Warum kann ich meine Leistung und meine Herzfrequenz eigentlich nicht immer miteinander vergleichen?

Warum kann ich meine Leistung und meine Herzfrequenz eigentlich nicht immer miteinander vergleichen?

Mar 11, 2020

Warum kann ich meine Leistung und meine Herzfrequenz eigentlich nicht immer miteinander vergleichen?

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Mar 11, 2020

Warum kann ich meine Leistung und meine Herzfrequenz eigentlich nicht immer miteinander vergleichen?

Warum kann ich meine Leistung und meine Herzfrequenz eigentlich nicht immer miteinander vergleichen?

Mar 11, 2020

Das ist eine wirklich spannende Frage, die sich gar nicht so leicht beantworten lässt. Sowohl bei der Leistung als auch beim Puls spielen nämlich verschiedene Faktoren eine Rolle.

Das Problem mit der Herzfrequenz

Als die ersten Herzfrequenzmessgeräte für HobbysportlerInnen auf den Markt kamen, ging es vor allem darum, das Training effizienter zu gestalten. Durch die Pulsmessung bekam man ein viel besseres Gefühl dafür, wie intensiv und anstrengend eine Einheit für den Körper wirklich war. Vor der Ära der Pulsmesser galt die Geschwindigkeit als Richtwert für die Intensität einer Fahrt. Dass dies extrem ungenau ist, liegt auf der Hand – schließlich spielen äußere Bedingungen eine riesige Rolle. Doch auch der Puls ist nur ein indirekter Indikator für die Trainingsbelastung. Die Herzfrequenz ist letztlich die Reaktion deines Körpers auf eine Anstrengung. Wäre diese Reaktion immer absolut identisch, würde der Puls die Intensität perfekt widerspiegeln. Es zeigt sich jedoch, dass unglaublich viele Faktoren deine Herzfrequenz beeinflussen können. Dazu gehören Stress, Koffein, Höhe, Erholung, Schlaf und sogar die Tageszeit.

Lass uns das an einem konkreten Beispiel verdeutlichen: Nehmen wir an, eine RadfahrerIn hat eine FTP von 250 W. Wenn diese Person mit einer Leistung von 200 W fährt, liegt das unter ihrer maximalen Laktat-Stoffschnittstelle (MLSS) – diese Intensität lässt sich also ziemlich lange durchhalten. Befindet sich dieselbe RadfahrerIn nun in großer Höhe (z. B. auf 2500 Metern über dem Meeresspiegel), ist der Sauerstoffgehalt in der Luft zwar entgegen der landläufigen Meinung der gleiche, aber der Luftdruck ist niedriger. Dadurch nehmen die Lungen weniger Sauerstoff auf. Der Körper muss also deutlich härter arbeiten, um die Muskeln mit der gleichen Menge Sauerstoff zu versorgen. Aus diesem Grund ist der Puls bei gleicher Leistung höher – und weil weniger Sauerstoff in den Muskeln ankommt, sinkt auch die FTP in der Höhe. Ähnliches gilt für Müdigkeit (niedrigerer Puls bei gleicher Intensität) oder Koffeinkonsum (höherer Puls).

Wie das Blutvolumen den Puls beeinflusst

Dieses Beispiel ist leicht nachvollziehbar, aber es gibt noch weitere Faktoren, die das Zusammenspiel von Leistung und Puls ordentlich durcheinanderbringen können. Wenn du beispielsweise eine Weile nicht auf dem Rad saßt, ist dein Puls bei den ersten Fahrten wahrscheinlich ziemlich hoch. Anders ausgedrückt: Eine Fahrt bei hoher Intensität fühlt sich recht locker an. Das liegt zum einen daran, dass du völlig frisch und erholt bist, zum anderen aber auch daran, dass dein Blutvolumen nach einigen Tagen Trainingspause schnell sinkt. Durch das geringere Blutvolumen muss dein Herz kräftiger pumpen, um die gleiche Menge Blut in deine Muskeln zu transportieren. Bedeutet das nun, dass der Puls völlig nutzlos ist und du dich nur noch an den Wattwerten orientieren solltest? Nein, absolut nicht!

Die Reaktion des Körpers auf die Belastung

Das Geniale am Training mit Pulsmesser ist, dass er dir eine objektive Rückmeldung darüber gibt, wie dein Körper auf die Belastung reagiert. Die Kombination aus Herzfrequenz und Leistung zeigt dir perfekt, was dein Körper leistet (Watt) und wie er darauf reagiert (Puls). Noch besser wird es, wenn dein Körpergefühl während des Trainings genau zu den Zahlen auf deinem Radcomputer passt! Du machst ein lockeres Grundlagentraining, aber dein Puls ist höher als sonst und du fühlst dich schlapp? Vielleicht bahnt sich ein Infekt an. Oder du hast zu wenig gegessen bzw. zu viel Kaffee getrunken. Wenn dein Puls hingegen nach ein paar Tagen Trainingspause etwas höher ist als sonst, kann das einfach bedeuten, dass du top erholt bist.

Leistung und Puls im Blick behalten

Erst das Zusammenspiel aus Leistung, Puls und deinem eigenen Gefühl ergibt das komplette Bild. Selbst die erbrachte Leistung kann je nach Umgebung und Tagesform schwanken. Wenn alle äußeren Faktoren identisch sind – wie bei deinem wöchentlichen Indoor-Training eine Stunde nach dem Abendessen –, hast du eine verlässliche Methode, um deine Trainingsbelastung zu messen und Fortschritte zu erkennen. Denk daran, dass sich deine FTP nicht von heute auf morgen drastisch verändert. Lass dich nicht dazu verleiten, die Intensität einer Einheit hochzuschrauben, nur weil dein Puls mal etwas niedriger ist als sonst. Natürlich kann ein niedrigerer Puls bei gleicher Leistung ein Zeichen für einen Trainingsfortschritt sein – es kann aber eben auch andere Gründe haben. Das Gleiche gilt für einen höheren Puls bei bestimmten Wattwerten. Erst wenn du über einen längeren Zeitraum feststellst, dass du bei einem bestimmten Puls mehr Leistung erbringen kannst, ist das ein klares Zeichen für einen positiven Trainingseffekt. Schaue also immer auf den langfristigen Trend in deinen Einheiten und lass dich nicht von Ausreißern verunsichern. Der Puls lässt sich nicht 1-zu-1 mit der Leistung vergleichen – ziehe also keine voreiligen Schlüsse und höre vor allem immer auf deinen Körper.

Das ist eine wirklich spannende Frage, die sich gar nicht so leicht beantworten lässt. Sowohl bei der Leistung als auch beim Puls spielen nämlich verschiedene Faktoren eine Rolle.

Das Problem mit der Herzfrequenz

Als die ersten Herzfrequenzmessgeräte für HobbysportlerInnen auf den Markt kamen, ging es vor allem darum, das Training effizienter zu gestalten. Durch die Pulsmessung bekam man ein viel besseres Gefühl dafür, wie intensiv und anstrengend eine Einheit für den Körper wirklich war. Vor der Ära der Pulsmesser galt die Geschwindigkeit als Richtwert für die Intensität einer Fahrt. Dass dies extrem ungenau ist, liegt auf der Hand – schließlich spielen äußere Bedingungen eine riesige Rolle. Doch auch der Puls ist nur ein indirekter Indikator für die Trainingsbelastung. Die Herzfrequenz ist letztlich die Reaktion deines Körpers auf eine Anstrengung. Wäre diese Reaktion immer absolut identisch, würde der Puls die Intensität perfekt widerspiegeln. Es zeigt sich jedoch, dass unglaublich viele Faktoren deine Herzfrequenz beeinflussen können. Dazu gehören Stress, Koffein, Höhe, Erholung, Schlaf und sogar die Tageszeit.

Lass uns das an einem konkreten Beispiel verdeutlichen: Nehmen wir an, eine RadfahrerIn hat eine FTP von 250 W. Wenn diese Person mit einer Leistung von 200 W fährt, liegt das unter ihrer maximalen Laktat-Stoffschnittstelle (MLSS) – diese Intensität lässt sich also ziemlich lange durchhalten. Befindet sich dieselbe RadfahrerIn nun in großer Höhe (z. B. auf 2500 Metern über dem Meeresspiegel), ist der Sauerstoffgehalt in der Luft zwar entgegen der landläufigen Meinung der gleiche, aber der Luftdruck ist niedriger. Dadurch nehmen die Lungen weniger Sauerstoff auf. Der Körper muss also deutlich härter arbeiten, um die Muskeln mit der gleichen Menge Sauerstoff zu versorgen. Aus diesem Grund ist der Puls bei gleicher Leistung höher – und weil weniger Sauerstoff in den Muskeln ankommt, sinkt auch die FTP in der Höhe. Ähnliches gilt für Müdigkeit (niedrigerer Puls bei gleicher Intensität) oder Koffeinkonsum (höherer Puls).

Wie das Blutvolumen den Puls beeinflusst

Dieses Beispiel ist leicht nachvollziehbar, aber es gibt noch weitere Faktoren, die das Zusammenspiel von Leistung und Puls ordentlich durcheinanderbringen können. Wenn du beispielsweise eine Weile nicht auf dem Rad saßt, ist dein Puls bei den ersten Fahrten wahrscheinlich ziemlich hoch. Anders ausgedrückt: Eine Fahrt bei hoher Intensität fühlt sich recht locker an. Das liegt zum einen daran, dass du völlig frisch und erholt bist, zum anderen aber auch daran, dass dein Blutvolumen nach einigen Tagen Trainingspause schnell sinkt. Durch das geringere Blutvolumen muss dein Herz kräftiger pumpen, um die gleiche Menge Blut in deine Muskeln zu transportieren. Bedeutet das nun, dass der Puls völlig nutzlos ist und du dich nur noch an den Wattwerten orientieren solltest? Nein, absolut nicht!

Die Reaktion des Körpers auf die Belastung

Das Geniale am Training mit Pulsmesser ist, dass er dir eine objektive Rückmeldung darüber gibt, wie dein Körper auf die Belastung reagiert. Die Kombination aus Herzfrequenz und Leistung zeigt dir perfekt, was dein Körper leistet (Watt) und wie er darauf reagiert (Puls). Noch besser wird es, wenn dein Körpergefühl während des Trainings genau zu den Zahlen auf deinem Radcomputer passt! Du machst ein lockeres Grundlagentraining, aber dein Puls ist höher als sonst und du fühlst dich schlapp? Vielleicht bahnt sich ein Infekt an. Oder du hast zu wenig gegessen bzw. zu viel Kaffee getrunken. Wenn dein Puls hingegen nach ein paar Tagen Trainingspause etwas höher ist als sonst, kann das einfach bedeuten, dass du top erholt bist.

Leistung und Puls im Blick behalten

Erst das Zusammenspiel aus Leistung, Puls und deinem eigenen Gefühl ergibt das komplette Bild. Selbst die erbrachte Leistung kann je nach Umgebung und Tagesform schwanken. Wenn alle äußeren Faktoren identisch sind – wie bei deinem wöchentlichen Indoor-Training eine Stunde nach dem Abendessen –, hast du eine verlässliche Methode, um deine Trainingsbelastung zu messen und Fortschritte zu erkennen. Denk daran, dass sich deine FTP nicht von heute auf morgen drastisch verändert. Lass dich nicht dazu verleiten, die Intensität einer Einheit hochzuschrauben, nur weil dein Puls mal etwas niedriger ist als sonst. Natürlich kann ein niedrigerer Puls bei gleicher Leistung ein Zeichen für einen Trainingsfortschritt sein – es kann aber eben auch andere Gründe haben. Das Gleiche gilt für einen höheren Puls bei bestimmten Wattwerten. Erst wenn du über einen längeren Zeitraum feststellst, dass du bei einem bestimmten Puls mehr Leistung erbringen kannst, ist das ein klares Zeichen für einen positiven Trainingseffekt. Schaue also immer auf den langfristigen Trend in deinen Einheiten und lass dich nicht von Ausreißern verunsichern. Der Puls lässt sich nicht 1-zu-1 mit der Leistung vergleichen – ziehe also keine voreiligen Schlüsse und höre vor allem immer auf deinen Körper.

Das ist eine wirklich spannende Frage, die sich gar nicht so leicht beantworten lässt. Sowohl bei der Leistung als auch beim Puls spielen nämlich verschiedene Faktoren eine Rolle.

Das Problem mit der Herzfrequenz

Als die ersten Herzfrequenzmessgeräte für HobbysportlerInnen auf den Markt kamen, ging es vor allem darum, das Training effizienter zu gestalten. Durch die Pulsmessung bekam man ein viel besseres Gefühl dafür, wie intensiv und anstrengend eine Einheit für den Körper wirklich war. Vor der Ära der Pulsmesser galt die Geschwindigkeit als Richtwert für die Intensität einer Fahrt. Dass dies extrem ungenau ist, liegt auf der Hand – schließlich spielen äußere Bedingungen eine riesige Rolle. Doch auch der Puls ist nur ein indirekter Indikator für die Trainingsbelastung. Die Herzfrequenz ist letztlich die Reaktion deines Körpers auf eine Anstrengung. Wäre diese Reaktion immer absolut identisch, würde der Puls die Intensität perfekt widerspiegeln. Es zeigt sich jedoch, dass unglaublich viele Faktoren deine Herzfrequenz beeinflussen können. Dazu gehören Stress, Koffein, Höhe, Erholung, Schlaf und sogar die Tageszeit.

Lass uns das an einem konkreten Beispiel verdeutlichen: Nehmen wir an, eine RadfahrerIn hat eine FTP von 250 W. Wenn diese Person mit einer Leistung von 200 W fährt, liegt das unter ihrer maximalen Laktat-Stoffschnittstelle (MLSS) – diese Intensität lässt sich also ziemlich lange durchhalten. Befindet sich dieselbe RadfahrerIn nun in großer Höhe (z. B. auf 2500 Metern über dem Meeresspiegel), ist der Sauerstoffgehalt in der Luft zwar entgegen der landläufigen Meinung der gleiche, aber der Luftdruck ist niedriger. Dadurch nehmen die Lungen weniger Sauerstoff auf. Der Körper muss also deutlich härter arbeiten, um die Muskeln mit der gleichen Menge Sauerstoff zu versorgen. Aus diesem Grund ist der Puls bei gleicher Leistung höher – und weil weniger Sauerstoff in den Muskeln ankommt, sinkt auch die FTP in der Höhe. Ähnliches gilt für Müdigkeit (niedrigerer Puls bei gleicher Intensität) oder Koffeinkonsum (höherer Puls).

Wie das Blutvolumen den Puls beeinflusst

Dieses Beispiel ist leicht nachvollziehbar, aber es gibt noch weitere Faktoren, die das Zusammenspiel von Leistung und Puls ordentlich durcheinanderbringen können. Wenn du beispielsweise eine Weile nicht auf dem Rad saßt, ist dein Puls bei den ersten Fahrten wahrscheinlich ziemlich hoch. Anders ausgedrückt: Eine Fahrt bei hoher Intensität fühlt sich recht locker an. Das liegt zum einen daran, dass du völlig frisch und erholt bist, zum anderen aber auch daran, dass dein Blutvolumen nach einigen Tagen Trainingspause schnell sinkt. Durch das geringere Blutvolumen muss dein Herz kräftiger pumpen, um die gleiche Menge Blut in deine Muskeln zu transportieren. Bedeutet das nun, dass der Puls völlig nutzlos ist und du dich nur noch an den Wattwerten orientieren solltest? Nein, absolut nicht!

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Das Geniale am Training mit Pulsmesser ist, dass er dir eine objektive Rückmeldung darüber gibt, wie dein Körper auf die Belastung reagiert. Die Kombination aus Herzfrequenz und Leistung zeigt dir perfekt, was dein Körper leistet (Watt) und wie er darauf reagiert (Puls). Noch besser wird es, wenn dein Körpergefühl während des Trainings genau zu den Zahlen auf deinem Radcomputer passt! Du machst ein lockeres Grundlagentraining, aber dein Puls ist höher als sonst und du fühlst dich schlapp? Vielleicht bahnt sich ein Infekt an. Oder du hast zu wenig gegessen bzw. zu viel Kaffee getrunken. Wenn dein Puls hingegen nach ein paar Tagen Trainingspause etwas höher ist als sonst, kann das einfach bedeuten, dass du top erholt bist.

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