Sprinttraining und deine Energiesysteme

Aug 1, 2023

Sprinttraining und deine Energiesysteme
Aug 1, 2023

Sprinttraining und deine Energiesysteme

Aug 1, 2023

Im Trainingslager im sonnigen Albufeira ging es für mich einmal mit der Koga-Formation zu einem harten Sprinttraining. Spitzenreiter und Mehrfachsieger Wim Stroetinga war zwar nicht dabei, dafür aber Robin Chaigneau und Johim Ariesen. Beide hatten in der Vergangenheit schon mehrfach bewiesen, dass sie verdammt schnelle Beine haben – umso mehr Grund also, diese starke Waffe perfektionieren zu wollen. Bei einem Sprint vor diesem Training knackte Robin nach 180 km bereits die 1800-Watt-Marke. Das Hinterrad musste danach ausgetauscht werden, die Erwartungen waren also riesig. Auf einer schönen, geraden Straße sprintete Wim Botman auf 53 km/h hoch, woraufhin Robin, Johim und ich auf einer leicht ansteigenden Straße über 300 Meter unsere Kräfte messen konnten.
Sprinttraining in Blöcken
Insgesamt wurden zwei Blöcke mit je vier Sprints absolviert. Es ist völlig normal, dass die Spitzenleistung des ersten Antritts nicht lange gehalten werden kann. Nach etwa fünf Sekunden stabilisiert sich die Geschwindigkeit und die Trittfrequenz sinkt, da das freie ATP, das um die Muskeln herum gespeichert ist, aufgebraucht ist. Für diese Form der Energiebereitstellung wird kein Sauerstoff benötigt und es entsteht auch kein Laktat. Deshalb nennt man diesen Weg auch anaerob-alaktizid. Leider dauert es auch eine ganze Weile, bis wieder nennenswerte Mengen an freiem ATP zur Verfügung stehen. Die im ersten Sprint erreichte Spitzenleistung wird daher in allen sieben folgenden Versuchen nicht mehr ganz erreicht.
Obwohl die Spitzenleistung im zweiten Block deutlich niedriger ist (1340 Watt vs. 1443 Watt), ist es spannend zu sehen, ob der Leistungsabfall geringer ausfällt. Dieser Sprint folgt auf eine 20-minütige Pause. Hier steht zwar wieder etwas freies ATP zur Verfügung, aber weniger als beim allerersten Sprint. Bei diesem Sprint liefert vor allem das anaerob-laktazide Energiesystem die nötige Power. Da es sich um den ersten Sprint nach einer Pause handelt, wurden die H+-Ionen aus den vorherigen Sprints bereits wieder durch Hydrogencarbonat abgepuffert. Der Effekt der Laktatakkumulation von Sprint zu Sprint ist also geringer, wodurch die hochintensive Belastung länger durchgehalten werden kann.
Energiesysteme
Trotz all der Theorie über die verschiedenen Energiesysteme, die beim Sprinten eine große Rolle spielen, wurde einmal mehr klar, wie wichtig ein hoher Anteil an schnell zuckenden Muskelfasern (Fast-Twitch-Fasern) ist. Schließlich können diese Fasern wie keine anderen auf diese Weise Energie bereitstellen. Johim zeigte direkt beim ersten Start, wie er der Konkurrenz einige Meter abnehmen konnte, während ich bewies, dass ich mich in einem langen Sprint ziemlich gut wieder herankämpfen kann. Doch trotz einer Höchstgeschwindigkeit von über 64 km/h reichte es nicht ganz für den Sieg – denn Sprinten ist am Ende viel mehr als nur Speed und Power. Explosivität und vor allem das Schalten im genau richtigen Moment sind entscheidend, wie sich heute einmal mehr gezeigt hat.
Im Trainingslager im sonnigen Albufeira ging es für mich einmal mit der Koga-Formation zu einem harten Sprinttraining. Spitzenreiter und Mehrfachsieger Wim Stroetinga war zwar nicht dabei, dafür aber Robin Chaigneau und Johim Ariesen. Beide hatten in der Vergangenheit schon mehrfach bewiesen, dass sie verdammt schnelle Beine haben – umso mehr Grund also, diese starke Waffe perfektionieren zu wollen. Bei einem Sprint vor diesem Training knackte Robin nach 180 km bereits die 1800-Watt-Marke. Das Hinterrad musste danach ausgetauscht werden, die Erwartungen waren also riesig. Auf einer schönen, geraden Straße sprintete Wim Botman auf 53 km/h hoch, woraufhin Robin, Johim und ich auf einer leicht ansteigenden Straße über 300 Meter unsere Kräfte messen konnten.
Sprinttraining in Blöcken
Insgesamt wurden zwei Blöcke mit je vier Sprints absolviert. Es ist völlig normal, dass die Spitzenleistung des ersten Antritts nicht lange gehalten werden kann. Nach etwa fünf Sekunden stabilisiert sich die Geschwindigkeit und die Trittfrequenz sinkt, da das freie ATP, das um die Muskeln herum gespeichert ist, aufgebraucht ist. Für diese Form der Energiebereitstellung wird kein Sauerstoff benötigt und es entsteht auch kein Laktat. Deshalb nennt man diesen Weg auch anaerob-alaktizid. Leider dauert es auch eine ganze Weile, bis wieder nennenswerte Mengen an freiem ATP zur Verfügung stehen. Die im ersten Sprint erreichte Spitzenleistung wird daher in allen sieben folgenden Versuchen nicht mehr ganz erreicht.
Obwohl die Spitzenleistung im zweiten Block deutlich niedriger ist (1340 Watt vs. 1443 Watt), ist es spannend zu sehen, ob der Leistungsabfall geringer ausfällt. Dieser Sprint folgt auf eine 20-minütige Pause. Hier steht zwar wieder etwas freies ATP zur Verfügung, aber weniger als beim allerersten Sprint. Bei diesem Sprint liefert vor allem das anaerob-laktazide Energiesystem die nötige Power. Da es sich um den ersten Sprint nach einer Pause handelt, wurden die H+-Ionen aus den vorherigen Sprints bereits wieder durch Hydrogencarbonat abgepuffert. Der Effekt der Laktatakkumulation von Sprint zu Sprint ist also geringer, wodurch die hochintensive Belastung länger durchgehalten werden kann.
Energiesysteme
Trotz all der Theorie über die verschiedenen Energiesysteme, die beim Sprinten eine große Rolle spielen, wurde einmal mehr klar, wie wichtig ein hoher Anteil an schnell zuckenden Muskelfasern (Fast-Twitch-Fasern) ist. Schließlich können diese Fasern wie keine anderen auf diese Weise Energie bereitstellen. Johim zeigte direkt beim ersten Start, wie er der Konkurrenz einige Meter abnehmen konnte, während ich bewies, dass ich mich in einem langen Sprint ziemlich gut wieder herankämpfen kann. Doch trotz einer Höchstgeschwindigkeit von über 64 km/h reichte es nicht ganz für den Sieg – denn Sprinten ist am Ende viel mehr als nur Speed und Power. Explosivität und vor allem das Schalten im genau richtigen Moment sind entscheidend, wie sich heute einmal mehr gezeigt hat.
Im Trainingslager im sonnigen Albufeira ging es für mich einmal mit der Koga-Formation zu einem harten Sprinttraining. Spitzenreiter und Mehrfachsieger Wim Stroetinga war zwar nicht dabei, dafür aber Robin Chaigneau und Johim Ariesen. Beide hatten in der Vergangenheit schon mehrfach bewiesen, dass sie verdammt schnelle Beine haben – umso mehr Grund also, diese starke Waffe perfektionieren zu wollen. Bei einem Sprint vor diesem Training knackte Robin nach 180 km bereits die 1800-Watt-Marke. Das Hinterrad musste danach ausgetauscht werden, die Erwartungen waren also riesig. Auf einer schönen, geraden Straße sprintete Wim Botman auf 53 km/h hoch, woraufhin Robin, Johim und ich auf einer leicht ansteigenden Straße über 300 Meter unsere Kräfte messen konnten.
Sprinttraining in Blöcken
Insgesamt wurden zwei Blöcke mit je vier Sprints absolviert. Es ist völlig normal, dass die Spitzenleistung des ersten Antritts nicht lange gehalten werden kann. Nach etwa fünf Sekunden stabilisiert sich die Geschwindigkeit und die Trittfrequenz sinkt, da das freie ATP, das um die Muskeln herum gespeichert ist, aufgebraucht ist. Für diese Form der Energiebereitstellung wird kein Sauerstoff benötigt und es entsteht auch kein Laktat. Deshalb nennt man diesen Weg auch anaerob-alaktizid. Leider dauert es auch eine ganze Weile, bis wieder nennenswerte Mengen an freiem ATP zur Verfügung stehen. Die im ersten Sprint erreichte Spitzenleistung wird daher in allen sieben folgenden Versuchen nicht mehr ganz erreicht.
Obwohl die Spitzenleistung im zweiten Block deutlich niedriger ist (1340 Watt vs. 1443 Watt), ist es spannend zu sehen, ob der Leistungsabfall geringer ausfällt. Dieser Sprint folgt auf eine 20-minütige Pause. Hier steht zwar wieder etwas freies ATP zur Verfügung, aber weniger als beim allerersten Sprint. Bei diesem Sprint liefert vor allem das anaerob-laktazide Energiesystem die nötige Power. Da es sich um den ersten Sprint nach einer Pause handelt, wurden die H+-Ionen aus den vorherigen Sprints bereits wieder durch Hydrogencarbonat abgepuffert. Der Effekt der Laktatakkumulation von Sprint zu Sprint ist also geringer, wodurch die hochintensive Belastung länger durchgehalten werden kann.
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Trotz all der Theorie über die verschiedenen Energiesysteme, die beim Sprinten eine große Rolle spielen, wurde einmal mehr klar, wie wichtig ein hoher Anteil an schnell zuckenden Muskelfasern (Fast-Twitch-Fasern) ist. Schließlich können diese Fasern wie keine anderen auf diese Weise Energie bereitstellen. Johim zeigte direkt beim ersten Start, wie er der Konkurrenz einige Meter abnehmen konnte, während ich bewies, dass ich mich in einem langen Sprint ziemlich gut wieder herankämpfen kann. Doch trotz einer Höchstgeschwindigkeit von über 64 km/h reichte es nicht ganz für den Sieg – denn Sprinten ist am Ende viel mehr als nur Speed und Power. Explosivität und vor allem das Schalten im genau richtigen Moment sind entscheidend, wie sich heute einmal mehr gezeigt hat.
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