruchung deines Körpers. Ziel ist es, im richtigen Leistungsbereich zu trainieren und nicht krampfhaft eine bestimmte Herzfrequenz zu erzwingen.

Herzfrequenz

Wenn du dich schlapp fühlst, zu wenig getrunken hast, übermüdet oder gestresst bist, kann das deine Herzfrequenz massiv beeinflussen. Überraschenderweise wirst du an Tagen, an denen du gut erholt bist oder dich wenig bewegt hast, feststellen, dass deine Herzfrequenz schneller ansteigt – selbst wenn sich das Training leicht anfühlt. 

Achte immer zuerst darauf, wie sich dein Körper anfühlt, und checke erst danach deine Herzfrequenz. Da jeder Tag anders ist, mach dir keine Sorgen, wenn deine Herzfrequenz mal nicht exakt in der Mitte deiner Zielzone liegt. An härteren Tagen pendelt sie sich vielleicht im mittleren Bereich ein, während du an guten Tagen eher am oberen Limit kratzt.

Bei JOIN Cycling sind die Workouts in der Regel durch Leistungswerte (Watt) und nicht durch die Herzfrequenz definiert. Wenn du also nach Herzfrequenz trainierst, ist es beim Wandeltraining besonders wichtig, auf die Signale deines Körpers zu hören und die Intensität entsprechend anzupassen. 

Bedenke, dass starre Herzfrequenzzonen beim herzfrequenzbasierten Training oft unpraktisch sind. Im Gegensatz dazu ermöglicht das wattbasierte Training deutlich detailliertere und präzisere Trainingseinheiten.

Vergiss das Cool-down nicht

Nach einem harten Intervalltraining solltest du niemals abrupt aufhören. Wir empfehlen dringend, noch mindestens fünf Minuten in einem leichten Gang locker auszuradeln. Dieses „aktive Cool-down“ hilft dabei, Laktat und andere Stoffwechselprodukte aus deinen Muskeln abzutransportieren – besonders wichtig nach intensiven Belastungen. 

Unser Tipp: Wenn du Angst hast, dass das Ausrollen deinen Strava-Schnitt ruiniert, schalte dein Garmin oder Wahoo für das Cool-down einfach aus.

Dein HIIT-Workout auswerten

Deine Trainingsdaten zu verstehen, ist der Schlüssel für ein effektives Training. Wenn deine Herzfrequenz beispielsweise außerhalb der vorgegebenen Zonen liegt, sich das Training aber normal anfühlt und auch die Wattwerte passen, kann das ganz logische Gründe wie Müdigkeit, ein beginnender Infekt oder Schlafmangel haben. 

Ein weiteres Beispiel ist das Sprinttraining: Hier liegt der Fokus voll auf Geschwindigkeit und maximaler Leistung und weniger auf bestimmten Herzfrequenzbereichen. Die Sprints sind schlicht zu kurz, als dass die Herzfrequenz hier ein verlässlicher Indikator sein könnte.

Bei längeren Grundlagenausdauer-Einheiten mit eingebauten Tempo-Intervallen hingegen liefert der Vergleich von Leistung und Herzfrequenz wertvolle Erkenntnisse. Indem du diese Daten mit ähnlichen früheren Einheiten vergleichst, kannst du deine Fortschritte optimal analysieren.

Ist HIIT auf dem Rad wirklich effektiv?

In Zeiten, in denen gefühlt jede Expertin und jeder Experte eine Meinung zu Aerodynamik oder FTP hat, verliert man schnell den Überblick. Bringen wir also Licht ins Dunkel und schauen uns an, was die Wissenschaft dazu sagt. Basierend auf harten Fakten und Studien wollen wir das Thema verständlich machen – ganz ohne Mythen und Halbwissen.

Was sagt die Wissenschaft?

Eine aktuelle Studie, veröffentlicht in der National Library of Medicine, zeigt, dass kurze, hochintensive Trainingseinheiten mehrmals pro Woche die Ausdauer effektiver verbessern können als längere, aber seltenere Einheiten. 

In dieser Studie absolvierten FreizeitsportlerInnen über zehn Wochen hinweg 2 bis 3 HIIT-Einheiten pro Woche. Das erstaunliche Ergebnis: Diese Gruppe erzielte ähnliche Ausdauerzuwächse wie die Vergleichsgruppe, die fast 7 Stunden pro Woche bei geringerer Intensität trainierte.

Die Untersuchung beinhaltete einen harten Leistungstest, bei dem die Teilnehmenden 3 Stunden lang bei 50 % ihrer VO2max radelten. Gemessen wurden dabei Parameter wie Herzfrequenz, Sauerstoffaufnahme und Laktatwerte, um Ermüdung und Leistung zu bestimmen. Beide Gruppen zeigten am Ende nahezu identische Verbesserungen.

Das bedeutet: HIIT verbessert nicht nur deine maximale Leistungsfähigkeit, sondern stärkt auch deine Leistung im submaximalen Bereich. Die wichtigste Erkenntnis ist, dass ein geringeres Trainingsvolumen mit hoher Intensität ähnliche Ausdauervorteile bringen kann wie lange, lockere Fahrten.

HIIT und Ausdauer: Wie viel brauchst du wirklich?

Entgegen der weitverbreiteten Meinung brauchst du nicht zwingend unendlich viele Stunden Ausdauertraining, um deine Leistung zu steigern. Der Fokus auf die Intensität bringt oft bessere Ergebnisse, als einfach nur die Fahrzeit zu verlängern. Die optimale Balance aus hochintensiven und lockeren Einheiten ist jedoch der Königsweg für deine Entwicklung.

Aktuelle Studien deuten darauf hin, dass reines Ausdauertraining – besonders für HobbysportlerInnen – oft überbewertet wird. Eine clevere Kombination aus hochintensivem Training (HIT) und niedrigintensivem Training (LIT) bringt dich meist deutlich schneller ans Ziel.

Die Wirkung auf deinen Körper

Sowohl HIT als auch LIT zahlen auf deine Ausdauerleistungsfähigkeit und deine „Robustheit“ ein. Einfach gesagt: Robustheit ist deine Fähigkeit, deine Leistung über lange Zeit aufrechtzuerhalten, ohne vorzeitig zu ermüden. Vor allem deine VO2max, der wichtigste Wert für deine aerobe Kapazität, profitiert massiv von HIT-Einheiten. 

Auch wenn die VO2max nicht der einzige Faktor für deine Ausdauer ist, sorgt HIT für einen gewaltigen Schub deiner allgemeinen Fitness.

Zu den Faktoren, die deine Leistungsfähigkeit beeinflussen, gehören:

  • Laktatwerte

  • Herzfrequenz

  • Atemfrequenz

  • Schlagvolumen (die Menge Blut, die dein Herz pro Schlag pumpt)

  • Subjektives Belastungsempfinden.

Idealerweise planst du 2–3 HIIT-Einheiten pro Woche mit Intervallen von 3–7 Minuten ein. Die Erholungsphasen sollten etwa 75 % der Intervalllänge betragen. Starte in der ersten Woche mit insgesamt 15 Minuten intensiver Belastungszeit und steigere dich inklusive Warm-up und Cool-down schrittweise auf 30 Minuten pro Session.

Um deine Grundlagenausdauer perfekt abzurunden, sind längere, lockere Fahrten – wie eine 3-stündige Ausfahrt mit möglichst konstanter, niedriger Herzfrequenz – die ideale Ergänzung.

Die besten HIIT-Fahrrad-Workouts

Wir haben drei unserer besten HIIT-Workouts für dich ausgewählt, mit denen du deine Rad-Performance gezielt pushen kannst. Sie sind darauf ausgelegt, deine Ausdauer, Spritzigkeit und allgemeine Fitness effektiv zu verbessern.

1. Flamme Rouge

HIIT-Radtraining Phase 1: Dieses VO2max-Workout mit kurzen Mikro-Intervallen simuliert die Hektik und Dynamik eines harten Finalkilometers.

HIIT-Radtraining Phase 2: Die Intensität baut sich kontinuierlich auf, gefolgt von einem kurzen 10-sekündigen Sprint. Du fährst 4 dieser einminütigen Intervalle mit jeweils nur 20 Sekunden Pause dazwischen.

HIIT-Radtraining Phase 3: Die letzten 10 Sekunden sind kein All-out-Sprint, da du sonst die 4 Wiederholungen nicht durchhältst. Du musst dafür auch nicht aus dem Sattel gehen – beschleunige einfach kraftvoll im Sitzen.

Probier dieses HIIT-Fahrrad-Workout mit mittlerer Intensität kostenlos in der JOIN-App aus.

2. Anything Goes

HIIT-Radtraining Warm-up: Dieses Workout startet mit einem gründlichen Warm-up, gefolgt von einer Reihe knackiger Intervalle.

HIIT-Radtraining Phase 1: Es beginnt mit 3 Wiederholungen von 6-Sekunden-Sprints, um deine Spritzigkeit zu wecken. 

HIIT-Radtraining Phase 2: Danach folgen 2 Minuten VO2max-Belastung, um deine aerobe Kapazität zu pushen. Direkt im Anschluss warten 4-Minuten-Schwellenintervalle, die deine anaerobe Ausdauer fordern.

HIIT-Radtraining Phase 3: Zum krönenden Abschluss folgt ein 8-minütiger Tempoblock, der dich bis an die Ziellinie pusht.

Probier dieses klassische HIIT-Fahrrad-Workout direkt aus.

3. Madness Short

HIIT-Radtraining Phase 1: Dieses Workout startet mit einem 4-minütigen Schwellen-Segment, um deine Ausdauerbasis zu triggern.

HIIT-Radtraining Phase 2: Danach folgen intensive 40-20-Intervalle (40 Sekunden Belastung, 20 Sekunden aktive Erholung).

HIIT-Radtraining Phase 3: In dieser Phase sorgt ein 7-minütiges Tempo-Intervall für mehr Speed und Stehvermögen. 

HIIT-Radtraining Phase 4: Für den finalen Kick absolvierst du 4 Sätze à 10 Sekunden Sprints für maximale Power, gefolgt von einer 5-minütigen All-out-Belastung, um deine Grenzen auszuloten. 

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Geräte-Optionen für dein HIIT auf dem Rad

Wenn du neu im Bereich HIIT-Radtraining bist, solltest du das Equipment wählen, das am besten zu deinen Zielen und Vorlieben passt. Das gewählte Rad beeinflusst dein Training und dessen Effektivität maßgeblich. 

Heimtrainer (Stationary Bike)

Heimtrainer sind die perfekte Wahl für EinsteigerInnen. Sie bieten ein gelenkschonendes Training, das dich sanft an die Belastungen von HIIT heranführt und das Verletzungsrisiko minimiert. So kannst du Ausdauer und Kraft aufbauen, ohne deine Gelenke wie beim Laufen zu belasten. 

Liegefahrrad (Recumbent Bike)

Liegeräder bieten im Vergleich zum klassischen Heimtrainer vor allem mehr Stabilität und Komfort. Dank der größeren Sitzfläche und des tiefen Schwerpunkts sind sie ideal für alle, die Balanceprobleme haben – wie SeniorInnen, Menschen in der Reha oder Personen mit eingeschränkter Mobilität. Die halbliegende Position entlastet Rücken und Gelenke und sorgt für ein entspanntes Trainingsgefühl. 

Indoor Bike / Spin Bike

Der große Vorteil eines Indoor Bikes ist die Flexibilität: Du kannst extrem schnell die Position wechseln und während des Workouts problemlos in den Wiegetritt gehen. Das macht das Training nicht nur dynamischer, sondern kurbelt auch die Kalorienverbrennung massiv an, da mehr Muskelgruppen gleichzeitig beansprucht werden. 

Was ist die beste Intervalllänge für HIIT?

Beim Thema Intervalllänge gibt es keine Standardlösung. Jeder Körper und jedes Leistungsniveau ist anders. Daher ist es wichtig, dass du dein HIIT-Programm perfekt auf deine Fitness und deine persönlichen Ziele abstimmst.

Faktoren wie deine aktuelle Ausdauer, deine Kraftwerte und deine Erfahrung im Sattel spielen eine entscheidende Rolle für den Aufbau deines Trainingsplans. 

Während EinsteigerInnen eher von kürzeren, weniger intensiven Intervallen profitieren, benötigen fortgeschrittene FahrerInnen längere und härtere Sessions, um weiterhin Reize zu setzen. Auch deine Ziele – ob Fettverbrennung, mehr Spritzigkeit oder die Vorbereitung auf ein Event – bestimmen die Länge und Intensität deiner Intervalle.

Kurz gesagt: Ein guter HIIT-Plan sollte flexibel genug sein, um sich deiner steigenden Fitness anzupassen und Anpassungen auf Basis deiner Leistung zuzulassen.

Reicht ein 20-minütiges HIIT-Workout am Tag aus?

Für EinsteigerInnen sind 20 Minuten pro Session, zwei- bis dreimal die Woche, eine hervorragende Basis, um die Grundlagenausdauer aufzubauen und die Fettverbrennung anzukurbeln. Gestalte dein Training abwechslungsreich und steigere die Intensität und Dauer deiner HIIT-Einheiten im Laufe der Zeit ganz allmählich. 

Kann man es mit HIIT-Training übertreiben?

Eine aktuelle Studie zeigt, dass untrainierte Personen besonders anfällig für oxidativen Stress sind. Dieser Zustand entsteht, wenn ein Ungleichgewicht zwischen freien Radikalen (zellschädigenden Molekülen) und den körpereigenen Antioxidantien herrscht, die diese bekämpfen. 

Nach einer HIIT-Session arbeitet dein Körper normalerweise unter Hochdruck daran, diese freien Radikale innerhalb von 24 Stunden abzubauen. Wenn du es mit dem HIIT jedoch übertreibst, kann die ständige Belastung die Regeneration ausbremsen – was besonders für EinsteigerInnen zum Problem wird.

Für uns RadfahrerInnen ist der Umgang mit oxidativem Stress extrem wichtig, da er deine Ausdauer und langfristige Leistungsentwicklung negativ beeinflussen kann. 

So vermeidest du Übertraining

Auf dem Fahrrad ist Übertraining durch HIIT zwar selten, aber absolut möglich. Hier sind fünf schnelle Tipps, um Übertraining effektiv zu verhindern: 

1. Hör auf deinen Körper

Achte penibel auf deine Leistung während der Sessions. Bmerkst du einen deutlichen Leistungseinbruch, ist das ein klares Zeichen, das Training abzubrechen oder die Intensität sofort rauszunehmen. Wenn du deine Vorgaben wiederholt nicht erreichst, solltest du dein Trainingspensum überdenken.

2. Ruhetage einlegen

Plane fest reguläre Ruhetage oder aktive Erholungsfahrten ein. Das gibt deinen Muskeln und deinem Herz-Kreislauf-System die Chance zu regenerieren und schützt dich vor mentalem Burnout und oxidativem Stress.

3. Regeneration überwachen

Nutze Tracking-Methoden wie die Herzfrequenzvariabilität (HRV). Zeigt deine HRV deutliche Abweichungen von deinem normalen Level, nimm Intensität aus deinen HIIT-Workouts und gönn deinem Körper etwas mehr Ruhe.

4. Schrittweise Steigerung

Als EinsteigerIn solltest du nicht direkt mit den härtesten Sessions starten. Eine schrittweise Steigerung der Intensität gibt deinem Körper Zeit, sich an die neue Belastung anzupassen und schützt dich vor Verletzungen.

5. Abwechslung im Plan 

Kombiniere deine HIIT-Sessions mit lockeren Grundlagenausfahrten (Zone 2). Das sorgt für die nötige Balance, reduziert den Gesamtstress für deinen Körper und steigert deine Leistung langfristig am effektivsten.

Auch wenn das Risiko für Übertraining beim Radfahren durch die geführte Bewegung und die körpereigenen Schutzmechanismen eher gering erscheint, solltest du deine Regeneration und Leistung immer im Blick behalten. So holst du das Maximum aus deinem Training heraus, ohne deinen Körper unnötig zu verschleißen.

Kann man mit HIIT-Radtraining abnehmen?

Ja, zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen, dass HIIT eine der effektivsten Methoden zur gezielten Fettverbrennung ist. 

Stoffwechselgesundheit

Eine neuere Studie unterstreicht die positiven Effekte von HIIT auf die Reduzierung von Körperfett und die Verbesserung des Stoffwechsels. Über einen Zeitraum von 12 Wochen verloren Teilnehmende mit HIIT-Training deutlich mehr Körperfett als die Vergleichsgruppe mit moderatem Ausdauertraining. Die Forschenden führen dies vor allem auf den ausgeprägten Nachbrenneffekt von HIIT zurück.

Gewichtsverlust

Eine weitere Studie verglich klassisches Grundlagentraining (Steady-State) mit HIIT bezüglich des Gewichtsverlusts. Das Ergebnis: Beide Gruppen nahmen ab, jedoch konnte die HIIT-Gruppe deutlich mehr wertvolle Muskelmasse erhalten. 

Fettverbrennung und HIIT

Schließlich zeigte eine in PubMed veröffentlichte Studie, dass SportlerInnen, die HIIT in ihren Trainingsplan integrierten, einen signifikant höheren Verlust an Unterhautfettgewebe verzeichneten als diejenigen, die nur moderat trainierten. Kurz gesagt: HIIT ist eine hervorragende Methode, um Gewicht zu verlieren – besonders für AthletInnen mit wenig Zeit.

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