Warum ich zur JOIN Cycling App gewechselt bin?

Jan 2, 2023

Warum ich zur JOIN Cycling App gewechselt bin?
Jan 2, 2023

Warum ich zur JOIN Cycling App gewechselt bin?

Jan 2, 2023

Wenn du wie ich ein ambitionierter Radfahrer bist, dann bist du immer auf der Suche nach dem gewissen Extra. Egal, ob es die frisch gewachste Kette oder der Aero-Helm ist, die dir ein paar Watt sparen, der neue Laufradsatz, der ein paar hundert Gramm einspart, oder das neue Nahrungsergänzungsmittel, das dir den extra Kick gibt, wenn du ihn am dringendsten brauchst. Viele der heutigen Radsportprodukte sind reines Marketing, aber einige eben nicht.
Geschrieben von: Pascal KwaksWie so viele wäre ich natürlich auch gerne Radprofi geworden, aber leider habe ich meine Liebe zum Radsport erst im Alter von 31 Jahren entdeckt. Aber hey, ich kann ja trotzdem schauen, was ich noch so erreichen kann, oder?
Seit ich mit dem Radfahren angefangen habe, habe ich so ziemlich jedes verrückte „Upgrade“ ausprobiert, das es gibt, um schneller zu werden – und glaub mir, die Dinge, die ich oben aufgezählt habe, sind nur eine kleine Auswahl. Und wer nimmt nicht gerne eine Abkürzung, solange sie im Rahmen des sportlichen Reglements bleibt? Aber die Wahrheit ist: Nichts funktioniert besser als altbewährter Schweiß und Tränen. Am Ende bist es du selbst, der die Trainingsstunden investieren muss. DU, der sich durch die nächste Einheit auf der Rolle quält oder sich in den Regen und den endlosen Gegenwind stürzt. Es hat eine Weile gedauert, bis ich dieser Wahrheit ins Auge blicken konnte.
Vor ein paar Jahren in Topform
Spulen wir ein paar Jahre zurück. Von 2008 bis Ende 2015 war ich in der Form meines Lebens. Während meiner Zeit bei der Luftwaffe habe ich fast jeden Tag in der Woche verschiedene Sportarten betrieben. Ich ging laufen, schwimmen und ins Fitnessstudio. Ich sah zwar überhaupt nicht aus wie Dwayne „The Rock“ Johnson, hatte aber eine hervorragende Ausdauer. Ich kam an einen Punkt, an dem ich einen 5-Kilometer-Lauf in 18 Minuten absolvieren konnte. Und das ohne richtiges Lauftraining und zu einer Zeit, als ich noch eine Packung Zigaretten am Tag rauchte.
Diese Zeiten waren jedoch schnell vorbei, als ich einen Schreibtischjob in der IT bekam. Ich behielt meinen ungesunden Lebensstil bei und fing irgendwann an, mir Sorgen um meine Gesundheit zu machen. Nicht, dass ich ernsthafte Beschwerden hatte, aber mir wurde klar, dass das wahrscheinlich nicht ewig so gut gehen würde.
Ein gebrauchtes Rennrad
Im Jahr 2019 beschloss ich, etwas zu ändern, und kaufte mir für 300 Euro ein günstiges gebrauchtes Rennrad auf der niederländischen Plattform von eBay. Es war nicht viel, aber ich war glücklich und es entfachte meine Liebe zum Radsport. Es war super schwer, hatte jede Menge Dellen und eine Dreifach-Kurbel. Irgendwie schien das Einstellen der Schaltung nie richtig zu funktionieren, und eine abgesprungene Kette war eine Erfahrung, die ich sehr schnell machen durfte. Zu dieser Zeit habe ich auch von heute auf morgen mit dem Rauchen aufgehört. Das und meine Heirat waren definitiv die besseren Entscheidungen in meinem bisherhen Leben.
Mit den Monaten und Jahren wurde ich immer ehrgeiziger. Ich fuhr zwar noch keine Rennen, aber die Leistungssteigerungen reichten völlig aus, um mich zu immer mehr anzuspornen. Irgendwann spürte ich, dass ich mehr Struktur in meinen Trainingsplänen brauchte, da das bloße Radfahren nicht mehr die gleichen Fortschritte brachte. Bis dahin hatte ich noch nie über einen längeren Zeitraum nach einem festen Trainingsplan trainiert, abgesehen von ein paar Tests mit „The Sufferfest“, das heute, glaube ich, Wahoo System heißt.
Ich habe einen Radsport-Coach engagiert
Ich tat etwas, was die meisten wahrscheinlich nicht tun würden: Ich engagierte einen Radsport-Coach. Nach dem Ausfüllen eines langen Fragebogens hatte ich wenige Tage später mein erstes Gespräch mit ihm. Ich erfuhr, dass er aus Australien stammte, aber in Frankreich lebte und in deren Jugendjahren mit einigen australischen World-Tour-Profis zusammengearbeitet hatte. Also eine Menge Erfahrung und ein sehr beeindruckender Lebenslauf! Es war nicht billig, es kostete mich jeden Monat etwas mehr als hundert Euro.
Ich hatte mich für die günstigste Variante entschieden. Die mittlere Stufe hätte mir doppelt so viele Gespräche mit dem Coach ermöglicht und mehr monatliche Anpassungen des Trainingsplans erlaubt. Das teuerste Paket bot unbegrenzte Kontaktmöglichkeiten und Planänderungen sowie einen personalisierten Ernährungsplan. Leider weiß ich die genauen Preise nicht mehr, aber das teuerste Paket lag bei etwa 1000 Euro. Meiner Meinung nach ist das nur etwas für echte Profis. Und selbst damals habe ich mich gefragt, ob es nicht auch günstigere Alternativen gibt.
Du fragst dich jetzt bestimmt: Hat es sich für mich gelohnt? Absolut. Nachdem ich stagniert hatte, machte ich plötzlich wieder ernsthafte Fortschritte. Insgesamt habe ich ihn, glaube ich, etwa 1,5 Jahre lang engagiert, und bei fast jedem FTP-Test habe ich eine neue persönliche Bestleistung aufgestellt. Auch die monatlichen Telefonate waren eine tolle Sache. Wann immer ein bestimmtes Event anstand, konnte ich mich mit meinem Coach beraten und wir haben gemeinsam die beste Strategie ausgearbeitet.
Langfristiger Plan?
Wie sah also mein langfristiger Plan aus? Ich verfolgte die Weltbesten im Gravel-Radsport und sah, wie Leute wie Laurens ten Dam und Peter Stetina unglaubliche Leistungen erbrachten. Laurens belegte beim Unbound Gravel den 2. Platz – und das mit über 40! Ich will nicht lügen, mein wildester Traum ist es, wie bei vielen anderen RadfahrerInnen auch, etwas Ähnliches zu schaffen. Vielleicht schmunzelst du jetzt gerade, und das ist völlig okay, aber ich werde es trotzdem versuchen.
Und dann... beschloss ich, den Vertrag mit meinem Coach zu kündigen. Aber wenn alles so gut lief, warum dann aufhören? „Never change a winning team“, oder? Es war in der Tat ein gewagter Schritt. Wahrscheinlich ist es etwas übertrieben, aber es fühlte sich an wie das Ende einer Beziehung. Es fiel mir schwer, den Schlussstrich zu ziehen.
Der Grund dafür waren zwei Dinge: Erstens der Preis. Mehr als 100 Euro im Monat sind für die meisten Menschen eine Menge Geld, mich eingeschlossen. Und auch wenn der persönliche Kontakt nett ist, habe ich mich gefragt, ob es das wirklich wert ist. Schließlich habe ich gelernt, dass es eine Menge kostenloser und relativ günstiger Alternativen gibt. Eines meiner Probleme mit Standardplänen war jedoch, dass mir das Wissen fehlte, um zu beurteilen, ob sie wirklich gut sind. Wer hat sie erstellt? Jemand wie ich oder hatte die Person einen fundierten sportwissenschaftlichen Hintergrund? Was mich auch unsicher machte, war die Tatsache, dass diese Pläne oft für die breite Masse geschrieben wurden. Passt das überhaupt zu meinen Zielen und Voraussetzungen?
Mangelnde Flexibilität
Und dann ist da noch der andere Faktor: die mangelnde Flexibilität. Jeden Monat gab mir mein Coach einen neuen Zeitplan für den kommenden Monat. Bevor mein Coach mit der Planung begann, trug ich besondere Tage in den Kalender ein. Zum Beispiel, wenn ich ein Rennen hatte oder aus verschiedenen Gründen nicht fahren konnte.
Das einzige Problem ist, dass man manchmal nicht alles vorhersehen kann. Es gab Tage, an denen das Wetter so schlecht war, dass ich mich auf dem Rad nicht sicher oder wohl fühlte, oder Tage, an denen ich auf der Arbeit Überstunden machen musste. Wenn ich das ein paar Tage vorher wusste, konnte ich meinem Coach schreiben und er passte den Plan an. Aber wenn es am selben Tag passierte, funktionierte das nicht mehr. Ich kann nicht erwarten, dass ein Coach rund um die Uhr seine E-Mails checkt. Und denk dran: Da ich das günstigste Paket hatte, konnte ich nur einmal im Monat um Änderungen bitten.
Nachdem ich also den Sprung ins kalte Wasser ohne Coach gewagt hatte, meldete ich mich bei einem Dienst an, von dem ich schon ein paar Mal gehört hatte: JOIN cycling. JOIN ist eine Radsport-App, die basierend auf deinem Niveau und deiner Verfügbarkeit automatisch einen Trainingsplan erstellt. Für mich füllt sie einfach die Lücke. Ich muss keine persönliche Beziehung zu einem Coach mehr pflegen und habe die ultimative Flexibilität in einer einzigen App. Ich glaube, das ist die Zukunft, um auf dem Rad besser zu werden.
Onboarding in der JOIN Cycling App
Als ich die App zum ersten Mal heruntergeladen habe, musste ich ein Ziel festlegen. Für 2023 habe ich zwei große Ziele: Erstens, mich für die UCI Gravel World Series zu qualifizieren, und zweitens, ein gutes Ergebnis beim Unbound Gravel zu erzielen. Für die Weltmeisterschaft werde ich wohl 2 oder 3 Qualifikationsrennen fahren. Ich weiß nicht, wie stark das Feld ist und wie viele Versuche ich brauchen werde. Vielleicht habe ich auch eine Menge mechanischer Probleme, wer weiß das schon.
Wenn ich mich zwischen der WM-Qualifikation und Unbound entscheiden müsste, würde Letzteres immer gewinnen. Also habe ich mich in der App für das Ziel „Eintages-Event“ entschieden: Unbound. Wenn du das tust, wirst du nach dem Datum, der Distanz und den Höhenmetern des Events gefragt. Ein weiterer wichtiger Punkt, den die App wissen wollte, war, wie ambitioniert ich als Radfahrer bin, gemessen an den Stunden, die ich bereit bin zu investieren. Auf dieser Basis landete ich in der Kategorie „Profi“. Tja... nun ja... Kein echter Profi, aber danke für das Vertrauen in mich, JOIN.
Deine wöchentliche Verfügbarkeit
Nachdem du noch ein paar weitere Details eingegeben hast, geht es los und JOIN fragt dich nach deiner wöchentlichen Verfügbarkeit:

Das ist mein absolutes Lieblingsfeature der App. Selbst wenn ich meine Verfügbarkeit für die Woche eingegeben habe, kann ich am selben Tag, Minuten vor einer geplanten Fahrt, noch Anpassungen vornehmen. JOIN wirft meinen Zeitplan für diese Woche auf der Grundlage meiner neuesten Angaben komplett um. Wie genial ist das denn?! Erwähnenswert ist auch, dass eine Verfügbarkeit von zum Beispiel 6 Stunden an einem Tag nicht automatisch bedeutet, dass du auch eine 6-stündige Fahrt vorgeschlagen bekommst. Es bedeutet lediglich, dass dies die maximale Zeit ist, die dir zur Verfügung steht.
Ich kann den geplanten Ride auch komplett ignorieren und einfach frei Schnauze fahren. Nach jeder Fahrt bittet mich JOIN um Feedback auf einer Skala von 1 bis 10. 1 bedeutet, dass es sich wie eine super lockere Erholungsfahrt angefühlt hat, 10 bedeutet, dass du alles gegeben hast. Außerdem gibt es einen Schalter, mit dem du bestätigst, ob du das vorgeschlagene Workout absolviert hast.
Und voilà, schon hast du deinen eigenen, personalisierten Trainingsplan:
Bei jedem Workout kann JOIN dir erklären, warum du genau diese Einheit absolvieren sollst. Sobald du darauf tippst, erhältst du eine detaillierte Übersicht:

Wenn du deine FTP und deine Schwellen-Herzfrequenz in der App hinterlegst, werden alle Trainingseinheiten automatisch an deine Zonen angepasst. Von da an hast du die Möglichkeit, ein Workout für verschiedene Plattformen zu exportieren, zum Beispiel Zwift, Garmin, Wahoo und TrainingPeaks. Da ich am liebsten draußen mit meinem Garmin Edge trainiere, wähle ich Garmin. Nach dem Export ist das Workout in der Garmin Connect App unter dem Reiter „Trainings“ verfügbar. Von dort aus kannst du es mit deinem Garmin-Gerät synchronisieren. Es funktioniert einfach reibungslos.
Ein weiteres nützliches Feature der App ist, dass sie dir dein Ausgangs- und dein aktuelles Niveau anzeigt:

Mich motiviert das ungemein. Ich kenne den genauen Algorithmus hinter dieser Anzeige nicht, aber je mehr Stunden ich investiere, desto höher ist mein Score. Ich glaube auch, dass die Herzfrequenz- und Leistungsmesserdaten der vorherigen Trainingseinheiten eine Rolle spielen, aber ganz bestätigen kann ich das nicht. Wie dem auch sei, das Ganze macht ziemlich süchtig, weil man immer versucht, diesen Wert weiter nach oben zu schrauben.
Positiv zu erwähnen ist auch, dass die Macher der App sehr aktiv an weiteren Verbesserungen arbeiten. Vor ein paar Wochen habe ich ein Update installiert, das ein richtig cooles neues Feature mitbrachte. Ab jetzt kann dir die App deine geschätzte FTP anzeigen, basierend auf all den Daten, die sie aus deinen Trainingseinheiten sammelt:

Im Moment kann ich noch nicht sagen, ob das genau ist oder nicht. Mein nächster FTP-Test steht erst in ein paar Wochen an, aber solche Dinge halten mich bei JOIN bei der Stange.
Wenn du wie ich ein ambitionierter Radfahrer bist, dann bist du immer auf der Suche nach dem gewissen Extra. Egal, ob es die frisch gewachste Kette oder der Aero-Helm ist, die dir ein paar Watt sparen, der neue Laufradsatz, der ein paar hundert Gramm einspart, oder das neue Nahrungsergänzungsmittel, das dir den extra Kick gibt, wenn du ihn am dringendsten brauchst. Viele der heutigen Radsportprodukte sind reines Marketing, aber einige eben nicht.
Geschrieben von: Pascal KwaksWie so viele wäre ich natürlich auch gerne Radprofi geworden, aber leider habe ich meine Liebe zum Radsport erst im Alter von 31 Jahren entdeckt. Aber hey, ich kann ja trotzdem schauen, was ich noch so erreichen kann, oder?
Seit ich mit dem Radfahren angefangen habe, habe ich so ziemlich jedes verrückte „Upgrade“ ausprobiert, das es gibt, um schneller zu werden – und glaub mir, die Dinge, die ich oben aufgezählt habe, sind nur eine kleine Auswahl. Und wer nimmt nicht gerne eine Abkürzung, solange sie im Rahmen des sportlichen Reglements bleibt? Aber die Wahrheit ist: Nichts funktioniert besser als altbewährter Schweiß und Tränen. Am Ende bist es du selbst, der die Trainingsstunden investieren muss. DU, der sich durch die nächste Einheit auf der Rolle quält oder sich in den Regen und den endlosen Gegenwind stürzt. Es hat eine Weile gedauert, bis ich dieser Wahrheit ins Auge blicken konnte.
Vor ein paar Jahren in Topform
Spulen wir ein paar Jahre zurück. Von 2008 bis Ende 2015 war ich in der Form meines Lebens. Während meiner Zeit bei der Luftwaffe habe ich fast jeden Tag in der Woche verschiedene Sportarten betrieben. Ich ging laufen, schwimmen und ins Fitnessstudio. Ich sah zwar überhaupt nicht aus wie Dwayne „The Rock“ Johnson, hatte aber eine hervorragende Ausdauer. Ich kam an einen Punkt, an dem ich einen 5-Kilometer-Lauf in 18 Minuten absolvieren konnte. Und das ohne richtiges Lauftraining und zu einer Zeit, als ich noch eine Packung Zigaretten am Tag rauchte.
Diese Zeiten waren jedoch schnell vorbei, als ich einen Schreibtischjob in der IT bekam. Ich behielt meinen ungesunden Lebensstil bei und fing irgendwann an, mir Sorgen um meine Gesundheit zu machen. Nicht, dass ich ernsthafte Beschwerden hatte, aber mir wurde klar, dass das wahrscheinlich nicht ewig so gut gehen würde.
Ein gebrauchtes Rennrad
Im Jahr 2019 beschloss ich, etwas zu ändern, und kaufte mir für 300 Euro ein günstiges gebrauchtes Rennrad auf der niederländischen Plattform von eBay. Es war nicht viel, aber ich war glücklich und es entfachte meine Liebe zum Radsport. Es war super schwer, hatte jede Menge Dellen und eine Dreifach-Kurbel. Irgendwie schien das Einstellen der Schaltung nie richtig zu funktionieren, und eine abgesprungene Kette war eine Erfahrung, die ich sehr schnell machen durfte. Zu dieser Zeit habe ich auch von heute auf morgen mit dem Rauchen aufgehört. Das und meine Heirat waren definitiv die besseren Entscheidungen in meinem bisherhen Leben.
Mit den Monaten und Jahren wurde ich immer ehrgeiziger. Ich fuhr zwar noch keine Rennen, aber die Leistungssteigerungen reichten völlig aus, um mich zu immer mehr anzuspornen. Irgendwann spürte ich, dass ich mehr Struktur in meinen Trainingsplänen brauchte, da das bloße Radfahren nicht mehr die gleichen Fortschritte brachte. Bis dahin hatte ich noch nie über einen längeren Zeitraum nach einem festen Trainingsplan trainiert, abgesehen von ein paar Tests mit „The Sufferfest“, das heute, glaube ich, Wahoo System heißt.
Ich habe einen Radsport-Coach engagiert
Ich tat etwas, was die meisten wahrscheinlich nicht tun würden: Ich engagierte einen Radsport-Coach. Nach dem Ausfüllen eines langen Fragebogens hatte ich wenige Tage später mein erstes Gespräch mit ihm. Ich erfuhr, dass er aus Australien stammte, aber in Frankreich lebte und in deren Jugendjahren mit einigen australischen World-Tour-Profis zusammengearbeitet hatte. Also eine Menge Erfahrung und ein sehr beeindruckender Lebenslauf! Es war nicht billig, es kostete mich jeden Monat etwas mehr als hundert Euro.
Ich hatte mich für die günstigste Variante entschieden. Die mittlere Stufe hätte mir doppelt so viele Gespräche mit dem Coach ermöglicht und mehr monatliche Anpassungen des Trainingsplans erlaubt. Das teuerste Paket bot unbegrenzte Kontaktmöglichkeiten und Planänderungen sowie einen personalisierten Ernährungsplan. Leider weiß ich die genauen Preise nicht mehr, aber das teuerste Paket lag bei etwa 1000 Euro. Meiner Meinung nach ist das nur etwas für echte Profis. Und selbst damals habe ich mich gefragt, ob es nicht auch günstigere Alternativen gibt.
Du fragst dich jetzt bestimmt: Hat es sich für mich gelohnt? Absolut. Nachdem ich stagniert hatte, machte ich plötzlich wieder ernsthafte Fortschritte. Insgesamt habe ich ihn, glaube ich, etwa 1,5 Jahre lang engagiert, und bei fast jedem FTP-Test habe ich eine neue persönliche Bestleistung aufgestellt. Auch die monatlichen Telefonate waren eine tolle Sache. Wann immer ein bestimmtes Event anstand, konnte ich mich mit meinem Coach beraten und wir haben gemeinsam die beste Strategie ausgearbeitet.
Langfristiger Plan?
Wie sah also mein langfristiger Plan aus? Ich verfolgte die Weltbesten im Gravel-Radsport und sah, wie Leute wie Laurens ten Dam und Peter Stetina unglaubliche Leistungen erbrachten. Laurens belegte beim Unbound Gravel den 2. Platz – und das mit über 40! Ich will nicht lügen, mein wildester Traum ist es, wie bei vielen anderen RadfahrerInnen auch, etwas Ähnliches zu schaffen. Vielleicht schmunzelst du jetzt gerade, und das ist völlig okay, aber ich werde es trotzdem versuchen.
Und dann... beschloss ich, den Vertrag mit meinem Coach zu kündigen. Aber wenn alles so gut lief, warum dann aufhören? „Never change a winning team“, oder? Es war in der Tat ein gewagter Schritt. Wahrscheinlich ist es etwas übertrieben, aber es fühlte sich an wie das Ende einer Beziehung. Es fiel mir schwer, den Schlussstrich zu ziehen.
Der Grund dafür waren zwei Dinge: Erstens der Preis. Mehr als 100 Euro im Monat sind für die meisten Menschen eine Menge Geld, mich eingeschlossen. Und auch wenn der persönliche Kontakt nett ist, habe ich mich gefragt, ob es das wirklich wert ist. Schließlich habe ich gelernt, dass es eine Menge kostenloser und relativ günstiger Alternativen gibt. Eines meiner Probleme mit Standardplänen war jedoch, dass mir das Wissen fehlte, um zu beurteilen, ob sie wirklich gut sind. Wer hat sie erstellt? Jemand wie ich oder hatte die Person einen fundierten sportwissenschaftlichen Hintergrund? Was mich auch unsicher machte, war die Tatsache, dass diese Pläne oft für die breite Masse geschrieben wurden. Passt das überhaupt zu meinen Zielen und Voraussetzungen?
Mangelnde Flexibilität
Und dann ist da noch der andere Faktor: die mangelnde Flexibilität. Jeden Monat gab mir mein Coach einen neuen Zeitplan für den kommenden Monat. Bevor mein Coach mit der Planung begann, trug ich besondere Tage in den Kalender ein. Zum Beispiel, wenn ich ein Rennen hatte oder aus verschiedenen Gründen nicht fahren konnte.
Das einzige Problem ist, dass man manchmal nicht alles vorhersehen kann. Es gab Tage, an denen das Wetter so schlecht war, dass ich mich auf dem Rad nicht sicher oder wohl fühlte, oder Tage, an denen ich auf der Arbeit Überstunden machen musste. Wenn ich das ein paar Tage vorher wusste, konnte ich meinem Coach schreiben und er passte den Plan an. Aber wenn es am selben Tag passierte, funktionierte das nicht mehr. Ich kann nicht erwarten, dass ein Coach rund um die Uhr seine E-Mails checkt. Und denk dran: Da ich das günstigste Paket hatte, konnte ich nur einmal im Monat um Änderungen bitten.
Nachdem ich also den Sprung ins kalte Wasser ohne Coach gewagt hatte, meldete ich mich bei einem Dienst an, von dem ich schon ein paar Mal gehört hatte: JOIN cycling. JOIN ist eine Radsport-App, die basierend auf deinem Niveau und deiner Verfügbarkeit automatisch einen Trainingsplan erstellt. Für mich füllt sie einfach die Lücke. Ich muss keine persönliche Beziehung zu einem Coach mehr pflegen und habe die ultimative Flexibilität in einer einzigen App. Ich glaube, das ist die Zukunft, um auf dem Rad besser zu werden.
Onboarding in der JOIN Cycling App
Als ich die App zum ersten Mal heruntergeladen habe, musste ich ein Ziel festlegen. Für 2023 habe ich zwei große Ziele: Erstens, mich für die UCI Gravel World Series zu qualifizieren, und zweitens, ein gutes Ergebnis beim Unbound Gravel zu erzielen. Für die Weltmeisterschaft werde ich wohl 2 oder 3 Qualifikationsrennen fahren. Ich weiß nicht, wie stark das Feld ist und wie viele Versuche ich brauchen werde. Vielleicht habe ich auch eine Menge mechanischer Probleme, wer weiß das schon.
Wenn ich mich zwischen der WM-Qualifikation und Unbound entscheiden müsste, würde Letzteres immer gewinnen. Also habe ich mich in der App für das Ziel „Eintages-Event“ entschieden: Unbound. Wenn du das tust, wirst du nach dem Datum, der Distanz und den Höhenmetern des Events gefragt. Ein weiterer wichtiger Punkt, den die App wissen wollte, war, wie ambitioniert ich als Radfahrer bin, gemessen an den Stunden, die ich bereit bin zu investieren. Auf dieser Basis landete ich in der Kategorie „Profi“. Tja... nun ja... Kein echter Profi, aber danke für das Vertrauen in mich, JOIN.
Deine wöchentliche Verfügbarkeit
Nachdem du noch ein paar weitere Details eingegeben hast, geht es los und JOIN fragt dich nach deiner wöchentlichen Verfügbarkeit:

Das ist mein absolutes Lieblingsfeature der App. Selbst wenn ich meine Verfügbarkeit für die Woche eingegeben habe, kann ich am selben Tag, Minuten vor einer geplanten Fahrt, noch Anpassungen vornehmen. JOIN wirft meinen Zeitplan für diese Woche auf der Grundlage meiner neuesten Angaben komplett um. Wie genial ist das denn?! Erwähnenswert ist auch, dass eine Verfügbarkeit von zum Beispiel 6 Stunden an einem Tag nicht automatisch bedeutet, dass du auch eine 6-stündige Fahrt vorgeschlagen bekommst. Es bedeutet lediglich, dass dies die maximale Zeit ist, die dir zur Verfügung steht.
Ich kann den geplanten Ride auch komplett ignorieren und einfach frei Schnauze fahren. Nach jeder Fahrt bittet mich JOIN um Feedback auf einer Skala von 1 bis 10. 1 bedeutet, dass es sich wie eine super lockere Erholungsfahrt angefühlt hat, 10 bedeutet, dass du alles gegeben hast. Außerdem gibt es einen Schalter, mit dem du bestätigst, ob du das vorgeschlagene Workout absolviert hast.
Und voilà, schon hast du deinen eigenen, personalisierten Trainingsplan:
Bei jedem Workout kann JOIN dir erklären, warum du genau diese Einheit absolvieren sollst. Sobald du darauf tippst, erhältst du eine detaillierte Übersicht:

Wenn du deine FTP und deine Schwellen-Herzfrequenz in der App hinterlegst, werden alle Trainingseinheiten automatisch an deine Zonen angepasst. Von da an hast du die Möglichkeit, ein Workout für verschiedene Plattformen zu exportieren, zum Beispiel Zwift, Garmin, Wahoo und TrainingPeaks. Da ich am liebsten draußen mit meinem Garmin Edge trainiere, wähle ich Garmin. Nach dem Export ist das Workout in der Garmin Connect App unter dem Reiter „Trainings“ verfügbar. Von dort aus kannst du es mit deinem Garmin-Gerät synchronisieren. Es funktioniert einfach reibungslos.
Ein weiteres nützliches Feature der App ist, dass sie dir dein Ausgangs- und dein aktuelles Niveau anzeigt:

Mich motiviert das ungemein. Ich kenne den genauen Algorithmus hinter dieser Anzeige nicht, aber je mehr Stunden ich investiere, desto höher ist mein Score. Ich glaube auch, dass die Herzfrequenz- und Leistungsmesserdaten der vorherigen Trainingseinheiten eine Rolle spielen, aber ganz bestätigen kann ich das nicht. Wie dem auch sei, das Ganze macht ziemlich süchtig, weil man immer versucht, diesen Wert weiter nach oben zu schrauben.
Positiv zu erwähnen ist auch, dass die Macher der App sehr aktiv an weiteren Verbesserungen arbeiten. Vor ein paar Wochen habe ich ein Update installiert, das ein richtig cooles neues Feature mitbrachte. Ab jetzt kann dir die App deine geschätzte FTP anzeigen, basierend auf all den Daten, die sie aus deinen Trainingseinheiten sammelt:

Im Moment kann ich noch nicht sagen, ob das genau ist oder nicht. Mein nächster FTP-Test steht erst in ein paar Wochen an, aber solche Dinge halten mich bei JOIN bei der Stange.
Wenn du wie ich ein ambitionierter Radfahrer bist, dann bist du immer auf der Suche nach dem gewissen Extra. Egal, ob es die frisch gewachste Kette oder der Aero-Helm ist, die dir ein paar Watt sparen, der neue Laufradsatz, der ein paar hundert Gramm einspart, oder das neue Nahrungsergänzungsmittel, das dir den extra Kick gibt, wenn du ihn am dringendsten brauchst. Viele der heutigen Radsportprodukte sind reines Marketing, aber einige eben nicht.
Geschrieben von: Pascal KwaksWie so viele wäre ich natürlich auch gerne Radprofi geworden, aber leider habe ich meine Liebe zum Radsport erst im Alter von 31 Jahren entdeckt. Aber hey, ich kann ja trotzdem schauen, was ich noch so erreichen kann, oder?
Seit ich mit dem Radfahren angefangen habe, habe ich so ziemlich jedes verrückte „Upgrade“ ausprobiert, das es gibt, um schneller zu werden – und glaub mir, die Dinge, die ich oben aufgezählt habe, sind nur eine kleine Auswahl. Und wer nimmt nicht gerne eine Abkürzung, solange sie im Rahmen des sportlichen Reglements bleibt? Aber die Wahrheit ist: Nichts funktioniert besser als altbewährter Schweiß und Tränen. Am Ende bist es du selbst, der die Trainingsstunden investieren muss. DU, der sich durch die nächste Einheit auf der Rolle quält oder sich in den Regen und den endlosen Gegenwind stürzt. Es hat eine Weile gedauert, bis ich dieser Wahrheit ins Auge blicken konnte.
Vor ein paar Jahren in Topform
Spulen wir ein paar Jahre zurück. Von 2008 bis Ende 2015 war ich in der Form meines Lebens. Während meiner Zeit bei der Luftwaffe habe ich fast jeden Tag in der Woche verschiedene Sportarten betrieben. Ich ging laufen, schwimmen und ins Fitnessstudio. Ich sah zwar überhaupt nicht aus wie Dwayne „The Rock“ Johnson, hatte aber eine hervorragende Ausdauer. Ich kam an einen Punkt, an dem ich einen 5-Kilometer-Lauf in 18 Minuten absolvieren konnte. Und das ohne richtiges Lauftraining und zu einer Zeit, als ich noch eine Packung Zigaretten am Tag rauchte.
Diese Zeiten waren jedoch schnell vorbei, als ich einen Schreibtischjob in der IT bekam. Ich behielt meinen ungesunden Lebensstil bei und fing irgendwann an, mir Sorgen um meine Gesundheit zu machen. Nicht, dass ich ernsthafte Beschwerden hatte, aber mir wurde klar, dass das wahrscheinlich nicht ewig so gut gehen würde.
Ein gebrauchtes Rennrad
Im Jahr 2019 beschloss ich, etwas zu ändern, und kaufte mir für 300 Euro ein günstiges gebrauchtes Rennrad auf der niederländischen Plattform von eBay. Es war nicht viel, aber ich war glücklich und es entfachte meine Liebe zum Radsport. Es war super schwer, hatte jede Menge Dellen und eine Dreifach-Kurbel. Irgendwie schien das Einstellen der Schaltung nie richtig zu funktionieren, und eine abgesprungene Kette war eine Erfahrung, die ich sehr schnell machen durfte. Zu dieser Zeit habe ich auch von heute auf morgen mit dem Rauchen aufgehört. Das und meine Heirat waren definitiv die besseren Entscheidungen in meinem bisherhen Leben.
Mit den Monaten und Jahren wurde ich immer ehrgeiziger. Ich fuhr zwar noch keine Rennen, aber die Leistungssteigerungen reichten völlig aus, um mich zu immer mehr anzuspornen. Irgendwann spürte ich, dass ich mehr Struktur in meinen Trainingsplänen brauchte, da das bloße Radfahren nicht mehr die gleichen Fortschritte brachte. Bis dahin hatte ich noch nie über einen längeren Zeitraum nach einem festen Trainingsplan trainiert, abgesehen von ein paar Tests mit „The Sufferfest“, das heute, glaube ich, Wahoo System heißt.
Ich habe einen Radsport-Coach engagiert
Ich tat etwas, was die meisten wahrscheinlich nicht tun würden: Ich engagierte einen Radsport-Coach. Nach dem Ausfüllen eines langen Fragebogens hatte ich wenige Tage später mein erstes Gespräch mit ihm. Ich erfuhr, dass er aus Australien stammte, aber in Frankreich lebte und in deren Jugendjahren mit einigen australischen World-Tour-Profis zusammengearbeitet hatte. Also eine Menge Erfahrung und ein sehr beeindruckender Lebenslauf! Es war nicht billig, es kostete mich jeden Monat etwas mehr als hundert Euro.
Ich hatte mich für die günstigste Variante entschieden. Die mittlere Stufe hätte mir doppelt so viele Gespräche mit dem Coach ermöglicht und mehr monatliche Anpassungen des Trainingsplans erlaubt. Das teuerste Paket bot unbegrenzte Kontaktmöglichkeiten und Planänderungen sowie einen personalisierten Ernährungsplan. Leider weiß ich die genauen Preise nicht mehr, aber das teuerste Paket lag bei etwa 1000 Euro. Meiner Meinung nach ist das nur etwas für echte Profis. Und selbst damals habe ich mich gefragt, ob es nicht auch günstigere Alternativen gibt.
Du fragst dich jetzt bestimmt: Hat es sich für mich gelohnt? Absolut. Nachdem ich stagniert hatte, machte ich plötzlich wieder ernsthafte Fortschritte. Insgesamt habe ich ihn, glaube ich, etwa 1,5 Jahre lang engagiert, und bei fast jedem FTP-Test habe ich eine neue persönliche Bestleistung aufgestellt. Auch die monatlichen Telefonate waren eine tolle Sache. Wann immer ein bestimmtes Event anstand, konnte ich mich mit meinem Coach beraten und wir haben gemeinsam die beste Strategie ausgearbeitet.
Langfristiger Plan?
Wie sah also mein langfristiger Plan aus? Ich verfolgte die Weltbesten im Gravel-Radsport und sah, wie Leute wie Laurens ten Dam und Peter Stetina unglaubliche Leistungen erbrachten. Laurens belegte beim Unbound Gravel den 2. Platz – und das mit über 40! Ich will nicht lügen, mein wildester Traum ist es, wie bei vielen anderen RadfahrerInnen auch, etwas Ähnliches zu schaffen. Vielleicht schmunzelst du jetzt gerade, und das ist völlig okay, aber ich werde es trotzdem versuchen.
Und dann... beschloss ich, den Vertrag mit meinem Coach zu kündigen. Aber wenn alles so gut lief, warum dann aufhören? „Never change a winning team“, oder? Es war in der Tat ein gewagter Schritt. Wahrscheinlich ist es etwas übertrieben, aber es fühlte sich an wie das Ende einer Beziehung. Es fiel mir schwer, den Schlussstrich zu ziehen.
Der Grund dafür waren zwei Dinge: Erstens der Preis. Mehr als 100 Euro im Monat sind für die meisten Menschen eine Menge Geld, mich eingeschlossen. Und auch wenn der persönliche Kontakt nett ist, habe ich mich gefragt, ob es das wirklich wert ist. Schließlich habe ich gelernt, dass es eine Menge kostenloser und relativ günstiger Alternativen gibt. Eines meiner Probleme mit Standardplänen war jedoch, dass mir das Wissen fehlte, um zu beurteilen, ob sie wirklich gut sind. Wer hat sie erstellt? Jemand wie ich oder hatte die Person einen fundierten sportwissenschaftlichen Hintergrund? Was mich auch unsicher machte, war die Tatsache, dass diese Pläne oft für die breite Masse geschrieben wurden. Passt das überhaupt zu meinen Zielen und Voraussetzungen?
Mangelnde Flexibilität
Und dann ist da noch der andere Faktor: die mangelnde Flexibilität. Jeden Monat gab mir mein Coach einen neuen Zeitplan für den kommenden Monat. Bevor mein Coach mit der Planung begann, trug ich besondere Tage in den Kalender ein. Zum Beispiel, wenn ich ein Rennen hatte oder aus verschiedenen Gründen nicht fahren konnte.
Das einzige Problem ist, dass man manchmal nicht alles vorhersehen kann. Es gab Tage, an denen das Wetter so schlecht war, dass ich mich auf dem Rad nicht sicher oder wohl fühlte, oder Tage, an denen ich auf der Arbeit Überstunden machen musste. Wenn ich das ein paar Tage vorher wusste, konnte ich meinem Coach schreiben und er passte den Plan an. Aber wenn es am selben Tag passierte, funktionierte das nicht mehr. Ich kann nicht erwarten, dass ein Coach rund um die Uhr seine E-Mails checkt. Und denk dran: Da ich das günstigste Paket hatte, konnte ich nur einmal im Monat um Änderungen bitten.
Nachdem ich also den Sprung ins kalte Wasser ohne Coach gewagt hatte, meldete ich mich bei einem Dienst an, von dem ich schon ein paar Mal gehört hatte: JOIN cycling. JOIN ist eine Radsport-App, die basierend auf deinem Niveau und deiner Verfügbarkeit automatisch einen Trainingsplan erstellt. Für mich füllt sie einfach die Lücke. Ich muss keine persönliche Beziehung zu einem Coach mehr pflegen und habe die ultimative Flexibilität in einer einzigen App. Ich glaube, das ist die Zukunft, um auf dem Rad besser zu werden.
Onboarding in der JOIN Cycling App
Als ich die App zum ersten Mal heruntergeladen habe, musste ich ein Ziel festlegen. Für 2023 habe ich zwei große Ziele: Erstens, mich für die UCI Gravel World Series zu qualifizieren, und zweitens, ein gutes Ergebnis beim Unbound Gravel zu erzielen. Für die Weltmeisterschaft werde ich wohl 2 oder 3 Qualifikationsrennen fahren. Ich weiß nicht, wie stark das Feld ist und wie viele Versuche ich brauchen werde. Vielleicht habe ich auch eine Menge mechanischer Probleme, wer weiß das schon.
Wenn ich mich zwischen der WM-Qualifikation und Unbound entscheiden müsste, würde Letzteres immer gewinnen. Also habe ich mich in der App für das Ziel „Eintages-Event“ entschieden: Unbound. Wenn du das tust, wirst du nach dem Datum, der Distanz und den Höhenmetern des Events gefragt. Ein weiterer wichtiger Punkt, den die App wissen wollte, war, wie ambitioniert ich als Radfahrer bin, gemessen an den Stunden, die ich bereit bin zu investieren. Auf dieser Basis landete ich in der Kategorie „Profi“. Tja... nun ja... Kein echter Profi, aber danke für das Vertrauen in mich, JOIN.
Deine wöchentliche Verfügbarkeit
Nachdem du noch ein paar weitere Details eingegeben hast, geht es los und JOIN fragt dich nach deiner wöchentlichen Verfügbarkeit:

Das ist mein absolutes Lieblingsfeature der App. Selbst wenn ich meine Verfügbarkeit für die Woche eingegeben habe, kann ich am selben Tag, Minuten vor einer geplanten Fahrt, noch Anpassungen vornehmen. JOIN wirft meinen Zeitplan für diese Woche auf der Grundlage meiner neuesten Angaben komplett um. Wie genial ist das denn?! Erwähnenswert ist auch, dass eine Verfügbarkeit von zum Beispiel 6 Stunden an einem Tag nicht automatisch bedeutet, dass du auch eine 6-stündige Fahrt vorgeschlagen bekommst. Es bedeutet lediglich, dass dies die maximale Zeit ist, die dir zur Verfügung steht.
Ich kann den geplanten Ride auch komplett ignorieren und einfach frei Schnauze fahren. Nach jeder Fahrt bittet mich JOIN um Feedback auf einer Skala von 1 bis 10. 1 bedeutet, dass es sich wie eine super lockere Erholungsfahrt angefühlt hat, 10 bedeutet, dass du alles gegeben hast. Außerdem gibt es einen Schalter, mit dem du bestätigst, ob du das vorgeschlagene Workout absolviert hast.
Und voilà, schon hast du deinen eigenen, personalisierten Trainingsplan:
Bei jedem Workout kann JOIN dir erklären, warum du genau diese Einheit absolvieren sollst. Sobald du darauf tippst, erhältst du eine detaillierte Übersicht:

Wenn du deine FTP und deine Schwellen-Herzfrequenz in der App hinterlegst, werden alle Trainingseinheiten automatisch an deine Zonen angepasst. Von da an hast du die Möglichkeit, ein Workout für verschiedene Plattformen zu exportieren, zum Beispiel Zwift, Garmin, Wahoo und TrainingPeaks. Da ich am liebsten draußen mit meinem Garmin Edge trainiere, wähle ich Garmin. Nach dem Export ist das Workout in der Garmin Connect App unter dem Reiter „Trainings“ verfügbar. Von dort aus kannst du es mit deinem Garmin-Gerät synchronisieren. Es funktioniert einfach reibungslos.
Ein weiteres nützliches Feature der App ist, dass sie dir dein Ausgangs- und dein aktuelles Niveau anzeigt:

Mich motiviert das ungemein. Ich kenne den genauen Algorithmus hinter dieser Anzeige nicht, aber je mehr Stunden ich investiere, desto höher ist mein Score. Ich glaube auch, dass die Herzfrequenz- und Leistungsmesserdaten der vorherigen Trainingseinheiten eine Rolle spielen, aber ganz bestätigen kann ich das nicht. Wie dem auch sei, das Ganze macht ziemlich süchtig, weil man immer versucht, diesen Wert weiter nach oben zu schrauben.
Positiv zu erwähnen ist auch, dass die Macher der App sehr aktiv an weiteren Verbesserungen arbeiten. Vor ein paar Wochen habe ich ein Update installiert, das ein richtig cooles neues Feature mitbrachte. Ab jetzt kann dir die App deine geschätzte FTP anzeigen, basierend auf all den Daten, die sie aus deinen Trainingseinheiten sammelt:

Im Moment kann ich noch nicht sagen, ob das genau ist oder nicht. Mein nächster FTP-Test steht erst in ein paar Wochen an, aber solche Dinge halten mich bei JOIN bei der Stange.
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