Grundlagentraining im Radsport: So baust du deine aerobe Basis effektiver auf

Jan 6, 2025

Grundlagentraining im Radsport: So baust du deine aerobe Basis effektiver auf
Jan 6, 2025

Grundlagentraining im Radsport: So baust du deine aerobe Basis effektiver auf

Jan 6, 2025

Jede/r große RadfahrerIn fängt mit einem starken Fundament an. Grundlagentraining ist der Eckpfeiler jedes erfolgreichen Trainingsprogramms. Es baut die aerobe Kapazität und Ausdauer auf, die du brauchst, um alles von Langstreckenfahrten bis hin zu intensiven Intervallen zu meistern.
In diesem Guide zeigen wir dir, wie du deine Strategie fürs Grundlagentraining auf das nächste Level hebst. Die Prinzipien der aeroben Entwicklung, ein kostenloser 12-Wochen-Trainingsplan und Beispiel-Workouts für die Basis sind inklusive.
Egal, ob du dich auf deine erste Century-Fahrt vorbereitest oder am Renntag dominieren willst: Das Grundlagentraining ist dein Ticket zu mehr Ausdauer, Effizienz und Belastbarkeit.
Was ist eigentlich Rad-Grundlagentraining?
Grundlagentraining ist wie das Fundament für ein stabiles Haus – es ist der erste Schritt auf deiner Fitness-Reise auf dem Rad. Diese Phase konzentriert sich darauf, deine aerobe Ausdauer und allgemeine Fitness aufzubauen, um dich auf die anspruchsvolleren Fahrten vorzubereiten. Typischerweise dauert sie einige Wochen bis zu ein paar Monaten und besteht aus lockeren, gleichmäßigen Fahrten in einem angenehmen Tempo.
Egal wie viel Erfahrung du hast: Das Grundlagentraining ist entscheidend, um die Herzgesundheit zu verbessern, Ausdauer aufzubauen und deine Gesamtleistung auf dem Rad zu steigern. Wenn du diese Phase überspringst, bist du auf intensive Belastungen nicht vorbereitet, was zu schneller Ermüdung, schlechten Ergebnissen oder sogar Verletzungen führen kann.
Lass uns einen Blick darauf werfen, was du als RadfahrerIn durch das Grundlagentraining gewinnst.
Bessere Sauerstoffnutzung
Der Großteil deines Trainings findet in Zone 2 statt (ein lockeres Tempo, bei etwa 71–80 % deiner Schwellenherzfrequenz). Das Fahren in dieser Zone stärkt dein aerobes System. Dadurch fällt es dir leichter, längere Strecken zu bewältigen, und du fühlst dich widerstandsfähiger.
Sich an lange Fahrten gewöhnen
Betrachte diese Fahrten als „Cruisen“. Der Fokus liegt darauf, eine längere Fahrt in einem entspannten Tempo durchzuhalten, was dir hilft, Ausdauer und mentalen Fokus aufzubauen.
Fähigkeiten weiterentwickeln
Die Grundlagenphase ist die ideale Zeit, um deine Fahrtechnik zu verbessern – zum Beispiel einen runderen Tritt, ein besseres Handling des Rads und das Halten eines gleichmäßigen Rhythmus.
Sichere Steigerung und Erholung
Steigere die Länge und Häufigkeit deiner Fahrten nur schrittweise, um Überlastungen zu vermeiden. Ergänze dein Training durch andere Aktivitäten wie Krafttraining oder Yoga, um im Gleichgewicht zu bleiben und Verletzungen vorzubeugen. Denk daran: Erholungstage sind genauso wichtig wie die Trainingstage selbst – sie geben deinem Körper die Zeit, sich anzupassen und stärker zu werden.
Typische Struktur des Grundlagentrainings
Dauer: 8–12 Wochen, je nach individuellen Zielen und der bevorstehenden Saison.
Intensität: Hauptsächlich Fahrten in Zone 2, mit vereinzelten Einheiten höherer Intensität, die gegen Ende dieser Phase eingebaut werden.
Häufigkeit: 3–6 Fahrten pro Woche, angepasst an das Fitnesslevel und das verfügbare Zeitbudget.
Der Wert des aeroben Grundlagentrainings
Das aerobe Grundlagentraining ist unverzichtbar, weil es die sportliche Basis schafft, die für Leistungssteigerungen in allen Trainingsbereichen notwendig ist. Indem du dich auf die aerobe Entwicklung konzentrierst, verbesserst du deine Ausdauer, Effizienz und Belastbarkeit – allesamt entscheidende Faktoren für langanhaltende Leistungen und Spitzenformen.
Baut Ausdauer auf
Aerobes Grundlagentraining verbessert die Fähigkeit deines Körpers, lange Fahrten durchzustehen, indem es die kardiovaskuläre Effizienz steigert. Das Training bei niedriger bis mäßiger Intensität (typischerweise in Zone 2) sorgt dafür, dass dein Herz Blut effektiver pumpen und die aktiven Muskeln besser mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgen kann.
Verbessert die Fettverbrennung
Bei aeroben Intensitäten nutzt der Körper primär Fett als Brennstoff anstelle von Glykogen. Mit der Zeit steigert dies deine metabolische Effizienz, sodass du deine wertvollen Glykogenspeicher für intensivere Belastungen während eines Rennens oder einer anspruchsvollen Fahrt schonen kannst.
Stärkt das aerobe System
Ein starkes aerobes System ist beim Radfahren das A und O, da die meiste Zeit im Sattel bei niedrigeren Intensitäten verbracht wird. Fortschritte in diesem Bereich führen zu einer schnelleren Erholung zwischen Intervallen oder harten Antritten. So fallen dir wiederholte, intensive Anstrengungen deutlich leichter.
Senkt das Risiko für Verletzungen und Übermüdung
Das aerobe Grundlagentraining wird bei Intensitäten durchgeführt, die den Körper weniger belasten als hochintensives Training. Dieser Ansatz ermöglicht es Muskeln, Sehnen und Bändern, sich schrittweise anzupassen, was das Risiko von Überlastungsschäden und Übertrainingssyndromen minimiert.
Verbessert die Ökonomie beim Radfahren
Lange, gleichmäßige Fahrten verbessern deine Treteffizienz und trainieren deine Muskeln darauf, mit weniger Energieaufwand effektiver zu arbeiten. Diese Anpassungen machen dich zu einem/einer ökonomischeren RadfahrerIn, sodass du bei gleichem Kraftaufwand schneller fahren kannst.
Bereitet auf fortgeschrittenes Training vor
Eine solide aerobe Basis rüstet dich dafür aus, später im Trainingsplan hochintensives Training (wie Intervalle oder Bergsprints) ohne übermäßige Ermüdung zu verkraften. Sie schafft die nötige physiologische und mentale Bereitschaft für intensivere Trainingsphasen, wie das Schwellentraining oder VO2max-Training.
Baut mentale Stärke auf
Die Zeit, die du auf längeren, gleichmäßigen Fahrten verbringst, schult deine mentale Zähigkeit und Konzentration. Das ist besonders wertvoll für Langstrecken-Events, bei denen Pacing und ein langer Atem entscheidend sind.
Beschleunigt die Erholung
Eine stärkere aerobe Basis sorgt dafür, dass dein Körper Stoffwechselnebenprodukte wie Laktat effizienter abbaut. Das unterstützt die Erholung zwischen einzelnen Belastungen im Training oder Wettkampf.
Wichtige Messwerte zur Beurteilung der aeroben Basis
Es gibt drei Hauptwege, um zu prüfen, ob sich deine aerobe Basis verbessert.
Niedrigerer Puls bei gleicher Leistung: Wenn sich deine aerobe Fitness verbessert, erbringst du die gleiche Leistung oder Geschwindigkeit bei einem niedrigeren Puls.
Verbesserte Laktatschwelle: Eine starke aerobe Basis verschiebt deine Laktatschwelle nach oben, was die Ermüdung bei höherer Intensität hinauszögert.
Höhere Toleranz für Trainingsvolumen: Du bist in der Lage, mehr Trainingsstunden zu absolvieren, ohne auszubrennen.
Wie lange dauert es, eine aerobe Basis aufzubauen?
Ausdauer auf dem Rad aufzubauen braucht Zeit, Hingabe und einen strukturierten Ansatz. Im Durchschnitt reichen 6 bis 8 Wochen aus, um eine solide aerobe Basis für das Radfahren zu legen. Eine Verlängerung dieser Phase über 8 Wochen hinaus kann diese Fortschritte weiter festigen, insbesondere wenn du ehrgeizige Ziele verfolgst.
Mit einem Training von 6 bis 8 Wochen gibst du deinem Herz-Kreislauf-System die nötige Zeit für Anpassungen, was die Sauerstoffversorgung und die Muskeleffizienz verbessert. Wenn du 3- bis 5-mal pro Woche mit Fokus auf Zone 2 (niedrige bis mittlere Intensität) fährst, maximierst du deine aerobe Entwicklung. Kleine, konstante Einheiten summieren sich mit der Zeit zu einem starken Fitness-Fundament auf.
Viele RadfahrerInnen spüren in diesem Zeitraum eine deutliche Steigerung der Ausdauer, auch wenn die Fortschritte oft schrittweise kommen. Die Entwicklung ist von Person zu Person verschieden und hängt stark von Faktoren wie dem aktuellen Fitnesslevel, der Trainingshäufigkeit und den Erholungsgewohnheiten ab.
Hinweis: AnfängerInnen bemerken oft sofortige Verbesserungen, während erfahrene RadfahrerInnen eventuell mehr Zeit benötigen, um Leistungsplateaus zu durchbrechen.
Das Wichtigste für den Aufbau der aeroben Basis
Der Aufbau einer aeroben Basis erfordert einen strategischen und konsequenten Ansatz. Indem du die folgenden Schlüsselelemente in dein Training integrierst, legst du ein solides Fundament, das hochintensive Workouts unterstützt und deine Leistung für die kommende Radsaison steigert.
Das sind die wichtigsten Faktoren und Überlegungen für beste Ergebnisse.
Beständigkeit ist der Schlüssel
Strebe regelmäßige Fahrten pro Woche an – ideal sind 3 bis 6 Einheiten, je nach Fitnesslevel und Zielen. Kontinuierliches Training festigt die aeroben Anpassungen. Steigere deine wöchentlichen Kilometer oder dein Trainingsvolumen langsam um nicht mehr als 10 % pro Woche, um Übertraining zu vermeiden. Setze in dieser Phase lieber auf längere, lockere Fahrten als auf vereinzelte, hochintensive Einheiten.
Trainiere drinnen und draußen
Nutze das Gelände draußen, um fahrtechnische Fähigkeiten wie Klettern, Abfahren und das Handling des Rads zu trainieren, während du gleichzeitig Ausdauer aufbaust. Nutze zudem Indoor-Cycling-Einheiten für kontrolliertes, ungestörtes Training.
Smarttrainer und Apps wie JOIN und Zwift helfen dir dabei, eine konstante Leistung zu erbringen und deine Fortschritte genau zu verfolgen. Das Training auf der Rolle sichert deine Kontinuität bei schlechtem Wetter und minimiert Ausfälle in deinem Zeitplan.
Fokus auf Zone-2-Training
Der Großteil des Grundlagentrainings sollte in Zone 2 stattfinden (71 % - 80 % der Schwellenherzfrequenz). Tools wie Pulsgurte und Leistungsmesser helfen dir dabei, in deinem aeroben Bereich zu bleiben und unnötig hohe Intensitäten zu vermeiden.
Krafttraining integrieren
Ergänze dein Programm mit 2 bis 3 Einheiten Krafttraining pro Woche, um die Beinkraft, die Rumpfstabilität und die Gesamtleistung im Sattel zu verbessern.
Konzentriere dich auf Verbundübungen wie Kniebeugen, Kreuzheben, Ausfallschritte und Kettlebell-Swings, kombiniert mit Rumpfübungen wie Planks und Russian Twists. Baue auch Übungen zur Verbesserung der Flexibilität und Verletzungsprävention ein, wie Yoga oder dynamisches Dehnen.
Fokus auf die Trittfrequenz
Strebe eine Trittfrequenz von 85 bis 95 U/min an, um einen effizienten Tritt zu entwickeln und die Muskelermüdung zu minimieren. Nutze einbeinige Übungen oder Intervalle mit hoher Trittfrequenz, um deine Trettechnik zu verfeinern.
Erholungs- und Ruhetage einplanen
Ruhe und Erholung sind der Schlüssel, um Übertraining zu vermeiden.
Aktive Erholung: Baue an lockeren Tagen regenerative Fahrten mit sehr niedriger Intensität oder alternative Aktivitäten wie Schwimmen oder Spazierengehen ein.
Komplette Ruhe: Gönne dir mindestens einen kompletten Ruhetag pro Woche, damit sich dein Körper regenerieren und anpassen kann.
Schlaf und Ernährung: Priorisiere 7 bis 9 Stunden Schlaf und eine nährstoffreiche Ernährung, um deine Regeneration optimal zu unterstützen.
Fortschritte überwachen
Nutze Tools wie Trainingsprotokolle, Pulsgurte und Leistungsmesser, um deine Leistungssteigerungen zu messen. Bestimme regelmäßig deine Functional Threshold Power (FTP), um Veränderungen deiner aeroben Kapazität zu verfolgen. Achte darauf, wie du dich während und nach den Fahrten fühlst, um Erholung und Fitness richtig einzuschätzen.
Ernährung und Hydration
Achte auf deine Ernährung – insbesondere auf ausreichend Kohlenhydrate für langanhaltende Energie auf längeren Fahrten – und nimm gesunde Fette sowie Proteine zu dir, um die Regeneration zu unterstützen. Trinke während der Fahrten regelmäßig Wasser und stelle sicher, dass du bei längeren Einheiten Elektrolyte hinzufügst.
Deine Basis testen mit aerober Entkopplung
Die aerobe Entkopplung testet deine Ausdauerbasis, indem sie Puls und Leistung während gleichmäßiger Fahrten in Zone 2 vergleicht. Eine Entkopplungsrate von unter 5 % spricht für eine starke aerobe Fitness. Liegt sie über 5 %, ist weiteres Grundlagentraining ratsam, um Ausdauer und Effizienz zu verbessern.
Was die Entkopplung misst
Die Entkopplung zeigt, ob deine Herzfrequenz ansteigt, während du die gleiche Leistung hältst, oder ob deine Leistung bei konstantem Puls abfällt. Ein stabiles Verhältnis von Puls zu Leistung spricht für eine gute Ausdauer, während ein Auseinanderdriften Ermüdung signalisiert.
Warum das wichtig ist
Wenn du müde wirst, muss sich dein Körper mehr anstrengen, um die Leistung aufrechtzuerhalten, was sich in einer steigenden Herzfrequenz widerspiegelt. Das Verfolgen dieses Werts hilft dir, deine aerobe Fitness zu bewerten und zu sehen, ob du dich im Laufe der Zeit verbesserst.
Wichtige Überlegungen
Ideal für gleichmäßige Fahrten: Nutze die Entkopplungsanalyse für lange, konstante Ausdauerfahrten und weniger für intervalllastige Einheiten, bei denen die Intensität zu stark schwankt.
Die Dauer entscheidet: Für verlässliche Ergebnisse sollten die Fahrten mindestens eine Stunde dauern.
Aerobe Schwelle: Die Puls-Entkopplung funktioniert am besten unterhalb deiner aeroben Schwelle (81–90 % der Functional Threshold Power bzw. FTP). Bei Intensitäten darüber werden die Ergebnisse ungenauer.
Häufige Fehlerquellen
Verzögerter Puls: Bei Intensitätswechseln reagiert der Puls oft zeitversetzt, was bei unruhigen Fahrten zu verfälschten Ergebnissen führen kann.
Externe Faktoren: Koffein, Schlafmangel und Dehydration können den Puls in die Höhe treiben und den Entkopplungswert verfälschen.
Dehydration erkennen: Deutliche Abweichungen beim Puls können auf Flüssigkeitsmangel hinweisen – nutze dies als Signal, um mehr zu trinken.
Indem du die aerobe Entkopplung im Auge behältst, kannst du deine Ausdauerfortschritte messen und sicherstellen, dass dein Training anschlägt. Konzentriere dich auf gleichmäßige, kontrollierte Fahrten, um die besten Erkenntnisse zu gewinnen.
So berechnest du die aerobe Entkopplung
Die Berechnung der aeroben Entkopplung ist unkompliziert und zeigt dir, wie gut dein Herz mit der Belastung umgeht. Und so geht’s:
Teile deine Fahrt in zwei Hälften.
Bestimme für jede Hälfte das Verhältnis von Leistung zu Herzfrequenz.
Vergleiche die beiden Werte, indem du sie durcheinander teilst. Dieser Vergleich zeigt dir, wie sich dein Puls im Laufe der Zeit verändert hat.
Beispiel-Workouts für den Grundlagenaufbau
Diese drei Workouts sind darauf ausgelegt, deine Grundlagenausdauer zu verbessern, indem sie das aerobe System ansprechen, das für deine Radleistung entscheidend ist. Jede Einheit fördert die Fettverbrennung, steigert die kardiovaskuläre Effizienz und baut Ausdauer durch kontrollierte Belastungen in der Endurance-Zone auf.
Von kürzeren Workouts mit schrittweisen Intensitätssteigerungen bis hin zu längeren Fahrten mit Fokus auf die Trittfrequenz bieten diese Einheiten progressive Vorteile, um deine aerobe Basis zu stärken und dich auf anspruchsvollere Fahrten vorzubereiten.
Suchst du nach einem anderen Workout? Wir haben über 400 Workouts zur Auswahl, die alle von World-Tour-Coaches entwickelt wurden.
1. Intensive Endurance (1 Stunde)

Dieses einstündige Workout ist hervorragend für den Aufbau der Grundlagenausdauer geeignet, da es gezielt das aerobe System anspricht, das für die langfristige Radleistung so wichtig ist. Indem Puls, Leistung und RPE konsequent in der Endurance-Zone gehalten werden, fördert es die effiziente Energiegewinnung aus den Fettspeichern und hilft, die Herz-Kreislauf-Funktion zu verbessern.
Die schrittweise Steigerung der Intensität ermöglicht eine Anpassung ohne Überlastung des Körpers, was für kontinuierliche Fortschritte sorgt. Zudem schult der Fokus auf die Trittfrequenz die neuromuskuläre Koordination und Effizienz – beides essenziell, um auf langen Fahrten ein gleichmäßiges Tempo zu halten.
Dieses lockere und gut machbare Workout schafft ein starkes Fundament für intensivere Einheiten und unterstützt gleichzeitig die Regeneration sowie die Kontinuität im Training.
2. Intensive Endurance (90 Minuten)

Dieses 90-minütige Ausdauertraining stärkt deine aerobe Kapazität. Indem du in der Endurance-Zone bleibst, nutzt dein Körper primär Fett als Energiequelle, was die metabolische Effizienz steigert und die Ermüdung auf längeren Fahrten hinauszögert.
Das Workout beinhaltet zwei Blöcke mit ansteigender Intensität, die eine gut machbare Herausforderung darstellen. Das regt dein Herz-Kreislauf-System an, sich anzupassen und effizienter zu werden, ohne dass du in zu anstrengende Bereiche gerätst. Diese Progression unterstützt zudem eine bessere Sauerstoffaufnahme und -nutzung.
Mit steigender Intensität bringt eine höhere Trittfrequenz zusätzlichen Trainingsnutzen, wie etwa die Verfeinerung deiner Tritttechnik. Insgesamt bietet dieses Workout die perfekte Balance zwischen Beanspruchung und Erholung. So hilft es dir, deine Grundlagenausdauer kontinuierlich aufzubauen und dich gleichzeitig frisch für kommende Einheiten zu halten.
3. Intensive Endurance (3 Stunden)

Diese 3-stündige intensive Ausdauereinheit fordert das aerobe System über einen längeren Zeitraum und verbessert die Fähigkeit deines Körpers, lange Belastungen durchzustehen.
Durch den Wechsel von 30-minütigen Intervallen mit höherer und niedrigerer Intensität innerhalb der Endurance-Zone regst du die kardiovaskuläre Anpassung an und verbesserst die Stoffwechseleffizienz bei einem gut kontrollierbaren Belastungsniveau. Eine Trittfrequenz von etwa 90 U/min hilft dir dabei, die Effizienz deines Tritts zu verfeinern, die neuromuskuläre Koordination zu verbessern und die Muskelermüdung über die Zeit zu verringern.
Die lange Dauer des Workouts sorgt zudem dafür, dass sich dein Körper noch stärker auf Fett als Primärbrennstoff verlässt – ein absolutes Muss für den Ausdauersport. Insgesamt legt dieses Workout eine solide aerobe Basis, die unverzichtbar ist, wenn du längere und anspruchsvollere Strecken in Angriff nehmen willst.
Grundlage aufbauen und halten mit dynamischem Training
Es kann schwer sein, eine feste Radroutine durchzuziehen. Das Leben kommt dazwischen, Müdigkeit macht sich breit, und schnell schleicht sich die Schlendrian ein.
Mit JOIN ist dein Trainingsplan nicht in Stein gemeißelt. Er passt sich dir an. Nach jedem Workout nutzt JOIN dein Feedback zu Anstrengung, Tagesform und Zeitbudget, um deinen Plan in Echtzeit anzupassen. So ist sichergestellt, dass dich jede Fahrt deinen Zielen näher bringt – ohne Übertraining oder Burnout.
Egal, ob du gerade erst anfängst oder neue Bestzeiten jagst: Die dynamischen Features von JOIN machen es dir leicht, am Ball zu bleiben und verletzungsfrei zu trainieren.
Teste JOIN kostenlos und fange an, deine Grundlagen noch effektiver aufzubauen.
Jede/r große RadfahrerIn fängt mit einem starken Fundament an. Grundlagentraining ist der Eckpfeiler jedes erfolgreichen Trainingsprogramms. Es baut die aerobe Kapazität und Ausdauer auf, die du brauchst, um alles von Langstreckenfahrten bis hin zu intensiven Intervallen zu meistern.
In diesem Guide zeigen wir dir, wie du deine Strategie fürs Grundlagentraining auf das nächste Level hebst. Die Prinzipien der aeroben Entwicklung, ein kostenloser 12-Wochen-Trainingsplan und Beispiel-Workouts für die Basis sind inklusive.
Egal, ob du dich auf deine erste Century-Fahrt vorbereitest oder am Renntag dominieren willst: Das Grundlagentraining ist dein Ticket zu mehr Ausdauer, Effizienz und Belastbarkeit.
Was ist eigentlich Rad-Grundlagentraining?
Grundlagentraining ist wie das Fundament für ein stabiles Haus – es ist der erste Schritt auf deiner Fitness-Reise auf dem Rad. Diese Phase konzentriert sich darauf, deine aerobe Ausdauer und allgemeine Fitness aufzubauen, um dich auf die anspruchsvolleren Fahrten vorzubereiten. Typischerweise dauert sie einige Wochen bis zu ein paar Monaten und besteht aus lockeren, gleichmäßigen Fahrten in einem angenehmen Tempo.
Egal wie viel Erfahrung du hast: Das Grundlagentraining ist entscheidend, um die Herzgesundheit zu verbessern, Ausdauer aufzubauen und deine Gesamtleistung auf dem Rad zu steigern. Wenn du diese Phase überspringst, bist du auf intensive Belastungen nicht vorbereitet, was zu schneller Ermüdung, schlechten Ergebnissen oder sogar Verletzungen führen kann.
Lass uns einen Blick darauf werfen, was du als RadfahrerIn durch das Grundlagentraining gewinnst.
Bessere Sauerstoffnutzung
Der Großteil deines Trainings findet in Zone 2 statt (ein lockeres Tempo, bei etwa 71–80 % deiner Schwellenherzfrequenz). Das Fahren in dieser Zone stärkt dein aerobes System. Dadurch fällt es dir leichter, längere Strecken zu bewältigen, und du fühlst dich widerstandsfähiger.
Sich an lange Fahrten gewöhnen
Betrachte diese Fahrten als „Cruisen“. Der Fokus liegt darauf, eine längere Fahrt in einem entspannten Tempo durchzuhalten, was dir hilft, Ausdauer und mentalen Fokus aufzubauen.
Fähigkeiten weiterentwickeln
Die Grundlagenphase ist die ideale Zeit, um deine Fahrtechnik zu verbessern – zum Beispiel einen runderen Tritt, ein besseres Handling des Rads und das Halten eines gleichmäßigen Rhythmus.
Sichere Steigerung und Erholung
Steigere die Länge und Häufigkeit deiner Fahrten nur schrittweise, um Überlastungen zu vermeiden. Ergänze dein Training durch andere Aktivitäten wie Krafttraining oder Yoga, um im Gleichgewicht zu bleiben und Verletzungen vorzubeugen. Denk daran: Erholungstage sind genauso wichtig wie die Trainingstage selbst – sie geben deinem Körper die Zeit, sich anzupassen und stärker zu werden.
Typische Struktur des Grundlagentrainings
Dauer: 8–12 Wochen, je nach individuellen Zielen und der bevorstehenden Saison.
Intensität: Hauptsächlich Fahrten in Zone 2, mit vereinzelten Einheiten höherer Intensität, die gegen Ende dieser Phase eingebaut werden.
Häufigkeit: 3–6 Fahrten pro Woche, angepasst an das Fitnesslevel und das verfügbare Zeitbudget.
Der Wert des aeroben Grundlagentrainings
Das aerobe Grundlagentraining ist unverzichtbar, weil es die sportliche Basis schafft, die für Leistungssteigerungen in allen Trainingsbereichen notwendig ist. Indem du dich auf die aerobe Entwicklung konzentrierst, verbesserst du deine Ausdauer, Effizienz und Belastbarkeit – allesamt entscheidende Faktoren für langanhaltende Leistungen und Spitzenformen.
Baut Ausdauer auf
Aerobes Grundlagentraining verbessert die Fähigkeit deines Körpers, lange Fahrten durchzustehen, indem es die kardiovaskuläre Effizienz steigert. Das Training bei niedriger bis mäßiger Intensität (typischerweise in Zone 2) sorgt dafür, dass dein Herz Blut effektiver pumpen und die aktiven Muskeln besser mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgen kann.
Verbessert die Fettverbrennung
Bei aeroben Intensitäten nutzt der Körper primär Fett als Brennstoff anstelle von Glykogen. Mit der Zeit steigert dies deine metabolische Effizienz, sodass du deine wertvollen Glykogenspeicher für intensivere Belastungen während eines Rennens oder einer anspruchsvollen Fahrt schonen kannst.
Stärkt das aerobe System
Ein starkes aerobes System ist beim Radfahren das A und O, da die meiste Zeit im Sattel bei niedrigeren Intensitäten verbracht wird. Fortschritte in diesem Bereich führen zu einer schnelleren Erholung zwischen Intervallen oder harten Antritten. So fallen dir wiederholte, intensive Anstrengungen deutlich leichter.
Senkt das Risiko für Verletzungen und Übermüdung
Das aerobe Grundlagentraining wird bei Intensitäten durchgeführt, die den Körper weniger belasten als hochintensives Training. Dieser Ansatz ermöglicht es Muskeln, Sehnen und Bändern, sich schrittweise anzupassen, was das Risiko von Überlastungsschäden und Übertrainingssyndromen minimiert.
Verbessert die Ökonomie beim Radfahren
Lange, gleichmäßige Fahrten verbessern deine Treteffizienz und trainieren deine Muskeln darauf, mit weniger Energieaufwand effektiver zu arbeiten. Diese Anpassungen machen dich zu einem/einer ökonomischeren RadfahrerIn, sodass du bei gleichem Kraftaufwand schneller fahren kannst.
Bereitet auf fortgeschrittenes Training vor
Eine solide aerobe Basis rüstet dich dafür aus, später im Trainingsplan hochintensives Training (wie Intervalle oder Bergsprints) ohne übermäßige Ermüdung zu verkraften. Sie schafft die nötige physiologische und mentale Bereitschaft für intensivere Trainingsphasen, wie das Schwellentraining oder VO2max-Training.
Baut mentale Stärke auf
Die Zeit, die du auf längeren, gleichmäßigen Fahrten verbringst, schult deine mentale Zähigkeit und Konzentration. Das ist besonders wertvoll für Langstrecken-Events, bei denen Pacing und ein langer Atem entscheidend sind.
Beschleunigt die Erholung
Eine stärkere aerobe Basis sorgt dafür, dass dein Körper Stoffwechselnebenprodukte wie Laktat effizienter abbaut. Das unterstützt die Erholung zwischen einzelnen Belastungen im Training oder Wettkampf.
Wichtige Messwerte zur Beurteilung der aeroben Basis
Es gibt drei Hauptwege, um zu prüfen, ob sich deine aerobe Basis verbessert.
Niedrigerer Puls bei gleicher Leistung: Wenn sich deine aerobe Fitness verbessert, erbringst du die gleiche Leistung oder Geschwindigkeit bei einem niedrigeren Puls.
Verbesserte Laktatschwelle: Eine starke aerobe Basis verschiebt deine Laktatschwelle nach oben, was die Ermüdung bei höherer Intensität hinauszögert.
Höhere Toleranz für Trainingsvolumen: Du bist in der Lage, mehr Trainingsstunden zu absolvieren, ohne auszubrennen.
Wie lange dauert es, eine aerobe Basis aufzubauen?
Ausdauer auf dem Rad aufzubauen braucht Zeit, Hingabe und einen strukturierten Ansatz. Im Durchschnitt reichen 6 bis 8 Wochen aus, um eine solide aerobe Basis für das Radfahren zu legen. Eine Verlängerung dieser Phase über 8 Wochen hinaus kann diese Fortschritte weiter festigen, insbesondere wenn du ehrgeizige Ziele verfolgst.
Mit einem Training von 6 bis 8 Wochen gibst du deinem Herz-Kreislauf-System die nötige Zeit für Anpassungen, was die Sauerstoffversorgung und die Muskeleffizienz verbessert. Wenn du 3- bis 5-mal pro Woche mit Fokus auf Zone 2 (niedrige bis mittlere Intensität) fährst, maximierst du deine aerobe Entwicklung. Kleine, konstante Einheiten summieren sich mit der Zeit zu einem starken Fitness-Fundament auf.
Viele RadfahrerInnen spüren in diesem Zeitraum eine deutliche Steigerung der Ausdauer, auch wenn die Fortschritte oft schrittweise kommen. Die Entwicklung ist von Person zu Person verschieden und hängt stark von Faktoren wie dem aktuellen Fitnesslevel, der Trainingshäufigkeit und den Erholungsgewohnheiten ab.
Hinweis: AnfängerInnen bemerken oft sofortige Verbesserungen, während erfahrene RadfahrerInnen eventuell mehr Zeit benötigen, um Leistungsplateaus zu durchbrechen.
Das Wichtigste für den Aufbau der aeroben Basis
Der Aufbau einer aeroben Basis erfordert einen strategischen und konsequenten Ansatz. Indem du die folgenden Schlüsselelemente in dein Training integrierst, legst du ein solides Fundament, das hochintensive Workouts unterstützt und deine Leistung für die kommende Radsaison steigert.
Das sind die wichtigsten Faktoren und Überlegungen für beste Ergebnisse.
Beständigkeit ist der Schlüssel
Strebe regelmäßige Fahrten pro Woche an – ideal sind 3 bis 6 Einheiten, je nach Fitnesslevel und Zielen. Kontinuierliches Training festigt die aeroben Anpassungen. Steigere deine wöchentlichen Kilometer oder dein Trainingsvolumen langsam um nicht mehr als 10 % pro Woche, um Übertraining zu vermeiden. Setze in dieser Phase lieber auf längere, lockere Fahrten als auf vereinzelte, hochintensive Einheiten.
Trainiere drinnen und draußen
Nutze das Gelände draußen, um fahrtechnische Fähigkeiten wie Klettern, Abfahren und das Handling des Rads zu trainieren, während du gleichzeitig Ausdauer aufbaust. Nutze zudem Indoor-Cycling-Einheiten für kontrolliertes, ungestörtes Training.
Smarttrainer und Apps wie JOIN und Zwift helfen dir dabei, eine konstante Leistung zu erbringen und deine Fortschritte genau zu verfolgen. Das Training auf der Rolle sichert deine Kontinuität bei schlechtem Wetter und minimiert Ausfälle in deinem Zeitplan.
Fokus auf Zone-2-Training
Der Großteil des Grundlagentrainings sollte in Zone 2 stattfinden (71 % - 80 % der Schwellenherzfrequenz). Tools wie Pulsgurte und Leistungsmesser helfen dir dabei, in deinem aeroben Bereich zu bleiben und unnötig hohe Intensitäten zu vermeiden.
Krafttraining integrieren
Ergänze dein Programm mit 2 bis 3 Einheiten Krafttraining pro Woche, um die Beinkraft, die Rumpfstabilität und die Gesamtleistung im Sattel zu verbessern.
Konzentriere dich auf Verbundübungen wie Kniebeugen, Kreuzheben, Ausfallschritte und Kettlebell-Swings, kombiniert mit Rumpfübungen wie Planks und Russian Twists. Baue auch Übungen zur Verbesserung der Flexibilität und Verletzungsprävention ein, wie Yoga oder dynamisches Dehnen.
Fokus auf die Trittfrequenz
Strebe eine Trittfrequenz von 85 bis 95 U/min an, um einen effizienten Tritt zu entwickeln und die Muskelermüdung zu minimieren. Nutze einbeinige Übungen oder Intervalle mit hoher Trittfrequenz, um deine Trettechnik zu verfeinern.
Erholungs- und Ruhetage einplanen
Ruhe und Erholung sind der Schlüssel, um Übertraining zu vermeiden.
Aktive Erholung: Baue an lockeren Tagen regenerative Fahrten mit sehr niedriger Intensität oder alternative Aktivitäten wie Schwimmen oder Spazierengehen ein.
Komplette Ruhe: Gönne dir mindestens einen kompletten Ruhetag pro Woche, damit sich dein Körper regenerieren und anpassen kann.
Schlaf und Ernährung: Priorisiere 7 bis 9 Stunden Schlaf und eine nährstoffreiche Ernährung, um deine Regeneration optimal zu unterstützen.
Fortschritte überwachen
Nutze Tools wie Trainingsprotokolle, Pulsgurte und Leistungsmesser, um deine Leistungssteigerungen zu messen. Bestimme regelmäßig deine Functional Threshold Power (FTP), um Veränderungen deiner aeroben Kapazität zu verfolgen. Achte darauf, wie du dich während und nach den Fahrten fühlst, um Erholung und Fitness richtig einzuschätzen.
Ernährung und Hydration
Achte auf deine Ernährung – insbesondere auf ausreichend Kohlenhydrate für langanhaltende Energie auf längeren Fahrten – und nimm gesunde Fette sowie Proteine zu dir, um die Regeneration zu unterstützen. Trinke während der Fahrten regelmäßig Wasser und stelle sicher, dass du bei längeren Einheiten Elektrolyte hinzufügst.
Deine Basis testen mit aerober Entkopplung
Die aerobe Entkopplung testet deine Ausdauerbasis, indem sie Puls und Leistung während gleichmäßiger Fahrten in Zone 2 vergleicht. Eine Entkopplungsrate von unter 5 % spricht für eine starke aerobe Fitness. Liegt sie über 5 %, ist weiteres Grundlagentraining ratsam, um Ausdauer und Effizienz zu verbessern.
Was die Entkopplung misst
Die Entkopplung zeigt, ob deine Herzfrequenz ansteigt, während du die gleiche Leistung hältst, oder ob deine Leistung bei konstantem Puls abfällt. Ein stabiles Verhältnis von Puls zu Leistung spricht für eine gute Ausdauer, während ein Auseinanderdriften Ermüdung signalisiert.
Warum das wichtig ist
Wenn du müde wirst, muss sich dein Körper mehr anstrengen, um die Leistung aufrechtzuerhalten, was sich in einer steigenden Herzfrequenz widerspiegelt. Das Verfolgen dieses Werts hilft dir, deine aerobe Fitness zu bewerten und zu sehen, ob du dich im Laufe der Zeit verbesserst.
Wichtige Überlegungen
Ideal für gleichmäßige Fahrten: Nutze die Entkopplungsanalyse für lange, konstante Ausdauerfahrten und weniger für intervalllastige Einheiten, bei denen die Intensität zu stark schwankt.
Die Dauer entscheidet: Für verlässliche Ergebnisse sollten die Fahrten mindestens eine Stunde dauern.
Aerobe Schwelle: Die Puls-Entkopplung funktioniert am besten unterhalb deiner aeroben Schwelle (81–90 % der Functional Threshold Power bzw. FTP). Bei Intensitäten darüber werden die Ergebnisse ungenauer.
Häufige Fehlerquellen
Verzögerter Puls: Bei Intensitätswechseln reagiert der Puls oft zeitversetzt, was bei unruhigen Fahrten zu verfälschten Ergebnissen führen kann.
Externe Faktoren: Koffein, Schlafmangel und Dehydration können den Puls in die Höhe treiben und den Entkopplungswert verfälschen.
Dehydration erkennen: Deutliche Abweichungen beim Puls können auf Flüssigkeitsmangel hinweisen – nutze dies als Signal, um mehr zu trinken.
Indem du die aerobe Entkopplung im Auge behältst, kannst du deine Ausdauerfortschritte messen und sicherstellen, dass dein Training anschlägt. Konzentriere dich auf gleichmäßige, kontrollierte Fahrten, um die besten Erkenntnisse zu gewinnen.
So berechnest du die aerobe Entkopplung
Die Berechnung der aeroben Entkopplung ist unkompliziert und zeigt dir, wie gut dein Herz mit der Belastung umgeht. Und so geht’s:
Teile deine Fahrt in zwei Hälften.
Bestimme für jede Hälfte das Verhältnis von Leistung zu Herzfrequenz.
Vergleiche die beiden Werte, indem du sie durcheinander teilst. Dieser Vergleich zeigt dir, wie sich dein Puls im Laufe der Zeit verändert hat.
Beispiel-Workouts für den Grundlagenaufbau
Diese drei Workouts sind darauf ausgelegt, deine Grundlagenausdauer zu verbessern, indem sie das aerobe System ansprechen, das für deine Radleistung entscheidend ist. Jede Einheit fördert die Fettverbrennung, steigert die kardiovaskuläre Effizienz und baut Ausdauer durch kontrollierte Belastungen in der Endurance-Zone auf.
Von kürzeren Workouts mit schrittweisen Intensitätssteigerungen bis hin zu längeren Fahrten mit Fokus auf die Trittfrequenz bieten diese Einheiten progressive Vorteile, um deine aerobe Basis zu stärken und dich auf anspruchsvollere Fahrten vorzubereiten.
Suchst du nach einem anderen Workout? Wir haben über 400 Workouts zur Auswahl, die alle von World-Tour-Coaches entwickelt wurden.
1. Intensive Endurance (1 Stunde)

Dieses einstündige Workout ist hervorragend für den Aufbau der Grundlagenausdauer geeignet, da es gezielt das aerobe System anspricht, das für die langfristige Radleistung so wichtig ist. Indem Puls, Leistung und RPE konsequent in der Endurance-Zone gehalten werden, fördert es die effiziente Energiegewinnung aus den Fettspeichern und hilft, die Herz-Kreislauf-Funktion zu verbessern.
Die schrittweise Steigerung der Intensität ermöglicht eine Anpassung ohne Überlastung des Körpers, was für kontinuierliche Fortschritte sorgt. Zudem schult der Fokus auf die Trittfrequenz die neuromuskuläre Koordination und Effizienz – beides essenziell, um auf langen Fahrten ein gleichmäßiges Tempo zu halten.
Dieses lockere und gut machbare Workout schafft ein starkes Fundament für intensivere Einheiten und unterstützt gleichzeitig die Regeneration sowie die Kontinuität im Training.
2. Intensive Endurance (90 Minuten)

Dieses 90-minütige Ausdauertraining stärkt deine aerobe Kapazität. Indem du in der Endurance-Zone bleibst, nutzt dein Körper primär Fett als Energiequelle, was die metabolische Effizienz steigert und die Ermüdung auf längeren Fahrten hinauszögert.
Das Workout beinhaltet zwei Blöcke mit ansteigender Intensität, die eine gut machbare Herausforderung darstellen. Das regt dein Herz-Kreislauf-System an, sich anzupassen und effizienter zu werden, ohne dass du in zu anstrengende Bereiche gerätst. Diese Progression unterstützt zudem eine bessere Sauerstoffaufnahme und -nutzung.
Mit steigender Intensität bringt eine höhere Trittfrequenz zusätzlichen Trainingsnutzen, wie etwa die Verfeinerung deiner Tritttechnik. Insgesamt bietet dieses Workout die perfekte Balance zwischen Beanspruchung und Erholung. So hilft es dir, deine Grundlagenausdauer kontinuierlich aufzubauen und dich gleichzeitig frisch für kommende Einheiten zu halten.
3. Intensive Endurance (3 Stunden)

Diese 3-stündige intensive Ausdauereinheit fordert das aerobe System über einen längeren Zeitraum und verbessert die Fähigkeit deines Körpers, lange Belastungen durchzustehen.
Durch den Wechsel von 30-minütigen Intervallen mit höherer und niedrigerer Intensität innerhalb der Endurance-Zone regst du die kardiovaskuläre Anpassung an und verbesserst die Stoffwechseleffizienz bei einem gut kontrollierbaren Belastungsniveau. Eine Trittfrequenz von etwa 90 U/min hilft dir dabei, die Effizienz deines Tritts zu verfeinern, die neuromuskuläre Koordination zu verbessern und die Muskelermüdung über die Zeit zu verringern.
Die lange Dauer des Workouts sorgt zudem dafür, dass sich dein Körper noch stärker auf Fett als Primärbrennstoff verlässt – ein absolutes Muss für den Ausdauersport. Insgesamt legt dieses Workout eine solide aerobe Basis, die unverzichtbar ist, wenn du längere und anspruchsvollere Strecken in Angriff nehmen willst.
Grundlage aufbauen und halten mit dynamischem Training
Es kann schwer sein, eine feste Radroutine durchzuziehen. Das Leben kommt dazwischen, Müdigkeit macht sich breit, und schnell schleicht sich die Schlendrian ein.
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Jede/r große RadfahrerIn fängt mit einem starken Fundament an. Grundlagentraining ist der Eckpfeiler jedes erfolgreichen Trainingsprogramms. Es baut die aerobe Kapazität und Ausdauer auf, die du brauchst, um alles von Langstreckenfahrten bis hin zu intensiven Intervallen zu meistern.
In diesem Guide zeigen wir dir, wie du deine Strategie fürs Grundlagentraining auf das nächste Level hebst. Die Prinzipien der aeroben Entwicklung, ein kostenloser 12-Wochen-Trainingsplan und Beispiel-Workouts für die Basis sind inklusive.
Egal, ob du dich auf deine erste Century-Fahrt vorbereitest oder am Renntag dominieren willst: Das Grundlagentraining ist dein Ticket zu mehr Ausdauer, Effizienz und Belastbarkeit.
Was ist eigentlich Rad-Grundlagentraining?
Grundlagentraining ist wie das Fundament für ein stabiles Haus – es ist der erste Schritt auf deiner Fitness-Reise auf dem Rad. Diese Phase konzentriert sich darauf, deine aerobe Ausdauer und allgemeine Fitness aufzubauen, um dich auf die anspruchsvolleren Fahrten vorzubereiten. Typischerweise dauert sie einige Wochen bis zu ein paar Monaten und besteht aus lockeren, gleichmäßigen Fahrten in einem angenehmen Tempo.
Egal wie viel Erfahrung du hast: Das Grundlagentraining ist entscheidend, um die Herzgesundheit zu verbessern, Ausdauer aufzubauen und deine Gesamtleistung auf dem Rad zu steigern. Wenn du diese Phase überspringst, bist du auf intensive Belastungen nicht vorbereitet, was zu schneller Ermüdung, schlechten Ergebnissen oder sogar Verletzungen führen kann.
Lass uns einen Blick darauf werfen, was du als RadfahrerIn durch das Grundlagentraining gewinnst.
Bessere Sauerstoffnutzung
Der Großteil deines Trainings findet in Zone 2 statt (ein lockeres Tempo, bei etwa 71–80 % deiner Schwellenherzfrequenz). Das Fahren in dieser Zone stärkt dein aerobes System. Dadurch fällt es dir leichter, längere Strecken zu bewältigen, und du fühlst dich widerstandsfähiger.
Sich an lange Fahrten gewöhnen
Betrachte diese Fahrten als „Cruisen“. Der Fokus liegt darauf, eine längere Fahrt in einem entspannten Tempo durchzuhalten, was dir hilft, Ausdauer und mentalen Fokus aufzubauen.
Fähigkeiten weiterentwickeln
Die Grundlagenphase ist die ideale Zeit, um deine Fahrtechnik zu verbessern – zum Beispiel einen runderen Tritt, ein besseres Handling des Rads und das Halten eines gleichmäßigen Rhythmus.
Sichere Steigerung und Erholung
Steigere die Länge und Häufigkeit deiner Fahrten nur schrittweise, um Überlastungen zu vermeiden. Ergänze dein Training durch andere Aktivitäten wie Krafttraining oder Yoga, um im Gleichgewicht zu bleiben und Verletzungen vorzubeugen. Denk daran: Erholungstage sind genauso wichtig wie die Trainingstage selbst – sie geben deinem Körper die Zeit, sich anzupassen und stärker zu werden.
Typische Struktur des Grundlagentrainings
Dauer: 8–12 Wochen, je nach individuellen Zielen und der bevorstehenden Saison.
Intensität: Hauptsächlich Fahrten in Zone 2, mit vereinzelten Einheiten höherer Intensität, die gegen Ende dieser Phase eingebaut werden.
Häufigkeit: 3–6 Fahrten pro Woche, angepasst an das Fitnesslevel und das verfügbare Zeitbudget.
Der Wert des aeroben Grundlagentrainings
Das aerobe Grundlagentraining ist unverzichtbar, weil es die sportliche Basis schafft, die für Leistungssteigerungen in allen Trainingsbereichen notwendig ist. Indem du dich auf die aerobe Entwicklung konzentrierst, verbesserst du deine Ausdauer, Effizienz und Belastbarkeit – allesamt entscheidende Faktoren für langanhaltende Leistungen und Spitzenformen.
Baut Ausdauer auf
Aerobes Grundlagentraining verbessert die Fähigkeit deines Körpers, lange Fahrten durchzustehen, indem es die kardiovaskuläre Effizienz steigert. Das Training bei niedriger bis mäßiger Intensität (typischerweise in Zone 2) sorgt dafür, dass dein Herz Blut effektiver pumpen und die aktiven Muskeln besser mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgen kann.
Verbessert die Fettverbrennung
Bei aeroben Intensitäten nutzt der Körper primär Fett als Brennstoff anstelle von Glykogen. Mit der Zeit steigert dies deine metabolische Effizienz, sodass du deine wertvollen Glykogenspeicher für intensivere Belastungen während eines Rennens oder einer anspruchsvollen Fahrt schonen kannst.
Stärkt das aerobe System
Ein starkes aerobes System ist beim Radfahren das A und O, da die meiste Zeit im Sattel bei niedrigeren Intensitäten verbracht wird. Fortschritte in diesem Bereich führen zu einer schnelleren Erholung zwischen Intervallen oder harten Antritten. So fallen dir wiederholte, intensive Anstrengungen deutlich leichter.
Senkt das Risiko für Verletzungen und Übermüdung
Das aerobe Grundlagentraining wird bei Intensitäten durchgeführt, die den Körper weniger belasten als hochintensives Training. Dieser Ansatz ermöglicht es Muskeln, Sehnen und Bändern, sich schrittweise anzupassen, was das Risiko von Überlastungsschäden und Übertrainingssyndromen minimiert.
Verbessert die Ökonomie beim Radfahren
Lange, gleichmäßige Fahrten verbessern deine Treteffizienz und trainieren deine Muskeln darauf, mit weniger Energieaufwand effektiver zu arbeiten. Diese Anpassungen machen dich zu einem/einer ökonomischeren RadfahrerIn, sodass du bei gleichem Kraftaufwand schneller fahren kannst.
Bereitet auf fortgeschrittenes Training vor
Eine solide aerobe Basis rüstet dich dafür aus, später im Trainingsplan hochintensives Training (wie Intervalle oder Bergsprints) ohne übermäßige Ermüdung zu verkraften. Sie schafft die nötige physiologische und mentale Bereitschaft für intensivere Trainingsphasen, wie das Schwellentraining oder VO2max-Training.
Baut mentale Stärke auf
Die Zeit, die du auf längeren, gleichmäßigen Fahrten verbringst, schult deine mentale Zähigkeit und Konzentration. Das ist besonders wertvoll für Langstrecken-Events, bei denen Pacing und ein langer Atem entscheidend sind.
Beschleunigt die Erholung
Eine stärkere aerobe Basis sorgt dafür, dass dein Körper Stoffwechselnebenprodukte wie Laktat effizienter abbaut. Das unterstützt die Erholung zwischen einzelnen Belastungen im Training oder Wettkampf.
Wichtige Messwerte zur Beurteilung der aeroben Basis
Es gibt drei Hauptwege, um zu prüfen, ob sich deine aerobe Basis verbessert.
Niedrigerer Puls bei gleicher Leistung: Wenn sich deine aerobe Fitness verbessert, erbringst du die gleiche Leistung oder Geschwindigkeit bei einem niedrigeren Puls.
Verbesserte Laktatschwelle: Eine starke aerobe Basis verschiebt deine Laktatschwelle nach oben, was die Ermüdung bei höherer Intensität hinauszögert.
Höhere Toleranz für Trainingsvolumen: Du bist in der Lage, mehr Trainingsstunden zu absolvieren, ohne auszubrennen.
Wie lange dauert es, eine aerobe Basis aufzubauen?
Ausdauer auf dem Rad aufzubauen braucht Zeit, Hingabe und einen strukturierten Ansatz. Im Durchschnitt reichen 6 bis 8 Wochen aus, um eine solide aerobe Basis für das Radfahren zu legen. Eine Verlängerung dieser Phase über 8 Wochen hinaus kann diese Fortschritte weiter festigen, insbesondere wenn du ehrgeizige Ziele verfolgst.
Mit einem Training von 6 bis 8 Wochen gibst du deinem Herz-Kreislauf-System die nötige Zeit für Anpassungen, was die Sauerstoffversorgung und die Muskeleffizienz verbessert. Wenn du 3- bis 5-mal pro Woche mit Fokus auf Zone 2 (niedrige bis mittlere Intensität) fährst, maximierst du deine aerobe Entwicklung. Kleine, konstante Einheiten summieren sich mit der Zeit zu einem starken Fitness-Fundament auf.
Viele RadfahrerInnen spüren in diesem Zeitraum eine deutliche Steigerung der Ausdauer, auch wenn die Fortschritte oft schrittweise kommen. Die Entwicklung ist von Person zu Person verschieden und hängt stark von Faktoren wie dem aktuellen Fitnesslevel, der Trainingshäufigkeit und den Erholungsgewohnheiten ab.
Hinweis: AnfängerInnen bemerken oft sofortige Verbesserungen, während erfahrene RadfahrerInnen eventuell mehr Zeit benötigen, um Leistungsplateaus zu durchbrechen.
Das Wichtigste für den Aufbau der aeroben Basis
Der Aufbau einer aeroben Basis erfordert einen strategischen und konsequenten Ansatz. Indem du die folgenden Schlüsselelemente in dein Training integrierst, legst du ein solides Fundament, das hochintensive Workouts unterstützt und deine Leistung für die kommende Radsaison steigert.
Das sind die wichtigsten Faktoren und Überlegungen für beste Ergebnisse.
Beständigkeit ist der Schlüssel
Strebe regelmäßige Fahrten pro Woche an – ideal sind 3 bis 6 Einheiten, je nach Fitnesslevel und Zielen. Kontinuierliches Training festigt die aeroben Anpassungen. Steigere deine wöchentlichen Kilometer oder dein Trainingsvolumen langsam um nicht mehr als 10 % pro Woche, um Übertraining zu vermeiden. Setze in dieser Phase lieber auf längere, lockere Fahrten als auf vereinzelte, hochintensive Einheiten.
Trainiere drinnen und draußen
Nutze das Gelände draußen, um fahrtechnische Fähigkeiten wie Klettern, Abfahren und das Handling des Rads zu trainieren, während du gleichzeitig Ausdauer aufbaust. Nutze zudem Indoor-Cycling-Einheiten für kontrolliertes, ungestörtes Training.
Smarttrainer und Apps wie JOIN und Zwift helfen dir dabei, eine konstante Leistung zu erbringen und deine Fortschritte genau zu verfolgen. Das Training auf der Rolle sichert deine Kontinuität bei schlechtem Wetter und minimiert Ausfälle in deinem Zeitplan.
Fokus auf Zone-2-Training
Der Großteil des Grundlagentrainings sollte in Zone 2 stattfinden (71 % - 80 % der Schwellenherzfrequenz). Tools wie Pulsgurte und Leistungsmesser helfen dir dabei, in deinem aeroben Bereich zu bleiben und unnötig hohe Intensitäten zu vermeiden.
Krafttraining integrieren
Ergänze dein Programm mit 2 bis 3 Einheiten Krafttraining pro Woche, um die Beinkraft, die Rumpfstabilität und die Gesamtleistung im Sattel zu verbessern.
Konzentriere dich auf Verbundübungen wie Kniebeugen, Kreuzheben, Ausfallschritte und Kettlebell-Swings, kombiniert mit Rumpfübungen wie Planks und Russian Twists. Baue auch Übungen zur Verbesserung der Flexibilität und Verletzungsprävention ein, wie Yoga oder dynamisches Dehnen.
Fokus auf die Trittfrequenz
Strebe eine Trittfrequenz von 85 bis 95 U/min an, um einen effizienten Tritt zu entwickeln und die Muskelermüdung zu minimieren. Nutze einbeinige Übungen oder Intervalle mit hoher Trittfrequenz, um deine Trettechnik zu verfeinern.
Erholungs- und Ruhetage einplanen
Ruhe und Erholung sind der Schlüssel, um Übertraining zu vermeiden.
Aktive Erholung: Baue an lockeren Tagen regenerative Fahrten mit sehr niedriger Intensität oder alternative Aktivitäten wie Schwimmen oder Spazierengehen ein.
Komplette Ruhe: Gönne dir mindestens einen kompletten Ruhetag pro Woche, damit sich dein Körper regenerieren und anpassen kann.
Schlaf und Ernährung: Priorisiere 7 bis 9 Stunden Schlaf und eine nährstoffreiche Ernährung, um deine Regeneration optimal zu unterstützen.
Fortschritte überwachen
Nutze Tools wie Trainingsprotokolle, Pulsgurte und Leistungsmesser, um deine Leistungssteigerungen zu messen. Bestimme regelmäßig deine Functional Threshold Power (FTP), um Veränderungen deiner aeroben Kapazität zu verfolgen. Achte darauf, wie du dich während und nach den Fahrten fühlst, um Erholung und Fitness richtig einzuschätzen.
Ernährung und Hydration
Achte auf deine Ernährung – insbesondere auf ausreichend Kohlenhydrate für langanhaltende Energie auf längeren Fahrten – und nimm gesunde Fette sowie Proteine zu dir, um die Regeneration zu unterstützen. Trinke während der Fahrten regelmäßig Wasser und stelle sicher, dass du bei längeren Einheiten Elektrolyte hinzufügst.
Deine Basis testen mit aerober Entkopplung
Die aerobe Entkopplung testet deine Ausdauerbasis, indem sie Puls und Leistung während gleichmäßiger Fahrten in Zone 2 vergleicht. Eine Entkopplungsrate von unter 5 % spricht für eine starke aerobe Fitness. Liegt sie über 5 %, ist weiteres Grundlagentraining ratsam, um Ausdauer und Effizienz zu verbessern.
Was die Entkopplung misst
Die Entkopplung zeigt, ob deine Herzfrequenz ansteigt, während du die gleiche Leistung hältst, oder ob deine Leistung bei konstantem Puls abfällt. Ein stabiles Verhältnis von Puls zu Leistung spricht für eine gute Ausdauer, während ein Auseinanderdriften Ermüdung signalisiert.
Warum das wichtig ist
Wenn du müde wirst, muss sich dein Körper mehr anstrengen, um die Leistung aufrechtzuerhalten, was sich in einer steigenden Herzfrequenz widerspiegelt. Das Verfolgen dieses Werts hilft dir, deine aerobe Fitness zu bewerten und zu sehen, ob du dich im Laufe der Zeit verbesserst.
Wichtige Überlegungen
Ideal für gleichmäßige Fahrten: Nutze die Entkopplungsanalyse für lange, konstante Ausdauerfahrten und weniger für intervalllastige Einheiten, bei denen die Intensität zu stark schwankt.
Die Dauer entscheidet: Für verlässliche Ergebnisse sollten die Fahrten mindestens eine Stunde dauern.
Aerobe Schwelle: Die Puls-Entkopplung funktioniert am besten unterhalb deiner aeroben Schwelle (81–90 % der Functional Threshold Power bzw. FTP). Bei Intensitäten darüber werden die Ergebnisse ungenauer.
Häufige Fehlerquellen
Verzögerter Puls: Bei Intensitätswechseln reagiert der Puls oft zeitversetzt, was bei unruhigen Fahrten zu verfälschten Ergebnissen führen kann.
Externe Faktoren: Koffein, Schlafmangel und Dehydration können den Puls in die Höhe treiben und den Entkopplungswert verfälschen.
Dehydration erkennen: Deutliche Abweichungen beim Puls können auf Flüssigkeitsmangel hinweisen – nutze dies als Signal, um mehr zu trinken.
Indem du die aerobe Entkopplung im Auge behältst, kannst du deine Ausdauerfortschritte messen und sicherstellen, dass dein Training anschlägt. Konzentriere dich auf gleichmäßige, kontrollierte Fahrten, um die besten Erkenntnisse zu gewinnen.
So berechnest du die aerobe Entkopplung
Die Berechnung der aeroben Entkopplung ist unkompliziert und zeigt dir, wie gut dein Herz mit der Belastung umgeht. Und so geht’s:
Teile deine Fahrt in zwei Hälften.
Bestimme für jede Hälfte das Verhältnis von Leistung zu Herzfrequenz.
Vergleiche die beiden Werte, indem du sie durcheinander teilst. Dieser Vergleich zeigt dir, wie sich dein Puls im Laufe der Zeit verändert hat.
Beispiel-Workouts für den Grundlagenaufbau
Diese drei Workouts sind darauf ausgelegt, deine Grundlagenausdauer zu verbessern, indem sie das aerobe System ansprechen, das für deine Radleistung entscheidend ist. Jede Einheit fördert die Fettverbrennung, steigert die kardiovaskuläre Effizienz und baut Ausdauer durch kontrollierte Belastungen in der Endurance-Zone auf.
Von kürzeren Workouts mit schrittweisen Intensitätssteigerungen bis hin zu längeren Fahrten mit Fokus auf die Trittfrequenz bieten diese Einheiten progressive Vorteile, um deine aerobe Basis zu stärken und dich auf anspruchsvollere Fahrten vorzubereiten.
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1. Intensive Endurance (1 Stunde)

Dieses einstündige Workout ist hervorragend für den Aufbau der Grundlagenausdauer geeignet, da es gezielt das aerobe System anspricht, das für die langfristige Radleistung so wichtig ist. Indem Puls, Leistung und RPE konsequent in der Endurance-Zone gehalten werden, fördert es die effiziente Energiegewinnung aus den Fettspeichern und hilft, die Herz-Kreislauf-Funktion zu verbessern.
Die schrittweise Steigerung der Intensität ermöglicht eine Anpassung ohne Überlastung des Körpers, was für kontinuierliche Fortschritte sorgt. Zudem schult der Fokus auf die Trittfrequenz die neuromuskuläre Koordination und Effizienz – beides essenziell, um auf langen Fahrten ein gleichmäßiges Tempo zu halten.
Dieses lockere und gut machbare Workout schafft ein starkes Fundament für intensivere Einheiten und unterstützt gleichzeitig die Regeneration sowie die Kontinuität im Training.
2. Intensive Endurance (90 Minuten)

Dieses 90-minütige Ausdauertraining stärkt deine aerobe Kapazität. Indem du in der Endurance-Zone bleibst, nutzt dein Körper primär Fett als Energiequelle, was die metabolische Effizienz steigert und die Ermüdung auf längeren Fahrten hinauszögert.
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3. Intensive Endurance (3 Stunden)

Diese 3-stündige intensive Ausdauereinheit fordert das aerobe System über einen längeren Zeitraum und verbessert die Fähigkeit deines Körpers, lange Belastungen durchzustehen.
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Die lange Dauer des Workouts sorgt zudem dafür, dass sich dein Körper noch stärker auf Fett als Primärbrennstoff verlässt – ein absolutes Muss für den Ausdauersport. Insgesamt legt dieses Workout eine solide aerobe Basis, die unverzichtbar ist, wenn du längere und anspruchsvollere Strecken in Angriff nehmen willst.
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