Dein erster Marathon-Rückblick: Akzeptieren, anpassen, weitergehen!

Oct 25, 2024

Dein erster Marathon-Rückblick: Akzeptieren, anpassen, weitergehen!
Oct 25, 2024

Dein erster Marathon-Rückblick: Akzeptieren, anpassen, weitergehen!

Oct 25, 2024

Sonntag, der 20. Oktober, war der Tag der Entscheidung – mein allererster Marathon. Die Vorbereitung lief wie am Schnürchen und ich konnte jede Trainingseinheit genau wie geplant durchziehen. Mein großes Ziel war eine Zeit von unter 3 Stunden, aber mit allem unter 3 Stunden und 10 Minuten wäre ich auch absolut happy gewesen. Mir war klar, dass die 3-Stunden-Marke nur zu knacken ist, wenn am Renntag einfach alles perfekt zusammenpasst.
Genau wie bei der Vorbereitung auf einen Gran Fondo herrscht auch am Tag vor einem Marathon das pure Chaos. Dir gehen tausend Dinge durch den Kopf, du musst packen und alles dreimal checken. Meine Familie und ich sind schon am Vorabend nach Antwerpen gereist. Man hofft in so einer Situation ja immer, dass die Kids im Hotel gut schlafen – und zum Glück haben sie das auch getan. Die letzte Stunde vor dem Marathonstart ist eigentlich nie wirklich entspannt. Im Gegensatz zu Gran Fondos sind die Startblöcke beim Marathon nach Zielzeiten aufgeteilt. Man muss also nicht schon drei Stunden vorher frierend im Startblock herumstehen. Ganz ehrlich: Können wir uns darauf einigen, dieses ewige stundenlange Warten in den Gran-Fondo-Startblöcken einfach abzuschaffen? Drei Stunden vorher in der Startbox zu stehen ist doch völlig verrückt. Wer so verbissen ist, dass er so früh da sein muss, sollte vielleicht lieber versuchen, Radprofi zu werden, anstatt solche Hobby-Events unnötig stressig zu machen.
Aber zurück zum Marathon. Die ersten 15 Kilometer liefen fantastisch. Mein Tempo war super konstant – so zwischen 4:00 und 4:10 Minuten pro Kilometer – und ich hatte keinerlei Beschwerden. Aber um die 3-Stunden-Marke zu knacken, musst du anfangs sogar noch etwas schneller sein, um den unvermeidlichen Einbruch ab Kilometer 30 oder 35 abzufedern.
Bei Kilometer 15 fingen dann die Probleme an. Meine Wade fing an zu zwicken und der Schmerz wurde von Schritt zu Schritt schlimmer. Es war kein Muskelfaserriss – der kommt ja plötzlich und hätte mich sofort gestoppt. Ich konnte zwar weiterlaufen, aber der Schmerz zwang mich, das Tempo rauszunehmen. Bei Kilometer 17, genau dort, wo meine Familie zum Anfeuern stand, war ich kurz davor, das Handtuch zu werfen. Noch 25 Kilometer mit diesen Schmerzen vor mir zu haben, war alles andere als verlockend. Ich schnappte mir ein Elektrolytgetränk und hörte meine Frau noch sagen: „Vielleicht wird es ja gleich besser.“ Und irgendwie hat das bei mir im Kopf einen Schalter umgelegt. Was, wenn es wirklich besser wird? Man weiß es erst, wenn man es ausprobiert hat.
Also lief ich nach einer kurzen Pause von unter einer Minute einfach weiter. Die Schmerzen wurden natürlich nicht sofort weniger. Vielleicht hatte sich meine Frau ja doch geirrt? Aber nach einer Weile fand ich einen Rhythmus, in dem der Schmerz erträglich war – bei einer Pace von etwa 4:30 bis 4:45 Minuten pro Kilometer.
Die nächsten 25 Kilometer habe ich mich dann durchgebissen, fleißig getrunken und fleißig Kohlenhydrate geschaufelt. Der eigentliche mentale Kampf begann zwischen Kilometer 25 und 35 – eine brutal harte Phase. Aber ab Kilometer 35 hat mich das Wissen, dass das Ziel immer näher rückt, einfach nur noch angetrieben. Die Schmerzen waren zwar immer noch da, aber ich habe sie akzeptiert, mich darauf eingestellt und weiter durchgezogen. Eine Zeit unter 3:10 Stunden war zwar utopisch, aber vielleicht ging ja noch unter 3:15? Dieses Ziel vor Augen hat mich gerettet. Auf den letzten zwei Kilometern habe ich noch einmal alles aus mir herausgeholt und die Ziellinie schließlich nach 3 Stunden, 13 Minuten und 8 Sekunden überquert. Es war zwar nicht ganz meine Wunschzeit, aber unter diesen Umständen war ich überglücklich. Vor allem war ich stolz darauf, nicht aufgegeben zu haben. Mein persönliches Learning daraus: Solange der Körper irgendwie mitspielt, sollte man einfach immer weiter nach vorne schauen!
Nach dem Rennen schwoll meine linke Wade an und wurde feuerrot. Es war jetzt kein riesiges Drama, aber ich bin am nächsten Tag trotzdem sicherheitshalber zum Arzt gegangen. Das Ultraschallbild zeigte zum Glück keine Muskelverletzung oder Knochenhautentzündung, und auch die Venen und Arterien waren völlig in Ordnung. Wahrscheinlich war es einfach eine Kombination aus mehreren kleinen Faktoren. Normalerweise laufe ich auf weichem Waldboden, da war der harte Asphalt beim Marathon wohl ein echter Schock für meine Muskeln. Meine Laufschuhe waren zudem noch recht neu (obwohl ich damit sonst nie Probleme habe). Und zu allem Überfluss hatte ich am Morgen des Marathons kaum etwas getrunken, um mir zusätzliche Toilettengänge zu ersparen. Jede dieser Entscheidungen war gut gemeint, aber in der Summe war es einfach nicht die beste Idee.
Mit dieser wertvollen Erfahrung im Gepäck freue ich mich jetzt erst einmal auf ein paar entspannte Ausfahrten auf dem Rad mit FreundInnen, gefolgt von einem guten Bier oder einem feinen Glas Wein. Sobald meine Verletzung komplett auskuriert ist, werde ich definitiv wieder Laufeinheiten in meinen Radtrainingsplan integrieren, da das Laufen einfach eine geniale Ergänzung für RadfahrerInnen ist. Und heimlich schmiede ich auch schon Pläne für meinen nächsten Marathon. Aber jetzt heißt es erst einmal… Füße hochlegen und lecker essen! 🍻🚴♂️🍷
Sonntag, der 20. Oktober, war der Tag der Entscheidung – mein allererster Marathon. Die Vorbereitung lief wie am Schnürchen und ich konnte jede Trainingseinheit genau wie geplant durchziehen. Mein großes Ziel war eine Zeit von unter 3 Stunden, aber mit allem unter 3 Stunden und 10 Minuten wäre ich auch absolut happy gewesen. Mir war klar, dass die 3-Stunden-Marke nur zu knacken ist, wenn am Renntag einfach alles perfekt zusammenpasst.
Genau wie bei der Vorbereitung auf einen Gran Fondo herrscht auch am Tag vor einem Marathon das pure Chaos. Dir gehen tausend Dinge durch den Kopf, du musst packen und alles dreimal checken. Meine Familie und ich sind schon am Vorabend nach Antwerpen gereist. Man hofft in so einer Situation ja immer, dass die Kids im Hotel gut schlafen – und zum Glück haben sie das auch getan. Die letzte Stunde vor dem Marathonstart ist eigentlich nie wirklich entspannt. Im Gegensatz zu Gran Fondos sind die Startblöcke beim Marathon nach Zielzeiten aufgeteilt. Man muss also nicht schon drei Stunden vorher frierend im Startblock herumstehen. Ganz ehrlich: Können wir uns darauf einigen, dieses ewige stundenlange Warten in den Gran-Fondo-Startblöcken einfach abzuschaffen? Drei Stunden vorher in der Startbox zu stehen ist doch völlig verrückt. Wer so verbissen ist, dass er so früh da sein muss, sollte vielleicht lieber versuchen, Radprofi zu werden, anstatt solche Hobby-Events unnötig stressig zu machen.
Aber zurück zum Marathon. Die ersten 15 Kilometer liefen fantastisch. Mein Tempo war super konstant – so zwischen 4:00 und 4:10 Minuten pro Kilometer – und ich hatte keinerlei Beschwerden. Aber um die 3-Stunden-Marke zu knacken, musst du anfangs sogar noch etwas schneller sein, um den unvermeidlichen Einbruch ab Kilometer 30 oder 35 abzufedern.
Bei Kilometer 15 fingen dann die Probleme an. Meine Wade fing an zu zwicken und der Schmerz wurde von Schritt zu Schritt schlimmer. Es war kein Muskelfaserriss – der kommt ja plötzlich und hätte mich sofort gestoppt. Ich konnte zwar weiterlaufen, aber der Schmerz zwang mich, das Tempo rauszunehmen. Bei Kilometer 17, genau dort, wo meine Familie zum Anfeuern stand, war ich kurz davor, das Handtuch zu werfen. Noch 25 Kilometer mit diesen Schmerzen vor mir zu haben, war alles andere als verlockend. Ich schnappte mir ein Elektrolytgetränk und hörte meine Frau noch sagen: „Vielleicht wird es ja gleich besser.“ Und irgendwie hat das bei mir im Kopf einen Schalter umgelegt. Was, wenn es wirklich besser wird? Man weiß es erst, wenn man es ausprobiert hat.
Also lief ich nach einer kurzen Pause von unter einer Minute einfach weiter. Die Schmerzen wurden natürlich nicht sofort weniger. Vielleicht hatte sich meine Frau ja doch geirrt? Aber nach einer Weile fand ich einen Rhythmus, in dem der Schmerz erträglich war – bei einer Pace von etwa 4:30 bis 4:45 Minuten pro Kilometer.
Die nächsten 25 Kilometer habe ich mich dann durchgebissen, fleißig getrunken und fleißig Kohlenhydrate geschaufelt. Der eigentliche mentale Kampf begann zwischen Kilometer 25 und 35 – eine brutal harte Phase. Aber ab Kilometer 35 hat mich das Wissen, dass das Ziel immer näher rückt, einfach nur noch angetrieben. Die Schmerzen waren zwar immer noch da, aber ich habe sie akzeptiert, mich darauf eingestellt und weiter durchgezogen. Eine Zeit unter 3:10 Stunden war zwar utopisch, aber vielleicht ging ja noch unter 3:15? Dieses Ziel vor Augen hat mich gerettet. Auf den letzten zwei Kilometern habe ich noch einmal alles aus mir herausgeholt und die Ziellinie schließlich nach 3 Stunden, 13 Minuten und 8 Sekunden überquert. Es war zwar nicht ganz meine Wunschzeit, aber unter diesen Umständen war ich überglücklich. Vor allem war ich stolz darauf, nicht aufgegeben zu haben. Mein persönliches Learning daraus: Solange der Körper irgendwie mitspielt, sollte man einfach immer weiter nach vorne schauen!
Nach dem Rennen schwoll meine linke Wade an und wurde feuerrot. Es war jetzt kein riesiges Drama, aber ich bin am nächsten Tag trotzdem sicherheitshalber zum Arzt gegangen. Das Ultraschallbild zeigte zum Glück keine Muskelverletzung oder Knochenhautentzündung, und auch die Venen und Arterien waren völlig in Ordnung. Wahrscheinlich war es einfach eine Kombination aus mehreren kleinen Faktoren. Normalerweise laufe ich auf weichem Waldboden, da war der harte Asphalt beim Marathon wohl ein echter Schock für meine Muskeln. Meine Laufschuhe waren zudem noch recht neu (obwohl ich damit sonst nie Probleme habe). Und zu allem Überfluss hatte ich am Morgen des Marathons kaum etwas getrunken, um mir zusätzliche Toilettengänge zu ersparen. Jede dieser Entscheidungen war gut gemeint, aber in der Summe war es einfach nicht die beste Idee.
Mit dieser wertvollen Erfahrung im Gepäck freue ich mich jetzt erst einmal auf ein paar entspannte Ausfahrten auf dem Rad mit FreundInnen, gefolgt von einem guten Bier oder einem feinen Glas Wein. Sobald meine Verletzung komplett auskuriert ist, werde ich definitiv wieder Laufeinheiten in meinen Radtrainingsplan integrieren, da das Laufen einfach eine geniale Ergänzung für RadfahrerInnen ist. Und heimlich schmiede ich auch schon Pläne für meinen nächsten Marathon. Aber jetzt heißt es erst einmal… Füße hochlegen und lecker essen! 🍻🚴♂️🍷
Sonntag, der 20. Oktober, war der Tag der Entscheidung – mein allererster Marathon. Die Vorbereitung lief wie am Schnürchen und ich konnte jede Trainingseinheit genau wie geplant durchziehen. Mein großes Ziel war eine Zeit von unter 3 Stunden, aber mit allem unter 3 Stunden und 10 Minuten wäre ich auch absolut happy gewesen. Mir war klar, dass die 3-Stunden-Marke nur zu knacken ist, wenn am Renntag einfach alles perfekt zusammenpasst.
Genau wie bei der Vorbereitung auf einen Gran Fondo herrscht auch am Tag vor einem Marathon das pure Chaos. Dir gehen tausend Dinge durch den Kopf, du musst packen und alles dreimal checken. Meine Familie und ich sind schon am Vorabend nach Antwerpen gereist. Man hofft in so einer Situation ja immer, dass die Kids im Hotel gut schlafen – und zum Glück haben sie das auch getan. Die letzte Stunde vor dem Marathonstart ist eigentlich nie wirklich entspannt. Im Gegensatz zu Gran Fondos sind die Startblöcke beim Marathon nach Zielzeiten aufgeteilt. Man muss also nicht schon drei Stunden vorher frierend im Startblock herumstehen. Ganz ehrlich: Können wir uns darauf einigen, dieses ewige stundenlange Warten in den Gran-Fondo-Startblöcken einfach abzuschaffen? Drei Stunden vorher in der Startbox zu stehen ist doch völlig verrückt. Wer so verbissen ist, dass er so früh da sein muss, sollte vielleicht lieber versuchen, Radprofi zu werden, anstatt solche Hobby-Events unnötig stressig zu machen.
Aber zurück zum Marathon. Die ersten 15 Kilometer liefen fantastisch. Mein Tempo war super konstant – so zwischen 4:00 und 4:10 Minuten pro Kilometer – und ich hatte keinerlei Beschwerden. Aber um die 3-Stunden-Marke zu knacken, musst du anfangs sogar noch etwas schneller sein, um den unvermeidlichen Einbruch ab Kilometer 30 oder 35 abzufedern.
Bei Kilometer 15 fingen dann die Probleme an. Meine Wade fing an zu zwicken und der Schmerz wurde von Schritt zu Schritt schlimmer. Es war kein Muskelfaserriss – der kommt ja plötzlich und hätte mich sofort gestoppt. Ich konnte zwar weiterlaufen, aber der Schmerz zwang mich, das Tempo rauszunehmen. Bei Kilometer 17, genau dort, wo meine Familie zum Anfeuern stand, war ich kurz davor, das Handtuch zu werfen. Noch 25 Kilometer mit diesen Schmerzen vor mir zu haben, war alles andere als verlockend. Ich schnappte mir ein Elektrolytgetränk und hörte meine Frau noch sagen: „Vielleicht wird es ja gleich besser.“ Und irgendwie hat das bei mir im Kopf einen Schalter umgelegt. Was, wenn es wirklich besser wird? Man weiß es erst, wenn man es ausprobiert hat.
Also lief ich nach einer kurzen Pause von unter einer Minute einfach weiter. Die Schmerzen wurden natürlich nicht sofort weniger. Vielleicht hatte sich meine Frau ja doch geirrt? Aber nach einer Weile fand ich einen Rhythmus, in dem der Schmerz erträglich war – bei einer Pace von etwa 4:30 bis 4:45 Minuten pro Kilometer.
Die nächsten 25 Kilometer habe ich mich dann durchgebissen, fleißig getrunken und fleißig Kohlenhydrate geschaufelt. Der eigentliche mentale Kampf begann zwischen Kilometer 25 und 35 – eine brutal harte Phase. Aber ab Kilometer 35 hat mich das Wissen, dass das Ziel immer näher rückt, einfach nur noch angetrieben. Die Schmerzen waren zwar immer noch da, aber ich habe sie akzeptiert, mich darauf eingestellt und weiter durchgezogen. Eine Zeit unter 3:10 Stunden war zwar utopisch, aber vielleicht ging ja noch unter 3:15? Dieses Ziel vor Augen hat mich gerettet. Auf den letzten zwei Kilometern habe ich noch einmal alles aus mir herausgeholt und die Ziellinie schließlich nach 3 Stunden, 13 Minuten und 8 Sekunden überquert. Es war zwar nicht ganz meine Wunschzeit, aber unter diesen Umständen war ich überglücklich. Vor allem war ich stolz darauf, nicht aufgegeben zu haben. Mein persönliches Learning daraus: Solange der Körper irgendwie mitspielt, sollte man einfach immer weiter nach vorne schauen!
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