Auf dem Weg zum größten Rennen meines Lebens: Unbound

Auf dem Weg zum größten Rennen meines Lebens: Unbound

Feb 15, 2023

Auf dem Weg zum größten Rennen meines Lebens: Unbound

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Feb 15, 2023

Auf dem Weg zum größten Rennen meines Lebens: Unbound

Auf dem Weg zum größten Rennen meines Lebens: Unbound

Feb 15, 2023

Garmin Unbound Gravel: Für die meisten begeisterten Gravel-LiebhaberInnen ist dies der absolute Gipfel des Gravel-Rennsports. Natürlich hat die UCI inzwischen einen offiziellen Weltcup, aber viele Fans werden die SiegerInnen von Unbound immer als die wahren Champions ansehen. Das kann ich gut nachvollziehen. Die Geschichte von Unbound ist einfach verdammt schwer zu toppen. Ich habe nichts gegen die UCI, aber nach der Premiere des Gravel-Weltcups gibt es für sie noch einiges zu tun. Hoffentlich liefern sie ab. Aber in diesem Artikel geht es nicht um die UCI, sondern um Unbound und darum, wie ich mich bei der Ausgabe 2023 zum ersten Mal ins kalte Wasser stürzen werde.

Geschrieben von: Pascal KwaksWie so viele wäre ich natürlich auch gerne Radprofi geworden, aber leider habe ich meine Liebe zum Radsport erst im Alter von 31 Jahren entdeckt. Aber hey, ich kann ja trotzdem mal schauen, was ich so erreichen kann, oder?

Wie bin ich an diesen Punkt gekommen?

Irgendwann im Jahr 2020 las ich einen Artikel über ein Rennen, das umbenannt wurde, weil der Name der Veranstaltung für den indigenen Stamm der Region beleidigend war. Dieses Rennen hieß Dirty Kanza, was heute Unbound Gravel ist. Aufgrund dieses Artikels fing ich an, mich näher mit dem Event zu beschäftigen, und erfuhr, dass es sich um ein 200-Meilen-Gravel-Rennen mitten im Nirgendwo handelt. Wer um alles in der Welt fährt an einem einzigen Tag 200 Meilen mit dem Fahrrad!? Damals ahnte ich noch nicht, dass ich das am Ende selbst sein würde.

Ein Jahr später beschloss ich schließlich, es selbst zu versuchen, nachdem ich gesehen hatte, wie der ehemalige World-Tour-Fahrer und JOIN-User Laurens ten Dam den 2. Platz belegte, nachdem er sich im Sprintfinish Ian Boswell geschlagen geben musste. Die Vorstellung eines Massenstartfeldes, bei dem sich ein Normalsterblicher wie ich anstellen und mit diesen Jungs mitfahren kann, war einfach zu verlockend.

Eine der größten Hürden für mich war es, einen Startplatz für das Event zu ergattern. Aufgrund der großen Beliebtheit und der begrenzten Anzahl an Plätzen gibt es eine Verlosung. Da ich nichts dem Zufall überlassen wollte, habe ich mich nach anderen Optionen umgesehen. Wenn du 10 Stunden ehrenamtliche Arbeit leistest, bekommst du einen garantierten Startplatz für das Event im nächsten Jahr. Das Problem dabei ist, dass ich in den Niederlanden lebe. Ich hatte schon lange im Voraus ein Hotel gebucht und fragte den Besitzer, ob er jemanden kennt, der mir helfen könnte. Er bot mir sofort an, diese 10 Stunden Arbeit für mich zu übernehmen, und sagte mir, dass er dafür keine Gegenleistung wolle. Ich war von seiner Großzügigkeit völlig überwältigt. Ich kann dir versprechen, dass ich ihm ein schönes Geschenk machen werde, wenn ich ihn im Mai sehe!

Nachdem diese herzensgute Person die Stunden geleistet hatte, dauerte es etwa 6 Monate, bis mich die Organisatoren des Rennens kontaktierten:

 

Unbound - Pascal Kwaks - JOIN Cycling

 

Nach der Anmeldung holte mich die Realität ein und ich wurde langsam nervös. Ich fahre ein 200-Meilen-Radrennen!

Wie ich für Garmin Unbound Gravel trainiere

Jetzt, wo ich dabei bin, muss ich natürlich bestens vorbereitet an den Start gehen. Ich will nicht nur ins Ziel kommen, sondern das bestmögliche Ergebnis erzielen. Bis jetzt habe ich zwar schon einige Rennen bestritten, aber die meisten davon lagen im Bereich von 100 km, nicht bei sage und schreibe 320 km. Die weiteste Strecke, die ich je gefahren bin, sind 160 km. Ich traue mir zwar zu, die Unbound-Distanz schon jetzt zu schaffen, aber was ist am Ende des Rennens noch von mir übrig?

Natürlich nutze ich die JOIN Cycling App als mein wichtigstes Trainingstool. Ich habe einfach nicht das Wissen, um mir selbst einen guten Trainingsplan auszuarbeiten, und ich habe auch nicht den Ehrgeiz dazu. Das Coole an der App ist, dass du ein Event auswählen kannst, für das du trainieren möchtest, und die App generiert automatisch den optimalen Trainingsplan für dich, wobei dein Hauptziel berücksichtigt wird. In der App kann ich mein Ziel zum Beispiel so ändern, dass ich mich auf das Amstel Gold Race, das Marmotte, Unbound Gravel oder eine RTF vorbereite:

Schön ist auch, dass die App dir für jedes Event einen empfohlenen JOIN-Score anzeigt. Da das Unbound so hart ist, liegt der empfohlene Wert bei 40-50. Wow, das ist hoch! Wenn dein Wert unter der Empfehlung liegt, ist es zwar immer noch möglich, das Event zu beenden, aber es könnte sein, dass es für dich nicht ganz so viel Spaß macht.

Meinen JOIN-Score pushen

Um meinen JOIN-Score in die Höhe zu treiben, versuche ich also, neben meinem Job so viele Stunden wie möglich auf dem Rad zu verbringen. In einer typischen Woche stelle ich meine Verfügbarkeit an Wochentagen auf 2 Stunden und für das Wochenende auf das Maximum von 6 Stunden ein. JOIN nutzt zwar nicht immer alle verfügbaren Stunden, aber es kann trotzdem zu 15-stündigen Trainingswochen führen.

Ich halte es für extrem wichtig, einige lange Fahrten einzuplanen, denn am Ende musst du deinen Körper und deinen Geist darauf vorbereiten, so lange im Sattel zu sitzen. Im Moment liegen die längsten Einheiten, die JOIN mir vorgibt, bei 5 Stunden. Je näher das Event rückt, desto eher werde ich wohl einige Fahrten von mehr als 6 Stunden ausprobieren, um zu sehen, wie sich das anfühlt, und auch um meine Verpflegungsstrategie zu testen. Dazu später mehr. Das Gute ist, dass mir die App die nötige Flexibilität bietet. Wenn ich mal etwas anderes mache, als die App an diesem Tag für mich geplant hat, tippe ich einfach auf den Button, der mich fragt, ob ich etwas anderes gemacht habe.

Was ich auch für wichtig halte, was aber oft zu kurz kommt, ist, das Training abwechslungsreich und unterhaltsam zu gestalten. Das mache ich, indem ich die Dinge mische und manchmal Neues ausprobiere. An manchen Tagen bin ich auf der Straße unterwegs, an anderen auf Gravel- oder sogar MTB-Trails. Außerdem bin ich gerade einem neuen Club beigetreten: BEAT Cycling. Das Coole an den Jungs und Mädels ist, dass sie verschiedene Abteilungen für jede Disziplin haben. Direkt nach meinem Beitritt bin ich in die Offroad-Sparte eingetreten und war sofort motiviert von all den coolen Events, die sie veranstalten. Letzte Woche habe ich zum Beispiel an einem Beachrace-Workshop teilgenommen, der von einem ihrer Profis geleitet wurde: Thijs Zonneveld. Ein weiterer Bonus dabei ist, dass ich so aus meiner Komfortzone herausgeholt werde. Könnte für Unbound auch ganz nützlich sein, oder?

Ach übrigens: Für die NiederländerInnen und alle, die in den Niederlanden leben, könnte es interessant sein, sich BEAT Cycling mal anzuschauen, da sie eine Partnerschaft mit JOIN haben. Vielleicht springt ja ein ganz netter Rabatt für dich heraus!

Mein Bike-Setup für ein 200-Meilen-Gravel-Rennen

Deine Ausrüstung ist wohl von gleicher Bedeutung. Wenn du das falsche Werkzeug für den Job dabei hast, kann das Rennen schneller vorbei sein, als dir lieb ist. Und ich war noch nie so unschlüssig wie bei der Frage, was ich am Renntag alles mitnehmen soll. Ich muss meine Meinung über die Reifen schon mehr als 10 Mal geändert haben. Hier ist also meine aktuelle Auswahl, bis ich es mir wieder anders überlege:

Rahmen

Ich werde ein Storm Moana fahren. Ursprünglich war dieses Rad für Beachracing gedacht, aber nachdem ich bei einigen Gravel-Rennen gesehen habe, was es kann, habe ich mich entschlossen, mir auch eines zuzulegen. Ich habe meines gebraucht gekauft, daher weiß ich nicht viel über seine Vorgeschichte. Letzte Woche habe ich beim Beachracing-Workshop jemanden mit demselben Rad getroffen, der mir erzählte, dass es sich um das Modell 2017 handelt.

Der Hauptgrund für dieses Rad ist die riesige Reifenfreiheit. Ich kann 2.40er MTB-Reifen aufziehen und habe immer noch Platz für mehr. Vielleicht ein paar Traktorreifen? Da ich mich selbst nicht für den technisch versiertesten Fahrer halte, helfen Reifen mit großem Volumen enorm, mein Selbstvertrauen zu stärken. In manchen Jahren ist es beim Unbound extrem schlammig. All dieser Schlamm kann zu ernsthaften mechanischen Problemen führen. Eine große Reifenfreiheit hilft, diese Risiken zu minimieren.

Ich bin auch ein großer Fan des Fahrverhaltens dieses Rads. Meiner Meinung nach ist es nicht so nervös wie einige der anderen Räder, die ich gefahren bin: Es will einfach nur geradeaus laufen.

Reifen

Oh ja: die große Reifendebatte! Ich habe mich für einen Satz Continental Race King Protection 29er 2.20 MTB-Reifen entschieden. Ich werde jetzt nicht alle meine bisherigen Reifenüberlegungen durchgehen, aber ich glaube, dass diese Reifen die besten Allround-Eigenschaften haben. Ich habe bicyclerollingresistance.com als Quelle genutzt, um alle meine Optionen zu vergleichen. Bei einem Rennen wie Unbound willst du die perfekte Balance aus einem schnell rollenden Reifen und genügend Pannenschutz, um dich vor den scharfen Steinen der Flint Hills zu schützen. Was den Rollwiderstand angeht, standen diese MTB-Reifen den schnellsten Gravel-Reifen in nichts nach und bieten dennoch einen soliden Schutz. Zum Glück bin ich auch nicht der Typ, der ständig einen Platten hat.

Andere Komponenten:

Bei den anderen Komponenten gehe ich nicht ganz so ins Detail, aber hier ist eine grobe Übersicht:

Lenker: Coefficient Cycling RR

Laufräder: Farsports Gravel mit DT Swiss 180 Naben

Gruppe: Shimano GRX mit Deore XT Bremssätteln

Meine Ernährungsstrategie

Was das angeht, bin ich mir noch nicht ganz sicher. Nach dem, was ich so gelesen habe, scheint die einhellige Meinung zu sein, dass 90 Gramm Kohlenhydrate pro Stunde ein guter Richtwert sind. Das hängt natürlich auch von deinem Körpergewicht ab und davon, was dein Magen-Darm-Trakt verträgt. Manche Menschen vertragen viel mehr als 90 Gramm, manche weniger. Worüber sich jedoch alle Artikel einig sind, ist, dass man am Renntag nichts Neues ausprobieren sollte.

Also habe ich bei einer 4-stündigen Fahrt getestet, wie viele Gramm Kohlenhydrate mein Körper verträgt, ohne dass mir schlecht wird. Ich habe mich direkt an die verrückte Zahl von 120 Gramm pro Stunde herangewagt. Ich war überrascht, dass ich das ganz ohne Magen-Darm-Training problemlos vertragen habe. Ich werde das aber trotzdem noch weiter testen, vielleicht hatte ich dieses eine Mal einfach nur Glück und nach 5 oder 6 Stunden sieht die Welt ganz anders aus. Die meisten Kohlenhydrate, die ich bei diesem Test zu mir genommen habe, stammten von Maurten, der Rest von SiS-Energiegels.

Ich bin mir immer noch nicht sicher, ob ich versuchen soll, mich zu 100 % flüssig zu ernähren, oder ob ich zusätzlich noch feste oder halbfeste Nahrung einbaue. Was ich wirklich mag, sind die Clif Bloks. Ich habe eine Oberrohrtasche, in der ich vielleicht ein paar davon verstauen werde. Ich mag es nicht, mit dem Öffnen von Verpackungen herumzuhantieren, besonders nicht in der hektischen Anfangsphase eines Rennens, in der ich kaum Zeit habe, die Hände vom Lenker zu nehmen.

Was das Wasser angeht, werde ich einen 2-Liter-Trinkrucksack vom Typ Uswe Outlander Pro mitnehmen. An einer der Verpflegungsstationen werde ich ihn gegen einen neuen austauschen. Am Rad selbst werde ich 2x 800-ml-Flaschen dabeihaben. Sowohl in den Flaschen als auch im Trinkrucksack wird nur reines Wasser sein.

Meine Ziele für das Rennen

Ich dachte, bei meiner Ernährung wäre ich mir unsicher, aber das hier ist wahrscheinlich noch schwerer einzuschätzen. Wie ich schon sagte, will ich nicht nur ins Ziel kommen, sondern auch gut abschneiden. Bei diesem Rennen starte ich in der Kategorie Pro/Elite. Ja, das wird wahrlich eine große Herausforderung sein! Ich möchte mich mit den weltbesten Gravel-FahrerInnen messen, und das ist für mich genau das, was Gravel-Rennen so großartig macht. Es wurde gerade angekündigt, dass in diesem Jahr die Pro/Elite-Männer ein paar Minuten vor den Pro/Elite-Frauen starten werden, gefolgt vom Rest des Feldes. Als ich das hörte, wurde ich noch nervöser, aber zumindest bekomme ich so die Chance, mich mit den großen Namen zu messen.

Wo stehe ich also? Derzeit liegt meine FTP irgendwo bei 4,7 W/kg. Mein Ziel ist es, diesen Wert bis zum Renntag auf etwa 5 W/kg zu steigern. Ich werde nicht um den Sieg mitfahren, aber ich weiß, dass ich fitter bin als die meisten anderen. Natürlich sollte das Ankommen erst einmal oberste Priorität haben. Es ist völlig egal, wer du bist: Bei einem Rennen wie Unbound weißt du nie, was schiefgehen wird – und meistens läuft irgendetwas schief.

Am Ende ist meine Rennstrategie denkbar einfach und unterscheidet sich kaum von der der meisten anderen: So lange wie möglich mit aller Kraft an der Spitzengruppe dranbleiben. Wenn ich eine Top-100-Platzierung ergattern könnte, wäre das fantastisch, aber heimlich hoffe ich natürlich auf noch etwas mehr.

Und, was denkst du? Habe ich die richtigen Entscheidungen getroffen oder nicht? Oder auf welchem Platz werde ich wohl landen? Lass es mich wissen! Du kannst mir jederzeit eine Nachricht schreiben, entweder über Instagram (@pascalkwaks), meine Website (www.pascalkwaks.com) oder Strava.

Garmin Unbound Gravel: Für die meisten begeisterten Gravel-LiebhaberInnen ist dies der absolute Gipfel des Gravel-Rennsports. Natürlich hat die UCI inzwischen einen offiziellen Weltcup, aber viele Fans werden die SiegerInnen von Unbound immer als die wahren Champions ansehen. Das kann ich gut nachvollziehen. Die Geschichte von Unbound ist einfach verdammt schwer zu toppen. Ich habe nichts gegen die UCI, aber nach der Premiere des Gravel-Weltcups gibt es für sie noch einiges zu tun. Hoffentlich liefern sie ab. Aber in diesem Artikel geht es nicht um die UCI, sondern um Unbound und darum, wie ich mich bei der Ausgabe 2023 zum ersten Mal ins kalte Wasser stürzen werde.

Geschrieben von: Pascal KwaksWie so viele wäre ich natürlich auch gerne Radprofi geworden, aber leider habe ich meine Liebe zum Radsport erst im Alter von 31 Jahren entdeckt. Aber hey, ich kann ja trotzdem mal schauen, was ich so erreichen kann, oder?

Wie bin ich an diesen Punkt gekommen?

Irgendwann im Jahr 2020 las ich einen Artikel über ein Rennen, das umbenannt wurde, weil der Name der Veranstaltung für den indigenen Stamm der Region beleidigend war. Dieses Rennen hieß Dirty Kanza, was heute Unbound Gravel ist. Aufgrund dieses Artikels fing ich an, mich näher mit dem Event zu beschäftigen, und erfuhr, dass es sich um ein 200-Meilen-Gravel-Rennen mitten im Nirgendwo handelt. Wer um alles in der Welt fährt an einem einzigen Tag 200 Meilen mit dem Fahrrad!? Damals ahnte ich noch nicht, dass ich das am Ende selbst sein würde.

Ein Jahr später beschloss ich schließlich, es selbst zu versuchen, nachdem ich gesehen hatte, wie der ehemalige World-Tour-Fahrer und JOIN-User Laurens ten Dam den 2. Platz belegte, nachdem er sich im Sprintfinish Ian Boswell geschlagen geben musste. Die Vorstellung eines Massenstartfeldes, bei dem sich ein Normalsterblicher wie ich anstellen und mit diesen Jungs mitfahren kann, war einfach zu verlockend.

Eine der größten Hürden für mich war es, einen Startplatz für das Event zu ergattern. Aufgrund der großen Beliebtheit und der begrenzten Anzahl an Plätzen gibt es eine Verlosung. Da ich nichts dem Zufall überlassen wollte, habe ich mich nach anderen Optionen umgesehen. Wenn du 10 Stunden ehrenamtliche Arbeit leistest, bekommst du einen garantierten Startplatz für das Event im nächsten Jahr. Das Problem dabei ist, dass ich in den Niederlanden lebe. Ich hatte schon lange im Voraus ein Hotel gebucht und fragte den Besitzer, ob er jemanden kennt, der mir helfen könnte. Er bot mir sofort an, diese 10 Stunden Arbeit für mich zu übernehmen, und sagte mir, dass er dafür keine Gegenleistung wolle. Ich war von seiner Großzügigkeit völlig überwältigt. Ich kann dir versprechen, dass ich ihm ein schönes Geschenk machen werde, wenn ich ihn im Mai sehe!

Nachdem diese herzensgute Person die Stunden geleistet hatte, dauerte es etwa 6 Monate, bis mich die Organisatoren des Rennens kontaktierten:

 

Unbound - Pascal Kwaks - JOIN Cycling

 

Nach der Anmeldung holte mich die Realität ein und ich wurde langsam nervös. Ich fahre ein 200-Meilen-Radrennen!

Wie ich für Garmin Unbound Gravel trainiere

Jetzt, wo ich dabei bin, muss ich natürlich bestens vorbereitet an den Start gehen. Ich will nicht nur ins Ziel kommen, sondern das bestmögliche Ergebnis erzielen. Bis jetzt habe ich zwar schon einige Rennen bestritten, aber die meisten davon lagen im Bereich von 100 km, nicht bei sage und schreibe 320 km. Die weiteste Strecke, die ich je gefahren bin, sind 160 km. Ich traue mir zwar zu, die Unbound-Distanz schon jetzt zu schaffen, aber was ist am Ende des Rennens noch von mir übrig?

Natürlich nutze ich die JOIN Cycling App als mein wichtigstes Trainingstool. Ich habe einfach nicht das Wissen, um mir selbst einen guten Trainingsplan auszuarbeiten, und ich habe auch nicht den Ehrgeiz dazu. Das Coole an der App ist, dass du ein Event auswählen kannst, für das du trainieren möchtest, und die App generiert automatisch den optimalen Trainingsplan für dich, wobei dein Hauptziel berücksichtigt wird. In der App kann ich mein Ziel zum Beispiel so ändern, dass ich mich auf das Amstel Gold Race, das Marmotte, Unbound Gravel oder eine RTF vorbereite:

Schön ist auch, dass die App dir für jedes Event einen empfohlenen JOIN-Score anzeigt. Da das Unbound so hart ist, liegt der empfohlene Wert bei 40-50. Wow, das ist hoch! Wenn dein Wert unter der Empfehlung liegt, ist es zwar immer noch möglich, das Event zu beenden, aber es könnte sein, dass es für dich nicht ganz so viel Spaß macht.

Meinen JOIN-Score pushen

Um meinen JOIN-Score in die Höhe zu treiben, versuche ich also, neben meinem Job so viele Stunden wie möglich auf dem Rad zu verbringen. In einer typischen Woche stelle ich meine Verfügbarkeit an Wochentagen auf 2 Stunden und für das Wochenende auf das Maximum von 6 Stunden ein. JOIN nutzt zwar nicht immer alle verfügbaren Stunden, aber es kann trotzdem zu 15-stündigen Trainingswochen führen.

Ich halte es für extrem wichtig, einige lange Fahrten einzuplanen, denn am Ende musst du deinen Körper und deinen Geist darauf vorbereiten, so lange im Sattel zu sitzen. Im Moment liegen die längsten Einheiten, die JOIN mir vorgibt, bei 5 Stunden. Je näher das Event rückt, desto eher werde ich wohl einige Fahrten von mehr als 6 Stunden ausprobieren, um zu sehen, wie sich das anfühlt, und auch um meine Verpflegungsstrategie zu testen. Dazu später mehr. Das Gute ist, dass mir die App die nötige Flexibilität bietet. Wenn ich mal etwas anderes mache, als die App an diesem Tag für mich geplant hat, tippe ich einfach auf den Button, der mich fragt, ob ich etwas anderes gemacht habe.

Was ich auch für wichtig halte, was aber oft zu kurz kommt, ist, das Training abwechslungsreich und unterhaltsam zu gestalten. Das mache ich, indem ich die Dinge mische und manchmal Neues ausprobiere. An manchen Tagen bin ich auf der Straße unterwegs, an anderen auf Gravel- oder sogar MTB-Trails. Außerdem bin ich gerade einem neuen Club beigetreten: BEAT Cycling. Das Coole an den Jungs und Mädels ist, dass sie verschiedene Abteilungen für jede Disziplin haben. Direkt nach meinem Beitritt bin ich in die Offroad-Sparte eingetreten und war sofort motiviert von all den coolen Events, die sie veranstalten. Letzte Woche habe ich zum Beispiel an einem Beachrace-Workshop teilgenommen, der von einem ihrer Profis geleitet wurde: Thijs Zonneveld. Ein weiterer Bonus dabei ist, dass ich so aus meiner Komfortzone herausgeholt werde. Könnte für Unbound auch ganz nützlich sein, oder?

Ach übrigens: Für die NiederländerInnen und alle, die in den Niederlanden leben, könnte es interessant sein, sich BEAT Cycling mal anzuschauen, da sie eine Partnerschaft mit JOIN haben. Vielleicht springt ja ein ganz netter Rabatt für dich heraus!

Mein Bike-Setup für ein 200-Meilen-Gravel-Rennen

Deine Ausrüstung ist wohl von gleicher Bedeutung. Wenn du das falsche Werkzeug für den Job dabei hast, kann das Rennen schneller vorbei sein, als dir lieb ist. Und ich war noch nie so unschlüssig wie bei der Frage, was ich am Renntag alles mitnehmen soll. Ich muss meine Meinung über die Reifen schon mehr als 10 Mal geändert haben. Hier ist also meine aktuelle Auswahl, bis ich es mir wieder anders überlege:

Rahmen

Ich werde ein Storm Moana fahren. Ursprünglich war dieses Rad für Beachracing gedacht, aber nachdem ich bei einigen Gravel-Rennen gesehen habe, was es kann, habe ich mich entschlossen, mir auch eines zuzulegen. Ich habe meines gebraucht gekauft, daher weiß ich nicht viel über seine Vorgeschichte. Letzte Woche habe ich beim Beachracing-Workshop jemanden mit demselben Rad getroffen, der mir erzählte, dass es sich um das Modell 2017 handelt.

Der Hauptgrund für dieses Rad ist die riesige Reifenfreiheit. Ich kann 2.40er MTB-Reifen aufziehen und habe immer noch Platz für mehr. Vielleicht ein paar Traktorreifen? Da ich mich selbst nicht für den technisch versiertesten Fahrer halte, helfen Reifen mit großem Volumen enorm, mein Selbstvertrauen zu stärken. In manchen Jahren ist es beim Unbound extrem schlammig. All dieser Schlamm kann zu ernsthaften mechanischen Problemen führen. Eine große Reifenfreiheit hilft, diese Risiken zu minimieren.

Ich bin auch ein großer Fan des Fahrverhaltens dieses Rads. Meiner Meinung nach ist es nicht so nervös wie einige der anderen Räder, die ich gefahren bin: Es will einfach nur geradeaus laufen.

Reifen

Oh ja: die große Reifendebatte! Ich habe mich für einen Satz Continental Race King Protection 29er 2.20 MTB-Reifen entschieden. Ich werde jetzt nicht alle meine bisherigen Reifenüberlegungen durchgehen, aber ich glaube, dass diese Reifen die besten Allround-Eigenschaften haben. Ich habe bicyclerollingresistance.com als Quelle genutzt, um alle meine Optionen zu vergleichen. Bei einem Rennen wie Unbound willst du die perfekte Balance aus einem schnell rollenden Reifen und genügend Pannenschutz, um dich vor den scharfen Steinen der Flint Hills zu schützen. Was den Rollwiderstand angeht, standen diese MTB-Reifen den schnellsten Gravel-Reifen in nichts nach und bieten dennoch einen soliden Schutz. Zum Glück bin ich auch nicht der Typ, der ständig einen Platten hat.

Andere Komponenten:

Bei den anderen Komponenten gehe ich nicht ganz so ins Detail, aber hier ist eine grobe Übersicht:

Lenker: Coefficient Cycling RR

Laufräder: Farsports Gravel mit DT Swiss 180 Naben

Gruppe: Shimano GRX mit Deore XT Bremssätteln

Meine Ernährungsstrategie

Was das angeht, bin ich mir noch nicht ganz sicher. Nach dem, was ich so gelesen habe, scheint die einhellige Meinung zu sein, dass 90 Gramm Kohlenhydrate pro Stunde ein guter Richtwert sind. Das hängt natürlich auch von deinem Körpergewicht ab und davon, was dein Magen-Darm-Trakt verträgt. Manche Menschen vertragen viel mehr als 90 Gramm, manche weniger. Worüber sich jedoch alle Artikel einig sind, ist, dass man am Renntag nichts Neues ausprobieren sollte.

Also habe ich bei einer 4-stündigen Fahrt getestet, wie viele Gramm Kohlenhydrate mein Körper verträgt, ohne dass mir schlecht wird. Ich habe mich direkt an die verrückte Zahl von 120 Gramm pro Stunde herangewagt. Ich war überrascht, dass ich das ganz ohne Magen-Darm-Training problemlos vertragen habe. Ich werde das aber trotzdem noch weiter testen, vielleicht hatte ich dieses eine Mal einfach nur Glück und nach 5 oder 6 Stunden sieht die Welt ganz anders aus. Die meisten Kohlenhydrate, die ich bei diesem Test zu mir genommen habe, stammten von Maurten, der Rest von SiS-Energiegels.

Ich bin mir immer noch nicht sicher, ob ich versuchen soll, mich zu 100 % flüssig zu ernähren, oder ob ich zusätzlich noch feste oder halbfeste Nahrung einbaue. Was ich wirklich mag, sind die Clif Bloks. Ich habe eine Oberrohrtasche, in der ich vielleicht ein paar davon verstauen werde. Ich mag es nicht, mit dem Öffnen von Verpackungen herumzuhantieren, besonders nicht in der hektischen Anfangsphase eines Rennens, in der ich kaum Zeit habe, die Hände vom Lenker zu nehmen.

Was das Wasser angeht, werde ich einen 2-Liter-Trinkrucksack vom Typ Uswe Outlander Pro mitnehmen. An einer der Verpflegungsstationen werde ich ihn gegen einen neuen austauschen. Am Rad selbst werde ich 2x 800-ml-Flaschen dabeihaben. Sowohl in den Flaschen als auch im Trinkrucksack wird nur reines Wasser sein.

Meine Ziele für das Rennen

Ich dachte, bei meiner Ernährung wäre ich mir unsicher, aber das hier ist wahrscheinlich noch schwerer einzuschätzen. Wie ich schon sagte, will ich nicht nur ins Ziel kommen, sondern auch gut abschneiden. Bei diesem Rennen starte ich in der Kategorie Pro/Elite. Ja, das wird wahrlich eine große Herausforderung sein! Ich möchte mich mit den weltbesten Gravel-FahrerInnen messen, und das ist für mich genau das, was Gravel-Rennen so großartig macht. Es wurde gerade angekündigt, dass in diesem Jahr die Pro/Elite-Männer ein paar Minuten vor den Pro/Elite-Frauen starten werden, gefolgt vom Rest des Feldes. Als ich das hörte, wurde ich noch nervöser, aber zumindest bekomme ich so die Chance, mich mit den großen Namen zu messen.

Wo stehe ich also? Derzeit liegt meine FTP irgendwo bei 4,7 W/kg. Mein Ziel ist es, diesen Wert bis zum Renntag auf etwa 5 W/kg zu steigern. Ich werde nicht um den Sieg mitfahren, aber ich weiß, dass ich fitter bin als die meisten anderen. Natürlich sollte das Ankommen erst einmal oberste Priorität haben. Es ist völlig egal, wer du bist: Bei einem Rennen wie Unbound weißt du nie, was schiefgehen wird – und meistens läuft irgendetwas schief.

Am Ende ist meine Rennstrategie denkbar einfach und unterscheidet sich kaum von der der meisten anderen: So lange wie möglich mit aller Kraft an der Spitzengruppe dranbleiben. Wenn ich eine Top-100-Platzierung ergattern könnte, wäre das fantastisch, aber heimlich hoffe ich natürlich auf noch etwas mehr.

Und, was denkst du? Habe ich die richtigen Entscheidungen getroffen oder nicht? Oder auf welchem Platz werde ich wohl landen? Lass es mich wissen! Du kannst mir jederzeit eine Nachricht schreiben, entweder über Instagram (@pascalkwaks), meine Website (www.pascalkwaks.com) oder Strava.

Garmin Unbound Gravel: Für die meisten begeisterten Gravel-LiebhaberInnen ist dies der absolute Gipfel des Gravel-Rennsports. Natürlich hat die UCI inzwischen einen offiziellen Weltcup, aber viele Fans werden die SiegerInnen von Unbound immer als die wahren Champions ansehen. Das kann ich gut nachvollziehen. Die Geschichte von Unbound ist einfach verdammt schwer zu toppen. Ich habe nichts gegen die UCI, aber nach der Premiere des Gravel-Weltcups gibt es für sie noch einiges zu tun. Hoffentlich liefern sie ab. Aber in diesem Artikel geht es nicht um die UCI, sondern um Unbound und darum, wie ich mich bei der Ausgabe 2023 zum ersten Mal ins kalte Wasser stürzen werde.

Geschrieben von: Pascal KwaksWie so viele wäre ich natürlich auch gerne Radprofi geworden, aber leider habe ich meine Liebe zum Radsport erst im Alter von 31 Jahren entdeckt. Aber hey, ich kann ja trotzdem mal schauen, was ich so erreichen kann, oder?

Wie bin ich an diesen Punkt gekommen?

Irgendwann im Jahr 2020 las ich einen Artikel über ein Rennen, das umbenannt wurde, weil der Name der Veranstaltung für den indigenen Stamm der Region beleidigend war. Dieses Rennen hieß Dirty Kanza, was heute Unbound Gravel ist. Aufgrund dieses Artikels fing ich an, mich näher mit dem Event zu beschäftigen, und erfuhr, dass es sich um ein 200-Meilen-Gravel-Rennen mitten im Nirgendwo handelt. Wer um alles in der Welt fährt an einem einzigen Tag 200 Meilen mit dem Fahrrad!? Damals ahnte ich noch nicht, dass ich das am Ende selbst sein würde.

Ein Jahr später beschloss ich schließlich, es selbst zu versuchen, nachdem ich gesehen hatte, wie der ehemalige World-Tour-Fahrer und JOIN-User Laurens ten Dam den 2. Platz belegte, nachdem er sich im Sprintfinish Ian Boswell geschlagen geben musste. Die Vorstellung eines Massenstartfeldes, bei dem sich ein Normalsterblicher wie ich anstellen und mit diesen Jungs mitfahren kann, war einfach zu verlockend.

Eine der größten Hürden für mich war es, einen Startplatz für das Event zu ergattern. Aufgrund der großen Beliebtheit und der begrenzten Anzahl an Plätzen gibt es eine Verlosung. Da ich nichts dem Zufall überlassen wollte, habe ich mich nach anderen Optionen umgesehen. Wenn du 10 Stunden ehrenamtliche Arbeit leistest, bekommst du einen garantierten Startplatz für das Event im nächsten Jahr. Das Problem dabei ist, dass ich in den Niederlanden lebe. Ich hatte schon lange im Voraus ein Hotel gebucht und fragte den Besitzer, ob er jemanden kennt, der mir helfen könnte. Er bot mir sofort an, diese 10 Stunden Arbeit für mich zu übernehmen, und sagte mir, dass er dafür keine Gegenleistung wolle. Ich war von seiner Großzügigkeit völlig überwältigt. Ich kann dir versprechen, dass ich ihm ein schönes Geschenk machen werde, wenn ich ihn im Mai sehe!

Nachdem diese herzensgute Person die Stunden geleistet hatte, dauerte es etwa 6 Monate, bis mich die Organisatoren des Rennens kontaktierten:

 

Unbound - Pascal Kwaks - JOIN Cycling

 

Nach der Anmeldung holte mich die Realität ein und ich wurde langsam nervös. Ich fahre ein 200-Meilen-Radrennen!

Wie ich für Garmin Unbound Gravel trainiere

Jetzt, wo ich dabei bin, muss ich natürlich bestens vorbereitet an den Start gehen. Ich will nicht nur ins Ziel kommen, sondern das bestmögliche Ergebnis erzielen. Bis jetzt habe ich zwar schon einige Rennen bestritten, aber die meisten davon lagen im Bereich von 100 km, nicht bei sage und schreibe 320 km. Die weiteste Strecke, die ich je gefahren bin, sind 160 km. Ich traue mir zwar zu, die Unbound-Distanz schon jetzt zu schaffen, aber was ist am Ende des Rennens noch von mir übrig?

Natürlich nutze ich die JOIN Cycling App als mein wichtigstes Trainingstool. Ich habe einfach nicht das Wissen, um mir selbst einen guten Trainingsplan auszuarbeiten, und ich habe auch nicht den Ehrgeiz dazu. Das Coole an der App ist, dass du ein Event auswählen kannst, für das du trainieren möchtest, und die App generiert automatisch den optimalen Trainingsplan für dich, wobei dein Hauptziel berücksichtigt wird. In der App kann ich mein Ziel zum Beispiel so ändern, dass ich mich auf das Amstel Gold Race, das Marmotte, Unbound Gravel oder eine RTF vorbereite:

Schön ist auch, dass die App dir für jedes Event einen empfohlenen JOIN-Score anzeigt. Da das Unbound so hart ist, liegt der empfohlene Wert bei 40-50. Wow, das ist hoch! Wenn dein Wert unter der Empfehlung liegt, ist es zwar immer noch möglich, das Event zu beenden, aber es könnte sein, dass es für dich nicht ganz so viel Spaß macht.

Meinen JOIN-Score pushen

Um meinen JOIN-Score in die Höhe zu treiben, versuche ich also, neben meinem Job so viele Stunden wie möglich auf dem Rad zu verbringen. In einer typischen Woche stelle ich meine Verfügbarkeit an Wochentagen auf 2 Stunden und für das Wochenende auf das Maximum von 6 Stunden ein. JOIN nutzt zwar nicht immer alle verfügbaren Stunden, aber es kann trotzdem zu 15-stündigen Trainingswochen führen.

Ich halte es für extrem wichtig, einige lange Fahrten einzuplanen, denn am Ende musst du deinen Körper und deinen Geist darauf vorbereiten, so lange im Sattel zu sitzen. Im Moment liegen die längsten Einheiten, die JOIN mir vorgibt, bei 5 Stunden. Je näher das Event rückt, desto eher werde ich wohl einige Fahrten von mehr als 6 Stunden ausprobieren, um zu sehen, wie sich das anfühlt, und auch um meine Verpflegungsstrategie zu testen. Dazu später mehr. Das Gute ist, dass mir die App die nötige Flexibilität bietet. Wenn ich mal etwas anderes mache, als die App an diesem Tag für mich geplant hat, tippe ich einfach auf den Button, der mich fragt, ob ich etwas anderes gemacht habe.

Was ich auch für wichtig halte, was aber oft zu kurz kommt, ist, das Training abwechslungsreich und unterhaltsam zu gestalten. Das mache ich, indem ich die Dinge mische und manchmal Neues ausprobiere. An manchen Tagen bin ich auf der Straße unterwegs, an anderen auf Gravel- oder sogar MTB-Trails. Außerdem bin ich gerade einem neuen Club beigetreten: BEAT Cycling. Das Coole an den Jungs und Mädels ist, dass sie verschiedene Abteilungen für jede Disziplin haben. Direkt nach meinem Beitritt bin ich in die Offroad-Sparte eingetreten und war sofort motiviert von all den coolen Events, die sie veranstalten. Letzte Woche habe ich zum Beispiel an einem Beachrace-Workshop teilgenommen, der von einem ihrer Profis geleitet wurde: Thijs Zonneveld. Ein weiterer Bonus dabei ist, dass ich so aus meiner Komfortzone herausgeholt werde. Könnte für Unbound auch ganz nützlich sein, oder?

Ach übrigens: Für die NiederländerInnen und alle, die in den Niederlanden leben, könnte es interessant sein, sich BEAT Cycling mal anzuschauen, da sie eine Partnerschaft mit JOIN haben. Vielleicht springt ja ein ganz netter Rabatt für dich heraus!

Mein Bike-Setup für ein 200-Meilen-Gravel-Rennen

Deine Ausrüstung ist wohl von gleicher Bedeutung. Wenn du das falsche Werkzeug für den Job dabei hast, kann das Rennen schneller vorbei sein, als dir lieb ist. Und ich war noch nie so unschlüssig wie bei der Frage, was ich am Renntag alles mitnehmen soll. Ich muss meine Meinung über die Reifen schon mehr als 10 Mal geändert haben. Hier ist also meine aktuelle Auswahl, bis ich es mir wieder anders überlege:

Rahmen

Ich werde ein Storm Moana fahren. Ursprünglich war dieses Rad für Beachracing gedacht, aber nachdem ich bei einigen Gravel-Rennen gesehen habe, was es kann, habe ich mich entschlossen, mir auch eines zuzulegen. Ich habe meines gebraucht gekauft, daher weiß ich nicht viel über seine Vorgeschichte. Letzte Woche habe ich beim Beachracing-Workshop jemanden mit demselben Rad getroffen, der mir erzählte, dass es sich um das Modell 2017 handelt.

Der Hauptgrund für dieses Rad ist die riesige Reifenfreiheit. Ich kann 2.40er MTB-Reifen aufziehen und habe immer noch Platz für mehr. Vielleicht ein paar Traktorreifen? Da ich mich selbst nicht für den technisch versiertesten Fahrer halte, helfen Reifen mit großem Volumen enorm, mein Selbstvertrauen zu stärken. In manchen Jahren ist es beim Unbound extrem schlammig. All dieser Schlamm kann zu ernsthaften mechanischen Problemen führen. Eine große Reifenfreiheit hilft, diese Risiken zu minimieren.

Ich bin auch ein großer Fan des Fahrverhaltens dieses Rads. Meiner Meinung nach ist es nicht so nervös wie einige der anderen Räder, die ich gefahren bin: Es will einfach nur geradeaus laufen.

Reifen

Oh ja: die große Reifendebatte! Ich habe mich für einen Satz Continental Race King Protection 29er 2.20 MTB-Reifen entschieden. Ich werde jetzt nicht alle meine bisherigen Reifenüberlegungen durchgehen, aber ich glaube, dass diese Reifen die besten Allround-Eigenschaften haben. Ich habe bicyclerollingresistance.com als Quelle genutzt, um alle meine Optionen zu vergleichen. Bei einem Rennen wie Unbound willst du die perfekte Balance aus einem schnell rollenden Reifen und genügend Pannenschutz, um dich vor den scharfen Steinen der Flint Hills zu schützen. Was den Rollwiderstand angeht, standen diese MTB-Reifen den schnellsten Gravel-Reifen in nichts nach und bieten dennoch einen soliden Schutz. Zum Glück bin ich auch nicht der Typ, der ständig einen Platten hat.

Andere Komponenten:

Bei den anderen Komponenten gehe ich nicht ganz so ins Detail, aber hier ist eine grobe Übersicht:

Lenker: Coefficient Cycling RR

Laufräder: Farsports Gravel mit DT Swiss 180 Naben

Gruppe: Shimano GRX mit Deore XT Bremssätteln

Meine Ernährungsstrategie

Was das angeht, bin ich mir noch nicht ganz sicher. Nach dem, was ich so gelesen habe, scheint die einhellige Meinung zu sein, dass 90 Gramm Kohlenhydrate pro Stunde ein guter Richtwert sind. Das hängt natürlich auch von deinem Körpergewicht ab und davon, was dein Magen-Darm-Trakt verträgt. Manche Menschen vertragen viel mehr als 90 Gramm, manche weniger. Worüber sich jedoch alle Artikel einig sind, ist, dass man am Renntag nichts Neues ausprobieren sollte.

Also habe ich bei einer 4-stündigen Fahrt getestet, wie viele Gramm Kohlenhydrate mein Körper verträgt, ohne dass mir schlecht wird. Ich habe mich direkt an die verrückte Zahl von 120 Gramm pro Stunde herangewagt. Ich war überrascht, dass ich das ganz ohne Magen-Darm-Training problemlos vertragen habe. Ich werde das aber trotzdem noch weiter testen, vielleicht hatte ich dieses eine Mal einfach nur Glück und nach 5 oder 6 Stunden sieht die Welt ganz anders aus. Die meisten Kohlenhydrate, die ich bei diesem Test zu mir genommen habe, stammten von Maurten, der Rest von SiS-Energiegels.

Ich bin mir immer noch nicht sicher, ob ich versuchen soll, mich zu 100 % flüssig zu ernähren, oder ob ich zusätzlich noch feste oder halbfeste Nahrung einbaue. Was ich wirklich mag, sind die Clif Bloks. Ich habe eine Oberrohrtasche, in der ich vielleicht ein paar davon verstauen werde. Ich mag es nicht, mit dem Öffnen von Verpackungen herumzuhantieren, besonders nicht in der hektischen Anfangsphase eines Rennens, in der ich kaum Zeit habe, die Hände vom Lenker zu nehmen.

Was das Wasser angeht, werde ich einen 2-Liter-Trinkrucksack vom Typ Uswe Outlander Pro mitnehmen. An einer der Verpflegungsstationen werde ich ihn gegen einen neuen austauschen. Am Rad selbst werde ich 2x 800-ml-Flaschen dabeihaben. Sowohl in den Flaschen als auch im Trinkrucksack wird nur reines Wasser sein.

Meine Ziele für das Rennen

Ich dachte, bei meiner Ernährung wäre ich mir unsicher, aber das hier ist wahrscheinlich noch schwerer einzuschätzen. Wie ich schon sagte, will ich nicht nur ins Ziel kommen, sondern auch gut abschneiden. Bei diesem Rennen starte ich in der Kategorie Pro/Elite. Ja, das wird wahrlich eine große Herausforderung sein! Ich möchte mich mit den weltbesten Gravel-FahrerInnen messen, und das ist für mich genau das, was Gravel-Rennen so großartig macht. Es wurde gerade angekündigt, dass in diesem Jahr die Pro/Elite-Männer ein paar Minuten vor den Pro/Elite-Frauen starten werden, gefolgt vom Rest des Feldes. Als ich das hörte, wurde ich noch nervöser, aber zumindest bekomme ich so die Chance, mich mit den großen Namen zu messen.

Wo stehe ich also? Derzeit liegt meine FTP irgendwo bei 4,7 W/kg. Mein Ziel ist es, diesen Wert bis zum Renntag auf etwa 5 W/kg zu steigern. Ich werde nicht um den Sieg mitfahren, aber ich weiß, dass ich fitter bin als die meisten anderen. Natürlich sollte das Ankommen erst einmal oberste Priorität haben. Es ist völlig egal, wer du bist: Bei einem Rennen wie Unbound weißt du nie, was schiefgehen wird – und meistens läuft irgendetwas schief.

Am Ende ist meine Rennstrategie denkbar einfach und unterscheidet sich kaum von der der meisten anderen: So lange wie möglich mit aller Kraft an der Spitzengruppe dranbleiben. Wenn ich eine Top-100-Platzierung ergattern könnte, wäre das fantastisch, aber heimlich hoffe ich natürlich auf noch etwas mehr.

Und, was denkst du? Habe ich die richtigen Entscheidungen getroffen oder nicht? Oder auf welchem Platz werde ich wohl landen? Lass es mich wissen! Du kannst mir jederzeit eine Nachricht schreiben, entweder über Instagram (@pascalkwaks), meine Website (www.pascalkwaks.com) oder Strava.

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