Indoor-Cycling-Tipps: Dein ultimativer Guide zum RadfahrenInnen in den eigenen vier Wänden

Oct 23, 2023

Indoor-Cycling-Tipps: Dein ultimativer Guide zum RadfahrenInnen in den eigenen vier Wänden
Oct 23, 2023

Indoor-Cycling-Tipps: Dein ultimativer Guide zum RadfahrenInnen in den eigenen vier Wänden

Oct 23, 2023

5 Tipps für dein Indoor-Cycling-Training
Indoor-Cycling hat in den letzten Jahren einen regelrechten Boom erlebt. Es bietet RadfahrerInnen die Möglichkeit, unabhängig vom Wetter effektiv zu trainieren, und gibt Fitness-Fans eine praktische Option für schweißtreibende Workouts. Egal, ob du dich auf ein Rennen vorbereitest oder einfach nur in Form bleiben willst – wenn du die Grundlagen des Indoor-Cyclings verstehst, kannst du das Beste aus deinem Training herausholen.
1. Warum Indoor-Cycling so beliebt ist
Bevor wir uns mit Equipment und Software beschäftigen, lohnt sich ein Blick darauf, warum Indoor-Cycling so viele Menschen begeistert. Hier sind ein paar Gründe:
Konsistenz: Im Gegensatz zum Radfahren im Freien bist du drinnen völlig unabhängig von Regen, Schnee oder dichtem Verkehr.
Sicherheit: Es gibt kein Risiko von Unfällen mit Autos oder anderen unvorhersehbaren Gefahren im Straßenverkehr.
Strukturiertes Training: Drinnen zählt jeder einzelne Tritt in die Pedale. Diese kontrollierte Umgebung ist perfekt für gezielte, hochgradig effektive Trainingseinheiten.
Die Möglichkeit, den ERG-Modus zu nutzen. Das hat allerdings auch seine Nachteile. Alles darüber erklären wir dir in diesem Artikel.
2. Rollentrainer: Das Fundament deines Indoor-Trainings
Für das Indoor-Cycling brauchst du ein stationäres Setup – und genau hier kommen Rollentrainer ins Spiel. Hier ist eine Übersicht der gängigsten Typen:
Wind-/Magnet-/Flüssigkeitstrainer: Dies sind die einfachsten und günstigsten Modelle. Sie erzeugen den Widerstand über ein Windrad, ein magnetisches Schwungrad oder eine Flüssigkeitseinheit. Windtrainer können recht laut sein und bieten ein weniger realistisches Fahrgefühl. Magnet- und Flüssigkeitstrainer sind leiser und fühlen sich geschmeidiger an – fast wie auf der Straße.
Direct-Drive-Trainer (Direktantrieb): Das Nonplusultra unter den klassischen Trainern. Du nimmst das Hinterrad deines Fahrrads ab und spannst den Rahmen direkt in den Trainer ein. Sie bieten einen sehr präzisen Widerstand und sind deutlich leiser als die meisten anderen Varianten.
Smart-Trainer: Diese Trainer lassen sich mit Geräten und Apps koppeln und passen den Widerstand automatisch an virtuelle Strecken oder Trainingsprogramme an. Sie bieten das interaktivste und dynamischste Fahrerlebnis. Die meisten Direktantrieb-Trainer sind heutzutage gleichzeitig Smart-Trainer.

Wir empfehlen dir, dich für einen Smart-Trainer mit Direktantrieb zu entscheiden. Einen Zwift Hub bekommst du heute schon für weniger Geld als einen (High-End-)Helm. Aber auch Tacx (eine Garmin-Marke) und Wahoo bieten eine breite Palette an hervorragenden Modellen – von High-End bis hin zu budgetfreundlicheren Direktantrieb-Smart-Trainern.
Ebenfalls eine Überlegung wert ist ein dedizierter Smart-Bike-Heimtrainer. Damit sparst du dir das lästige Einspannen deines Outdoor-Bikes. Es ist quasi ein eigenständiges Trainingsgerät mit fest verbautem „Fahrrad“. Das Tacx Neobike, das Wattbike Atom oder das Wahoo Kickr Bike sind hier die absolute Spitzenklasse. Damit musst du dein Rad nie wieder mit nach drinnen nehmen – allerdings haben diese Geräte auch ihren Preis.
3. Software-Plattformen: Mehr Spaß auf der Rolle
Modernes Indoor-Cycling ist weit mehr als nur stumpfes Strampeln auf der Stelle. Software-Plattformen haben das Training revolutioniert, indem sie uns in virtuelle Welten entführen, strukturierte Workouts bieten und uns weltweit vernetzen. Hier sind einige der beliebtesten:

JOIN Workout Player: Natürlich kannst du die JOIN Cycling App auch direkt mit deinem Trainer verbinden. Das ist der schnellste und effizienteste Weg, um direkt loszulegen.
Zwift: Als eine der beliebtesten Plattformen bietet dir Zwift ein Online-Multiplayer-Erlebnis. Du kannst durch virtuelle Welten fahren, dich Gruppenfahrten oder Rennen anschließen und sogar strukturierten Trainingsplänen folgen. Die Software passt den Widerstand deines Smart-Trainers automatisch an das Gelände an.
TrainerRoad: Ganz auf strukturiertes Training ausgerichtet, bietet TrainerRoad wissenschaftlich fundierte Trainingspläne, mit denen RadfahrerInnen ihre spezifischen Fitnessziele erreichen können. Hier geht es weniger um virtuelle Welten, sondern ganz pragmatisch um hocheffiziente Workouts.
Rouvy: Rouvy setzt auf reale Strecken und nutzt Augmented Reality, damit du echte Straßen auf der ganzen Welt von zu Hause aus abfahren kannst. Perfekt für alle, die echte Landschaftsaufnahmen einer spielerischen Gaming-Grafik vorziehen.
SYSTEM/Sufferfest: Diese Plattform von Wahoo bietet strukturierte Workouts mit einer ordentlichen Portion Humor und hoher Intensität. Videos, Musik und Storylines sorgen dafür, dass selbst die härtesten Intervalle wie im Flug vergehen.
4. So richtest du deinen Indoor-Cycling-Bereich ein
Sobald du dich für einen Trainer und eine Software entschieden hast, geht es an die Einrichtung deines Trainingsbereichs. Hier sind ein paar wichtige Punkte, die du beachten solltest:
Belüftung: Beim Indoor-Cycling kommt man extrem ins Schwitzen. Sorge also unbedingt für eine gute Belüftung oder besorge dir einen anständigen Ventilator.
Bodenschutz: Eine Matte unter deinem Trainer schützt den Boden vor Schweiß und dämpft zusätzlich die Vibrationen und Geräusche.
Schutz für dein Bike: Wenn dir der Lack und die Schrauben deines Fahrrads lieb sind, leg am besten ein Handtuch über deinen Lenker und den Rahmen. Schweiß ist extrem aggressiv und kann Korrosion verursachen.
Unterhaltung: Stelle dein Setup am besten vor einem Fernseher oder Computer auf, um die gewählte Plattform gut im Blick zu haben. Aber Achtung: Einer komplexen Serie zu folgen, kann bei einem harten VO2max-Workout verdammt schwierig werden!
Verpflegung & Handtücher: Halte Wasser und Handtücher immer in Griffweite bereit. Wir haben hier einen kompletten Guide darüber, was du beim Indoor-Cycling trinken und essen solltest.
5. Warum deine Leistung drinnen niedriger sein kann als draußen
Mit den obigen Tipps bist du bestens vorbereitet. Dennoch wundern sich viele RadfahrerInnen, warum sie drinnen nicht die gleichen Wattwerte erreichen wie auf der Straße. Das ist ein bekanntes Phänomen, dem meist verschiedene Ursachen oder eine Kombination aus mehreren Faktoren zugrunde liegen.

Unterschiedliche Leistungsmesser
Es ist wichtig zu wissen, dass nicht alle Leistungsmesser identisch messen. Es kann durchaus Abweichungen zwischen dem Powermeter an deinem Rad und den Messwerten deines Smart-Trainers geben. Kalibriere deine Leistungsmesser vor dem Training sorgfältig, um möglichst präzise Werte zu erhalten.
Temperaturschwankungen
Beim Indoor-Training steigt die Körpertemperatur schnell an, was deine Leistungsfähigkeit stark beeinflussen kann. Ohne den kühlenden Fahrtwind dehydriert der Körper viel schneller. Schon ein leichter Flüssigkeitsverlust von nur 1 % des Körpergewichts kann die Leistung bei einem bergigen Zeitfahren spürbar mindern. Sorge daher für reichlich Luftzirkulation und trinke regelmäßig während deines Workouts.
Statische Bewegungsabläufe
Ein weiterer entscheidender Faktor ist die starre Position auf dem Smart-Trainer. Draußen bewegt sich das Rad unter dir, wodurch verschiedene Muskelgruppen immer wieder dynamisch entlastet werden. Drinnen belastest du die Muskeln sehr viel statischer. Das kann schneller zu Ermüdung oder gar leichten Schmerzen führen – besonders im Wiegetritt. Hier kann eine sogenannte Rocker Plate (eine bewegliche Unterlage) Abhilfe schaffen, um ein natürlicheres Fahrgefühl zu simulieren.
Der mentale Aspekt
Der fehlende Fahrtwind und das ausbleibende Gefühl von echter Geschwindigkeit können auch mental eine echte Herausforderung sein. Ohne frische Luft und sich verändernde Landschaften erfordert das Training auf der Stelle ein hohes Maß an Selbstdisziplin. Manchmal kann es auch frustrierend sein, sich in einer virtuellen Gruppe gefühlt nur langsam vorwärtszubewegen. Stelle dich mental darauf ein und suche dir die passende Motivation, um das Beste aus dir herauszuholen.
Mit diesem Wissen im Gepäck bist du bereit, die virtuellen Anstiege auf Zwift zu bezwingen oder dein strukturiertes Training in der JOIN Cycling App auf deinem Tacx- oder Wahoo-Trainer zu absolvieren. Wofür du dich auch entscheidest: Ausreden für eine Trainingspause im Winter gibt es ab jetzt nicht mehr. Denn denk dran: Fortschritt ist das Ergebnis von Konsistenz!
5 Tipps für dein Indoor-Cycling-Training
Indoor-Cycling hat in den letzten Jahren einen regelrechten Boom erlebt. Es bietet RadfahrerInnen die Möglichkeit, unabhängig vom Wetter effektiv zu trainieren, und gibt Fitness-Fans eine praktische Option für schweißtreibende Workouts. Egal, ob du dich auf ein Rennen vorbereitest oder einfach nur in Form bleiben willst – wenn du die Grundlagen des Indoor-Cyclings verstehst, kannst du das Beste aus deinem Training herausholen.
1. Warum Indoor-Cycling so beliebt ist
Bevor wir uns mit Equipment und Software beschäftigen, lohnt sich ein Blick darauf, warum Indoor-Cycling so viele Menschen begeistert. Hier sind ein paar Gründe:
Konsistenz: Im Gegensatz zum Radfahren im Freien bist du drinnen völlig unabhängig von Regen, Schnee oder dichtem Verkehr.
Sicherheit: Es gibt kein Risiko von Unfällen mit Autos oder anderen unvorhersehbaren Gefahren im Straßenverkehr.
Strukturiertes Training: Drinnen zählt jeder einzelne Tritt in die Pedale. Diese kontrollierte Umgebung ist perfekt für gezielte, hochgradig effektive Trainingseinheiten.
Die Möglichkeit, den ERG-Modus zu nutzen. Das hat allerdings auch seine Nachteile. Alles darüber erklären wir dir in diesem Artikel.
2. Rollentrainer: Das Fundament deines Indoor-Trainings
Für das Indoor-Cycling brauchst du ein stationäres Setup – und genau hier kommen Rollentrainer ins Spiel. Hier ist eine Übersicht der gängigsten Typen:
Wind-/Magnet-/Flüssigkeitstrainer: Dies sind die einfachsten und günstigsten Modelle. Sie erzeugen den Widerstand über ein Windrad, ein magnetisches Schwungrad oder eine Flüssigkeitseinheit. Windtrainer können recht laut sein und bieten ein weniger realistisches Fahrgefühl. Magnet- und Flüssigkeitstrainer sind leiser und fühlen sich geschmeidiger an – fast wie auf der Straße.
Direct-Drive-Trainer (Direktantrieb): Das Nonplusultra unter den klassischen Trainern. Du nimmst das Hinterrad deines Fahrrads ab und spannst den Rahmen direkt in den Trainer ein. Sie bieten einen sehr präzisen Widerstand und sind deutlich leiser als die meisten anderen Varianten.
Smart-Trainer: Diese Trainer lassen sich mit Geräten und Apps koppeln und passen den Widerstand automatisch an virtuelle Strecken oder Trainingsprogramme an. Sie bieten das interaktivste und dynamischste Fahrerlebnis. Die meisten Direktantrieb-Trainer sind heutzutage gleichzeitig Smart-Trainer.

Wir empfehlen dir, dich für einen Smart-Trainer mit Direktantrieb zu entscheiden. Einen Zwift Hub bekommst du heute schon für weniger Geld als einen (High-End-)Helm. Aber auch Tacx (eine Garmin-Marke) und Wahoo bieten eine breite Palette an hervorragenden Modellen – von High-End bis hin zu budgetfreundlicheren Direktantrieb-Smart-Trainern.
Ebenfalls eine Überlegung wert ist ein dedizierter Smart-Bike-Heimtrainer. Damit sparst du dir das lästige Einspannen deines Outdoor-Bikes. Es ist quasi ein eigenständiges Trainingsgerät mit fest verbautem „Fahrrad“. Das Tacx Neobike, das Wattbike Atom oder das Wahoo Kickr Bike sind hier die absolute Spitzenklasse. Damit musst du dein Rad nie wieder mit nach drinnen nehmen – allerdings haben diese Geräte auch ihren Preis.
3. Software-Plattformen: Mehr Spaß auf der Rolle
Modernes Indoor-Cycling ist weit mehr als nur stumpfes Strampeln auf der Stelle. Software-Plattformen haben das Training revolutioniert, indem sie uns in virtuelle Welten entführen, strukturierte Workouts bieten und uns weltweit vernetzen. Hier sind einige der beliebtesten:

JOIN Workout Player: Natürlich kannst du die JOIN Cycling App auch direkt mit deinem Trainer verbinden. Das ist der schnellste und effizienteste Weg, um direkt loszulegen.
Zwift: Als eine der beliebtesten Plattformen bietet dir Zwift ein Online-Multiplayer-Erlebnis. Du kannst durch virtuelle Welten fahren, dich Gruppenfahrten oder Rennen anschließen und sogar strukturierten Trainingsplänen folgen. Die Software passt den Widerstand deines Smart-Trainers automatisch an das Gelände an.
TrainerRoad: Ganz auf strukturiertes Training ausgerichtet, bietet TrainerRoad wissenschaftlich fundierte Trainingspläne, mit denen RadfahrerInnen ihre spezifischen Fitnessziele erreichen können. Hier geht es weniger um virtuelle Welten, sondern ganz pragmatisch um hocheffiziente Workouts.
Rouvy: Rouvy setzt auf reale Strecken und nutzt Augmented Reality, damit du echte Straßen auf der ganzen Welt von zu Hause aus abfahren kannst. Perfekt für alle, die echte Landschaftsaufnahmen einer spielerischen Gaming-Grafik vorziehen.
SYSTEM/Sufferfest: Diese Plattform von Wahoo bietet strukturierte Workouts mit einer ordentlichen Portion Humor und hoher Intensität. Videos, Musik und Storylines sorgen dafür, dass selbst die härtesten Intervalle wie im Flug vergehen.
4. So richtest du deinen Indoor-Cycling-Bereich ein
Sobald du dich für einen Trainer und eine Software entschieden hast, geht es an die Einrichtung deines Trainingsbereichs. Hier sind ein paar wichtige Punkte, die du beachten solltest:
Belüftung: Beim Indoor-Cycling kommt man extrem ins Schwitzen. Sorge also unbedingt für eine gute Belüftung oder besorge dir einen anständigen Ventilator.
Bodenschutz: Eine Matte unter deinem Trainer schützt den Boden vor Schweiß und dämpft zusätzlich die Vibrationen und Geräusche.
Schutz für dein Bike: Wenn dir der Lack und die Schrauben deines Fahrrads lieb sind, leg am besten ein Handtuch über deinen Lenker und den Rahmen. Schweiß ist extrem aggressiv und kann Korrosion verursachen.
Unterhaltung: Stelle dein Setup am besten vor einem Fernseher oder Computer auf, um die gewählte Plattform gut im Blick zu haben. Aber Achtung: Einer komplexen Serie zu folgen, kann bei einem harten VO2max-Workout verdammt schwierig werden!
Verpflegung & Handtücher: Halte Wasser und Handtücher immer in Griffweite bereit. Wir haben hier einen kompletten Guide darüber, was du beim Indoor-Cycling trinken und essen solltest.
5. Warum deine Leistung drinnen niedriger sein kann als draußen
Mit den obigen Tipps bist du bestens vorbereitet. Dennoch wundern sich viele RadfahrerInnen, warum sie drinnen nicht die gleichen Wattwerte erreichen wie auf der Straße. Das ist ein bekanntes Phänomen, dem meist verschiedene Ursachen oder eine Kombination aus mehreren Faktoren zugrunde liegen.

Unterschiedliche Leistungsmesser
Es ist wichtig zu wissen, dass nicht alle Leistungsmesser identisch messen. Es kann durchaus Abweichungen zwischen dem Powermeter an deinem Rad und den Messwerten deines Smart-Trainers geben. Kalibriere deine Leistungsmesser vor dem Training sorgfältig, um möglichst präzise Werte zu erhalten.
Temperaturschwankungen
Beim Indoor-Training steigt die Körpertemperatur schnell an, was deine Leistungsfähigkeit stark beeinflussen kann. Ohne den kühlenden Fahrtwind dehydriert der Körper viel schneller. Schon ein leichter Flüssigkeitsverlust von nur 1 % des Körpergewichts kann die Leistung bei einem bergigen Zeitfahren spürbar mindern. Sorge daher für reichlich Luftzirkulation und trinke regelmäßig während deines Workouts.
Statische Bewegungsabläufe
Ein weiterer entscheidender Faktor ist die starre Position auf dem Smart-Trainer. Draußen bewegt sich das Rad unter dir, wodurch verschiedene Muskelgruppen immer wieder dynamisch entlastet werden. Drinnen belastest du die Muskeln sehr viel statischer. Das kann schneller zu Ermüdung oder gar leichten Schmerzen führen – besonders im Wiegetritt. Hier kann eine sogenannte Rocker Plate (eine bewegliche Unterlage) Abhilfe schaffen, um ein natürlicheres Fahrgefühl zu simulieren.
Der mentale Aspekt
Der fehlende Fahrtwind und das ausbleibende Gefühl von echter Geschwindigkeit können auch mental eine echte Herausforderung sein. Ohne frische Luft und sich verändernde Landschaften erfordert das Training auf der Stelle ein hohes Maß an Selbstdisziplin. Manchmal kann es auch frustrierend sein, sich in einer virtuellen Gruppe gefühlt nur langsam vorwärtszubewegen. Stelle dich mental darauf ein und suche dir die passende Motivation, um das Beste aus dir herauszuholen.
Mit diesem Wissen im Gepäck bist du bereit, die virtuellen Anstiege auf Zwift zu bezwingen oder dein strukturiertes Training in der JOIN Cycling App auf deinem Tacx- oder Wahoo-Trainer zu absolvieren. Wofür du dich auch entscheidest: Ausreden für eine Trainingspause im Winter gibt es ab jetzt nicht mehr. Denn denk dran: Fortschritt ist das Ergebnis von Konsistenz!
5 Tipps für dein Indoor-Cycling-Training
Indoor-Cycling hat in den letzten Jahren einen regelrechten Boom erlebt. Es bietet RadfahrerInnen die Möglichkeit, unabhängig vom Wetter effektiv zu trainieren, und gibt Fitness-Fans eine praktische Option für schweißtreibende Workouts. Egal, ob du dich auf ein Rennen vorbereitest oder einfach nur in Form bleiben willst – wenn du die Grundlagen des Indoor-Cyclings verstehst, kannst du das Beste aus deinem Training herausholen.
1. Warum Indoor-Cycling so beliebt ist
Bevor wir uns mit Equipment und Software beschäftigen, lohnt sich ein Blick darauf, warum Indoor-Cycling so viele Menschen begeistert. Hier sind ein paar Gründe:
Konsistenz: Im Gegensatz zum Radfahren im Freien bist du drinnen völlig unabhängig von Regen, Schnee oder dichtem Verkehr.
Sicherheit: Es gibt kein Risiko von Unfällen mit Autos oder anderen unvorhersehbaren Gefahren im Straßenverkehr.
Strukturiertes Training: Drinnen zählt jeder einzelne Tritt in die Pedale. Diese kontrollierte Umgebung ist perfekt für gezielte, hochgradig effektive Trainingseinheiten.
Die Möglichkeit, den ERG-Modus zu nutzen. Das hat allerdings auch seine Nachteile. Alles darüber erklären wir dir in diesem Artikel.
2. Rollentrainer: Das Fundament deines Indoor-Trainings
Für das Indoor-Cycling brauchst du ein stationäres Setup – und genau hier kommen Rollentrainer ins Spiel. Hier ist eine Übersicht der gängigsten Typen:
Wind-/Magnet-/Flüssigkeitstrainer: Dies sind die einfachsten und günstigsten Modelle. Sie erzeugen den Widerstand über ein Windrad, ein magnetisches Schwungrad oder eine Flüssigkeitseinheit. Windtrainer können recht laut sein und bieten ein weniger realistisches Fahrgefühl. Magnet- und Flüssigkeitstrainer sind leiser und fühlen sich geschmeidiger an – fast wie auf der Straße.
Direct-Drive-Trainer (Direktantrieb): Das Nonplusultra unter den klassischen Trainern. Du nimmst das Hinterrad deines Fahrrads ab und spannst den Rahmen direkt in den Trainer ein. Sie bieten einen sehr präzisen Widerstand und sind deutlich leiser als die meisten anderen Varianten.
Smart-Trainer: Diese Trainer lassen sich mit Geräten und Apps koppeln und passen den Widerstand automatisch an virtuelle Strecken oder Trainingsprogramme an. Sie bieten das interaktivste und dynamischste Fahrerlebnis. Die meisten Direktantrieb-Trainer sind heutzutage gleichzeitig Smart-Trainer.

Wir empfehlen dir, dich für einen Smart-Trainer mit Direktantrieb zu entscheiden. Einen Zwift Hub bekommst du heute schon für weniger Geld als einen (High-End-)Helm. Aber auch Tacx (eine Garmin-Marke) und Wahoo bieten eine breite Palette an hervorragenden Modellen – von High-End bis hin zu budgetfreundlicheren Direktantrieb-Smart-Trainern.
Ebenfalls eine Überlegung wert ist ein dedizierter Smart-Bike-Heimtrainer. Damit sparst du dir das lästige Einspannen deines Outdoor-Bikes. Es ist quasi ein eigenständiges Trainingsgerät mit fest verbautem „Fahrrad“. Das Tacx Neobike, das Wattbike Atom oder das Wahoo Kickr Bike sind hier die absolute Spitzenklasse. Damit musst du dein Rad nie wieder mit nach drinnen nehmen – allerdings haben diese Geräte auch ihren Preis.
3. Software-Plattformen: Mehr Spaß auf der Rolle
Modernes Indoor-Cycling ist weit mehr als nur stumpfes Strampeln auf der Stelle. Software-Plattformen haben das Training revolutioniert, indem sie uns in virtuelle Welten entführen, strukturierte Workouts bieten und uns weltweit vernetzen. Hier sind einige der beliebtesten:

JOIN Workout Player: Natürlich kannst du die JOIN Cycling App auch direkt mit deinem Trainer verbinden. Das ist der schnellste und effizienteste Weg, um direkt loszulegen.
Zwift: Als eine der beliebtesten Plattformen bietet dir Zwift ein Online-Multiplayer-Erlebnis. Du kannst durch virtuelle Welten fahren, dich Gruppenfahrten oder Rennen anschließen und sogar strukturierten Trainingsplänen folgen. Die Software passt den Widerstand deines Smart-Trainers automatisch an das Gelände an.
TrainerRoad: Ganz auf strukturiertes Training ausgerichtet, bietet TrainerRoad wissenschaftlich fundierte Trainingspläne, mit denen RadfahrerInnen ihre spezifischen Fitnessziele erreichen können. Hier geht es weniger um virtuelle Welten, sondern ganz pragmatisch um hocheffiziente Workouts.
Rouvy: Rouvy setzt auf reale Strecken und nutzt Augmented Reality, damit du echte Straßen auf der ganzen Welt von zu Hause aus abfahren kannst. Perfekt für alle, die echte Landschaftsaufnahmen einer spielerischen Gaming-Grafik vorziehen.
SYSTEM/Sufferfest: Diese Plattform von Wahoo bietet strukturierte Workouts mit einer ordentlichen Portion Humor und hoher Intensität. Videos, Musik und Storylines sorgen dafür, dass selbst die härtesten Intervalle wie im Flug vergehen.
4. So richtest du deinen Indoor-Cycling-Bereich ein
Sobald du dich für einen Trainer und eine Software entschieden hast, geht es an die Einrichtung deines Trainingsbereichs. Hier sind ein paar wichtige Punkte, die du beachten solltest:
Belüftung: Beim Indoor-Cycling kommt man extrem ins Schwitzen. Sorge also unbedingt für eine gute Belüftung oder besorge dir einen anständigen Ventilator.
Bodenschutz: Eine Matte unter deinem Trainer schützt den Boden vor Schweiß und dämpft zusätzlich die Vibrationen und Geräusche.
Schutz für dein Bike: Wenn dir der Lack und die Schrauben deines Fahrrads lieb sind, leg am besten ein Handtuch über deinen Lenker und den Rahmen. Schweiß ist extrem aggressiv und kann Korrosion verursachen.
Unterhaltung: Stelle dein Setup am besten vor einem Fernseher oder Computer auf, um die gewählte Plattform gut im Blick zu haben. Aber Achtung: Einer komplexen Serie zu folgen, kann bei einem harten VO2max-Workout verdammt schwierig werden!
Verpflegung & Handtücher: Halte Wasser und Handtücher immer in Griffweite bereit. Wir haben hier einen kompletten Guide darüber, was du beim Indoor-Cycling trinken und essen solltest.
5. Warum deine Leistung drinnen niedriger sein kann als draußen
Mit den obigen Tipps bist du bestens vorbereitet. Dennoch wundern sich viele RadfahrerInnen, warum sie drinnen nicht die gleichen Wattwerte erreichen wie auf der Straße. Das ist ein bekanntes Phänomen, dem meist verschiedene Ursachen oder eine Kombination aus mehreren Faktoren zugrunde liegen.

Unterschiedliche Leistungsmesser
Es ist wichtig zu wissen, dass nicht alle Leistungsmesser identisch messen. Es kann durchaus Abweichungen zwischen dem Powermeter an deinem Rad und den Messwerten deines Smart-Trainers geben. Kalibriere deine Leistungsmesser vor dem Training sorgfältig, um möglichst präzise Werte zu erhalten.
Temperaturschwankungen
Beim Indoor-Training steigt die Körpertemperatur schnell an, was deine Leistungsfähigkeit stark beeinflussen kann. Ohne den kühlenden Fahrtwind dehydriert der Körper viel schneller. Schon ein leichter Flüssigkeitsverlust von nur 1 % des Körpergewichts kann die Leistung bei einem bergigen Zeitfahren spürbar mindern. Sorge daher für reichlich Luftzirkulation und trinke regelmäßig während deines Workouts.
Statische Bewegungsabläufe
Ein weiterer entscheidender Faktor ist die starre Position auf dem Smart-Trainer. Draußen bewegt sich das Rad unter dir, wodurch verschiedene Muskelgruppen immer wieder dynamisch entlastet werden. Drinnen belastest du die Muskeln sehr viel statischer. Das kann schneller zu Ermüdung oder gar leichten Schmerzen führen – besonders im Wiegetritt. Hier kann eine sogenannte Rocker Plate (eine bewegliche Unterlage) Abhilfe schaffen, um ein natürlicheres Fahrgefühl zu simulieren.
Der mentale Aspekt
Der fehlende Fahrtwind und das ausbleibende Gefühl von echter Geschwindigkeit können auch mental eine echte Herausforderung sein. Ohne frische Luft und sich verändernde Landschaften erfordert das Training auf der Stelle ein hohes Maß an Selbstdisziplin. Manchmal kann es auch frustrierend sein, sich in einer virtuellen Gruppe gefühlt nur langsam vorwärtszubewegen. Stelle dich mental darauf ein und suche dir die passende Motivation, um das Beste aus dir herauszuholen.
Mit diesem Wissen im Gepäck bist du bereit, die virtuellen Anstiege auf Zwift zu bezwingen oder dein strukturiertes Training in der JOIN Cycling App auf deinem Tacx- oder Wahoo-Trainer zu absolvieren. Wofür du dich auch entscheidest: Ausreden für eine Trainingspause im Winter gibt es ab jetzt nicht mehr. Denn denk dran: Fortschritt ist das Ergebnis von Konsistenz!
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