Wintertraining für RadfahrerInnen: So startest du stärker und schneller in den Frühling

Wintertraining für RadfahrerInnen: So startest du stärker und schneller in den Frühling

Brenton Barker

Jan 2, 2025

RadfahrerInnen beim Training auf einem verschneiten Schotterweg

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Wintertraining für RadfahrerInnen: So startest du stärker und schneller in den Frühling

Jan 2, 2025

RadfahrerInnen beim Training auf einem verschneiten Schotterweg

Wintertraining für RadfahrerInnen: So startest du stärker und schneller in den Frühling

Wintertraining für RadfahrerInnen: So startest du stärker und schneller in den Frühling

Brenton Barker

Jan 2, 2025

RadfahrerInnen beim Training auf einem verschneiten Schotterweg

Der Winter ist für RadfahrerInnen nicht einfach nur Nebensaison – er ist das Fundament, auf dem deine Performance für das kommende Jahr steht oder fällt. 

Egal, ob du deine Ausdauer steigern oder mit hochintensiven Intervallen deine Form behalten willst: Das Wintertraining ist die perfekte Chance, um stärker und schneller zu werden. 

In diesem Guide erfährst du, wie du einen personalisierten Wintertrainingsplan erstellst, der Outdoor-Fahrten, Indoor-Einheiten, Krafttraining und Regeneration perfekt aufeinander abstimmt. Vom Zwiebellook für kalte Tage bis hin zum perfekten Indoor-Setup – so machst du den Winter zu deiner Saison des Fortschritts.  

Teste den Wintertrainingsplan von JOIN jetzt kostenlos.

Wintertraining für RadfahrerInnen

Der Winter ist die ideale Zeit, um die Basis für Fitness, Ausdauer und Kraft zu legen, die dich durch die gesamte kommende Radsaison tragen wird. In dieser Phase konzentrierst du dich vor allem auf den Aufbau deiner aeroben Grundlagen, funktionelles Krafttraining und das gezielte Arbeiten an deinen Schwachstellen, um dich optimal aufzustellen.

Der Winter ist für RadfahrerInnen nicht einfach nur Nebensaison – er ist das Fundament, auf dem deine Performance für das kommende Jahr steht oder fällt. 

Egal, ob du deine Ausdauer steigern oder mit hochintensiven Intervallen deine Form behalten willst: Das Wintertraining ist die perfekte Chance, um stärker und schneller zu werden. 

In diesem Guide erfährst du, wie du einen personalisierten Wintertrainingsplan erstellst, der Outdoor-Fahrten, Indoor-Einheiten, Krafttraining und Regeneration perfekt aufeinander abstimmt. Vom Zwiebellook für kalte Tage bis hin zum perfekten Indoor-Setup – so machst du den Winter zu deiner Saison des Fortschritts.  

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Wintertraining für RadfahrerInnen

Der Winter ist die ideale Zeit, um die Basis für Fitness, Ausdauer und Kraft zu legen, die dich durch die gesamte kommende Radsaison tragen wird. In dieser Phase konzentrierst du dich vor allem auf den Aufbau deiner aeroben Grundlagen, funktionelles Krafttraining und das gezielte Arbeiten an deinen Schwachstellen, um dich optimal aufzustellen.

Der Winter ist für RadfahrerInnen nicht einfach nur Nebensaison – er ist das Fundament, auf dem deine Performance für das kommende Jahr steht oder fällt. 

Egal, ob du deine Ausdauer steigern oder mit hochintensiven Intervallen deine Form behalten willst: Das Wintertraining ist die perfekte Chance, um stärker und schneller zu werden. 

In diesem Guide erfährst du, wie du einen personalisierten Wintertrainingsplan erstellst, der Outdoor-Fahrten, Indoor-Einheiten, Krafttraining und Regeneration perfekt aufeinander abstimmt. Vom Zwiebellook für kalte Tage bis hin zum perfekten Indoor-Setup – so machst du den Winter zu deiner Saison des Fortschritts.  

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Wintertraining für RadfahrerInnen

Der Winter ist die ideale Zeit, um die Basis für Fitness, Ausdauer und Kraft zu legen, die dich durch die gesamte kommende Radsaison tragen wird. In dieser Phase konzentrierst du dich vor allem auf den Aufbau deiner aeroben Grundlagen, funktionelles Krafttraining und das gezielte Arbeiten an deinen Schwachstellen, um dich optimal aufzustellen.

JOIN bringt dein Radtraining weiter

Du willst smarter trainieren? JOIN erstellt personalisierte Radfahr-Trainingspläne basierend auf deinem Ziel und Fortschritt.

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Baue deine aerobe Basis auf 

Das Herzstück des Wintertrainings ist das Zone-2-Training, bei dem du mit einer konstanten, niedrigen bis moderaten Intensität fährst. Diese Art des Trainings verbessert deine Ausdauer, deine Energieeffizienz und deine Fähigkeit, auch bei langen Ausfahrten die Leistung hochzuhalten.

Stärke deinen Körper 

Der Winter ist auch die perfekte Zeit für funktionelles Krafttraining für RadfahrerInnen. Integriere Kraftübungen mit folgenden Schwerpunkten: 

  • Muskelkraft für einen kraftvolleren Tritt 

  • Rumpfstabilität (Core-Stabilität) für mehr Balance und Kontrolle  

  • Verletzungsprävention, damit du in Bestform bleibst  

Arbeite an deinen Leistungsschwächen

Nutze die Gelegenheit, um gezielt an deinen Schwachstellen zu arbeiten – sei es beim Klettern, Sprinten oder bei deinen technischen Fähigkeiten. Cyclocross und Mountainbiken eignen sich besonders gut, um das Handling des Bikes zu trainieren und dich an anspruchsvolle Bedingungen anzupassen.

Setze auf Erholung und Periodisierung

Um ein Burnout zu vermeiden und kontinuierliche Fortschritte zu erzielen, ist Periodisierung der Schlüssel. Wechsle zwischen hochintensiven Phasen und Erholungsphasen ab, um deinem Körper die nötige Zeit zu geben, sich anzupassen und stärker zu werden.

Stärke deine mentale Widerstandskraft

Beim Wintertraining geht es nicht nur um körperliche Fortschritte. Sich kaltem Wetter und ungemütlichen Bedingungen zu stellen, baut mentale Stärke auf. Das bereitet dich darauf vor, mit schwierigen Situationen umzugehen, wenn es wirklich darauf ankommt.

Du bist dir unsicher bei der Kleidungswahl? Lies unseren kompletten Guide zum Thema: Was zieht man im Winter an?.

Passe dich deiner Umgebung an 

Dein Trainingsansatz hängt stark davon ab, wo du lebst. In Japan zum Beispiel, wo ich wohne, ist der Rollentrainer von Dezember bis März die einzige Option. Wo auch immer du bist: Mixe Outdoor- und Indoor-Fahrten, um dein Training abwechslungsreich und effektiv zu gestalten. So startest du fitter, stärker und voller Selbstvertrauen in die nächste Saison, um deine Ziele zu erreichen.

Geht es im Winter nur um den Formaufbau?

Das Radtraining im Winter umfasst weit mehr als nur den reinen Aufbau der aeroben Fitness. Eine solide Grundlage ist zwar unerlässlich, aber ein effektives Training beinhaltet abwechslungsreiche Einheiten und bereitet dich auf die unterschiedlichsten Anforderungen vor. 

Um ein wirklich vielseitiges Fitnessfundament aufzubauen, solltest du gelegentlich hochintensive Einheiten in dein Training einstreuen. Vernachlässigst du diesen Aspekt im Winter komplett, kann deine Form spürbar einbrechen. 

Versuche, mindestens ein hochintensives Intervalltraining (HIIT) pro Woche zu absolvieren. Das können strukturierte Intervalle oder auch spielerische Einheiten wie virtuelle Rennen oder Mountainbiketouren sein.

Ruhe und Erholung sind ebenso wichtig, um Übertraining zu vermeiden und dem Körper Zeit zur Anpassung zu geben. Plane feste Ruhetage ein und steigere dein Trainingsvolumen sowie die Intensität schrittweise, um nachhaltige Fortschritte zu erzielen. 

Schauen wir uns genauer an, wie ein effektiver und alltagstauglicher Wintertrainingsplan aufgebaut sein sollte. 

So gehst du deinen Wintertrainingsplan richtig an

Der Winter ist für uns RadfahrerInnen traditionell die Zeit für lange Grundlagenausdauerfahrten – doch viele von uns wissen gar nicht so genau, was diese Einheiten eigentlich bewirken sollen. Ziel ist es, das Fundament für die kommende Radsaison zu legen, vergleichbar mit dem Fundament beim Hausbau. Allerdings ist dein Körper kein Haus, und Training ist keine Einheitslösung. 

So gehst du dein winterliches Radtraining mit Sinn, Verstand und der richtigen Balance an.

Grundlagenfahrten allein reichen nicht aus

Lange Ausdauerfahrten sind wichtig, um deine Ausdauer aufzubauen und deine aerobe Basis zu stärken. Allerdings sind sie nicht das einzige Element eines effektiven Trainings. Um dich optimal auf Anstiege, Sprints und Rennen vorzubereiten, solltest du unbedingt auch hochintensive Intervalle in deinen Trainingsplan integrieren. 

Dieser ausgewogene Ansatz verbessert deine Gesamtleistung und macht dich bereit für die unterschiedlichsten Herausforderungen auf dem Rad. Mit dieser Balance schaffst du ein starkes Fundament und bleibst gleichzeitig in allen Bereichen des Radsports spritzig.

Fang langsam an und steigere dich schrittweise

Nach einer verdienten Pause ist es wichtig, behutsam wieder ins Training einzusteigen. Starte nicht direkt mit riesigen Umfängen oder extrem intensiven Einheiten, da dies deinen Körper überfordern kann. Die Balance macht's.

  • Steigere die Dauer und Intensität deines Trainings von Woche zu Woche ganz allmählich.  

  • Überlaste dein System nicht direkt mit endlos langen Fahrten bei niedriger Intensität, wenn dein Körper noch nicht bereit dafür ist.

Baue HIIT in deine Winterroutine ein

Wenn du monatelang hart an deiner Sprintkraft oder deiner Performance am Berg gearbeitet hast, solltest du diese Fortschritte im Winter nicht durch den Verzicht auf intensivere Workouts aufs Spiel setzen. Studien zeigen, dass die Kombination aus Ausdauer- und HIIT-Training im Winter zu besseren Fortschritten führt als ein reines Ausdauertraining.

Hochintensives Training bedeutet nicht, dass dich jede Einheit komplett zerstören muss. Eine wöchentliche Dosis HIIT kann ganz unterschiedlich aussehen, zum Beispiel:  

  • Kurze, strukturierte Intervalle (z. B. VO2max-Intervalle). 

  • Spaßige Aktivitäten mit harten Belastungsspitzen, wie ein virtuelles Rennen oder eine Mountainbike-Runde.  

Tipp: Peile mindestens eine HIIT-Einheit pro Woche an und passe die Intensität an dein aktuelles Fitnesslevel an.

Konzentriere dich auf deine Schwachstellen

Nutze den Verlauf des Wintertrainings, um gezielt an Bereichen zu arbeiten, die noch Luft nach oben bieten – sei es Kraft, Sprintfähigkeit oder Stehvermögen am Berg. Gerade gut trainierte AthletInnen benötigen oft spezifische Reize, um sich weiter zu verbessern.

Praktische Schritte:

  • Starte die ersten Wochen mit einem vielseitigen, abwechslungsreichen Training.  

  • Fokussiere dich danach auf spezifische Elemente (z. B. Krafttraining, kurze Anstiege), basierend auf deinen persönlichen Zielen.  

  • Nutze ein polarisiertes Trainingsmodell, um diese Verbesserungen optimal auf deine Highlight-Events abzustimmen.

Plane vorausschauend für einen starken Saisonstart

Der Winter ist deine Chance, deinen Körper auf Höchstleistungen vorzubereiten. Beginne mit abwechslungsreichen Workouts und gehe dann in gezielte Trainingsblöcke über, um bestimmte Fähigkeiten zu schärfen. Eine durchdachte Planung sorgt dafür, dass du stärker, schneller und besser vorbereitet in die neue Radsaison startest.

Tipp: Betrachte das Wintertraining wie ein Puzzle: Jedes Teil – ob Ausdauer, HIIT, Krafttraining oder die richtige Erholung – ist wichtig, um am Ende das perfekte Gesamtbild zu erhalten.

Messe deine Fortschritte

Vergiss nicht, auch im Winter deine Leistung im Blick zu behalten und deine Functional Threshold Power (FTP) zu testen. Sie ist ein entscheidender Parameter, um dein Training optimal abzustimmen. 

Was ist die FTP?  

Die Functional Threshold Power (funktionelle Schwellenleistung) ist die maximale Leistung, die du über etwa eine Stunde aufrechterhalten kannst. Stell sie dir wie den „Hubraum“ deines Motors vor: Sie zeigt dein Fitnesslevel und hilft dir, die perfekten Intensitätsbereiche für deine Workouts festzulegen.  

So trackst du deine Fortschritte  

Um deine Entwicklung zu verfolgen, solltest du deine FTP alle 4–6 Wochen testen. Nutze dabei immer dieselbe Testmethode, um vergleichbare Ergebnisse zu erhalten. Wenn deine FTP steigt, ist das ein klares Zeichen dafür, dass dein Training anschlägt und sich deine Kraft und Ausdauer verbessern.  

Für ein noch besseres Gesamtbild solltest du außerdem Folgendes im Auge behalten:  

  • Herzfrequenz: Zeigt dir, wie hart dein Herz-Kreislauf-System arbeiten muss.

  • Subjektives Belastungsempfinden (RPE): Gibt an, wie anstrengend sich eine Fahrt für dich anfühlt.

Deinen FTP-Test absolvieren  

Die JOIN Cycling App bietet dir verschiedene Möglichkeiten, deine FTP zu testen – je nach Vorliebe und Trainingsziel. Hier ist eine Übersicht der verfügbaren FTP-Tests, damit du den passenden für dich auswählen kannst. 

Anerober Ausdauertest (Anaerobic Durability Test) 

Dieser Test bewertet deine Fähigkeit, bei kurzen, maximalen Belastungsspitzen der Ermüdung zu widerstehen: 

  • So funktioniert's: Nach einem gründlichen Warm-up absolvierst du mehrere All-out-Intervalle. Das Ziel ist es, bei allen Versuchen die gleiche Geschwindigkeit oder Leistung aufrechtzuerhalten. 

  • Was gemessen wird: Eine konstant starke Leistung über alle Intervalle hinweg zeigt eine hervorragende Ermüdungsresistenz.  

20-Minuten-FTP-Test

Der Klassiker zur Ermittlung deiner FTP: 

  • So funktioniert's: Wärm dich gründlich auf und streue ein paar kurze Sprints ein. Fahre dann 20 Minuten lang so hart wie möglich. Betrachte es wie ein Einzelzeitfahren und halte deine Leistung von Anfang bis Ende möglichst konstant.  

  • Tipps für den Erfolg: Mach diesen Test auf einer verkehrsarmen, leicht ansteigenden Straße oder drinnen auf der Rolle mit deaktiviertem ERG-Modus.  

Aerober Ausdauertest (Aerobic Durability Test)

Dieser Test bewertet deine Ausdauerleistung unter anhaltender Belastung:  

  • So funktioniert's: Nach dem Aufwärmen absolvierst du zwei 12-minütige Maximalbelastungen. Ziel ist es, in beiden Intervallen die gleiche Geschwindigkeit oder Wattleistung zu halten.  

  • Was gemessen wird: Eine gleichmäßige Leistung in beiden Intervallen spricht für eine stark ausgeprägte aerobe Ausdauer.  

Rampentest (Ramp Test)

Ein schneller und effizienter Weg, deine FTP zu schätzen: 

  • So funktioniert's: Starte mit einem 10-minütigen Warm-up. Danach erhöht sich die Intensität jede Minute um 25 Watt, bis du nicht mehr weitertreten kannst.  

  • FTP-Berechnung: Deine FTP entspricht in der Regel etwa 75 % der Leistung deiner letzten vollständig absolvierten Minute. 

  • Tipps für den Erfolg: Wenn du den Test drinnen machst, stelle deine Start-FTP im ERG-Modus auf 250 Watt ein. Fahre dich danach unbedingt mindestens 10 Minuten bei 50–60 % deiner FTP locker aus.  

So holst du das Beste aus deinem FTP-Test heraus

  • Wähle eine Methode, die zu deinem Fitnesslevel und deiner Trainingsumgebung passt.  

  • Gehe gut erholt und ausreichend hydriert in den Test. 

  • Nutze die Ergebnisse, um deinen Trainingsplan individuell anzupassen und deine Fortschritte genau zu verfolgen.  

Die JOIN Cycling App macht FTP-Tests super unkompliziert, damit du präzise Werte bekommst, um dein Training perfekt zu steuern.

Beispiele für optimale Winter-Workouts

Die folgenden drei Trainingseinheiten für den Winter helfen dir, eine starke Fitnessbasis aufzubauen, deine Ausdauer zu verbessern und wichtige Fähigkeiten auf dem Rad zu entwickeln. Bei JOIN haben wir über 400 Workouts, die dich perfekt durch den Winter bringen.

Die erste Einheit dient der Ermittlung deiner Functional Threshold Power (FTP) und deiner Herzfrequenz, was die Grundlage für ein strukturiertes Training bildet und die Fortschrittskontrolle ermöglicht. Die zweite Einheit ist eine 3-stündige Ausdauerfahrt, die deine aerobe Fitness, den Fettstoffwechsel und die Tritteffizienz optimiert.

Die letzte Einheit beinhaltet fünf 5-minütige Intervalle im Tempobereich, um deine aerobe Kapazität, deine Laktatschwelle und deine Kraftausdauer zu verbessern, während du gleichzeitig an deinem Pacing arbeitest. 

1. 20-Minuten-FTP-Test

JOIN screenshot

Warum dieser FTP-Test in deinen Wintertrainingsplan gehört:

Bestimmt dein Ausgangsniveau: Der Test liefert dir eine präzise Schätzung deiner Functional Threshold Power (FTP) und deiner Schwellenherzfrequenz (HF) – beides unverzichtbare Werte für deine Trainingsbereiche. Der Winter ist der perfekte Zeitpunkt, um diese Werte zu bestimmen, bevor du voll durchstartest.

Steuert deine Trainingsintensität: Mit deiner FTP und Schwellen-HF kannst du die Intensität deiner Winter-Einheiten optimal anpassen – so trainierst du hocheffizient ohne das Risiko von Über- oder Unterforderung.

Macht Fortschritte sichtbar: Wenn du den Test im Winter regelmäßig wiederholst, siehst du genau, wie sich deine Kraft und Ausdauer verbessern. Das gibt dir die Gewissheit, dass dein Training funktioniert.

Flexibel einsetzbar: Du kannst den Test drinnen auf der Rolle oder draußen auf der Straße fahren. So bist du völlig unabhängig vom Winterwetter. 

2. Intensive Ausdauer (3 Stunden)

Dieses 3-stündige Ausdauertraining ist die perfekte längere Einheit für deine Wintermonate.

Baut aerobe Fitness auf: Der Winter ist die klassische Zeit, um an der aeroben Ausdauer zu feilen – dem Fundament deiner gesamten Radleistung. Diese Einheit trainiert deinen Körper darin, Sauerstoff effizienter zu nutzen, und stärkt dein Herz-Kreislauf-System.

Verbessert den Fettstoffwechsel: Durch das Training im reinen Ausdauerbereich lernt dein Körper, vermehrt Fett als Energiequelle zu nutzen – entscheidend für lange Strecken. 

Optimiert die Tritteffizienz: Eine konstante Trittfrequenz um die 90 U/min schult einen runden, flüssigen Tritt. Das schont die Muskulatur und lässt dich effizienter im Sattel sitzen.

Schult Pacing und Ausdauer: Der Wechsel der Intensitäten in 30-minütigen Intervallen fordert deine Fähigkeit, die Kräfte richtig einzuteilen – eine Schlüsselkompetenz für lange RTFs, Marathons oder Rennen.

3. 5 x 5 Min Kraftausdauer - 90 Minuten 

JOIN app

Dieses Workout mit 5x5-minütigen Intervallen im oberen Tempobereich bzw. an der anaeroben Schwelle ist ein hervorragendes Beispiel für ein effektives Kraftausdauertraining im Winter. 

Verbessert die aerobe Kapazität und Laktatschwelle: Durch das Training an der Schwelle lernst du, intensivere Belastungen länger durchzuhalten, ohne vorzeitig einzubrechen.

Baut Ausdauer und Power auf: Die 5-minütigen Intervalle fordern dein Herz-Kreislauf-System und deine Muskeln gleichermaßen. Das hilft dir, auch höhere Wattwerte über längere Zeiträume zu halten.

Schult dein Tempogefühl: Eine Belastung über 5 Minuten exakt zu pacen, erfordert Erfahrung. Dieses Workout hilft dir, deine Energie perfekt einzuteilen – unverzichtbar für Zeitfahren oder Renneinsätze.

Tipps fürs Radfahren im Winter

Wenn der Winter vor der Tür steht, gehen die Meinungen unter uns RadfahrerInnen oft auseinander. Die einen trotzen der Kälte dank der passenden Ausrüstung im Freien, während andere (mich eingeschlossen) das Indoor-Training vorziehen, sobald die Temperaturen in den Keller gehen. Abgesehen vom persönlichen Komfort hat die Kälte auch spürbare Auswirkungen auf unseren Körper. 

Schauen wir uns an, wie du dich optimal vor Kälte schützt und das Beste aus deinen Winterausfahrten herausholst.

Es ist wahrscheinlich kälter als du denkst

Bei der Einschätzung des Wetters im Winter sollte man bedenken: Die reine Temperatur auf dem Thermometer greift oft zu kurz. Besonders wir RadfahrerInnen spüren extrem, welchen Einfluss der Wind auf das Kälteempfinden hat. Der sogenannte „Windchill-Effekt“ spielt hier die Hauptrolle, da der Fahrtwind die Abkühlung des Körpers massiv beschleunigt.

Ein Beispiel: Temperaturen knapp unter dem Gefrierpunkt fühlen sich bei Sonnenschein und Windstille oft gar nicht so wild an. Weht jedoch ein Ostwind der Stärke 4 (Beaufort), drückt der Windchill die gefühlte Temperatur schnell auf gefühlte -9 °C. 

Wenn du nun mit 28 km/h gegen diesen Wind fährst, sinkt die gefühlte Temperatur noch weiter – auf etwa -13 bis -14 °C. Solch eisige Werte können schnell gefährlich werden, weshalb du den Windchill bei der Planung deiner Wintertouren unbedingt berücksichtigen solltest.

Die Durchblutung der Extremitäten lässt nach

Fällt die gefühlte Windchill-Temperatur unter -15 °C, drohen durch die Bildung von Eiskristallen im Gewebe bereits innerhalb einer Stunde Kälteschäden wie Frostbeulen oder Erfrierungen an ungeschützten Stellen. 

Der Körper reagiert auf Kälte mit einer Gefäßverengung (Vasokonstriktion). Er drosselt die Durchblutung der Extremitäten, um die Wärme im Körperkern zu halten und lebenswichtige Organe zu schützen. Für deine Beine bedeutet das: weniger Treibstoff und Sauerstoff für die Muskeln sowie ein langsamerer Abbau von Stoffwechselprodukten wie Laktat. 

Die Folge: Deine Leistungsfähigkeit sinkt bei Kälte spürbar. Du musst mehr Energie aufwenden, um die gleiche Wattleistung wie im Sommer zu erbringen.

Kälte und Stoffwechsel

Entgegen der landläufigen Meinung führt Sport in der Kälte nicht automatisch zu einem höheren Grundumsatz. Viele glauben, dass der Körper bei Kälte automatisch mehr Fett und Kohlenhydrate verbrennen muss, um Wärme zu erzeugen. Damit der Stoffwechsel jedoch wirklich hochfährt, musst du dich mehr anstrengen – was spätestens dann passiert, wenn du zu zittern beginnst. 

Solange deine Körperkerntemperatur stabil bleibt (dank der richtigen Winterbekleidung), gibt es beim Radfahren keinen Grund zu zittern. Im Gegensatz zu Tieren im Winterschlaf können wir Menschen keine zusätzliche Wärme außerhalb der Muskelaktivität erzeugen. 

Der Mythos des höheren Kalorienverbrauchs kommt eher daher, dass dicke Kleidungsschichten die Bewegung einschränken. Das macht das Treten anstrengender und erhöht so kurzfristig den Energiebedarf.

Halte deine Körpertemperatur konstant

Unser Körper ist bestrebt, seine Kerntemperatur konstant bei etwa 36 °C zu halten. Auf dem Rad lauern jedoch einige Faktoren, die diesen Prozess stören können. Vor allem äußere Einflüsse wie Regen und Wind setzen der Thermoregulation auf dem Rad stark zu. 

Zudem haben AthletInnen mit einem sehr geringen Körperfettanteil oft größere Mühe, ihre Körperwärme zu halten. Studien zeigen übrigens, dass gut trainierte SportlerInnen in Sachen Thermoregulation nicht zwingend im Vorteil gegenüber weniger Trainierten sind.

Mit zunehmendem Alter lässt zudem die Fähigkeit zur Gefäßverengung nach, was ältere RadfahrerInnen schneller auskühlen lässt. Spannendes Detail: Frauen haben hier oft einen kleinen Vorteil, da sie von Natur aus meist über einen etwas höheren Körperfettanteil verfügen. 

Das perfekte Outfit für den Winter

Um im Winter warm und sicher unterwegs zu sein, ist das Zwiebelprinzip das A und O. Kombiniere mehrere dünne Schichten anstelle einer einzigen dicken Jacke. Die dünnen Schichten schließen Luftpolster ein, die hervorragend als Isolierung dienen. 

Während im Sommer enge Aerokleidung gefragt ist, dürfen die Schichten im Winter ruhig etwas lockerer sitzen, um warme Lufttaschen zu ermöglichen. Achte jedoch darauf, dass die Sachen atmungsaktiv bleiben. 

Bei zu dicker Kleidung staut sich sonst der Schweiß. Das sorgt für ein nasses Unterhemd und lässt dich auf langen Fahrten oder nach harten Intervallen schnell frösteln. Moderne Funktionsfasern oder Merinowolle wirken hier Wunder. Probiere einfach aus, was für dich am besten funktioniert. 

Du suchst nach konkreten Tipps? Lies unseren Guide: Was zieht man bei welchen Temperaturen an?.

Indoor-Cycling im Winter

Für ein effektives Indoor-Training im Winter brauchst du das passende Equipment und einen gut vorbereiteten Raum. Um Überhitzen zu vermeiden, solltest du für ausreichend Frischluft sorgen. Ein heller Raum steigert zudem den Fokus und die Motivation. 

Die meisten Smart-Trainer und Geräte benötigen stabiles WLAN, Bluetooth und Strom. Ein Fernseher oder Tablet für Trainings-Apps, Filme oder Serien macht das Ganze deutlich kurzweiliger.

Das brauchst du für dein Setup:  

Bike oder Rollentrainer

Du kannst dein normales Rennrad oder Mountainbike nutzen. Wenn du ein dauerhaftes Setup bevorzugst, bieten sich ein dedizierter Smart-Trainer oder ein Indoor-Bike an.  

  • Smart-Trainer: Steuert den Widerstand automatisch und lässt sich für interaktive Workouts mit Apps koppeln.  

  • Wheel-On-Trainer: Die einfachere und günstigere Variante, bei der dein Hinterrad auf einer Rolle läuft.  

  • Direct-Drive-Trainer: Hierbei wird das Hinterrad ausgebaut und das Bike direkt auf den Trainer montiert – extrem leise und realistisch.  

Trainings-Apps

Plattformen wie JOIN, Zwift oder Wahoo SYSTM bieten dir strukturierte Workouts, virtuelle Welten und jede Menge Motivation.  

Matte und Ventilator

Eine Unterlegmatte schützt deinen Boden vor Schweiß, dämpft Vibrationen und reduziert den Lärm. Ein guter Ventilator ist Pflicht, um einen kühlenden Fahrtwind zu simulieren und Überhitzung zu vermeiden. Schau dir gerne unsere Empfehlungen für die besten Ventilatoren an. 

Herzfrequenzgurt oder Powermeter

Diese Tools liefern dir die nötigen Daten, um dein Training präzise zu steuern und deine Fortschritte schwarz auf weiß zu sehen. Mit dem richtigen Setup steht das Indoor-Training Fahrten im Freien in nichts nach – so bleibst du fit und motiviert bis zum Frühling.

Bleib im Winter auf Kurs

Das Training im Winter kann eine echte Herausforderung sein – muss es aber nicht. Mit der JOIN Cycling App bekommst du einen perfekt auf dich zugeschnittenen Trainingsplan, der dich bei jedem Wetter schneller und ausdauernder macht.  

JOIN macht dein Wintertraining einfach und hocheffizient, indem die App:  

  • Echte Ergebnisse liefert: Unzählige RadfahrerInnen haben ihre Fitness und Ausdauer über den Winter messbar gesteigert.

  • Sich deinem Leben anpasst: Unsere Pläne passen sich flexibel an deine Form und deinen Zeitplan an – so bleibt jede Einheit machbar und effektiv.  

  • Dich motiviert hält: Verfolge deine Fortschritte und bleibe dank flexibler, auf deine Ziele abgestimmter Workouts immer am Ball.  

Starte noch heute deine Vorbereitung für eine stärkere und schnellere Radsaison.

Teste den Wintertrainingsplan von JOIN jetzt kostenlos.

Baue deine aerobe Basis auf 

Das Herzstück des Wintertrainings ist das Zone-2-Training, bei dem du mit einer konstanten, niedrigen bis moderaten Intensität fährst. Diese Art des Trainings verbessert deine Ausdauer, deine Energieeffizienz und deine Fähigkeit, auch bei langen Ausfahrten die Leistung hochzuhalten.

Stärke deinen Körper 

Der Winter ist auch die perfekte Zeit für funktionelles Krafttraining für RadfahrerInnen. Integriere Kraftübungen mit folgenden Schwerpunkten: 

  • Muskelkraft für einen kraftvolleren Tritt 

  • Rumpfstabilität (Core-Stabilität) für mehr Balance und Kontrolle  

  • Verletzungsprävention, damit du in Bestform bleibst  

Arbeite an deinen Leistungsschwächen

Nutze die Gelegenheit, um gezielt an deinen Schwachstellen zu arbeiten – sei es beim Klettern, Sprinten oder bei deinen technischen Fähigkeiten. Cyclocross und Mountainbiken eignen sich besonders gut, um das Handling des Bikes zu trainieren und dich an anspruchsvolle Bedingungen anzupassen.

Setze auf Erholung und Periodisierung

Um ein Burnout zu vermeiden und kontinuierliche Fortschritte zu erzielen, ist Periodisierung der Schlüssel. Wechsle zwischen hochintensiven Phasen und Erholungsphasen ab, um deinem Körper die nötige Zeit zu geben, sich anzupassen und stärker zu werden.

Stärke deine mentale Widerstandskraft

Beim Wintertraining geht es nicht nur um körperliche Fortschritte. Sich kaltem Wetter und ungemütlichen Bedingungen zu stellen, baut mentale Stärke auf. Das bereitet dich darauf vor, mit schwierigen Situationen umzugehen, wenn es wirklich darauf ankommt.

Du bist dir unsicher bei der Kleidungswahl? Lies unseren kompletten Guide zum Thema: Was zieht man im Winter an?.

Passe dich deiner Umgebung an 

Dein Trainingsansatz hängt stark davon ab, wo du lebst. In Japan zum Beispiel, wo ich wohne, ist der Rollentrainer von Dezember bis März die einzige Option. Wo auch immer du bist: Mixe Outdoor- und Indoor-Fahrten, um dein Training abwechslungsreich und effektiv zu gestalten. So startest du fitter, stärker und voller Selbstvertrauen in die nächste Saison, um deine Ziele zu erreichen.

Geht es im Winter nur um den Formaufbau?

Das Radtraining im Winter umfasst weit mehr als nur den reinen Aufbau der aeroben Fitness. Eine solide Grundlage ist zwar unerlässlich, aber ein effektives Training beinhaltet abwechslungsreiche Einheiten und bereitet dich auf die unterschiedlichsten Anforderungen vor. 

Um ein wirklich vielseitiges Fitnessfundament aufzubauen, solltest du gelegentlich hochintensive Einheiten in dein Training einstreuen. Vernachlässigst du diesen Aspekt im Winter komplett, kann deine Form spürbar einbrechen. 

Versuche, mindestens ein hochintensives Intervalltraining (HIIT) pro Woche zu absolvieren. Das können strukturierte Intervalle oder auch spielerische Einheiten wie virtuelle Rennen oder Mountainbiketouren sein.

Ruhe und Erholung sind ebenso wichtig, um Übertraining zu vermeiden und dem Körper Zeit zur Anpassung zu geben. Plane feste Ruhetage ein und steigere dein Trainingsvolumen sowie die Intensität schrittweise, um nachhaltige Fortschritte zu erzielen. 

Schauen wir uns genauer an, wie ein effektiver und alltagstauglicher Wintertrainingsplan aufgebaut sein sollte. 

So gehst du deinen Wintertrainingsplan richtig an

Der Winter ist für uns RadfahrerInnen traditionell die Zeit für lange Grundlagenausdauerfahrten – doch viele von uns wissen gar nicht so genau, was diese Einheiten eigentlich bewirken sollen. Ziel ist es, das Fundament für die kommende Radsaison zu legen, vergleichbar mit dem Fundament beim Hausbau. Allerdings ist dein Körper kein Haus, und Training ist keine Einheitslösung. 

So gehst du dein winterliches Radtraining mit Sinn, Verstand und der richtigen Balance an.

Grundlagenfahrten allein reichen nicht aus

Lange Ausdauerfahrten sind wichtig, um deine Ausdauer aufzubauen und deine aerobe Basis zu stärken. Allerdings sind sie nicht das einzige Element eines effektiven Trainings. Um dich optimal auf Anstiege, Sprints und Rennen vorzubereiten, solltest du unbedingt auch hochintensive Intervalle in deinen Trainingsplan integrieren. 

Dieser ausgewogene Ansatz verbessert deine Gesamtleistung und macht dich bereit für die unterschiedlichsten Herausforderungen auf dem Rad. Mit dieser Balance schaffst du ein starkes Fundament und bleibst gleichzeitig in allen Bereichen des Radsports spritzig.

Fang langsam an und steigere dich schrittweise

Nach einer verdienten Pause ist es wichtig, behutsam wieder ins Training einzusteigen. Starte nicht direkt mit riesigen Umfängen oder extrem intensiven Einheiten, da dies deinen Körper überfordern kann. Die Balance macht's.

  • Steigere die Dauer und Intensität deines Trainings von Woche zu Woche ganz allmählich.  

  • Überlaste dein System nicht direkt mit endlos langen Fahrten bei niedriger Intensität, wenn dein Körper noch nicht bereit dafür ist.

Baue HIIT in deine Winterroutine ein

Wenn du monatelang hart an deiner Sprintkraft oder deiner Performance am Berg gearbeitet hast, solltest du diese Fortschritte im Winter nicht durch den Verzicht auf intensivere Workouts aufs Spiel setzen. Studien zeigen, dass die Kombination aus Ausdauer- und HIIT-Training im Winter zu besseren Fortschritten führt als ein reines Ausdauertraining.

Hochintensives Training bedeutet nicht, dass dich jede Einheit komplett zerstören muss. Eine wöchentliche Dosis HIIT kann ganz unterschiedlich aussehen, zum Beispiel:  

  • Kurze, strukturierte Intervalle (z. B. VO2max-Intervalle). 

  • Spaßige Aktivitäten mit harten Belastungsspitzen, wie ein virtuelles Rennen oder eine Mountainbike-Runde.  

Tipp: Peile mindestens eine HIIT-Einheit pro Woche an und passe die Intensität an dein aktuelles Fitnesslevel an.

Konzentriere dich auf deine Schwachstellen

Nutze den Verlauf des Wintertrainings, um gezielt an Bereichen zu arbeiten, die noch Luft nach oben bieten – sei es Kraft, Sprintfähigkeit oder Stehvermögen am Berg. Gerade gut trainierte AthletInnen benötigen oft spezifische Reize, um sich weiter zu verbessern.

Praktische Schritte:

  • Starte die ersten Wochen mit einem vielseitigen, abwechslungsreichen Training.  

  • Fokussiere dich danach auf spezifische Elemente (z. B. Krafttraining, kurze Anstiege), basierend auf deinen persönlichen Zielen.  

  • Nutze ein polarisiertes Trainingsmodell, um diese Verbesserungen optimal auf deine Highlight-Events abzustimmen.

Plane vorausschauend für einen starken Saisonstart

Der Winter ist deine Chance, deinen Körper auf Höchstleistungen vorzubereiten. Beginne mit abwechslungsreichen Workouts und gehe dann in gezielte Trainingsblöcke über, um bestimmte Fähigkeiten zu schärfen. Eine durchdachte Planung sorgt dafür, dass du stärker, schneller und besser vorbereitet in die neue Radsaison startest.

Tipp: Betrachte das Wintertraining wie ein Puzzle: Jedes Teil – ob Ausdauer, HIIT, Krafttraining oder die richtige Erholung – ist wichtig, um am Ende das perfekte Gesamtbild zu erhalten.

Messe deine Fortschritte

Vergiss nicht, auch im Winter deine Leistung im Blick zu behalten und deine Functional Threshold Power (FTP) zu testen. Sie ist ein entscheidender Parameter, um dein Training optimal abzustimmen. 

Was ist die FTP?  

Die Functional Threshold Power (funktionelle Schwellenleistung) ist die maximale Leistung, die du über etwa eine Stunde aufrechterhalten kannst. Stell sie dir wie den „Hubraum“ deines Motors vor: Sie zeigt dein Fitnesslevel und hilft dir, die perfekten Intensitätsbereiche für deine Workouts festzulegen.  

So trackst du deine Fortschritte  

Um deine Entwicklung zu verfolgen, solltest du deine FTP alle 4–6 Wochen testen. Nutze dabei immer dieselbe Testmethode, um vergleichbare Ergebnisse zu erhalten. Wenn deine FTP steigt, ist das ein klares Zeichen dafür, dass dein Training anschlägt und sich deine Kraft und Ausdauer verbessern.  

Für ein noch besseres Gesamtbild solltest du außerdem Folgendes im Auge behalten:  

  • Herzfrequenz: Zeigt dir, wie hart dein Herz-Kreislauf-System arbeiten muss.

  • Subjektives Belastungsempfinden (RPE): Gibt an, wie anstrengend sich eine Fahrt für dich anfühlt.

Deinen FTP-Test absolvieren  

Die JOIN Cycling App bietet dir verschiedene Möglichkeiten, deine FTP zu testen – je nach Vorliebe und Trainingsziel. Hier ist eine Übersicht der verfügbaren FTP-Tests, damit du den passenden für dich auswählen kannst. 

Anerober Ausdauertest (Anaerobic Durability Test) 

Dieser Test bewertet deine Fähigkeit, bei kurzen, maximalen Belastungsspitzen der Ermüdung zu widerstehen: 

  • So funktioniert's: Nach einem gründlichen Warm-up absolvierst du mehrere All-out-Intervalle. Das Ziel ist es, bei allen Versuchen die gleiche Geschwindigkeit oder Leistung aufrechtzuerhalten. 

  • Was gemessen wird: Eine konstant starke Leistung über alle Intervalle hinweg zeigt eine hervorragende Ermüdungsresistenz.  

20-Minuten-FTP-Test

Der Klassiker zur Ermittlung deiner FTP: 

  • So funktioniert's: Wärm dich gründlich auf und streue ein paar kurze Sprints ein. Fahre dann 20 Minuten lang so hart wie möglich. Betrachte es wie ein Einzelzeitfahren und halte deine Leistung von Anfang bis Ende möglichst konstant.  

  • Tipps für den Erfolg: Mach diesen Test auf einer verkehrsarmen, leicht ansteigenden Straße oder drinnen auf der Rolle mit deaktiviertem ERG-Modus.  

Aerober Ausdauertest (Aerobic Durability Test)

Dieser Test bewertet deine Ausdauerleistung unter anhaltender Belastung:  

  • So funktioniert's: Nach dem Aufwärmen absolvierst du zwei 12-minütige Maximalbelastungen. Ziel ist es, in beiden Intervallen die gleiche Geschwindigkeit oder Wattleistung zu halten.  

  • Was gemessen wird: Eine gleichmäßige Leistung in beiden Intervallen spricht für eine stark ausgeprägte aerobe Ausdauer.  

Rampentest (Ramp Test)

Ein schneller und effizienter Weg, deine FTP zu schätzen: 

  • So funktioniert's: Starte mit einem 10-minütigen Warm-up. Danach erhöht sich die Intensität jede Minute um 25 Watt, bis du nicht mehr weitertreten kannst.  

  • FTP-Berechnung: Deine FTP entspricht in der Regel etwa 75 % der Leistung deiner letzten vollständig absolvierten Minute. 

  • Tipps für den Erfolg: Wenn du den Test drinnen machst, stelle deine Start-FTP im ERG-Modus auf 250 Watt ein. Fahre dich danach unbedingt mindestens 10 Minuten bei 50–60 % deiner FTP locker aus.  

So holst du das Beste aus deinem FTP-Test heraus

  • Wähle eine Methode, die zu deinem Fitnesslevel und deiner Trainingsumgebung passt.  

  • Gehe gut erholt und ausreichend hydriert in den Test. 

  • Nutze die Ergebnisse, um deinen Trainingsplan individuell anzupassen und deine Fortschritte genau zu verfolgen.  

Die JOIN Cycling App macht FTP-Tests super unkompliziert, damit du präzise Werte bekommst, um dein Training perfekt zu steuern.

Beispiele für optimale Winter-Workouts

Die folgenden drei Trainingseinheiten für den Winter helfen dir, eine starke Fitnessbasis aufzubauen, deine Ausdauer zu verbessern und wichtige Fähigkeiten auf dem Rad zu entwickeln. Bei JOIN haben wir über 400 Workouts, die dich perfekt durch den Winter bringen.

Die erste Einheit dient der Ermittlung deiner Functional Threshold Power (FTP) und deiner Herzfrequenz, was die Grundlage für ein strukturiertes Training bildet und die Fortschrittskontrolle ermöglicht. Die zweite Einheit ist eine 3-stündige Ausdauerfahrt, die deine aerobe Fitness, den Fettstoffwechsel und die Tritteffizienz optimiert.

Die letzte Einheit beinhaltet fünf 5-minütige Intervalle im Tempobereich, um deine aerobe Kapazität, deine Laktatschwelle und deine Kraftausdauer zu verbessern, während du gleichzeitig an deinem Pacing arbeitest. 

1. 20-Minuten-FTP-Test

JOIN screenshot

Warum dieser FTP-Test in deinen Wintertrainingsplan gehört:

Bestimmt dein Ausgangsniveau: Der Test liefert dir eine präzise Schätzung deiner Functional Threshold Power (FTP) und deiner Schwellenherzfrequenz (HF) – beides unverzichtbare Werte für deine Trainingsbereiche. Der Winter ist der perfekte Zeitpunkt, um diese Werte zu bestimmen, bevor du voll durchstartest.

Steuert deine Trainingsintensität: Mit deiner FTP und Schwellen-HF kannst du die Intensität deiner Winter-Einheiten optimal anpassen – so trainierst du hocheffizient ohne das Risiko von Über- oder Unterforderung.

Macht Fortschritte sichtbar: Wenn du den Test im Winter regelmäßig wiederholst, siehst du genau, wie sich deine Kraft und Ausdauer verbessern. Das gibt dir die Gewissheit, dass dein Training funktioniert.

Flexibel einsetzbar: Du kannst den Test drinnen auf der Rolle oder draußen auf der Straße fahren. So bist du völlig unabhängig vom Winterwetter. 

2. Intensive Ausdauer (3 Stunden)

Dieses 3-stündige Ausdauertraining ist die perfekte längere Einheit für deine Wintermonate.

Baut aerobe Fitness auf: Der Winter ist die klassische Zeit, um an der aeroben Ausdauer zu feilen – dem Fundament deiner gesamten Radleistung. Diese Einheit trainiert deinen Körper darin, Sauerstoff effizienter zu nutzen, und stärkt dein Herz-Kreislauf-System.

Verbessert den Fettstoffwechsel: Durch das Training im reinen Ausdauerbereich lernt dein Körper, vermehrt Fett als Energiequelle zu nutzen – entscheidend für lange Strecken. 

Optimiert die Tritteffizienz: Eine konstante Trittfrequenz um die 90 U/min schult einen runden, flüssigen Tritt. Das schont die Muskulatur und lässt dich effizienter im Sattel sitzen.

Schult Pacing und Ausdauer: Der Wechsel der Intensitäten in 30-minütigen Intervallen fordert deine Fähigkeit, die Kräfte richtig einzuteilen – eine Schlüsselkompetenz für lange RTFs, Marathons oder Rennen.

3. 5 x 5 Min Kraftausdauer - 90 Minuten 

JOIN app

Dieses Workout mit 5x5-minütigen Intervallen im oberen Tempobereich bzw. an der anaeroben Schwelle ist ein hervorragendes Beispiel für ein effektives Kraftausdauertraining im Winter. 

Verbessert die aerobe Kapazität und Laktatschwelle: Durch das Training an der Schwelle lernst du, intensivere Belastungen länger durchzuhalten, ohne vorzeitig einzubrechen.

Baut Ausdauer und Power auf: Die 5-minütigen Intervalle fordern dein Herz-Kreislauf-System und deine Muskeln gleichermaßen. Das hilft dir, auch höhere Wattwerte über längere Zeiträume zu halten.

Schult dein Tempogefühl: Eine Belastung über 5 Minuten exakt zu pacen, erfordert Erfahrung. Dieses Workout hilft dir, deine Energie perfekt einzuteilen – unverzichtbar für Zeitfahren oder Renneinsätze.

Tipps fürs Radfahren im Winter

Wenn der Winter vor der Tür steht, gehen die Meinungen unter uns RadfahrerInnen oft auseinander. Die einen trotzen der Kälte dank der passenden Ausrüstung im Freien, während andere (mich eingeschlossen) das Indoor-Training vorziehen, sobald die Temperaturen in den Keller gehen. Abgesehen vom persönlichen Komfort hat die Kälte auch spürbare Auswirkungen auf unseren Körper. 

Schauen wir uns an, wie du dich optimal vor Kälte schützt und das Beste aus deinen Winterausfahrten herausholst.

Es ist wahrscheinlich kälter als du denkst

Bei der Einschätzung des Wetters im Winter sollte man bedenken: Die reine Temperatur auf dem Thermometer greift oft zu kurz. Besonders wir RadfahrerInnen spüren extrem, welchen Einfluss der Wind auf das Kälteempfinden hat. Der sogenannte „Windchill-Effekt“ spielt hier die Hauptrolle, da der Fahrtwind die Abkühlung des Körpers massiv beschleunigt.

Ein Beispiel: Temperaturen knapp unter dem Gefrierpunkt fühlen sich bei Sonnenschein und Windstille oft gar nicht so wild an. Weht jedoch ein Ostwind der Stärke 4 (Beaufort), drückt der Windchill die gefühlte Temperatur schnell auf gefühlte -9 °C. 

Wenn du nun mit 28 km/h gegen diesen Wind fährst, sinkt die gefühlte Temperatur noch weiter – auf etwa -13 bis -14 °C. Solch eisige Werte können schnell gefährlich werden, weshalb du den Windchill bei der Planung deiner Wintertouren unbedingt berücksichtigen solltest.

Die Durchblutung der Extremitäten lässt nach

Fällt die gefühlte Windchill-Temperatur unter -15 °C, drohen durch die Bildung von Eiskristallen im Gewebe bereits innerhalb einer Stunde Kälteschäden wie Frostbeulen oder Erfrierungen an ungeschützten Stellen. 

Der Körper reagiert auf Kälte mit einer Gefäßverengung (Vasokonstriktion). Er drosselt die Durchblutung der Extremitäten, um die Wärme im Körperkern zu halten und lebenswichtige Organe zu schützen. Für deine Beine bedeutet das: weniger Treibstoff und Sauerstoff für die Muskeln sowie ein langsamerer Abbau von Stoffwechselprodukten wie Laktat. 

Die Folge: Deine Leistungsfähigkeit sinkt bei Kälte spürbar. Du musst mehr Energie aufwenden, um die gleiche Wattleistung wie im Sommer zu erbringen.

Kälte und Stoffwechsel

Entgegen der landläufigen Meinung führt Sport in der Kälte nicht automatisch zu einem höheren Grundumsatz. Viele glauben, dass der Körper bei Kälte automatisch mehr Fett und Kohlenhydrate verbrennen muss, um Wärme zu erzeugen. Damit der Stoffwechsel jedoch wirklich hochfährt, musst du dich mehr anstrengen – was spätestens dann passiert, wenn du zu zittern beginnst. 

Solange deine Körperkerntemperatur stabil bleibt (dank der richtigen Winterbekleidung), gibt es beim Radfahren keinen Grund zu zittern. Im Gegensatz zu Tieren im Winterschlaf können wir Menschen keine zusätzliche Wärme außerhalb der Muskelaktivität erzeugen. 

Der Mythos des höheren Kalorienverbrauchs kommt eher daher, dass dicke Kleidungsschichten die Bewegung einschränken. Das macht das Treten anstrengender und erhöht so kurzfristig den Energiebedarf.

Halte deine Körpertemperatur konstant

Unser Körper ist bestrebt, seine Kerntemperatur konstant bei etwa 36 °C zu halten. Auf dem Rad lauern jedoch einige Faktoren, die diesen Prozess stören können. Vor allem äußere Einflüsse wie Regen und Wind setzen der Thermoregulation auf dem Rad stark zu. 

Zudem haben AthletInnen mit einem sehr geringen Körperfettanteil oft größere Mühe, ihre Körperwärme zu halten. Studien zeigen übrigens, dass gut trainierte SportlerInnen in Sachen Thermoregulation nicht zwingend im Vorteil gegenüber weniger Trainierten sind.

Mit zunehmendem Alter lässt zudem die Fähigkeit zur Gefäßverengung nach, was ältere RadfahrerInnen schneller auskühlen lässt. Spannendes Detail: Frauen haben hier oft einen kleinen Vorteil, da sie von Natur aus meist über einen etwas höheren Körperfettanteil verfügen. 

Das perfekte Outfit für den Winter

Um im Winter warm und sicher unterwegs zu sein, ist das Zwiebelprinzip das A und O. Kombiniere mehrere dünne Schichten anstelle einer einzigen dicken Jacke. Die dünnen Schichten schließen Luftpolster ein, die hervorragend als Isolierung dienen. 

Während im Sommer enge Aerokleidung gefragt ist, dürfen die Schichten im Winter ruhig etwas lockerer sitzen, um warme Lufttaschen zu ermöglichen. Achte jedoch darauf, dass die Sachen atmungsaktiv bleiben. 

Bei zu dicker Kleidung staut sich sonst der Schweiß. Das sorgt für ein nasses Unterhemd und lässt dich auf langen Fahrten oder nach harten Intervallen schnell frösteln. Moderne Funktionsfasern oder Merinowolle wirken hier Wunder. Probiere einfach aus, was für dich am besten funktioniert. 

Du suchst nach konkreten Tipps? Lies unseren Guide: Was zieht man bei welchen Temperaturen an?.

Indoor-Cycling im Winter

Für ein effektives Indoor-Training im Winter brauchst du das passende Equipment und einen gut vorbereiteten Raum. Um Überhitzen zu vermeiden, solltest du für ausreichend Frischluft sorgen. Ein heller Raum steigert zudem den Fokus und die Motivation. 

Die meisten Smart-Trainer und Geräte benötigen stabiles WLAN, Bluetooth und Strom. Ein Fernseher oder Tablet für Trainings-Apps, Filme oder Serien macht das Ganze deutlich kurzweiliger.

Das brauchst du für dein Setup:  

Bike oder Rollentrainer

Du kannst dein normales Rennrad oder Mountainbike nutzen. Wenn du ein dauerhaftes Setup bevorzugst, bieten sich ein dedizierter Smart-Trainer oder ein Indoor-Bike an.  

  • Smart-Trainer: Steuert den Widerstand automatisch und lässt sich für interaktive Workouts mit Apps koppeln.  

  • Wheel-On-Trainer: Die einfachere und günstigere Variante, bei der dein Hinterrad auf einer Rolle läuft.  

  • Direct-Drive-Trainer: Hierbei wird das Hinterrad ausgebaut und das Bike direkt auf den Trainer montiert – extrem leise und realistisch.  

Trainings-Apps

Plattformen wie JOIN, Zwift oder Wahoo SYSTM bieten dir strukturierte Workouts, virtuelle Welten und jede Menge Motivation.  

Matte und Ventilator

Eine Unterlegmatte schützt deinen Boden vor Schweiß, dämpft Vibrationen und reduziert den Lärm. Ein guter Ventilator ist Pflicht, um einen kühlenden Fahrtwind zu simulieren und Überhitzung zu vermeiden. Schau dir gerne unsere Empfehlungen für die besten Ventilatoren an. 

Herzfrequenzgurt oder Powermeter

Diese Tools liefern dir die nötigen Daten, um dein Training präzise zu steuern und deine Fortschritte schwarz auf weiß zu sehen. Mit dem richtigen Setup steht das Indoor-Training Fahrten im Freien in nichts nach – so bleibst du fit und motiviert bis zum Frühling.

Bleib im Winter auf Kurs

Das Training im Winter kann eine echte Herausforderung sein – muss es aber nicht. Mit der JOIN Cycling App bekommst du einen perfekt auf dich zugeschnittenen Trainingsplan, der dich bei jedem Wetter schneller und ausdauernder macht.  

JOIN macht dein Wintertraining einfach und hocheffizient, indem die App:  

  • Echte Ergebnisse liefert: Unzählige RadfahrerInnen haben ihre Fitness und Ausdauer über den Winter messbar gesteigert.

  • Sich deinem Leben anpasst: Unsere Pläne passen sich flexibel an deine Form und deinen Zeitplan an – so bleibt jede Einheit machbar und effektiv.  

  • Dich motiviert hält: Verfolge deine Fortschritte und bleibe dank flexibler, auf deine Ziele abgestimmter Workouts immer am Ball.  

Starte noch heute deine Vorbereitung für eine stärkere und schnellere Radsaison.

Teste den Wintertrainingsplan von JOIN jetzt kostenlos.

Baue deine aerobe Basis auf 

Das Herzstück des Wintertrainings ist das Zone-2-Training, bei dem du mit einer konstanten, niedrigen bis moderaten Intensität fährst. Diese Art des Trainings verbessert deine Ausdauer, deine Energieeffizienz und deine Fähigkeit, auch bei langen Ausfahrten die Leistung hochzuhalten.

Stärke deinen Körper 

Der Winter ist auch die perfekte Zeit für funktionelles Krafttraining für RadfahrerInnen. Integriere Kraftübungen mit folgenden Schwerpunkten: 

  • Muskelkraft für einen kraftvolleren Tritt 

  • Rumpfstabilität (Core-Stabilität) für mehr Balance und Kontrolle  

  • Verletzungsprävention, damit du in Bestform bleibst  

Arbeite an deinen Leistungsschwächen

Nutze die Gelegenheit, um gezielt an deinen Schwachstellen zu arbeiten – sei es beim Klettern, Sprinten oder bei deinen technischen Fähigkeiten. Cyclocross und Mountainbiken eignen sich besonders gut, um das Handling des Bikes zu trainieren und dich an anspruchsvolle Bedingungen anzupassen.

Setze auf Erholung und Periodisierung

Um ein Burnout zu vermeiden und kontinuierliche Fortschritte zu erzielen, ist Periodisierung der Schlüssel. Wechsle zwischen hochintensiven Phasen und Erholungsphasen ab, um deinem Körper die nötige Zeit zu geben, sich anzupassen und stärker zu werden.

Stärke deine mentale Widerstandskraft

Beim Wintertraining geht es nicht nur um körperliche Fortschritte. Sich kaltem Wetter und ungemütlichen Bedingungen zu stellen, baut mentale Stärke auf. Das bereitet dich darauf vor, mit schwierigen Situationen umzugehen, wenn es wirklich darauf ankommt.

Du bist dir unsicher bei der Kleidungswahl? Lies unseren kompletten Guide zum Thema: Was zieht man im Winter an?.

Passe dich deiner Umgebung an 

Dein Trainingsansatz hängt stark davon ab, wo du lebst. In Japan zum Beispiel, wo ich wohne, ist der Rollentrainer von Dezember bis März die einzige Option. Wo auch immer du bist: Mixe Outdoor- und Indoor-Fahrten, um dein Training abwechslungsreich und effektiv zu gestalten. So startest du fitter, stärker und voller Selbstvertrauen in die nächste Saison, um deine Ziele zu erreichen.

Geht es im Winter nur um den Formaufbau?

Das Radtraining im Winter umfasst weit mehr als nur den reinen Aufbau der aeroben Fitness. Eine solide Grundlage ist zwar unerlässlich, aber ein effektives Training beinhaltet abwechslungsreiche Einheiten und bereitet dich auf die unterschiedlichsten Anforderungen vor. 

Um ein wirklich vielseitiges Fitnessfundament aufzubauen, solltest du gelegentlich hochintensive Einheiten in dein Training einstreuen. Vernachlässigst du diesen Aspekt im Winter komplett, kann deine Form spürbar einbrechen. 

Versuche, mindestens ein hochintensives Intervalltraining (HIIT) pro Woche zu absolvieren. Das können strukturierte Intervalle oder auch spielerische Einheiten wie virtuelle Rennen oder Mountainbiketouren sein.

Ruhe und Erholung sind ebenso wichtig, um Übertraining zu vermeiden und dem Körper Zeit zur Anpassung zu geben. Plane feste Ruhetage ein und steigere dein Trainingsvolumen sowie die Intensität schrittweise, um nachhaltige Fortschritte zu erzielen. 

Schauen wir uns genauer an, wie ein effektiver und alltagstauglicher Wintertrainingsplan aufgebaut sein sollte. 

So gehst du deinen Wintertrainingsplan richtig an

Der Winter ist für uns RadfahrerInnen traditionell die Zeit für lange Grundlagenausdauerfahrten – doch viele von uns wissen gar nicht so genau, was diese Einheiten eigentlich bewirken sollen. Ziel ist es, das Fundament für die kommende Radsaison zu legen, vergleichbar mit dem Fundament beim Hausbau. Allerdings ist dein Körper kein Haus, und Training ist keine Einheitslösung. 

So gehst du dein winterliches Radtraining mit Sinn, Verstand und der richtigen Balance an.

Grundlagenfahrten allein reichen nicht aus

Lange Ausdauerfahrten sind wichtig, um deine Ausdauer aufzubauen und deine aerobe Basis zu stärken. Allerdings sind sie nicht das einzige Element eines effektiven Trainings. Um dich optimal auf Anstiege, Sprints und Rennen vorzubereiten, solltest du unbedingt auch hochintensive Intervalle in deinen Trainingsplan integrieren. 

Dieser ausgewogene Ansatz verbessert deine Gesamtleistung und macht dich bereit für die unterschiedlichsten Herausforderungen auf dem Rad. Mit dieser Balance schaffst du ein starkes Fundament und bleibst gleichzeitig in allen Bereichen des Radsports spritzig.

Fang langsam an und steigere dich schrittweise

Nach einer verdienten Pause ist es wichtig, behutsam wieder ins Training einzusteigen. Starte nicht direkt mit riesigen Umfängen oder extrem intensiven Einheiten, da dies deinen Körper überfordern kann. Die Balance macht's.

  • Steigere die Dauer und Intensität deines Trainings von Woche zu Woche ganz allmählich.  

  • Überlaste dein System nicht direkt mit endlos langen Fahrten bei niedriger Intensität, wenn dein Körper noch nicht bereit dafür ist.

Baue HIIT in deine Winterroutine ein

Wenn du monatelang hart an deiner Sprintkraft oder deiner Performance am Berg gearbeitet hast, solltest du diese Fortschritte im Winter nicht durch den Verzicht auf intensivere Workouts aufs Spiel setzen. Studien zeigen, dass die Kombination aus Ausdauer- und HIIT-Training im Winter zu besseren Fortschritten führt als ein reines Ausdauertraining.

Hochintensives Training bedeutet nicht, dass dich jede Einheit komplett zerstören muss. Eine wöchentliche Dosis HIIT kann ganz unterschiedlich aussehen, zum Beispiel:  

  • Kurze, strukturierte Intervalle (z. B. VO2max-Intervalle). 

  • Spaßige Aktivitäten mit harten Belastungsspitzen, wie ein virtuelles Rennen oder eine Mountainbike-Runde.  

Tipp: Peile mindestens eine HIIT-Einheit pro Woche an und passe die Intensität an dein aktuelles Fitnesslevel an.

Konzentriere dich auf deine Schwachstellen

Nutze den Verlauf des Wintertrainings, um gezielt an Bereichen zu arbeiten, die noch Luft nach oben bieten – sei es Kraft, Sprintfähigkeit oder Stehvermögen am Berg. Gerade gut trainierte AthletInnen benötigen oft spezifische Reize, um sich weiter zu verbessern.

Praktische Schritte:

  • Starte die ersten Wochen mit einem vielseitigen, abwechslungsreichen Training.  

  • Fokussiere dich danach auf spezifische Elemente (z. B. Krafttraining, kurze Anstiege), basierend auf deinen persönlichen Zielen.  

  • Nutze ein polarisiertes Trainingsmodell, um diese Verbesserungen optimal auf deine Highlight-Events abzustimmen.

Plane vorausschauend für einen starken Saisonstart

Der Winter ist deine Chance, deinen Körper auf Höchstleistungen vorzubereiten. Beginne mit abwechslungsreichen Workouts und gehe dann in gezielte Trainingsblöcke über, um bestimmte Fähigkeiten zu schärfen. Eine durchdachte Planung sorgt dafür, dass du stärker, schneller und besser vorbereitet in die neue Radsaison startest.

Tipp: Betrachte das Wintertraining wie ein Puzzle: Jedes Teil – ob Ausdauer, HIIT, Krafttraining oder die richtige Erholung – ist wichtig, um am Ende das perfekte Gesamtbild zu erhalten.

Messe deine Fortschritte

Vergiss nicht, auch im Winter deine Leistung im Blick zu behalten und deine Functional Threshold Power (FTP) zu testen. Sie ist ein entscheidender Parameter, um dein Training optimal abzustimmen. 

Was ist die FTP?  

Die Functional Threshold Power (funktionelle Schwellenleistung) ist die maximale Leistung, die du über etwa eine Stunde aufrechterhalten kannst. Stell sie dir wie den „Hubraum“ deines Motors vor: Sie zeigt dein Fitnesslevel und hilft dir, die perfekten Intensitätsbereiche für deine Workouts festzulegen.  

So trackst du deine Fortschritte  

Um deine Entwicklung zu verfolgen, solltest du deine FTP alle 4–6 Wochen testen. Nutze dabei immer dieselbe Testmethode, um vergleichbare Ergebnisse zu erhalten. Wenn deine FTP steigt, ist das ein klares Zeichen dafür, dass dein Training anschlägt und sich deine Kraft und Ausdauer verbessern.  

Für ein noch besseres Gesamtbild solltest du außerdem Folgendes im Auge behalten:  

  • Herzfrequenz: Zeigt dir, wie hart dein Herz-Kreislauf-System arbeiten muss.

  • Subjektives Belastungsempfinden (RPE): Gibt an, wie anstrengend sich eine Fahrt für dich anfühlt.

Deinen FTP-Test absolvieren  

Die JOIN Cycling App bietet dir verschiedene Möglichkeiten, deine FTP zu testen – je nach Vorliebe und Trainingsziel. Hier ist eine Übersicht der verfügbaren FTP-Tests, damit du den passenden für dich auswählen kannst. 

Anerober Ausdauertest (Anaerobic Durability Test) 

Dieser Test bewertet deine Fähigkeit, bei kurzen, maximalen Belastungsspitzen der Ermüdung zu widerstehen: 

  • So funktioniert's: Nach einem gründlichen Warm-up absolvierst du mehrere All-out-Intervalle. Das Ziel ist es, bei allen Versuchen die gleiche Geschwindigkeit oder Leistung aufrechtzuerhalten. 

  • Was gemessen wird: Eine konstant starke Leistung über alle Intervalle hinweg zeigt eine hervorragende Ermüdungsresistenz.  

20-Minuten-FTP-Test

Der Klassiker zur Ermittlung deiner FTP: 

  • So funktioniert's: Wärm dich gründlich auf und streue ein paar kurze Sprints ein. Fahre dann 20 Minuten lang so hart wie möglich. Betrachte es wie ein Einzelzeitfahren und halte deine Leistung von Anfang bis Ende möglichst konstant.  

  • Tipps für den Erfolg: Mach diesen Test auf einer verkehrsarmen, leicht ansteigenden Straße oder drinnen auf der Rolle mit deaktiviertem ERG-Modus.  

Aerober Ausdauertest (Aerobic Durability Test)

Dieser Test bewertet deine Ausdauerleistung unter anhaltender Belastung:  

  • So funktioniert's: Nach dem Aufwärmen absolvierst du zwei 12-minütige Maximalbelastungen. Ziel ist es, in beiden Intervallen die gleiche Geschwindigkeit oder Wattleistung zu halten.  

  • Was gemessen wird: Eine gleichmäßige Leistung in beiden Intervallen spricht für eine stark ausgeprägte aerobe Ausdauer.  

Rampentest (Ramp Test)

Ein schneller und effizienter Weg, deine FTP zu schätzen: 

  • So funktioniert's: Starte mit einem 10-minütigen Warm-up. Danach erhöht sich die Intensität jede Minute um 25 Watt, bis du nicht mehr weitertreten kannst.  

  • FTP-Berechnung: Deine FTP entspricht in der Regel etwa 75 % der Leistung deiner letzten vollständig absolvierten Minute. 

  • Tipps für den Erfolg: Wenn du den Test drinnen machst, stelle deine Start-FTP im ERG-Modus auf 250 Watt ein. Fahre dich danach unbedingt mindestens 10 Minuten bei 50–60 % deiner FTP locker aus.  

So holst du das Beste aus deinem FTP-Test heraus

  • Wähle eine Methode, die zu deinem Fitnesslevel und deiner Trainingsumgebung passt.  

  • Gehe gut erholt und ausreichend hydriert in den Test. 

  • Nutze die Ergebnisse, um deinen Trainingsplan individuell anzupassen und deine Fortschritte genau zu verfolgen.  

Die JOIN Cycling App macht FTP-Tests super unkompliziert, damit du präzise Werte bekommst, um dein Training perfekt zu steuern.

Beispiele für optimale Winter-Workouts

Die folgenden drei Trainingseinheiten für den Winter helfen dir, eine starke Fitnessbasis aufzubauen, deine Ausdauer zu verbessern und wichtige Fähigkeiten auf dem Rad zu entwickeln. Bei JOIN haben wir über 400 Workouts, die dich perfekt durch den Winter bringen.

Die erste Einheit dient der Ermittlung deiner Functional Threshold Power (FTP) und deiner Herzfrequenz, was die Grundlage für ein strukturiertes Training bildet und die Fortschrittskontrolle ermöglicht. Die zweite Einheit ist eine 3-stündige Ausdauerfahrt, die deine aerobe Fitness, den Fettstoffwechsel und die Tritteffizienz optimiert.

Die letzte Einheit beinhaltet fünf 5-minütige Intervalle im Tempobereich, um deine aerobe Kapazität, deine Laktatschwelle und deine Kraftausdauer zu verbessern, während du gleichzeitig an deinem Pacing arbeitest. 

1. 20-Minuten-FTP-Test

JOIN screenshot

Warum dieser FTP-Test in deinen Wintertrainingsplan gehört:

Bestimmt dein Ausgangsniveau: Der Test liefert dir eine präzise Schätzung deiner Functional Threshold Power (FTP) und deiner Schwellenherzfrequenz (HF) – beides unverzichtbare Werte für deine Trainingsbereiche. Der Winter ist der perfekte Zeitpunkt, um diese Werte zu bestimmen, bevor du voll durchstartest.

Steuert deine Trainingsintensität: Mit deiner FTP und Schwellen-HF kannst du die Intensität deiner Winter-Einheiten optimal anpassen – so trainierst du hocheffizient ohne das Risiko von Über- oder Unterforderung.

Macht Fortschritte sichtbar: Wenn du den Test im Winter regelmäßig wiederholst, siehst du genau, wie sich deine Kraft und Ausdauer verbessern. Das gibt dir die Gewissheit, dass dein Training funktioniert.

Flexibel einsetzbar: Du kannst den Test drinnen auf der Rolle oder draußen auf der Straße fahren. So bist du völlig unabhängig vom Winterwetter. 

2. Intensive Ausdauer (3 Stunden)

Dieses 3-stündige Ausdauertraining ist die perfekte längere Einheit für deine Wintermonate.

Baut aerobe Fitness auf: Der Winter ist die klassische Zeit, um an der aeroben Ausdauer zu feilen – dem Fundament deiner gesamten Radleistung. Diese Einheit trainiert deinen Körper darin, Sauerstoff effizienter zu nutzen, und stärkt dein Herz-Kreislauf-System.

Verbessert den Fettstoffwechsel: Durch das Training im reinen Ausdauerbereich lernt dein Körper, vermehrt Fett als Energiequelle zu nutzen – entscheidend für lange Strecken. 

Optimiert die Tritteffizienz: Eine konstante Trittfrequenz um die 90 U/min schult einen runden, flüssigen Tritt. Das schont die Muskulatur und lässt dich effizienter im Sattel sitzen.

Schult Pacing und Ausdauer: Der Wechsel der Intensitäten in 30-minütigen Intervallen fordert deine Fähigkeit, die Kräfte richtig einzuteilen – eine Schlüsselkompetenz für lange RTFs, Marathons oder Rennen.

3. 5 x 5 Min Kraftausdauer - 90 Minuten 

JOIN app

Dieses Workout mit 5x5-minütigen Intervallen im oberen Tempobereich bzw. an der anaeroben Schwelle ist ein hervorragendes Beispiel für ein effektives Kraftausdauertraining im Winter. 

Verbessert die aerobe Kapazität und Laktatschwelle: Durch das Training an der Schwelle lernst du, intensivere Belastungen länger durchzuhalten, ohne vorzeitig einzubrechen.

Baut Ausdauer und Power auf: Die 5-minütigen Intervalle fordern dein Herz-Kreislauf-System und deine Muskeln gleichermaßen. Das hilft dir, auch höhere Wattwerte über längere Zeiträume zu halten.

Schult dein Tempogefühl: Eine Belastung über 5 Minuten exakt zu pacen, erfordert Erfahrung. Dieses Workout hilft dir, deine Energie perfekt einzuteilen – unverzichtbar für Zeitfahren oder Renneinsätze.

Tipps fürs Radfahren im Winter

Wenn der Winter vor der Tür steht, gehen die Meinungen unter uns RadfahrerInnen oft auseinander. Die einen trotzen der Kälte dank der passenden Ausrüstung im Freien, während andere (mich eingeschlossen) das Indoor-Training vorziehen, sobald die Temperaturen in den Keller gehen. Abgesehen vom persönlichen Komfort hat die Kälte auch spürbare Auswirkungen auf unseren Körper. 

Schauen wir uns an, wie du dich optimal vor Kälte schützt und das Beste aus deinen Winterausfahrten herausholst.

Es ist wahrscheinlich kälter als du denkst

Bei der Einschätzung des Wetters im Winter sollte man bedenken: Die reine Temperatur auf dem Thermometer greift oft zu kurz. Besonders wir RadfahrerInnen spüren extrem, welchen Einfluss der Wind auf das Kälteempfinden hat. Der sogenannte „Windchill-Effekt“ spielt hier die Hauptrolle, da der Fahrtwind die Abkühlung des Körpers massiv beschleunigt.

Ein Beispiel: Temperaturen knapp unter dem Gefrierpunkt fühlen sich bei Sonnenschein und Windstille oft gar nicht so wild an. Weht jedoch ein Ostwind der Stärke 4 (Beaufort), drückt der Windchill die gefühlte Temperatur schnell auf gefühlte -9 °C. 

Wenn du nun mit 28 km/h gegen diesen Wind fährst, sinkt die gefühlte Temperatur noch weiter – auf etwa -13 bis -14 °C. Solch eisige Werte können schnell gefährlich werden, weshalb du den Windchill bei der Planung deiner Wintertouren unbedingt berücksichtigen solltest.

Die Durchblutung der Extremitäten lässt nach

Fällt die gefühlte Windchill-Temperatur unter -15 °C, drohen durch die Bildung von Eiskristallen im Gewebe bereits innerhalb einer Stunde Kälteschäden wie Frostbeulen oder Erfrierungen an ungeschützten Stellen. 

Der Körper reagiert auf Kälte mit einer Gefäßverengung (Vasokonstriktion). Er drosselt die Durchblutung der Extremitäten, um die Wärme im Körperkern zu halten und lebenswichtige Organe zu schützen. Für deine Beine bedeutet das: weniger Treibstoff und Sauerstoff für die Muskeln sowie ein langsamerer Abbau von Stoffwechselprodukten wie Laktat. 

Die Folge: Deine Leistungsfähigkeit sinkt bei Kälte spürbar. Du musst mehr Energie aufwenden, um die gleiche Wattleistung wie im Sommer zu erbringen.

Kälte und Stoffwechsel

Entgegen der landläufigen Meinung führt Sport in der Kälte nicht automatisch zu einem höheren Grundumsatz. Viele glauben, dass der Körper bei Kälte automatisch mehr Fett und Kohlenhydrate verbrennen muss, um Wärme zu erzeugen. Damit der Stoffwechsel jedoch wirklich hochfährt, musst du dich mehr anstrengen – was spätestens dann passiert, wenn du zu zittern beginnst. 

Solange deine Körperkerntemperatur stabil bleibt (dank der richtigen Winterbekleidung), gibt es beim Radfahren keinen Grund zu zittern. Im Gegensatz zu Tieren im Winterschlaf können wir Menschen keine zusätzliche Wärme außerhalb der Muskelaktivität erzeugen. 

Der Mythos des höheren Kalorienverbrauchs kommt eher daher, dass dicke Kleidungsschichten die Bewegung einschränken. Das macht das Treten anstrengender und erhöht so kurzfristig den Energiebedarf.

Halte deine Körpertemperatur konstant

Unser Körper ist bestrebt, seine Kerntemperatur konstant bei etwa 36 °C zu halten. Auf dem Rad lauern jedoch einige Faktoren, die diesen Prozess stören können. Vor allem äußere Einflüsse wie Regen und Wind setzen der Thermoregulation auf dem Rad stark zu. 

Zudem haben AthletInnen mit einem sehr geringen Körperfettanteil oft größere Mühe, ihre Körperwärme zu halten. Studien zeigen übrigens, dass gut trainierte SportlerInnen in Sachen Thermoregulation nicht zwingend im Vorteil gegenüber weniger Trainierten sind.

Mit zunehmendem Alter lässt zudem die Fähigkeit zur Gefäßverengung nach, was ältere RadfahrerInnen schneller auskühlen lässt. Spannendes Detail: Frauen haben hier oft einen kleinen Vorteil, da sie von Natur aus meist über einen etwas höheren Körperfettanteil verfügen. 

Das perfekte Outfit für den Winter

Um im Winter warm und sicher unterwegs zu sein, ist das Zwiebelprinzip das A und O. Kombiniere mehrere dünne Schichten anstelle einer einzigen dicken Jacke. Die dünnen Schichten schließen Luftpolster ein, die hervorragend als Isolierung dienen. 

Während im Sommer enge Aerokleidung gefragt ist, dürfen die Schichten im Winter ruhig etwas lockerer sitzen, um warme Lufttaschen zu ermöglichen. Achte jedoch darauf, dass die Sachen atmungsaktiv bleiben. 

Bei zu dicker Kleidung staut sich sonst der Schweiß. Das sorgt für ein nasses Unterhemd und lässt dich auf langen Fahrten oder nach harten Intervallen schnell frösteln. Moderne Funktionsfasern oder Merinowolle wirken hier Wunder. Probiere einfach aus, was für dich am besten funktioniert. 

Du suchst nach konkreten Tipps? Lies unseren Guide: Was zieht man bei welchen Temperaturen an?.

Indoor-Cycling im Winter

Für ein effektives Indoor-Training im Winter brauchst du das passende Equipment und einen gut vorbereiteten Raum. Um Überhitzen zu vermeiden, solltest du für ausreichend Frischluft sorgen. Ein heller Raum steigert zudem den Fokus und die Motivation. 

Die meisten Smart-Trainer und Geräte benötigen stabiles WLAN, Bluetooth und Strom. Ein Fernseher oder Tablet für Trainings-Apps, Filme oder Serien macht das Ganze deutlich kurzweiliger.

Das brauchst du für dein Setup:  

Bike oder Rollentrainer

Du kannst dein normales Rennrad oder Mountainbike nutzen. Wenn du ein dauerhaftes Setup bevorzugst, bieten sich ein dedizierter Smart-Trainer oder ein Indoor-Bike an.  

  • Smart-Trainer: Steuert den Widerstand automatisch und lässt sich für interaktive Workouts mit Apps koppeln.  

  • Wheel-On-Trainer: Die einfachere und günstigere Variante, bei der dein Hinterrad auf einer Rolle läuft.  

  • Direct-Drive-Trainer: Hierbei wird das Hinterrad ausgebaut und das Bike direkt auf den Trainer montiert – extrem leise und realistisch.  

Trainings-Apps

Plattformen wie JOIN, Zwift oder Wahoo SYSTM bieten dir strukturierte Workouts, virtuelle Welten und jede Menge Motivation.  

Matte und Ventilator

Eine Unterlegmatte schützt deinen Boden vor Schweiß, dämpft Vibrationen und reduziert den Lärm. Ein guter Ventilator ist Pflicht, um einen kühlenden Fahrtwind zu simulieren und Überhitzung zu vermeiden. Schau dir gerne unsere Empfehlungen für die besten Ventilatoren an. 

Herzfrequenzgurt oder Powermeter

Diese Tools liefern dir die nötigen Daten, um dein Training präzise zu steuern und deine Fortschritte schwarz auf weiß zu sehen. Mit dem richtigen Setup steht das Indoor-Training Fahrten im Freien in nichts nach – so bleibst du fit und motiviert bis zum Frühling.

Bleib im Winter auf Kurs

Das Training im Winter kann eine echte Herausforderung sein – muss es aber nicht. Mit der JOIN Cycling App bekommst du einen perfekt auf dich zugeschnittenen Trainingsplan, der dich bei jedem Wetter schneller und ausdauernder macht.  

JOIN macht dein Wintertraining einfach und hocheffizient, indem die App:  

  • Echte Ergebnisse liefert: Unzählige RadfahrerInnen haben ihre Fitness und Ausdauer über den Winter messbar gesteigert.

  • Sich deinem Leben anpasst: Unsere Pläne passen sich flexibel an deine Form und deinen Zeitplan an – so bleibt jede Einheit machbar und effektiv.  

  • Dich motiviert hält: Verfolge deine Fortschritte und bleibe dank flexibler, auf deine Ziele abgestimmter Workouts immer am Ball.  

Starte noch heute deine Vorbereitung für eine stärkere und schnellere Radsaison.

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