Warum der Herbst womöglich die beste Zeit ist, um schneller zu werden

Sep 4, 2026

Warum der Herbst womöglich die beste Zeit ist, um schneller zu werden
Sep 4, 2026

Warum der Herbst womöglich die beste Zeit ist, um schneller zu werden

Sep 4, 2026

Der Herbst fühlt sich an, wie der Moment an dem die Radsaison langsam zu Ende geht. Die langen Sommertage werden kürzer, die Urlaubszeit ist vorbei und einige deiner größten Fahrten und Races des Jahres liegen vielleicht schon hinter dir. Aber wenn dein Ziel ist, schneller zu werden, kann der Herbst tatsächlich eine der besten Zeiten sein, um dich auf dein Training zu konzentrieren.
Oft startest du mit einer soliden Basis aus dem Sommer in den Herbst, während der Alltag wieder etwas vorhersehbarer wird. Dazu kommen kühlere Temperaturen und etwas mehr Struktur. Das ist eine starke Kombination, um Fortschritte zu machen.
Der Herbst fühlt sich an, wie der Moment an dem die Radsaison langsam zu Ende geht. Die langen Sommertage werden kürzer, die Urlaubszeit ist vorbei und einige deiner größten Fahrten und Races des Jahres liegen vielleicht schon hinter dir. Aber wenn dein Ziel ist, schneller zu werden, kann der Herbst tatsächlich eine der besten Zeiten sein, um dich auf dein Training zu konzentrieren.
Oft startest du mit einer soliden Basis aus dem Sommer in den Herbst, während der Alltag wieder etwas vorhersehbarer wird. Dazu kommen kühlere Temperaturen und etwas mehr Struktur. Das ist eine starke Kombination, um Fortschritte zu machen.
Der Herbst fühlt sich an, wie der Moment an dem die Radsaison langsam zu Ende geht. Die langen Sommertage werden kürzer, die Urlaubszeit ist vorbei und einige deiner größten Fahrten und Races des Jahres liegen vielleicht schon hinter dir. Aber wenn dein Ziel ist, schneller zu werden, kann der Herbst tatsächlich eine der besten Zeiten sein, um dich auf dein Training zu konzentrieren.
Oft startest du mit einer soliden Basis aus dem Sommer in den Herbst, während der Alltag wieder etwas vorhersehbarer wird. Dazu kommen kühlere Temperaturen und etwas mehr Struktur. Das ist eine starke Kombination, um Fortschritte zu machen.

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Zwei Wochen Pause kosten dich weniger, als du denkst
Wenn dein Sommer mit einem Urlaub, einer Verletzung oder einfach ein paar pausierten Wochen geendet hat, liegt der Gedanke nahe, dass deine Fitness weg ist. Keine Sorge, das ist sie definitiv nicht. In ihrer Arbeit zur Detrainingforschung fanden Iñigo Mujika und Sabino Padilla heraus, dass hochtrainierte Ausdauersportler innerhalb von vier Wochen ohne Training zwischen 4 und 14 Prozent ihrer VO2Max verlieren (Sports Medicine, 2000). Nach nur zwei Wochen liegt der Verlust am unteren Ende dieser Spanne. Und hier kommt der wichtige Punkt: Ein großer Teil dieses frühen Rückgangs hat gar nichts mit Muskelverlust zu tun, sondern mit dem Blut. Das Blutvolumen sinkt in den ersten Wochen um 5 bis 12 Prozent. Dadurch nimmt das Schlagvolumen ab und dein Herz kann weniger Sauerstoff transportieren. Als Folge steigt die Herzfrequenz bei submaximaler Belastung um 5 bis 10 Prozent. Genau deshalb kann sich ein lockeres Tempo nach einer Pause plötzlich deutlich härter anfühlen. Das Plasmavolumen kehrt am schnellsten zurück, meist innerhalb von ein bis zwei Wochen mit regelmäßigem Training.
Was du behältst, ist wichtiger als das, was du verlierst
Die Anpassungen, die du über Jahre aufgebaut hast, verändern sich in dieser Zeit kaum. Die Kapillarisierung der Muskulatur bleibt erhalten. In der klassischen Detrainingsstudie von Coyle und Kollegen war die Kapillardichte bei trainierten Radfahrern und Läufern selbst nach 84 Tagen ohne Training nicht zurückgegangen und lag weiterhin 50 Prozent über der von untrainierten Kontrollpersonen. Die Aktivität oxidativer Enzyme nimmt zwar ab, stabilisiert sich aber deutlich über dem Niveau von untrainierten Personen, anstatt vollständig zu verschwinden. Auch die Kraft bleibt bei bis zu vier Wochen ohne Training weitgehend erhalten. Wichtig dabei: Diese Zahlen stammen aus Studien mit hochtrainierten Athleten, die bereits viele Jahre Training hinter sich hatten. Die Trainingshistorie ist hier also eine entscheidende Variable.
Fitness, die über viele Saisonen aufgebaut wurde, ist deutlich widerstandsfähiger als Fitness, die erst über wenige Monate entstanden ist und bei der neu gewonnene Anpassungen fast vollständig verloren gehen können. Wenn du schon seit Jahren regelmäßig Rad fährst, ist der aerobe Motor, den du über den Sommer aufgebaut hast, immer noch da. Was du hauptsächlich verloren hast, ist die Feinabstimmung darüber und genau dieser Teil kommt am schnellsten zurück. Deshalb ist der Herbst eher ein Moment zum Wiederaufbauen als für einen kompletten Neustart. Und deshalb ist Konstanz die bessere Antwort als direkt in Woche eins einen Panikblock voller harter Intervalle einzuplanen.
Mehr Routine bedeutet mehr Konstanz
Der Sommer ist großartig zum Radfahren, aber nicht immer ideal, um einem Trainingsplan zu folgen. Reisen, Urlaub, soziale Pläne und spontane Fahrten können dafür sorgen, dass eine Woche völlig anders aussieht als die nächste. Das ist nicht unbedingt ein Problem, kann aber konstante Fortschritte schwieriger machen.
Im Herbst kehrt oft wieder mehr Routine in den Alltag zurück. Arbeitszeiten werden vorhersehbarer. Wochenenden lassen sich leichter planen. Du weißt besser, an welchen Tagen du trainieren kannst und wie viel Zeit dir tatsächlich zur Verfügung steht. Diese Konstanz zählt. Du brauchst keine perfekten Wochen, um besser zu werden. Du brauchst genug gute Wochen hintereinander. Drei oder vier gut geplante Einheiten pro Woche können deutlich effektiver sein als eine riesige Trainingswoche, gefolgt von mehreren unregelmäßigen Wochen.
Eine gute Zeit, um von Umfang auf Zielgerichtetheit umzuschalten
Der Sommer verleitet vor allem zu einer Sache: mehr fahren. Lange Tage und gutes Wetter machen es leicht, zusätzliche Stunden und Kilometer zu sammeln, was hervorragend für deine Ausdauer sein kann. Aber wenn der Herbst beginnt, ist mehr Umfang nicht immer das, was du am meisten brauchst. Jetzt ist ein guter Moment, dir eine andere Frage zu stellen: Was möchtest du eigentlich verbessern?
Wenn du deine FTP steigern möchtest, braucht dein Training vielleicht mehr gezielte Threshold-Arbeit. Wenn du auf langen Anstiegen stärker werden möchtest, können längere Tempo- und Threshold-Intervalle wichtiger werden. Wenn du bei Attacken und kurzen Anstiegen in einer schnellen Gruppe besser mithalten möchtest, verdient VO2Max-Training vielleicht mehr Aufmerksamkeit. Sobald dein Ziel klarer ist, kann jede Fahrt einen Zweck haben, statt einfach nur mehr Kilometer zu sammeln.
Kühleres Wetter kann dir helfen, qualitativ besser zu trainieren
Ein weiterer Vorteil des Herbstes sind die Temperaturen. Sommerhitze kann selbst eine normale Einheit deutlich härter machen. Deine Herzfrequenz steigt schneller, das subjektive Belastungsempfinden nimmt zu und lange oder intensive Workouts können zu einem Kampf gegen die Hitze werden.
Kühlere Bedingungen machen es oft leichter, qualitativ hochwertige Einheiten gut umzusetzen. Du kannst deine Zielintensität leichter halten, längere Intervalle absolvieren und dich zwischen Belastungen besser erholen, ohne dass die Hitze zusätzlichen Stress verursacht. Das Wetter selbst macht dich nicht fitter, aber es kann dir helfen, konsequenter hochwertig zu trainieren.
Verwechsle Müdigkeit nicht mit verlorener Fitness
Nach einem intensiven Sommer auf dem Rad trägst du vielleicht mehr Müdigkeit mit dir herum, als dir bewusst ist. Lange Fahrten, Events, Gruppenfahrten und Reisen erhöhen alle deine Trainingsbelastung. Wenn sich diese Müdigkeit aufstaut, fühlst du dich nicht immer so fit, wie du tatsächlich bist. Deine Beine können sich schwer anfühlen. Es kann schwieriger sein, Leistung zu produzieren. Die Motivation kann sinken. Ein Tempo, das sich normalerweise gut kontrollierbar anfühlt, wirkt plötzlich deutlich härter.
Die natürliche Reaktion ist oft, noch härter zu trainieren. Manchmal ist Erholung aber die bessere Entscheidung. Fitness entwickelt sich, wenn Trainingsbelastung von ausreichend Erholung gefolgt wird, damit sich dein Körper anpassen kann. Eine etwas ruhigere Phase kann dabei helfen, die Fitness sichtbar zu machen, die du bereits aufgebaut hast, anstatt dich zurückzuwerfen.
Du brauchst kein Race im Kalender
Im Herbst haben viele Radfahrer ihre wichtigsten Events des Jahres bereits hinter sich. Dadurch kann sich Training plötzlich weniger eindeutig anfühlen. Wenn kein Rennen ansteht, wofür trainierst du dann eigentlich? Die Antwort muss nicht kompliziert sein. Vielleicht möchtest du deine FTP verbessern. Vielleicht willst du dich auf Anstiegen stärker fühlen. Vielleicht möchtest du länger mit der schnelleren Gruppe mithalten können. Oder du möchtest einfach weiter Fortschritte machen, anstatt deine Sommerfitness langsam wieder zu verlieren. Ein klares Ziel reicht aus, um deinem Training eine Richtung zu geben. Du brauchst nicht immer eine Startlinie.
Versuche nicht, verpasstes Training nachzuholen
Der Herbst sollte keine Aufholsaison werden. Nach einem Urlaub oder ein paar unregelmäßigen Wochen ist es leicht, zurückzublicken und das Gefühl zu haben, verlorenes Training nachholen zu müssen. Das bedeutet oft zusätzliche Intervalle, noch eine harte Fahrt dazwischenzuschieben oder lockere Einheiten härter zu machen als geplant.
Aber Fitness funktioniert nicht wie eine unerledigte To-do-Liste. Du kannst verpasste Workouts nicht nachholen, indem du sie alle in die nächste Woche quetschst. Der bessere Ansatz ist, dort anzufangen, wo du jetzt stehst, und deine Konstanz wieder aufzubauen. Sobald der Rhythmus zurück ist, können die Fortschritte ganz natürlich folgen.
Mach aus deiner Sommerfitness den nächsten Schritt nach vorne
Der Herbst bietet dir eine hilfreiche Kombination: Fitness aus dem Sommer, mehr Routine, kühlere Temperaturen und die Möglichkeit, wieder mehr Struktur in dein Training zu bringen. Das Ziel ist nicht, plötzlich mehr zu machen. Es geht darum, das Training, das du ohnehin machst, gezielter zu gestalten.
Beginne mit der Zeit, die dir realistisch zur Verfügung steht. Entscheide, was du verbessern möchtest. Halte deine lockeren Einheiten locker, sorge dafür, dass deine harten Einheiten zählen, und plane genug Raum für Erholung ein. Mit JOIN passt sich dein Trainingsplan an deine Fitness, deine Ziele, deine Verfügbarkeit und deine absolvierten Aktivitäten an. So kann sich die Struktur mit deinen Wochen mitverändern.
Der Sommer mag zu Ende gehen, aber deine Fortschritte müssen es nicht. Der Herbst könnte genau der richtige Zeitpunkt sein, um die Fitness, die du bereits aufgebaut hast, weiter voran zu bringen.
Quellen:
Coyle, E. F., Martin, W. H. III, Sinacore, D. R., Joyner, M. J., Hagberg, J. M., & Holloszy, J. O. (1984). “Time course of loss of adaptations after stopping prolonged intense endurance training.” Journal of Applied Physiology, 57(6), 1857–1864. DOI: 10.1152/jappl.1984.57.6.1857.
Mujika, I., & Padilla, S. (2000). “Detraining: Loss of Training-Induced Physiological and Performance Adaptations. Part I: Short Term Insufficient Training Stimulus.” Sports Medicine, 30(2), 79–87. DOI: 10.2165/00007256-200030020-00002.
Zwei Wochen Pause kosten dich weniger, als du denkst
Wenn dein Sommer mit einem Urlaub, einer Verletzung oder einfach ein paar pausierten Wochen geendet hat, liegt der Gedanke nahe, dass deine Fitness weg ist. Keine Sorge, das ist sie definitiv nicht. In ihrer Arbeit zur Detrainingforschung fanden Iñigo Mujika und Sabino Padilla heraus, dass hochtrainierte Ausdauersportler innerhalb von vier Wochen ohne Training zwischen 4 und 14 Prozent ihrer VO2Max verlieren (Sports Medicine, 2000). Nach nur zwei Wochen liegt der Verlust am unteren Ende dieser Spanne. Und hier kommt der wichtige Punkt: Ein großer Teil dieses frühen Rückgangs hat gar nichts mit Muskelverlust zu tun, sondern mit dem Blut. Das Blutvolumen sinkt in den ersten Wochen um 5 bis 12 Prozent. Dadurch nimmt das Schlagvolumen ab und dein Herz kann weniger Sauerstoff transportieren. Als Folge steigt die Herzfrequenz bei submaximaler Belastung um 5 bis 10 Prozent. Genau deshalb kann sich ein lockeres Tempo nach einer Pause plötzlich deutlich härter anfühlen. Das Plasmavolumen kehrt am schnellsten zurück, meist innerhalb von ein bis zwei Wochen mit regelmäßigem Training.
Was du behältst, ist wichtiger als das, was du verlierst
Die Anpassungen, die du über Jahre aufgebaut hast, verändern sich in dieser Zeit kaum. Die Kapillarisierung der Muskulatur bleibt erhalten. In der klassischen Detrainingsstudie von Coyle und Kollegen war die Kapillardichte bei trainierten Radfahrern und Läufern selbst nach 84 Tagen ohne Training nicht zurückgegangen und lag weiterhin 50 Prozent über der von untrainierten Kontrollpersonen. Die Aktivität oxidativer Enzyme nimmt zwar ab, stabilisiert sich aber deutlich über dem Niveau von untrainierten Personen, anstatt vollständig zu verschwinden. Auch die Kraft bleibt bei bis zu vier Wochen ohne Training weitgehend erhalten. Wichtig dabei: Diese Zahlen stammen aus Studien mit hochtrainierten Athleten, die bereits viele Jahre Training hinter sich hatten. Die Trainingshistorie ist hier also eine entscheidende Variable.
Fitness, die über viele Saisonen aufgebaut wurde, ist deutlich widerstandsfähiger als Fitness, die erst über wenige Monate entstanden ist und bei der neu gewonnene Anpassungen fast vollständig verloren gehen können. Wenn du schon seit Jahren regelmäßig Rad fährst, ist der aerobe Motor, den du über den Sommer aufgebaut hast, immer noch da. Was du hauptsächlich verloren hast, ist die Feinabstimmung darüber und genau dieser Teil kommt am schnellsten zurück. Deshalb ist der Herbst eher ein Moment zum Wiederaufbauen als für einen kompletten Neustart. Und deshalb ist Konstanz die bessere Antwort als direkt in Woche eins einen Panikblock voller harter Intervalle einzuplanen.
Mehr Routine bedeutet mehr Konstanz
Der Sommer ist großartig zum Radfahren, aber nicht immer ideal, um einem Trainingsplan zu folgen. Reisen, Urlaub, soziale Pläne und spontane Fahrten können dafür sorgen, dass eine Woche völlig anders aussieht als die nächste. Das ist nicht unbedingt ein Problem, kann aber konstante Fortschritte schwieriger machen.
Im Herbst kehrt oft wieder mehr Routine in den Alltag zurück. Arbeitszeiten werden vorhersehbarer. Wochenenden lassen sich leichter planen. Du weißt besser, an welchen Tagen du trainieren kannst und wie viel Zeit dir tatsächlich zur Verfügung steht. Diese Konstanz zählt. Du brauchst keine perfekten Wochen, um besser zu werden. Du brauchst genug gute Wochen hintereinander. Drei oder vier gut geplante Einheiten pro Woche können deutlich effektiver sein als eine riesige Trainingswoche, gefolgt von mehreren unregelmäßigen Wochen.
Eine gute Zeit, um von Umfang auf Zielgerichtetheit umzuschalten
Der Sommer verleitet vor allem zu einer Sache: mehr fahren. Lange Tage und gutes Wetter machen es leicht, zusätzliche Stunden und Kilometer zu sammeln, was hervorragend für deine Ausdauer sein kann. Aber wenn der Herbst beginnt, ist mehr Umfang nicht immer das, was du am meisten brauchst. Jetzt ist ein guter Moment, dir eine andere Frage zu stellen: Was möchtest du eigentlich verbessern?
Wenn du deine FTP steigern möchtest, braucht dein Training vielleicht mehr gezielte Threshold-Arbeit. Wenn du auf langen Anstiegen stärker werden möchtest, können längere Tempo- und Threshold-Intervalle wichtiger werden. Wenn du bei Attacken und kurzen Anstiegen in einer schnellen Gruppe besser mithalten möchtest, verdient VO2Max-Training vielleicht mehr Aufmerksamkeit. Sobald dein Ziel klarer ist, kann jede Fahrt einen Zweck haben, statt einfach nur mehr Kilometer zu sammeln.
Kühleres Wetter kann dir helfen, qualitativ besser zu trainieren
Ein weiterer Vorteil des Herbstes sind die Temperaturen. Sommerhitze kann selbst eine normale Einheit deutlich härter machen. Deine Herzfrequenz steigt schneller, das subjektive Belastungsempfinden nimmt zu und lange oder intensive Workouts können zu einem Kampf gegen die Hitze werden.
Kühlere Bedingungen machen es oft leichter, qualitativ hochwertige Einheiten gut umzusetzen. Du kannst deine Zielintensität leichter halten, längere Intervalle absolvieren und dich zwischen Belastungen besser erholen, ohne dass die Hitze zusätzlichen Stress verursacht. Das Wetter selbst macht dich nicht fitter, aber es kann dir helfen, konsequenter hochwertig zu trainieren.
Verwechsle Müdigkeit nicht mit verlorener Fitness
Nach einem intensiven Sommer auf dem Rad trägst du vielleicht mehr Müdigkeit mit dir herum, als dir bewusst ist. Lange Fahrten, Events, Gruppenfahrten und Reisen erhöhen alle deine Trainingsbelastung. Wenn sich diese Müdigkeit aufstaut, fühlst du dich nicht immer so fit, wie du tatsächlich bist. Deine Beine können sich schwer anfühlen. Es kann schwieriger sein, Leistung zu produzieren. Die Motivation kann sinken. Ein Tempo, das sich normalerweise gut kontrollierbar anfühlt, wirkt plötzlich deutlich härter.
Die natürliche Reaktion ist oft, noch härter zu trainieren. Manchmal ist Erholung aber die bessere Entscheidung. Fitness entwickelt sich, wenn Trainingsbelastung von ausreichend Erholung gefolgt wird, damit sich dein Körper anpassen kann. Eine etwas ruhigere Phase kann dabei helfen, die Fitness sichtbar zu machen, die du bereits aufgebaut hast, anstatt dich zurückzuwerfen.
Du brauchst kein Race im Kalender
Im Herbst haben viele Radfahrer ihre wichtigsten Events des Jahres bereits hinter sich. Dadurch kann sich Training plötzlich weniger eindeutig anfühlen. Wenn kein Rennen ansteht, wofür trainierst du dann eigentlich? Die Antwort muss nicht kompliziert sein. Vielleicht möchtest du deine FTP verbessern. Vielleicht willst du dich auf Anstiegen stärker fühlen. Vielleicht möchtest du länger mit der schnelleren Gruppe mithalten können. Oder du möchtest einfach weiter Fortschritte machen, anstatt deine Sommerfitness langsam wieder zu verlieren. Ein klares Ziel reicht aus, um deinem Training eine Richtung zu geben. Du brauchst nicht immer eine Startlinie.
Versuche nicht, verpasstes Training nachzuholen
Der Herbst sollte keine Aufholsaison werden. Nach einem Urlaub oder ein paar unregelmäßigen Wochen ist es leicht, zurückzublicken und das Gefühl zu haben, verlorenes Training nachholen zu müssen. Das bedeutet oft zusätzliche Intervalle, noch eine harte Fahrt dazwischenzuschieben oder lockere Einheiten härter zu machen als geplant.
Aber Fitness funktioniert nicht wie eine unerledigte To-do-Liste. Du kannst verpasste Workouts nicht nachholen, indem du sie alle in die nächste Woche quetschst. Der bessere Ansatz ist, dort anzufangen, wo du jetzt stehst, und deine Konstanz wieder aufzubauen. Sobald der Rhythmus zurück ist, können die Fortschritte ganz natürlich folgen.
Mach aus deiner Sommerfitness den nächsten Schritt nach vorne
Der Herbst bietet dir eine hilfreiche Kombination: Fitness aus dem Sommer, mehr Routine, kühlere Temperaturen und die Möglichkeit, wieder mehr Struktur in dein Training zu bringen. Das Ziel ist nicht, plötzlich mehr zu machen. Es geht darum, das Training, das du ohnehin machst, gezielter zu gestalten.
Beginne mit der Zeit, die dir realistisch zur Verfügung steht. Entscheide, was du verbessern möchtest. Halte deine lockeren Einheiten locker, sorge dafür, dass deine harten Einheiten zählen, und plane genug Raum für Erholung ein. Mit JOIN passt sich dein Trainingsplan an deine Fitness, deine Ziele, deine Verfügbarkeit und deine absolvierten Aktivitäten an. So kann sich die Struktur mit deinen Wochen mitverändern.
Der Sommer mag zu Ende gehen, aber deine Fortschritte müssen es nicht. Der Herbst könnte genau der richtige Zeitpunkt sein, um die Fitness, die du bereits aufgebaut hast, weiter voran zu bringen.
Quellen:
Coyle, E. F., Martin, W. H. III, Sinacore, D. R., Joyner, M. J., Hagberg, J. M., & Holloszy, J. O. (1984). “Time course of loss of adaptations after stopping prolonged intense endurance training.” Journal of Applied Physiology, 57(6), 1857–1864. DOI: 10.1152/jappl.1984.57.6.1857.
Mujika, I., & Padilla, S. (2000). “Detraining: Loss of Training-Induced Physiological and Performance Adaptations. Part I: Short Term Insufficient Training Stimulus.” Sports Medicine, 30(2), 79–87. DOI: 10.2165/00007256-200030020-00002.
Zwei Wochen Pause kosten dich weniger, als du denkst
Wenn dein Sommer mit einem Urlaub, einer Verletzung oder einfach ein paar pausierten Wochen geendet hat, liegt der Gedanke nahe, dass deine Fitness weg ist. Keine Sorge, das ist sie definitiv nicht. In ihrer Arbeit zur Detrainingforschung fanden Iñigo Mujika und Sabino Padilla heraus, dass hochtrainierte Ausdauersportler innerhalb von vier Wochen ohne Training zwischen 4 und 14 Prozent ihrer VO2Max verlieren (Sports Medicine, 2000). Nach nur zwei Wochen liegt der Verlust am unteren Ende dieser Spanne. Und hier kommt der wichtige Punkt: Ein großer Teil dieses frühen Rückgangs hat gar nichts mit Muskelverlust zu tun, sondern mit dem Blut. Das Blutvolumen sinkt in den ersten Wochen um 5 bis 12 Prozent. Dadurch nimmt das Schlagvolumen ab und dein Herz kann weniger Sauerstoff transportieren. Als Folge steigt die Herzfrequenz bei submaximaler Belastung um 5 bis 10 Prozent. Genau deshalb kann sich ein lockeres Tempo nach einer Pause plötzlich deutlich härter anfühlen. Das Plasmavolumen kehrt am schnellsten zurück, meist innerhalb von ein bis zwei Wochen mit regelmäßigem Training.
Was du behältst, ist wichtiger als das, was du verlierst
Die Anpassungen, die du über Jahre aufgebaut hast, verändern sich in dieser Zeit kaum. Die Kapillarisierung der Muskulatur bleibt erhalten. In der klassischen Detrainingsstudie von Coyle und Kollegen war die Kapillardichte bei trainierten Radfahrern und Läufern selbst nach 84 Tagen ohne Training nicht zurückgegangen und lag weiterhin 50 Prozent über der von untrainierten Kontrollpersonen. Die Aktivität oxidativer Enzyme nimmt zwar ab, stabilisiert sich aber deutlich über dem Niveau von untrainierten Personen, anstatt vollständig zu verschwinden. Auch die Kraft bleibt bei bis zu vier Wochen ohne Training weitgehend erhalten. Wichtig dabei: Diese Zahlen stammen aus Studien mit hochtrainierten Athleten, die bereits viele Jahre Training hinter sich hatten. Die Trainingshistorie ist hier also eine entscheidende Variable.
Fitness, die über viele Saisonen aufgebaut wurde, ist deutlich widerstandsfähiger als Fitness, die erst über wenige Monate entstanden ist und bei der neu gewonnene Anpassungen fast vollständig verloren gehen können. Wenn du schon seit Jahren regelmäßig Rad fährst, ist der aerobe Motor, den du über den Sommer aufgebaut hast, immer noch da. Was du hauptsächlich verloren hast, ist die Feinabstimmung darüber und genau dieser Teil kommt am schnellsten zurück. Deshalb ist der Herbst eher ein Moment zum Wiederaufbauen als für einen kompletten Neustart. Und deshalb ist Konstanz die bessere Antwort als direkt in Woche eins einen Panikblock voller harter Intervalle einzuplanen.
Mehr Routine bedeutet mehr Konstanz
Der Sommer ist großartig zum Radfahren, aber nicht immer ideal, um einem Trainingsplan zu folgen. Reisen, Urlaub, soziale Pläne und spontane Fahrten können dafür sorgen, dass eine Woche völlig anders aussieht als die nächste. Das ist nicht unbedingt ein Problem, kann aber konstante Fortschritte schwieriger machen.
Im Herbst kehrt oft wieder mehr Routine in den Alltag zurück. Arbeitszeiten werden vorhersehbarer. Wochenenden lassen sich leichter planen. Du weißt besser, an welchen Tagen du trainieren kannst und wie viel Zeit dir tatsächlich zur Verfügung steht. Diese Konstanz zählt. Du brauchst keine perfekten Wochen, um besser zu werden. Du brauchst genug gute Wochen hintereinander. Drei oder vier gut geplante Einheiten pro Woche können deutlich effektiver sein als eine riesige Trainingswoche, gefolgt von mehreren unregelmäßigen Wochen.
Eine gute Zeit, um von Umfang auf Zielgerichtetheit umzuschalten
Der Sommer verleitet vor allem zu einer Sache: mehr fahren. Lange Tage und gutes Wetter machen es leicht, zusätzliche Stunden und Kilometer zu sammeln, was hervorragend für deine Ausdauer sein kann. Aber wenn der Herbst beginnt, ist mehr Umfang nicht immer das, was du am meisten brauchst. Jetzt ist ein guter Moment, dir eine andere Frage zu stellen: Was möchtest du eigentlich verbessern?
Wenn du deine FTP steigern möchtest, braucht dein Training vielleicht mehr gezielte Threshold-Arbeit. Wenn du auf langen Anstiegen stärker werden möchtest, können längere Tempo- und Threshold-Intervalle wichtiger werden. Wenn du bei Attacken und kurzen Anstiegen in einer schnellen Gruppe besser mithalten möchtest, verdient VO2Max-Training vielleicht mehr Aufmerksamkeit. Sobald dein Ziel klarer ist, kann jede Fahrt einen Zweck haben, statt einfach nur mehr Kilometer zu sammeln.
Kühleres Wetter kann dir helfen, qualitativ besser zu trainieren
Ein weiterer Vorteil des Herbstes sind die Temperaturen. Sommerhitze kann selbst eine normale Einheit deutlich härter machen. Deine Herzfrequenz steigt schneller, das subjektive Belastungsempfinden nimmt zu und lange oder intensive Workouts können zu einem Kampf gegen die Hitze werden.
Kühlere Bedingungen machen es oft leichter, qualitativ hochwertige Einheiten gut umzusetzen. Du kannst deine Zielintensität leichter halten, längere Intervalle absolvieren und dich zwischen Belastungen besser erholen, ohne dass die Hitze zusätzlichen Stress verursacht. Das Wetter selbst macht dich nicht fitter, aber es kann dir helfen, konsequenter hochwertig zu trainieren.
Verwechsle Müdigkeit nicht mit verlorener Fitness
Nach einem intensiven Sommer auf dem Rad trägst du vielleicht mehr Müdigkeit mit dir herum, als dir bewusst ist. Lange Fahrten, Events, Gruppenfahrten und Reisen erhöhen alle deine Trainingsbelastung. Wenn sich diese Müdigkeit aufstaut, fühlst du dich nicht immer so fit, wie du tatsächlich bist. Deine Beine können sich schwer anfühlen. Es kann schwieriger sein, Leistung zu produzieren. Die Motivation kann sinken. Ein Tempo, das sich normalerweise gut kontrollierbar anfühlt, wirkt plötzlich deutlich härter.
Die natürliche Reaktion ist oft, noch härter zu trainieren. Manchmal ist Erholung aber die bessere Entscheidung. Fitness entwickelt sich, wenn Trainingsbelastung von ausreichend Erholung gefolgt wird, damit sich dein Körper anpassen kann. Eine etwas ruhigere Phase kann dabei helfen, die Fitness sichtbar zu machen, die du bereits aufgebaut hast, anstatt dich zurückzuwerfen.
Du brauchst kein Race im Kalender
Im Herbst haben viele Radfahrer ihre wichtigsten Events des Jahres bereits hinter sich. Dadurch kann sich Training plötzlich weniger eindeutig anfühlen. Wenn kein Rennen ansteht, wofür trainierst du dann eigentlich? Die Antwort muss nicht kompliziert sein. Vielleicht möchtest du deine FTP verbessern. Vielleicht willst du dich auf Anstiegen stärker fühlen. Vielleicht möchtest du länger mit der schnelleren Gruppe mithalten können. Oder du möchtest einfach weiter Fortschritte machen, anstatt deine Sommerfitness langsam wieder zu verlieren. Ein klares Ziel reicht aus, um deinem Training eine Richtung zu geben. Du brauchst nicht immer eine Startlinie.
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Aber Fitness funktioniert nicht wie eine unerledigte To-do-Liste. Du kannst verpasste Workouts nicht nachholen, indem du sie alle in die nächste Woche quetschst. Der bessere Ansatz ist, dort anzufangen, wo du jetzt stehst, und deine Konstanz wieder aufzubauen. Sobald der Rhythmus zurück ist, können die Fortschritte ganz natürlich folgen.
Mach aus deiner Sommerfitness den nächsten Schritt nach vorne
Der Herbst bietet dir eine hilfreiche Kombination: Fitness aus dem Sommer, mehr Routine, kühlere Temperaturen und die Möglichkeit, wieder mehr Struktur in dein Training zu bringen. Das Ziel ist nicht, plötzlich mehr zu machen. Es geht darum, das Training, das du ohnehin machst, gezielter zu gestalten.
Beginne mit der Zeit, die dir realistisch zur Verfügung steht. Entscheide, was du verbessern möchtest. Halte deine lockeren Einheiten locker, sorge dafür, dass deine harten Einheiten zählen, und plane genug Raum für Erholung ein. Mit JOIN passt sich dein Trainingsplan an deine Fitness, deine Ziele, deine Verfügbarkeit und deine absolvierten Aktivitäten an. So kann sich die Struktur mit deinen Wochen mitverändern.
Der Sommer mag zu Ende gehen, aber deine Fortschritte müssen es nicht. Der Herbst könnte genau der richtige Zeitpunkt sein, um die Fitness, die du bereits aufgebaut hast, weiter voran zu bringen.
Quellen:
Coyle, E. F., Martin, W. H. III, Sinacore, D. R., Joyner, M. J., Hagberg, J. M., & Holloszy, J. O. (1984). “Time course of loss of adaptations after stopping prolonged intense endurance training.” Journal of Applied Physiology, 57(6), 1857–1864. DOI: 10.1152/jappl.1984.57.6.1857.
Mujika, I., & Padilla, S. (2000). “Detraining: Loss of Training-Induced Physiological and Performance Adaptations. Part I: Short Term Insufficient Training Stimulus.” Sports Medicine, 30(2), 79–87. DOI: 10.2165/00007256-200030020-00002.
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